Veränderungen kündig(t)en sich an…

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Wenn ein Jahr zu Ende geht, wird man von allen Seiten mit guten Vorsätzen fürs kommende Jahr versorgt. Man könnte aufhören zu rauchen und anfangen, Sport zu treiben. Man könnte auf Fast Food verzichten oder mehr zu Fuß gehen. Ich hab’s ja eigentlich nicht mit guten Vorsätzen zum Jahresende. Außerdem rauche ich nicht, esse kein Fast Food, gehe viel zu Fuß und das mit dem Sport… ist mir nicht wichtig genug. Aber wenn mich etwas stört, ändere ich es gleich, so es in meiner Macht steht. So hat sich mein guter Vorsatz vermutlich einfach zufällig gegen Jahresende in meinem Hirn manifestiert.

Vermutlich angeregt durch die Fliegenfrau (danke nochmals Wendy!), vielleicht aber auch, weil ich schon lange etwas ändern wollte und plötzlich wusste, was mich stört. Ich begann am zweiten Weihnachtsfeiertag damit, unsere Wohnung einer Generalüberholung zu unterziehen. Denn mir wurde bewusst, dass das mittelprächtige Durcheinander das “man” “mal” aufräumen müsste, ein Hemmschuh ist für mich. Es blockiert mich in vielen anderen täglichen Dingen. Entweder ich suche etwas oder ich nehme aus der Schublade das blöde Gefühl mit, bevor ich mich drölf neuen kreativen Dingen widmen kann, sollte MAN MAL hier aufräumen. Ein schlechtes Gewissen in Aufbewahrungsmöbeln quasi. Das hat sich jetzt aber erledigt. Nie hätte ich mir vorstellen können, was ein bisschen (viel) Organisation ausmacht. Ich fühle mich tatsächlich ein bisschen befreit. Ein bisschen zufriedener. Gelassener. Ruhiger von innen raus. In einem Vierteljahr, so der feste Vorsatz, werde ich mein System überprüfen. Ob sich die Ordnung gehalten hat, ob sich die Art der Ordnung bewährt hat.

Während ich mich also so durchräumte und mich tatsächlich von vielen Dingen befreite, reifte ein neuer Vorsatz in meinem Kopf. Ihr erinnert Euch womöglich an mein eigenes Shopping-Verbot, das ich mir vor ein paar Jahren auferlegt hatte.  Ich hatte beschlossen, für einige Zeit keine neuen Klamotten zu kaufen.

Nun ja. Ich habe es damals gut drei Monate durchgezogen und hätte auch kein Problem damit gehabt, weiter zu machen. Aber ich hatte den Sinn dahinter nach 100 Tagen nicht mehr gesehen und bin langsam aber sicher wieder zu alten Verhaltensmustern übergegangen. Seit ich mich aber letzte Woche durch meinen Kleiderschrank gearbeitet habe und drei (!) volle Säcke Klamotten aussortieren konnte, ohne dass der Schrank irgendwie leerer aussieht, denke ich wieder über einen solchen Verzicht nach. Drei Monate sind machbar, das weiß ich ja schon. Ich nehme mir also vor, das ganze Jahr keine neuen Klamotten zu kaufen. Das ist der Grundgedanke.

Die Regeln:

1. Ich kaufe für mich nichts Neues für den Kleiderschrank, sondern trage das, was da hängt, ein ganzes Jahr lang.

2. Was wirklich kaputt ist, darf ersetzt werden (wobei ich bei 25 Jeans vermutlich ein ganzes Jahr lang ohne neue auskomme und Löcher sind eh hip).

3. Sollte ein besonderer Anlass anstehen (Hochzeiten o. Ä.) und ich etwas sehr spezielles benötige, ist das eine Ausnahme.

4. Der Verzicht beschränkt sich auf Textilien. Ich habe zwar auch zuviel Schuhe, aber ich will ja kein Asket werden. Außerdem stören die mich nicht, ganz im Gegensatz zu den Massen, die an meinen Kleiderbügeln hängen.

5. Sollten Gutscheine ins Haus flattern (also nicht nur fünf Prozent Rabatt, sondern lohnenswerte Summen, als Geschenk zum Beispiel), dürfen die eingelöst werden, bevor sie verfallen.

