Ich erzähl Dir was…

…was Dich sicher nicht interessiert…

Bloggern wird gemeinhin ja schon ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis nachgesagt. Aber noch schlimmer finde ich twitter. Oder besser gesagt, den Umgang damit.
Wen interessieren “Nachrichten” wie: “Ich laufe gerade durch den Regen zum Bahnhof!”? Oder die Tatsache (über facebook) – “sitze gerade in Frankfurt am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Kiev”?

Entweder den Twitterern ist langweilig in dem Moment oder sie überschätzen ihre eigene Wichtigkeit.
Aber noch schlimmer ist, dass die Nullnachrichten von Hunderten verfolgt werden… Vielleicht bin ich altmodisch. Aber ich muss nicht jeden Furz der ganzen Welt mitteilen und will auch nicht wissen, dass sich mein Kollege grade die Zähne putzt.

Gurke, Tomate, Schafskäse

…und drüber ein leckeres Dressing. Das steht jetzt grade vor mir und ich versuche damit, meinen Vitaminhaushalt wieder in die richtige Ebene zu lenken.
Ich bin in den letzten Tagen meiner eigenen Devise untreu geworden, die da lautet – wer viel arbeitet, muss gute Sachen essen. Abgewandelt zu “wer viel arbeitet isst irgendwann was er kriegen kann, weil er Hunger hat” habe ich die letzten drei (!) Abende Fastfood (Burger, Pommes, ChickenMcNuggets) nach 20 Uhr zu mir genommen. Pfuipfuipfui. Nicht, dass es nicht lecker gewesen wäre… aber der kleine, fiese, in meinem Hirn integrierte Ernährungsminister schlägt schon bei einmal Fastfood Alarm. Ihr könnt Euch denken, was für einen Bohei der die letzten drei Tage veranstaltet hat…
Es ging aber irgendwie auch nicht anders… klingt nach Ausrede, ist aber so. Am Samstag, nachdem ich den ganzen Tag verfrühten Frühjahrsputz gemacht hatte, hing ich auf einer Hauptversammlung fest, die sich von 17 bis 21:30 hinzog. Danach war ich praktisch hirntot und konnte nur noch von einem großen bösen Burger ins Leben zurück geholt werden. Am Sonntag habe ich den Vormittag mit Schreiben verbracht – irgendwie müssen ja viereinhalb Stunden Sitzung in 80 Zeilen Sinnvolles plus Bild verwandelt werden. Nachmittags waren wir beide recht platt und abends waren wir dann noch aus. Und was lachte mich von der Speisekarte am meisten an – ein Tellerchen Pommes. Gestern über Mittag gab’s was schnelles auf die Hand, weil ich noch einen Einkauf erledigen wollte und mein Auto tanken und waschen musste (es ist tatsächlich gelb!). Und direkt nach der Arbeit bin ich in die Redaktion gefahren, um dort von meinem Buch zu berichten. Um halb acht war ich auch da fertig und bin zum nächsten Termin um acht ins Landratsamt gefahren – “die Gesprächsrunde über Begrünung von Brachflächen geht höchstens anderthalb Stunden”… um HALB ELF war die Diskussion dann beendet und ich ebenso fertig. Schatzi ist auf dem Heimweg dann – richtig – beim gelben M vorbei gefahren und hat mir was mitgebracht. Es hat dann nur noch gereicht, die Bilder von der Kamera zu holen und dann ins Bett zu fallen. Und heute morgen habe ich mich ganz diszipliniert um halb acht an den Rechner gesetzt und auch Brachflächenbegrünungswirrwarr lesbar gemacht. Dann noch kurz Bügelwäsche bei Mama abgeliefert (die Gute, was wär ich ohne ihre Hilfe…) und zum Flughafen geflitzt, Mitarbeiter abholen. Ich empfand heut sogar die acht Kilometer Stau auf dem Rückweg irgendwie als erholsam. Und jetzt sitz ich hier mit meinen Gurken und Tomaten. Und lass es mir schmecken. Mahlzeit.

Die Ereignisse überschlagen sich…

…zumindest in Sachen Kinderbuch. Der Druck ist schon zur Hälfte finanziert.
Am Freitag hat ein ehemaliger Kollege von der Tageszeitung angerufen. Er hat mitgekriegt, dass ich ein Kinderbuch geschrieben habe – die Welt ist so klein – und will unbedingt eine Geschichte mit mir machen.
Heut hab ich das Büchle kurz in der Redaktion vorbeitragen. Hab sowieso für die Zeitung gearbeitet am Wochenende, also ergab sich das so. Er war ganz außer sich und hat sich nicht mehr von seinem Vorhaben abbringen lassen. Seine Idee war außerdem, der Marketingabteilung vorzuschlagen, das Büchle in den Geschäftsstellen der Zeitung zu verkaufen.
Ich staune grad über den Stein, den ich da ins Rollen gebracht habe…

Kinderbuch – es ist da!!!

Ich kann es selbst kaum fassen, aber gestern Morgen hatte ich die erste Schachtel davon in den Händen!
Süß sind sie geworden, die Büchlein. Ich mache mich jetzt dran, Eure Bestellungen “abzuarbeiten”.
ICH FREU MICH SO!!!

