Mein Kleiderschrank…

…ist ein Nirvana.
Dinge verschwinden ganz plötzlich und tauchen Monate, ja gar Jahre später wieder auf.
Ich habe ausgesprochen viele Klamotten. Und mir fehlt ein Ordnungsgen. Ich schaffe es nicht, sie alle so zu ordnen, dass ich nicht jeden Morgen eine halbe Ewigkeit nach etwas suchen muss. Dass mir die Stapel nicht immer umkippen, weil irgendwas Glitschiges dazwischen liegt.

Wie ordnet man einen Kleiderschrank überhaupt vernünftig? Nach Farben? Nach Sommer und Winter? Nach Art und Beschaffenheit der Kleidung? Oder gleich nach kompletten outfits? Das wäre morgens praktisch, weil ich dann immer nur ein Häufchen schnappen müsste und gut.
Hm. Das ist ne totale Tussifrage, ich weiß, man möge mir verzeihen. Trotzdem. Anregungen?

Irgendwie geht’s immer.

Das war die Erkenntnis, die ich gestern Abend mal wieder hatte.
Manchmal scheint die Arbeit vor mir so ein unendlich großer, steiler, unbezwingbarer Berg zu sein.
Dabei merke ich immer wieder – der eigentliche Berg ist die Angst davor, überhaupt anzufangen. Die Baustelle aufzureißen. Weil das so viel Arbeit mitbringt. Aber wenn der Überblick mal da ist, der erste Schritt getan ist… schmilzt der Berg ratzfatz zusammen.
Gestern Abend hab ich mit ein bisschen Nachdenken das logistische welche-Seiten-verschieb-ich-wie-und-welche-lass-ich-ganz-weg-Dilemma gelöst.
Das Editorial angefangen. Mir Ideen dafür notiert. Jetzt sind nur noch anderthalb Seiteh offen, für die ich auf einen Artikel auf Freitag warte. Wenn der nicht kommt, hab ich genug bereits fertig layoutetes Material, um sie zu füllen.
Also – sehr entspannt. Abgabge ist am 7. Dezember. Ich bin sowas von gut in der Zeit. Aus dem Berg ist mal wieder Flachland geworden. Bis zum nächsten Heft.

Ne andere Erkenntnis – inspiriert durch den Beitrag von Sternenkratzer: Ich bin schadenfreudig. Gestern habe ich stolze anderthalb Stunden für eine Strecke gebraucht, die ich sonst in 45 Minuten fahre. Die Straße war teils extrem eisig, voller Schneematsch. Es schneite und war dunkel und die ganze Kolonne vor mir schlich mehr oder weniger zu Recht über die Landstraße.
Allein das silberne Audi-Coupé hinter mir konnte nicht warten. Überholte mich. Überholte den Lastwagen vor mir. Schlingerte dabei jedesmal mächtig durch den Schneematsch auf die linke Spur und wieder zurück.
Natürlich habe ich lautstark im Auto rumgeflucht. So ein Arsch, wie kann man so bescheuert fahren, das ist ja lebensmüde…

Zwei Minuten später. Der Gegenverkehr blendet laufend auf. Lichthupe. Ich überlege mir, ob man bei dem Wetter wohl irgendwo einen Blitzer aufgestellt hat, aber keine zehn Sekunden später, weiß ich worauf man uns aufmerksam machen wollte.
In der Leitplanke hängt, von vorn bis hinten verschrammt und mit unschön gefalteter Motorhaube, ein silbernes Audi-Coupé. Der Fahrer steht daneben mit Handy am Ohr und Kippe im Mund. Und guckt höchst verdrießlich.
Und ich… kann nicht anders, als zu grinsen – böse, ich weiß. SELBST SCHULD. You get what you give.

*schnatter*…

Ein paar Splitter zum Tag…

… der Schwarzwald vermeldet krachkalte -19 Grad!
MINUSNEUNZEHNGRAD!
NEUNZEHN! MINUS!