6. Ich hatte mir überlegt, zwei oder vier Ausnahmen, Joker quasi, einzuplanen. Ich lass das einfach mal. Wenn ich unbedingt etwas haben will, was später weg sein könnte, sind es immer noch meine Regeln, dann wird man sehen, wie ich bei Bedarf damit umgehe.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Außer, dass ich es ernsthaft versuchen will. Ich kann nicht genau sagen, wieviel ich monatlich bislang für Kleidung ausgegeben habe. Deswegen überschlage ich, dass ich mindestens 100 Euro im Monat auf die Seite lege. Was ich am Jahresende mit 1200 Euro mache, weiß ich noch nicht. Aber mir fällt sicher was ein.

Hat jemand Lust, mitzumachen? 🙂

#noshopping

9 Antworten auf „Veränderungen kündig(t)en sich an…“

  1. Das klingt nach einem interessanten Vorsatz. Nein – ich glaube, mitmachen werde ich nicht – denn nachdem ich nun meinen Schrank gründlich aussortiert habe, stelle ich fest, daß ich zwar durchaus ausreichend mit Kleidung ausgestattet bin – aber (ich habe gerade gezählt) man bei 5 Röcken, 7 Hosen und 22 Blusen (kurz- und langärmelig, weiß und gemustert) nicht von Verschwendung reden kann. Das sind Winter- und Sommerklamotten. Es gibt noch 2 Stapel T-Shirts, einige Strickjacken und eindeutig zu wenig Pullover (nur 2 oder 3).

    Ich brauche ganz sicher nichts dringend – vermutlich werde ich im Laufe des Jahres doch das ein oder andere kaufen.

      1. 22 Blusen (plusminus ca. 2-3 in der Wäsche) klingt nach unglaublich viel. Macht aber etwa 10 langärmelige und 12 kurzärmelige. Ich zieh zwar im Winter durchaus mal ne kurze unter ner Strickjacke an – umgedreht im Sommer aber ganz sicher keine langärmelige…

        Aber im Singlehaushalt wasche ich nicht jede Woche – also brauch ich da auch ein paar.

        Wenn ich Schrank und jetzige Auswahl angucke, denke ich, das ist auf jeden Fall ausreichend. Aber es ist nicht mehr überbordend.

  2. Bezieht sich das nur auf Klamotten oder generell auf alles? Also alles, außer Lebensmitteln und Hygieneartikel und was sich sonst noch so verbraucht (Bleistifte?).

    1. Bei mir bezieht es sich ausdrücklich auf Klamotten. Meinen Kosmetika-Konsum hab ich gut im Griff, auch sonst fällt mir nix ein, wobei ich das Gefühl hätte, den Überblick zu verlieren. Definier die Regeln doch einfach für Dich! Ansonsten: ein Mitstreiter!!! High five!

      1. Ich hab’s (noch?) nicht groß im Blog angekündigt, aber ich habe den Vorsatz, dieses Jahr außer Lebensmitteln, Hygieneprodukten und sonstigen Verbrauchswaren (Klopapier, Müllbeutel …) überhaupt nichts zu kaufen. Allerdings habe ich mir noch keine Gedanken über die Regeln gemacht (zerschlissene/kaputte/abgetragene Basics unter den Klamotten müsste ich schon ersetzen dürfen, z. B. weißes T-Shirt) und mir wird auch ein wenig bange. Kann sein, dass ich mir da zuviel vorgenommen habe. Aber andere haben das auch schon geschafft. Mir würde es kaum wirklich an irgendwas mangeln.

  3. Ja, ich…muss dringend raus aus alten Verhaltensmustern, und das gehört dazu!!!! Begonnen wird ab 1.6.2015…und einmal möchte ich es schaffen, mich 30 Tage (ja eh nicht lang) konsequent gesund zu ernähren und vier mal die Woche Sport zu machen…muss doch auch mit zwei Kindern drin sein :-)))

    1. Liebe Dani, willkommen bei der Challenge! Ein halbes Jahr ist gut zu meistern. Vielleicht schaffst du es, vorher noch gründlich auszumisten und startest gut sortiert in das Experiment? Halt mich auf dem Laufenden! Liebe Grüße, Nicole

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