Nennt mich Miss McGyver…

…denn ich habe die ultimative Bikini-Höschen-Trocknung entwickelt.
Wer kennt das nicht? Eben noch kurz den neuen Bikini gewaschen und dann beim hektischen Blick auf die Uhr festgestellt, dass auch der laueste Sommermorgen das buntgestreifte Fetzchen nicht mehr trocken werden lässt innerhalb einer Zeitspanne, die einem ein pünktliches Eintreffen im Büro erlauben würde… Was also tun?
Bikinihöschen in die Badetasche werfen in humidem Zustand? Schlecht, weil sich nach zehn Minuten das Handtuch vollgesaugt hat und damit für seine ihm zugedachte spätere Aufgabe nicht mehr zu gebrauchen wäre.

Aber wozu fährt Frau Venus Cabrio?
Flugs die eine Seite vom Höschen links in den Türgriff (innen natürlich) geklemmt, die andere Seite am linken Blinker aufgehängt und dann das Autogebläse feinjustiert und auf “schranktrocken” gestellt. 45 Minuten Fahrt ergeben ein trockenes Höschen.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe – wie brutzle ich mir ein Spiegelei mit einem Schminkspiegel und einem Kamm.

(Es is

Was keiner gesehen hat…

Wir haben heute Politik gemacht. Und Bürogeschichte geschrieben.
Ich rief sogar bei der ARD an.
Die kleine Venus: “Hallo, Entschuldigung, aber können sie den Frackträgern bitte ausrichten, Fräulein Leafaithin MÖCHTE Herrn Gauck nicht?”
Fräulein Leafaithin aus dem Hintergrund : “Herrn Wulff aber auch nicht…beide doof…”
Die verständnisvolle Venus: “Äh ja, Herr Wulff kommt auch nicht in Frage.”
Der nette Herr am Telefon: “Moment bitte… *DA IST EINE DAME AM TELEFON, DIE SAGT, FRÄULEIN LEAFAITHIN MAG DEN GAUCK NICHT UND DEN WULFF AUCH NICHT*…

… *hektisches Treiben im Hintergrund…*

“Hören Sie, sind Sie noch dran? Wir kümmern uns drum, wir haben Herrn Gauck und Herrn Wulff grade von der Liste gestrichen und suchen jemand anderen. Hat Fräulein Leafaithin bestimmte Wünsche?”

Die vermittelnde Venus: “LEEAAAA… Augenfarbe und Schuhgröße bitte…”

Leicht genervtes Fräulein Leafaithin: “MIR EGAL, ABER ICH BESTEHE AUF EINEN WASCHBRETTBAUCH…”
Die völlig einsichtige Venus:*Hand von der Hörmuschel nehm*

“Hören Sie? Also Fräulein Leafaithin sagt, die Kandidaten mögen sich obenrum bitte freimachen und sich per Livestream melden. Ginge das?”
ARD: “Ja sicher, kein Problem. Wir rufen Sie bis in einer Stunde wieder an und präsentieren den Ersatz.”
Das Telefonfräulein Venus: LEA, bis in ner Stunde hätten’s die dann…”
Die gefrustete Leafaithin: “NE, dann vergessen wir’s. Da bin ich nämlich beim ESSEN.”
Die zurückrudernde Venus: “Äh, Entschuldigung, aber Fräulein Lea sagt, dann hätt sich’s erledigt. Wir brauchen dann keinen Bundespräsidenten. Oder wir melden uns dann morgen nochmal. Sie dürfen also Feierabend machen. Ja, die Kanzlerin auch. Und Grüße an Herrn Westerwelle. Ja, Ihnen auch. Bis morgen.”

Und ja, es ist ziemlich heiß im Büro…

Die WM…

…macht etwas mit den Menschen. Aus den Menschen. Experten nämlich.
Ich, die sich das ganze Jahr nicht für Fußball interessiert, gucke tatsächlich manche Spiele an. Und befleißige mich mit Fachvokabular. Und diskutiere über die Engstirnigkeit von Schiedsrichtern und gebe meinen Senf dazu, wenn es um Handspiel oder nicht Handspiel geht. Dabei weiß ich gar nicht, wovon ich rede.
Erinnert mich nach der WM bitte daran – falls ich es vergessen sollte – ich habe von Fußball keine Ahnung und es interessiert mich auch nicht. Ich bin nur WM-krank und mit dem Mitred-Virus infiziert, das legt sich aber wieder. Hoffentlich.