… “lass uns noch ein bisschen was bewegen” – mit diesem Satz bin ich gestern ins Bett gegangen. Gehört habe ich ihn von einem, der genauso wuselig zu sein scheint wie ich. Dem nichts fremder ist, als Langeweile. Der sich nicht Abend für Abend auf die Couch setzen und fernsehen kann. Wir haben uns unterhalten darüber, dass viele nicht verstehen, warum wir uns immer noch eine Aufgabe aufhalsen und auch noch Spaß daran haben. Es gibt noch mehr von meiner Sorte.

…ich hab das ultimative Weihnachtsgeschenk für Herrn Schatzi bestellt. Der wird UMFALLEN! Jetzt muss ich nur noch dicht halten. NOCH SO LANGE!!!

Stell Dir vor, es ist …

…Winter und keiner geht hin! Kein Räumdienst! Ich verlasse jeden morgen meinen Landkreis, durchfahre einen zweiten, um im dritten schließlich in die Tiefgarage meines Büros einzubiegen. Weil es heute Nacht ordentlich geschneit hat bei uns, hielt ich es für schlau, dem Räumdienst noch ein bisschen Zeit zu geben und ein bisschen später als sonst loszufahren. Großer Fehler.
Unsere Straße sah auch um sieben noch aus wie ein dick verschneiter Waldweg, im gesamten Landkreis schien kein Räumfahrzeug ausgerückt zu sein. Eine Strecke, die ich normalerweise in zehn Minuten bewältige, kostete mich heute eine gute halbe Stunde.
Ok, die armen Schneeschipper kommen einfach nicht nach, haben nen doofen Job, werden vermutlich schlecht bezahlt. Aber siehe da, im angrenzenden Landkreis, wo mindestens genausoviel Schnee gefallen war, waren die Straßen frei! Dass ich fast zwei Stunden – in Zahlen: 2 (!) – Stunden gebraucht habe, lag einzig und allein an den querstehenden Lkws und schleichenden Pkw-Kolonnen in MEINEM Heimatlandkreis. Was machen die denn, wenn es erst RICHTIG anfängt zu schneien? Aufs Frühjahr warten?! MOAH!

Advent, Advent…

…ein Lichtlein brennt.

Ich wollte Euch meinen protzigen Adventskranz nicht vorenthalten
Endlich kommt er zum Einsatz, wo er schon seit zwei Wochen kühlgestellt auf seinen Auftritt warten musste.

Und weil mir gestern so nach Glitzer und Klimbim war, hab ich mir selbst noch einen Konplott-Ring unter den Weihnachtsbaum… äh… Adventskranz gelegt.

Genießt den ersten Advent!

Er ist daaaa!

Schnee! Überall!

Die Zeit der weißen Pracht und der roten Ohren und Nasen! (OH GOTT IST DAS KALT!)
Die Zeit der unfähigen Autofahrer! (OH GOTT IST DAS GLATT?!)
Die Zeit der völlig überraschten Winterdienste! (OH GOTT, IST DAS SCHNEE???)

Gut, dass gleich Wochenende ist!

Hoch und Tief…

…wie mit einer Achterbahn. So ging’s mir gestern.
Diese Tage kommen seeehr selten vor, sagen wir, ich habe höchstens fünf davon pro Jahr.
Aber sie sind SCHRECKLICH. Ich bin grundlos deprimiert, fühle mich mit Arbeit überhäuft, sehe nur noch Abgabetermine vor mir und Aufgabenlisten und verliere den Überblick.
Und die Motivation oder auch wenigstens das Gefühl, das alles wäre zu schaffen, verschwindet.
Nachdem ich mich dann gestern durch den Bürotag geschleppt hab und mir möglichst stumpfsinnige und einfache Arbeiten rausgepickt habe, hatte ich gestern Abend wieder ein bisschen mehr Schwung. Hab mir einen Übersichtsplan gemacht, wann was erledigt sein muss. Und festgestellt – ich bin wunderbar in der Zeit und alles läuft. Kein Grund zur Panik. Keine Ahnung, was da los war. Scheiß Hormone.

