Eine neue fixe Idee…

…hat sich in meinem Kopf manifestiert. Hab ich zwei Abende die Woche übrig? Eigentlich kenne ich die Antwort schon selbst. Aber… ein bisschen mehr Chaos würde das bereits existierende Chaos auch nicht wesentlich größer machen…
Also mach ich’s?
“Die Anmeldung ist verbindlich”…

Tobi, mein Telefonfreund

Tobi ist ein toller Mensch. Wenn er lacht, gluckst er vergnügt. Wenn er am Telefon einen Spaß macht, ahnt man das schon, denn er kichert meistens schon bevor er zum Witzemachen ansetzt. Als wir neulich telefoniert haben, war ihm allerdings überhaupt nicht zum Lachen zumute. Er war betrübt, denn Sandra, eine Frau, die er offenbar sehr nett findet, ist für sein Dafürhalten zu schroff mit ihm umgegangen. Er hatte mit ihr gesprochen und ihr gesagt, dass er sie vermisst. Sie hat unwirsch entgegnet, dass sie das “wohl grade noch glaubt”. Für Tobi ist eine Welt zusammen gebrochen. Als er mich angerufen hat, um mir das zu erzählen, hat er deutlich hörbar mit den Tränen gekämpft. Wir haben eine halbe Stunde miteinander geredet und ich habe versucht, ihn aufzumuntern. Wir haben über Sandra geredet und übers Wetter, er hat mir erzählt, was er tagsüber erlebt hat und was es zu essen gab. Dann ging’s ihm wieder besser und er hatte mir versprochen, dass ich ihn auch jederzeit anrufen dürfe, wenn es mir nicht gut geht. Auch nachts um drei, “und das biete ich nicht jedem an!”. Ich fühle mich also dementsprechend sehr geehrt. Vorgestern haben wir wieder telefoniert. Tobi war diesmal gut gelaunt und wollte nur mal hören, wie es mir geht. Das Tolle ist – egal, wie es mir vor seinem Anruf ging, spätestens wenn wir auflegen, habe ich ein Lächeln im Gesicht, bin wieder total geerdet und froh, einen Menschen wie Tobi zu kennen, der nur ganz selten jammert, der eine wunderbare empathische Gabe hat, der weiß, wie man andere zum Lachen bringt. Tobi ist mehrfach geistig und körperlich behindert, hat einen verkrüpelten Körper und ist an seinen Rollstuhl gefesselt. Er kann weder lesen noch schreiben und ist bei fast allem, was er tun will, auf Hilfe angewiesen. Außer beim Telefonieren. Das Telefon ist seine Verbindung zur “Außenwelt”, sein heißer Draht zum “normalen” Leben. Und ich bin mehr als dankbar, dass ich in seinem Telefonbuch so weit oben stehe.

Ich liebe Dich!

Sicherheitshinweis für die Unromantischen unter Euch: Nicht weiterlesen.
Für alle anderen:

Skype-Gespräch zwischen Herr und Frau Venus, just vor 5 Minuten.

FV: Was machen wir heut Abend? Ausgehen?
HV: Mal sehen bis wann ich fertig bin.
FV: Fertig? Womit? Arbeit 1? Arbeit 2? Mich liebhaben?
HV: Na Arbeit 1 und 2, mit letzterem werde ich nie fertig…

*TränederRührungausdemAugenwinkelwisch* Isser nicht süß???

Ich lebe online…

…und frage mich, ob das so gesund ist.
Ich weiß, dass ich auch zwei Wochen ohne Internet überlebe – ausprobiert, überlebt.
Aber wenn ich kann, rufe ich fünfmal täglich meine mails ab, stromere über Facebook und über News-Seiten.
Wieviel davon ist im KERN interessant? Wieviel davon müllt einfach mein Bewusstsein voll? Gedankenspam?
Kann ich mich vor dieser Informationsflut retten und wenn ja – will ich das überhaupt?
Abend für Abend das selbe. Ich komme heim und schalte den Rechner an, bevor ich die Jacke richtig ausgezogen habe. Esse was. Arbeite bis zehn oder wie gestern bis halb zwölf. Arbeit nach der Arbeit. Online. Immer.
Sollte ich einen offline-Abend in der Woche einplanen? Geht Euch das auch so und findet ihr das normal oder ebenfalls ein bisschen verstörend?
Was haben die Menschen vor 20 Jahren ohne Internet gemacht? Ferngesehen? Mehr gelesen? Mehr im “Real-Life” erlebt?
Und was mache ich? Erkenne einen Zustand, der mich nicht besorgt, aber beschäftigt – und blogge darüber. Ich BLOGGE. Medien-Omnipräsenz. Überall. Nicole ist gerade ein bisschen verwirrt.