Jetzt wär der Zeitpunkt…

…in die Pötte zu kommen. Jetzt ist es schon nach zwölf und wenn ich jetzt nicht so langsam in Schwung komme, wird der Tag ablaufen wie der gestrige. Viele Pläne, kein Elan, umgesetzt: nichts. Insofern sollte ich mir jetzt JETZT Gedanken machen, was ich noch alles erledigen will heut:
eine heiße Dusche wird helfen
– Wohnung aufräumen
– Bücherregal aufräumen
Vorwort schreiben
– Winterfoto raussuchen
– Wichtige E-Mail verfassen (Grobentwurf wenigstens)
– Aufsteller zu Werbezwecken für mein Kinderbuch entwerfen
Wäsche zusammenlegen und Klamotten in den Schrank zurückräumen.

Mal sehen, wie viel ich davon schaffe.

Auf geht’s.

Schönen Sonntag wünsch ich Euch!

Splitter

Weil ich für einen geordneten Eintrag zur Zeit keine Zeit habe, werde ich ein paar Splitter zusammenschreiben, damit ihr auf dem Laufenden seid und ich den Status Quo mal wieder reflektieren kann.

– Ich habe meine Liebe zu Edgar Wallace entdeckt. Ich klebe am Bildschirm, wenn die alten Schwarzweißfilme am Sonntag geballt auf Kabel 1 gezeigt werden. Eddi Arent ist umwerfend und Klaus Kinski, den ich nicht mag, passt perfekt in die Rolle des gestörten Bösen. Ich habe mir neulich ein Hörbuch fürs Auto gekauft, bin gespannt, ob hören auch so gruslig ist wie gucken. Oder noch grusliger.

– A propos Hörbuch: Dringende Empfehlung – Jochen Malmsheimer hören. Hab den Tipp von einem meiner Lieblingskollegen gekriegt und mich beim Hören im Auto nur schwerlich auf den Verkehr konzentrieren können. Hier ein Beispiel: oder

– Und a propos Buch: Die Druckerei hat Urlaub und ich immer noch kein Buch in größerer Auflage. Aber lang kann’s ja nicht mehr dauern.

– Das neue Jahr hat soweit sehr entspannt angefangen. Ich merke auch im Büro, dass ich Urlaub hatte und neue Energie gesammelt habe. Fällt mir vieles wieder leichter, was mich vor Weihnachten noch tierisch genervt hat. Ich versuche mich an den Leitsatz “Drop the thought” zu halten.

– Gute Vorsätze? Jep. Gesünder essen und ausreichend Wasser trinken. Mehr malen und Musik machen, die musische Seite in meinem Hirn braucht auch Futter. Arbeit ist das halbe, nicht das ganze Leben.
Immerhin werde ich 30 dieses Jahr. Und fühle mich wie 24.

Hat von Euch einer gute Vorsätze gefasst?

Reflek

Fröhliche Weihnachten…

…liebes Blogland!

Ich frage mich, ob der Zauber von Heiligabend wieder zurück kommen wird, wenn wir mal eigene Kinder haben. Seit sich jeder selbst kaufen kann, was er begehrt, ist das wünschen, warten und sich beschenken lassen nicht mehr vom gleichen Geheimniszauber umgeben wie in Kindertagen.
Trotzdem war es ein schöner Heiligabend bei meinen Eltern. Schatzi und ich haben schon nachmittags beschert.
Ich hatte mal sehr vorsichtig angedeutet, dass ich mir einen bestimmmten Anhänger für meine Kette wünsche. Ich packe also erwartungsfroh das Geschenk auf, erspähe das richtige Tütchen, taste es ab und wundere mich schon ein bisschen und als der Anhänger auf meine Handfläche gleitet wundere ich mich noch mehr – Schatzi hat ein herzförmiges Silberamulett ausgesucht, das mir wirklich sehr gut gefällt. Er sagt mit großen Augen “Das hattest Du Dir doch gewünscht, gell?” und ich meine “…äh… ne, eigentlich nicht, aber hübsch ist es!”
Schatzi: NEIN???
Ich:
Schatzi: Aber Du hast mir doch den Link zu dem Herz geschickt?!
Ich: … äh… nein…?
Schatzi:
Ich hab ihn dann aber davon überzeugen können, dass ich wirklich ganz begeistert bin von dem Herzchen und mir den Anhänger einfach zum Geburtstag wünsche.

Männer

Glückshormone…

…sind grade durch mich hindurchgewabert und haben mich von den Haarspitzen bis zu den Zehen durchspült. Den ganzen Mittag grüble ich schon über diese besch*ssene Bürokasse nach, zu der nur ich den Schlüssel habe, und suche 300 Euro. Nicht zu finden. Alles nachgezählt und nachgerechnet. Und jetzt? Fällt mir ein, dass ich mal noch bei nem Kollegen @ Norbi gucken könnte. Und was finde ich in seiner Kasse? Einen Zettel von mir über eine Umbuchung von 300 Euro.
Das Gefühl war so yeeeeehaaaaa, das glaubt ihr gar nicht… Jetzt JETZT ist der Tag gerettet!

Der Weihnachtsengel…

…guckt ziemlich traurig. Dabei war die Firmenweihnachtsfeier ziemlich lustig!
Ich musste mich um viertel vor zwölf mit Gewalt loseisen, damit ich noch nach Hause und ins Bett komme… vielleicht liegt der Gesichtsausdruck einfach auch am Wissen daran, dass der Wecker um sieben gnadenlos klingeln wird…