My name is Smith. Granny Smith.

Ich find Winterklamotten doof. Nicht so sehr, weil man zur Zeit nicht weiß, wieviele Schichten man anziehen muss, weil das Wetter schwankt zwischen Sonne und Schneesturm, sondern weil die Farben in den Regalen meist schon jetzt trister sind als das Wetter selbst. Braun. Grau. Dunkelblau. Aschgrau, Steingrau, Betongrau. Ihr versteht schon. Um so mehr hab ich mich gestern gefreut, als ich in einen Laden kam und vor lauter Farbe fast erschlagen wurde. Sonnengelb, Königsblau, Feuerwehrrot… DAS nenn ich mal bunt. Ich hab mich für ein frisches Apfelgrün entschieden. Und nein, ich bin keine Sitzgruppe. Auch keine Geblümte. :)

Natürlich musste ich das gute Stück sofort heute anziehen. Dazu die alte Kunstlederröhre, die von meinen Kollegen schmunzelnd “naughty pants” genannt wird. Und fertig. Auch wenn es mit der Lederjacke aussah, als würd jeden Moment mein Harley-Held um die Ecke knattern und mich abholen. :)

Schuhe:Buffalo, Hose: H&M, Pulli: Benetton, Kette, Ring: Bijou Brigitte, Gürtel: StreetOne, Jacke: über Otto

 

Go green!

Ich geb’s zu. Ich bin nicht nur Montags uninspiriert. Manchmal schlägt der Fluch auch mittwochs zu. Dann wende ich Regel Nr. 1 an, die besagt: Bluse und Jeans gehen immer. Als ich dann den Schal dazu fand, war mein Morgen gerettet. Dass ich anstatt Highheels besser Winterstiefel getragen hätte, konnte ich heute morgen ja noch nicht wissen. Gnurf.

Jeans: LTB 1948, Bluse: Benetton, Schal: ?, Schuhe: Buffalo, Gürtel:?; Kette: Pilgrim

Ein Weiblein steht im Walde..

…ganz still und stumm. Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um…
Die Sonne täuscht! Der Wind war ganz schön frisch und so richtig gemütlich war’s ohne mein Rotkäppchenmäntelchen nicht. Aber das störte die kleine Japanerin auf meinem Kleid überhaupt nicht. Sie lächelt seit Jahren stoisch aus der Wolle. Liegt vielleicht auch daran, dass das Kleid schon an sich sonnengelb ist. Wer braucht da schon höhere Temperaturen.

 

 

Schuhe: Buffalo, Legging: Toxik3, Kleid: One green Elephant, Kette: Juwelier, Gürtel: ?, Mantel: Benetton

Aschenputtel reloaded

Es war einmal eine Prinzessin, die von einer bösen Hexe mit einem Fluch belegt worden war. Sie stand jeden Montagmorgen vor ihrem Kleiderschrank, der gefüllt war mit den schönsten Kleidern, den buntesten Mustern und den weichsten Stoffen – doch sie konnte nichts finden, was zusammen passte. So sehr sie sich auch bemühte, anprobierte, zusammenstellte – sie fühlte sich in allem zu dick, zu blass oder zu schräg. Wie sehr sehnte sie sich das tapfere Schneiderlein herbei, der ihr in solchen Momenten etwas Neues hätte zaubern können. Aber der war im Urlaub hinter den sieben Bergen und nähte rote Zipfelmützen. Die beiden Experten, die des Kaisers neue Kleider genäht hatten, wollte sie auch nicht anrufen. Sie war misstrauisch geworden, als sie den Kaiser nackt hatte vom Balkon winken sehen.
“Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich in den Arsch mir beiß”, dachte sie sich und beschloss, das einzig Mögliche zu tun – sie griff frustriert nach grau und schwarz.
Am liebsten hätte sie sich in die alte Wanduhr verkrümelt, aber da hatte sich eines der sieben Geißlein häuslich eingerichtet und im Turm im Garten hauste Rapunzel, die alte Angeberin, mit ihren blonden langen Zotteln. So blieb ihr nichts anderes übrig, als zur Arbeit zu gehen. “Spieglein, Spieglein an der Wand”, fing sie an, dem Flurschrank zugewandt, und wollte gerade die Frage fortsetzen, als ihr Blick in die geöffnete Tür des Schuhschranks fiel. Was glitzerte denn da? Da hatte doch nicht etwa das Aschenputtel, die alte Schlamperliese, die Glitzerschuhe vergessen, mit denen sie sich neulich einen Mann unter den Nagel gerissen hatte? Doch, tatsächlich. Da standen die Schühchen und funkelten und glitzerten im Lichte des Deckenfluters. Die Prinzessin zögerte. Sollte sie wirklich…? Sie blickte sich um. Die schwarzen, tristen Pumps in der einen Hand, die Funkeltreter in der anderen. Kurzentschlossen setzte sie sich auf den Flurboden und schlüpfte in die Turnschuhe. Dann geschah etwas Magisches. Die Schuhe passten wie angegossen und die Prinzessin meinte, einen Engelschor das Halleluja anstimmen zu hören! Plötzlich huschte ein Lächeln über ihr Gesicht! Sie erhob sich, drehte sich hin und her und juchzte! Der Fluch war gebrochen! Sie hüpfte begeistert zur Kutsche, die bereits angespannt in der Garage auf sie wartete und brauste los zur Arbeit. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann verzweifelt sie nächsten Montagmorgen wieder! Ende.