Fragen des Tages…

… warum gehen 8 Stunden nachts viel schneller vorbei als 8 Arbeitsstunden?

… warum toben Menschen in ihrem Auto? Lasst Euch gesagt sein – man hört Euch gar nicht draußen! Man sieht Euch nur fuchteln und irgendwas lautloses brüllen. Wenn schon Toben, dann müsstet ihr das Fenster aufmachen, dass der Betobte auch was davon mitkriegt. Aber Schnecken, die grüne Ampeln übersehen, macht man so auch nicht zu besseren Fahrern…

… wer zum Geier kauft an einer Tankstelle Backzutaten? Heute morgen beim Tanken gesehen – ein riesiger Aufsteller einer bekannten Backwarenfirma. Zuckerschrift und geraspelte Pistazien, Schokoguss und Mandeln. Dieselbe Frage übrigens stellte ich mir schon oft an Flughäfen. Dass man Zahnbürste und Deo am Flughafen käuflich erwerben kann, erschließt sich mir noch, aber wer deckt sich mit Spülmaschinentabs oder Waschmittelkartons ein?

Diese Welt ist manchmal ganz schön irre.

Mit Speck fängt man Mäuse…

…und mit Süßkram meinen Chef.
Ich hab ihm nen Berliner angeboten und dafür fährt er morgen statt mir nach Zürich zum Flughafen.
Ist das ni

Das kreative Wochenende…

…neigt sich dem Ende und war… nu ja. Ungewöhnlich.
Am Freitagabend bahnte sich eine fiese Erkältung an, leider musste ich das Wiedersehen mit einem ehemaligen Kollegen früher beenden als geplant. War trotzdem ein intensiver Abend, der Spaß gemacht hat. Er ist ja wieder im Lande, also werden wir uns hoffentlich öfter sehen.
Der Samstag war… bäh. Vollgepackt mit guten Ideen wollte ich einen besonders kreativen Tag hinlegen, das einzige, was ich hinlegte, war allerdings mich selbst und zwar ins Bett. Die Erkältung war wirklich gemein zu mir. Ich habe stolze vier Stunden lang für die Hausarbeit gebraucht, die sonst in der Hälfte der Zeit erledigt ist. Netter Ausgleich war der Gänsebraten gestern Abend im Kreis von Freunden.

Heute war dafür ein höchst ungewöhnlicher Sonntag. Ich purzelte um halb sieben (!) – in Zahlen 06:30! – aus dem Bett, ausgeschlafen und gar nicht mehr so schlimm erkältet. Ich saß um sieben beim Kaffee und las erstmal in Ruhe die Zeitung von gestern. Spannend, was so alles passiert, ohne dass es mich überhaupt streift. Um acht stand ich am Herd, auf dem eine Kürbissuppe blubberte. Es sei jedem gesagt – wer noch nie morgens um acht in der einen Hand eine Tasse Kaffee, in der anderen einen Kochlöffel voll heißer Kürbismatsche, am Herd gestanden hatte – unbedingt mal machen. Kaffee und Kürbis vereint lassen Geschmacksknospen weinen!
Dann hatte ich kurz Herrn Schatzi bei der Arbeit besucht, bei einer Tombola ein T-Shirt Größe XXL und blaue Geschenkbänder gewonnen und mich dann auf den Weg zum lieben Kristinschn gemacht. Nett geplaudert, nett spaziert, sehr netten Apfelkuchen gegessen.
Leider hat die Erkältung dann wieder angeklopft und ich bin ihr brav nach Hause in die Wärme gefolgt. Ich hoffe, ich habe Dich nicht angesteckt meine Liebe! Das machen wir bald mal wieder!
Grade eben noch ein bisschen gemalt, das Magazin bleibt heute unbearbeitet. Ich übe mich schließlich im Genießen eines freien Sonntags.
Ehrlich.