Kosmische Ordnung?

Ich frage mich, ob es an den Sternen liegt zur Zeit, dass mir so nach Auf- und Ausräumen ist.
Meine Augen ertragen derzeit kein Chaos, keine Unordnung.
Mit einer vollgestopften Sockenschublade hat es angefangen – ich habe sie eines Abends nicht mehr sehen können und sie komplett ausgeräumt, die Hälfte davon entsorgt, und danach wieder sinnvoll eingeräumt. Seither erfreue ich mich täglich an dem dumpfen „klack“, das die Schublade macht, wenn ich sie zuschiebe – sie geht nämlich wieder zu!
Vor dem Einkaufsbummel neulich betrachtete ich mein Auto-Inneres und bekam das kalte Grausen. Alles voller Jacken, Schals, CDs… wer mein Blog aufmerksam liest, weiß, was sich in neun Jahren alles in meinem Corsa angesammelt hatte. Und ich war wieder auf dem besten Weg dahin…
Also nix wie ausgeräumt. Jetzt freu ich mich jeden morgen über ein leeres Auto, in dem nur noch CDs und ein Schirm zu finden sind. Weiter ging es mit meinem Schreibtisch im Büro. Gut, der war nicht so sehr chaotisch, aber ich habe doch eine halbe Stunde darauf verwendet, die letzten Spuren meiner Vorgängerin (von vor zwei Jahren) zu beseitigen und alles neu abzulegen und aufzuräumen. Sieht richtig… ordentlich aus.
Noch mehr Beispiele gefällig? Den Kühlschrank ausgeräumt, ausgewischt und neu eingeräumt, gestern die Aktion im privaten Arbeitszimmer…
Und gestern Morgen schalte ich auf dem Weg zum Flughafen das Radio an und der Sender meines Vertrauens hat den „Tag der Entrümpelung“ ausgerufen.
Das muss wohl in der Luft liegen.

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