Nichts gegen…

…ein bisschen Patriotismus.
Nichts gegen echte Fußballfans.
Nichts gegen gute Laune und Stimmung.

Aber meine Chefin schlägt hier, “Schlaaaaadnd”-brüllend mit Schminke in Deutschlandfarben auf und beabsichtigt, ihre Mitarbeiter anzumalen. Auf ihrem Tisch liegt eine riesige Deutschlandflagge. Und als wäre die optische Belästigung nicht genug – irgend so ein Vollhonk hat ein Vuvuzuela-app fürs iPhone gefunden und es ans ganze office geschickt.

ICH WILL HIER RAUS!

Ich bin zur Zeit…

…so faul!
Magazin hat Sommerpause, Haushalt wird morgen gemacht oder so…
Kein Antrieb zu gar nüscht.
Frühsommermüdigkeit? Bin ich die Einzige?

Royaler Zuwachs…

…in meiner Freundesliste! Ein Graf gesellt sich in unsere Runde und zwar der zu Luxemburg!
Willkommen Euer Durchlaucht, auf viele lustige Kommentare!

So viele offene Enden…

… in meinem Fernsehleben. Ich schaffe es einfach nicht. Es ist zum Verzweifeln.
Wenn ich das Ende eines Films wirklich sehen möchte, muss ich zu harten Maßnahmen greifen. Hart im wahrsten Sinn des Wortes.
Ein harter Holzstuhl hilft beispielsweise.
Wenn ich mich darauf platziere und nach einer Stunde kaum mehr weiß, wie ich meine Gliedmaßen bequem ordnen soll, dann wächst die Wahrscheinlichkeit, dass ich das Ende eines Filmes in wachem Zustand erlebe.
Sobald ich mir jedoch erlaube, diverse Muskelgruppen durch deren Ablage auf der Couch zu entspannen, schlafe ich ein.
So wie gestern. Ich wollte Wäsche zusammen legen. Auf dem Bett. Dabei fröstelte mich ein bisschen, ich begann einen äußerst interessant anmutenden Krimi anzugucken und zog die Decke über meine Beine. Das war um halb neun. Als ich aufgeweckt wurde von meinem grinsenden Mann, der meine Schlafgewohnheiten mittlerweile kennt, lag ich eingerollt wie ein Igel unterm Laubhaufen zwischen Decke und Handtüchern, Schlafanzug und Unterwäsche. Ich hab tief und fest geschlafen. Und der Krimi? Reiht sich ein in die Riege der unvollendeten Geschichten in meinem Kopf. Ich wüsste gerne, wie er ausgegangen ist. Ich hoffe also auf eine Wiederholung. Mittags um zwei wenn möglich. Fernab von bequemen Liegemöglichkeiten. Sonst hab ich keine Chance.

