Mehr Momentchen bitte!

Die dritte Arbeitswoche ist um. Es verging noch kein Tag, auf den ich mich nicht gefreut und den ich nicht am Abend im Rückblick als toll empfunden hätte. Ich habe neben ein paar anderen Dingen einen Monstertext fabriziert, den mein Lieblingskollege mit einem dicken „HÄ???“ versehen, ihn aber insgeheim doch verstanden hat. Auch mein Chef, den ich ums Gegenlesen gebeten hatte, meinte grinsend, ich möge doch in Zukunft etwas anspruchsvollere Texte schreiben. Ironie aus Und dann hat schließlich noch ein Mann vom Fach einen Blick darauf geworfen und mir bestätigt, dass ich die durchaus komplizierte Sachlage „sehr gut auf den Punkt gebracht“ hätte. Also kann man es wohl lassen. 

Und auch sonst lichtete sich das Chaos, das ich zu Beginn der Woche mit verschobenen Arbeitstagen und privaten Terminen selbst geschaffen hatte. „Mehr Momentchen bitte!“ weiterlesen

Es braucht nicht viel …

Ich habe heute einen Satz aus dem Vormittag mitgenommen, der mich unbewusst schon den ganzen Tag begleitet. Ich arbeite an einer Seite zu einem Thema, das mich selbst sehr beschäftigt, auch wenn es noch in weiter Ferne liegt für mich persönlich. Im Rahmen eines Hintergrundrecherche-Termins hat mir heute jemand gesagt „In Deutschland muss niemand verhungern. Viel schlimmer ist die gefühlte Armut.“ Er hat es noch ein bisschen ausgeführt: Sich spontan diese eine Bluse nicht kaufen zu können, den Kinobesuch auf unbestimmt verschieben zu müssen, den Kindern erklären zu müssen, warum das Malbuch oder die CD nicht drin ist. Wenn die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht mehr möglich ist, ist die Armut angekommen. Auch wenn deswegen keiner in Fetzen zur Schule muss und kein Magen knurrt. „Es braucht nicht viel …“ weiterlesen

Erziehungsratgeber: Wie man sich gründlich den Tag versaut. Oder eben nicht.

Liebe Eltern, es gibt viele Möglichkeiten, sich den Tag mit Kleinkind so zu gestalten, dass man ihn abends mit dickem Schwarzstift aus dem Kalender streichen will. Daher heute: Wie man sich den Tag mit Kind gründlich verhunzt in wenigen, einfachen Schritten.

Aufstehen und Frühstücken.

Bei uns bietet bereits das Frühstück dafür viel Potential. Das Kind kommt erst nach der fünfzehnten Aufforderung aus dem Bett. Aber es kommt nicht in der Küche an. Dazwischen legt es sich bäuchlings in den Flur und schneidet im dortigen Spiegel Grimassen. Mutter: Atmet zum ersten Mal tief durch. „Erziehungsratgeber: Wie man sich gründlich den Tag versaut. Oder eben nicht.“ weiterlesen