Schuhe: Converse, Hose: VeroModa, Bluse: Street One, Kette: BijouBrigitte, Ring: neu, aus Glas, von einem Glasbläser, Gürtel: Vive Maria

Me & Micky

Ich habe seit jeher ein Faible für Comicprints. Vermutlich, weil ich als Kind die Geschichten um Micky und seine Freunde verschlungen habe. So finden sich jetzt neben der Maus auch andere Comichelden auf meinen Shirts – Daisy Duck zum Beispiel, oder Paulchen Panter. Oder Biene Maja. Oder ein Schlumpf. Ich bin ein großes Kind, so what?! :) Immer, wenn ich dieses Micky-Shirt aus dem Schrank greife, fällt mir automatisch die Tomatenhose dazu sein. Weil ich heute mal wieder als Frau Wichtig in der Mutterfirma unterwegs war, fügte ich einen schwarzen Blazer dazu. Auf die gelben Schuhe hab ich dann aber doch verzichtet – ich hätte Micky sonst zu ähnlich gesehen. Und es kann schließlich nur einen Helden pro Outfit geben. :)

Shirt: Disney, Hose: Zara, Schuhe: Buffalo, Blazer: Benetton.

Das Ampelweibchen

Seit gestern dürfte jedem klar sein, dass ich auf Farben abfahre. Trüb und grau ist der Alltag oft genug, da muss man nicht auch noch so aussehen. Heute war ich komplementär gelaunt und griff zu grün und rot. Mit einer gelben Kaffeetasse in der Hand hat das was von einer Verkehrsampel. Falls ihr mal testen wollt, ob ihr eine rot-grün-Schwäche habt, ist dieses Outfit perfekt für euch – wer mich nur in braun sieht, sollte zum Augenarzt gehen. (Wer die Bilder zu lange anstarrt, vermutlich auch. )

 


Pulli: Esprit, Hose: Zara, Gürtel: Esprit, Schuhe: Buffalo, Kette: Pilgrim, Trenchcoat: Benetton

Schreifarbe meets Schrankleiche

Wie dieses Ensemble entstanden ist, habe ich gestern bereits angedeutet. Beim Aufräumen entdeckte ich den violetten Gürtel mit der Schnalle in Türkis. Ich betrachtete eine Weile sinnierend die Farbmischung und wollte grade weiter aufräumen, als mein Blick auf den violetten Rollkragenpulli fiel. In meiner Strumpfhosenschublade hatte ich doch eben eine türkise Strumpfhose gesehen, die ich zwar gekauft aber noch nie getragen habe. Fehlte nur noch ein Mittelteil. Schwarz war zu duster. Eine weitere Farbe zu schräg. Dann entdeckte ich das Röckchen mit Hahnentrittmuster. Seit ungefähr 10 Jahren nicht mehr getragen. Dennoch nie entsorgt, da eigentlich irgendwie niedlich.
Mit den selben schwarzen Stiefeln wie gestern und ein bisschen Glitzer und Klimbim ergibt das ein buntes Outfit. Kommentar meines Chefs – “Experimentierfreudigkeit ist ja nix Schlimmes…” Na Gott sei Dank. 🙂

Rock: Benetton, Gürtel: Zara?, Rolli: H&M, Schal:?, Kette: Künstlermarkt, Strumpfhose: ?, Armband: Bijou Brigitte, Stiefel: Gabor

Es wird doch nicht regnen wollen?

Miss Sixties!

Als ich dieses Kleid im Laden auf dem Bügel sah, war es Liebe auf den ersten Blick. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her und es gehört für mich nach wie vor in die hall-of-fame meiner Frühlings-Sommer-Herbst-und-Winter-Kleider, weil man es prima kombinieren kann. Außerdem mag ich das graphische Muster und den Sixties-Look sehr gerne.

 

Kleid: Chris, Strumpfhose: Esprit, Stiefel: Gabor, Shirt: H&M, Schal, Kette: ?

Nachts im Park…

 

…sind alle Katzen grau. Diese Erfahrung mussten wir heute auch machen. Der Tag im Büro war total verrückt und die Zeit verging wie im Flug. Draußen war es schon am Dämmern als die Fotos entstanden sind. Deswegen sehen die Farben heute auch… merkwürdig aus. Die Bluse ist blau-weiß-gestreift. Ehrlich.

Bluse: H&M, Stiefel: Buffalo, Hose: Only, Gürtel: Esprit, Kette: Vom Künstlermarkt, Top: VeroModa

Es war wirklich ein langer und stressiger Tag heute, da darf man im Park nach Feierabend schon mal ein bisschen spinnen…

…und ja, ich war beim Frisör! 🙂

Lebt denn der alte Holzmichel noch?

…wenn ja, vermisst er vielleicht dieses Flanell-Hemd? Ich würde es nur ungern wieder hergeben, ist nämlich ziemlich bequem. Meine letzte karierte-Hemden-sind-cool-Phase hatte ich mit 15 oder 16. Da wird’s mal wieder Zeit.
Die Bilder sind nach Feierabend entstanden auf dem Parkdeck gegenüber. Wie ihr seht, schien die Sonne. Fünf Minuten später platschte der Regen. So was nennt man Timing.

Fotos zu machen ist irre anstrengend. Ehrlich. Da muss einem ein Päuschen schon vergönnt sein. 🙂

Schuhe: Buffalo, Leggings: Toxik3, Karohemd: VeroModa, Spaghetti-Top: VeroModa, Kette, Gürtel: ?, Armband: Bijou Brigitte, Tasche: Bree