Wischen impossible -2. Akt

Ein leichtes, unmotiviertes Zucken rechts, Schweigen im Walde rechts. Mehr waren meine Scheibenwischer am Samstag nicht mehr willens zu leisten. Mal WIEDER.
Aber von Anfang an. Ich hab mich recht früh aus den Federn klingeln lassen, weil ich noch einkaufen und trotzdem pünktlich bei der lieben Jenny aufschlagen wollte – wenn wir uns doch schon so lange nicht gesehen haben. Ich flitze also relativ pünktlich los und ärgere mich das erste mal, als ich einer Schweizer Oldtimer-Ausfahrt mit 60 hinterhergurken muss. Wenn die eh nicht schneller fahren können, sollen sie doch in der Schweiz bleiben….
Irgendwann biegt die fröhliche Zuckeltruppe aber ab und ich komme meinem Ziel bedeutend schneller näher. Und hätte mich dann nicht die Fliege an der Wand, bzw. sprichwörtlich jene auf meiner Frontscheibe gestört, hätte ich den Schweibenwische nicht betätigt, hätte ich nicht festgestellt, dass dieser wieder einmal ein Eigenleben entwickelt, hätte ich nicht alle Eigentümer und Angestellten der örtlichen Autoreparatur-Einrichtungen kennen lernen müssen.
Ich wusste ja aber leider nicht, was ich mit dem leichten Zug am “bitte-wasch-die-Scheibe”-Hebel anrichten würde.
Zwar spritzte schaumige Flüssigkeit aus zwei Düsen wie durch Zauberhand in mein Blickfeld, das flotte “Wusch-susch” allerdings, das ich von meinen Scheibenwischern direkt danach erwartet hätte, blieb aus. Stattdessen “Bubbubbubbubbubbubb-knöööörz”. Meine Wischer ruckeln in Zeitlupentempo über die Scheibe. Der Fahrtwind malt mit dem Schaum lustige Kringel auf die Scheibe, meine Stirn faltet sich in höchst unlustige Streifen. Sofort habe ich die Stimme des Mechanikermeisters meines Vertrauens im Ohr, der letztes Mal sagte “Einfach mal aus- und anmachen, hilft oft.”
Relativ gelassen steure ich also den nächsten Parkplatz an und folge diesem Tipp. Auto aus, Auto an. Scheibenwischer an. “Bubbubbubbubbubb-knö…bubbubb….” nichts. Nichts. Die Scheibenwischer stehen senkrecht auf meiner Scheibe und bewegen sich rein gar nicht mehr. Auto aus, Auto an, diesmal mit weniger Hoffnung verbunden. Hebel hoch, Hebel runter, nichts. Ich steige aus, ziehe, zerre, bitte und fluche. Nichts. Wie festzementiert stehen beide Wischerblätter senkrecht und bewegen sich keinen Millimeter mehr. Nö.
Ich atme also einmal tief durch und rufe meine Werkstatt an. “Kommen Sie am Montag vorbei. Ach senkrecht stehen die? Ja, regnet es denn? Nein? Na dann… Mechaniker sind eh keine mehr da, ist ja schließlich Samstag umd halb zwölf.” Auf meinen Hinweis, dass ich aber, sollten die grauen Wolken die Menge an Wasser vom Himmel schütten, nach der sie aussehen, nicht weiterfahren kann und nicht willens bin, bis Montag in meinem Auto zu nächtigen, bekomme ich die Nummer von einem Autohaus mit Werkstatt am Ort. Und rufe dort an. Und bin froh zu hören, dass man auch dort, 50 Kilometer von zu Hause, auf den Kalender geschaut hat. “Es ist aber Samstag heute.” Ist nicht wahr. Mechaniker sind keine da, kommen Sie aber trotzdem mal vorbei. Ich ahnte eigentlich, dass der Weg vergebens ist, aber immerhin WOLLTE mir ja einer helfen. Ich fahre auf den Hof, Verkäufer in feinem Zwirn öffnet die Motorhaube, hm, ohje, alles verbaut, Scheibenwischer, aha-aha. Nein. Leider nichts zu machen. Ist ja halt auch Samstag. Man könne mir aber eine andere Werkstatt am Ort empfehlen, die müssten noch offen haben.
Mittlerweile ist Jenny, mit der ich zwischendurch telefoniert habe, auch im Autohaus angekommen. Wir fallen uns also dort um den Hals und die Blümchen werden zwischen Neu- und Gebrauchtwagen übergeben. Alles nicht so geplant. Aber gut. Eine richtige Werkstatt, so denke ich hoffnungsfroh, wird ja wohl auch richtige Mechaniker beschäftigen. Tut sie auch. Nur nicht, wenn ich sie brauche. Es ist ja Samstag übrigens. Als die Chefin hinter ihrem Tresen auftaucht und ich ihr mein Problem schildere und mit den Worten ende “… die müsste man jetzt wieder zum Laufen bringen” guckt sie mich an, als hätte ich ihr einen Heiratsantrag gemacht und sagt “…Jetzt???” Am liebsten hätte ich gesagt, nein, ich komme Mitte August wieder in der Hoffnung, dass sie es bis dahin geschafft haben, aber mir war nicht mehr zum Spaßen zumute. Vor allem nicht, als sie mir erklärte, warum sie das jetzt ihrem Mann nicht mehr zumuten könne. Die Mechaniker seien nämlich schon im Feierabend und überhaupt habe sie die ganze Woche bis abends um zehn arbeiten müssen. Sie wolle jetzt Wochenende machen.” Es lag mir auf der Zunge zu fragen, warum in aller Welt sie dann einen Dienstleistungsbetrieb aufgemacht habe, aber ich verkneife es mir. Immerhin schickt sie mich zu einem größeren Autoteile-Verkäufer am Ort. Und den kenne ich ja schließlich noch nicht, also was hält mich noch. Dort hört man sich mein Problem ebenso schweigend an und erklärt mir, man habe zwar Mechaniker da (nein!) obwohl es Samstag sei (NEIN!) aber man habe den Terminkalender schon voll. Tiefer Seufzer meinerseits. Also gut, man frage mal den Chef. Ich kann mein Glück kaum fassen. Ungefähr eine Minute lang. Dann kommt der nette Mann zurück mit den Worten “Der Chef sagt, wir haben das Teil nicht da.” Ich staune über die prophetische Gabe der Werkstatt, denn keiner hat sich mein Auto überhaupt angeguckt (könnte ja auch nur ein Schräubchen locker sein?!). Und beschließe, die Scheibenwischer jetzt einfach zu ignorieren. Der Himmel hat sich nämlich während der Wischer-Odyssee einsichtig gezeigt und die Wolken beiseite gepustet.
Mit unrythmisch zuckenden Scheibenwischern vor den Augen stelle ich das Auto also schließlich in ein Parkhaus und genieße danach einen großen Teller Nudeln (hilft immer), einen Erdbeershake, ganz viel Sonne, ein bisschen geocaching und die Gesellschaft von Jenny. Ich komme auch tatsächlich noch trocken nach Hause. Und beschließe, in meinem nächsten Leben mit Jenny eine Autowerkstatt aufzumachen, die ausdrücklich NUR SAMSTAGS UND SONNTAGS UND NACHTS geöffnet hat. Für all die armen Schweine, die am Samstag in der Servicewüste im Regen stehen.