To remember – April

Hm… diesmal fällt’s mir echt schwer. Was war im April besonders?
Ich habe mich mit Leaya zum Laufen aufgerafft. Zweimal die Woche. Wir essen gesund. Ist das was Bemerkenswertes?
Naja, vielleicht könnten wir festhalten, dass ich es gewagt habe, mich für meine eigene Arbeit einzusetzen. Für mich selbst Partei ergriffen habe. Und hin und wieder einfach mal in den Genuss-Modus geschaltet habe.
Es gab den ersten Spargel mit frischen Kartoffeln, den ersten Sonnenbrand und ich habe ein paar mal “Fünfe gerade sein lassen” geübt. Ach ja! Und die erste Cabriofahrt! Schön war’s! Und ach ja ach ja – ich hab mich mit und für Claudi über die neue Wohnung gefreut!So wenig ist das ja gar nicht.

Fazit: Der April war unspekatuklär aber voller schöner kleiner Momente!
Der Monat der Glückssplitter.

Mein Leben und ich: Erkenntnis des Wochenendes:

“Das Glück kommt zu den Geduldigen.”
Es fügt sich alles so, wie es soll. Dinge, die ich mir lange gewünscht habe, auf die ich lange gehofft hatte, die ich schon fast als unmöglich abgetan hatte, erfüllen sich. Stück für Stück gehen Türchen auf, an deren Existenz ich nicht mehr geglaubt hatte.
Ich bin grad einfach nur dankbar für alles, was mir zuteil wird. Dankbar und zufrieden.

Die Motivation…

…ist gestern Abend ganz kleinlaut zu mir zurück gekehrt. Danke an alle, die sie bei sich gefunden und zu mir geschickt haben.
Immerhin habe ich noch die Wäsche in die Maschine und letztere zum Laufen gebracht und das Geschirr aus der Spülmaschine geräumt. Und zwei wichtige mails geschrieben, deren Inhalt mir unter den Nägeln gebrannt hatte. Und ein Dokument auf den Weg gebracht. Und Bilder sortiert. Und hungrigen Besuch und eigenen hungrigen Mann gefüttert. Und noch ne halbe Stunde gelesen – “Gut gegen Nordwind”, leichte Lektüre, aber schöööön!
Mal sehen, ob die Motivation heute Abend brav daheim auf mich wartet. In der Mittagspause verpasse ich mir mal wieder eine Runde Sauerstoff – wenn meine liebe Kollegin Sabine Lust zum Laufen hat. Vielleicht hilft das ja gegen die Frühjahrsmüdigkeit, die mich offenbar zur Zeit in der Mangel hat… ich wünsch Euch nen schönen Tag!

Hat zufällig jemand…

…meine Motivation gesehen? Ich hab die irgendwo verlegt… ich bräuchte die grad mal ganz dringend.
Ich sollte nämlich noch die Waschmaschine anschmeißen und die Spülmaschine ausräumen und noch ein bisschen was am PC machen… aber ich bin grad soooo müde… ich könnte grad ins Bett gehen…Also, wer auch immer das Frollein findet, schickt es mir gefälligst zurück! Die kann was erleben!

All the simple things…

Ich bin wohl grade auf Genuss eingestellt. Ich habe den Dreh zur Zeit raus, jedem Tag was Erfreuliches abzugewinnen. Gestern war’s der Besuch einer lieben Freundin und ein spontaner freier Mittag mit Eisschokolade in der Sonne.
Heute wird’s ein leckerer Salat in der Mittagspause sein. Ich könnte auch (zeitplanerisch effektiv) in der Mittagspause den Einkauf fürs Wochenende erledigen. Aber will ich mich immer effektiv verplanen? Will ich funktionieren wie ein kleines Uhrwerk? Ich freue mich, wenn ich Dinge zum Laufen kriege und wenn ich Termine halten kann. Aber beim sturen und disziplinierten Abarbeiten meiner ungnädigen Listen bleibt die Kreativität auf der Strecke. Es fühlt sich an, als wäre mein Hirn an einen schlecht beleuchteten Schreibtisch gebunden und ihm bliebe das Tageslicht verwehrt. Manchmal muss es raus, toben im Garten der Disziplinlosigkeit, abheben in den blauen und sonnigen Himmel der Unbekümmertheit und sich treiben lassen in einen Zuckerwatteberg aus Zeitlosigkeit. Nur so kriege ich es danach wieder zurück an den besagten Arbeitsplatz und zu den vollen Listen. Funktioniert! Und wird so lange und immer wieder praktiziert, wie und wann es geht. Vielleicht ist es das, was die Franzosen savoir-vivre nennen…