Philosophie am Morgen

Warum tu ich mir das an? – Kennt ihr diese Frage ans eigene Spiegelbild? Man übernimmt Aufgaben, halst sich Arbeit auf, steigt in Projekte ein, reißt Baustellen auf. Warum?
Ich kenne viele Menschen, die einen ganz anderen Weg gehen. Büro, dann nach Hause, essen, fernsehen, Füße hoch legen. Tagein, tagaus.

Ich erlaube mir gar kein Urteil darüber, jedem wie er es mag.
Vielmehr frage ich mich, warum kann ich mir das für mein Leben nicht vorstellen? Sobald ich auch nur darüber nachdenke, formiert sich in Bauch und Hirn sofort Protest. Mir fallen Sätze ein, die beginnen mit “Man kann doch nicht…” oder “Was sollte ich denn dann den ganzen Tag…”
Aber warum bin ich so wuselig? Vielleicht weil ich etwas hinterlassen möchte. Weil ich mein Leben nicht als “bloße Anwesenheit” auf der Welt sehen mag. Kommen, sich ruhig und angepasst verhalten, alt werden, wieder gehen. Ohne mehr Spuren zu hinterlassen, als meinen Namen in behördlichen Registern und einen Stein mit meinen Lebenszahlen. Ist das Eitelkeit? Warum glaube ich, die Welt interessiere sich überhaupt für mich? Keine Ahnung. Ich weiß nur – ich kann nicht anders. Der rosarote Hase in mir trommelt schon wieder und scheucht mich zur Arbeit. Und ich folge.