Topfgeschichten – Pastinaken-Zwiebel-Gulasch (und ein neuer Küchenhelfer)

echt essen fertig

 

…mit Kartoffelbrei.

Ich bin da zugegebenermaßen etwas einfach gestrickt. Sobald ich in einem Rezept „…mit Kartoffelbrei“ lese, setzt mein Verstand aus und ich zücke Zettel und Stift, um die Einkaufsliste zu schreiben. Mit Kartoffelbrei kriegt man mich irgendwie immer. Da kann ich schon mal gnädig drüber hinweg sehen, dass ich Pastinaken jetzt nicht unbedingt für ein Highlight der Schöpfung halte.

Wer mir auf Instagram folgt, hat es ja schon gesehen. Ich habe heute tatsächlich ein Pfund Pastinaken verarbeitet. Kind und Mann haben ohne zu Murren gelöffelt, also war es doch ganz lecker. Gefunden habe ich das Rezept in meinem neuen Rezepteordner. (Finden ist der falsche Ausdruck, ich wusste, dass es da drin ist.)

innen

 Seit ich meine Kochzeitschriften-Rezepthefte-Kochbücher-Könnteichmalnochbrauchenoderlesenwollen-Ecke in der Küche ausgerümpelt habe, steht da nämlich ein schlichter weißer Ordner und hält die Quintessenz aller Kochhefte zusammen, die im Lauf der Jahre durch meine Hände gewandert sind. Einige Sachen sind erprobt, andere hörten sich einfach zu lecker an, um im Altpapier zu verschwinden. Ich setzte mich also einen ganzen Nachmittag lang mit einer ein paar Tassen Kaffee auf den Fußboden und schnippelte und rupfte aus Heften, was mich anlachte. Als das Altpapier entsorgt war, lochte ich die Ausschnitte und heftete sie ab.

ordner

Der Ordner stand in der Küche. Und doch nagte es an mir. Ich hatte jetzt zwar einzelne Rezepte in einem Ordner, aber sie waren kunterbunt gemischt. Ein weiterer Abend ging also drauf, an dem ich Rezepte kategorisierte und auf selbst entworfener Blätter aufklebte. Die Klarsichthüllen schützen das Papier und man kann Wassertropfen oder ähnliches einfach sauber wieder abwischen, ohne, dass das Rezept nachher aussieht, als hätte man es durchs Nudelwasser gezogen.

register

 

Wer das vegetarische Gulasch nachkochen möchte – ich habe mit den Mengenangaben gespielt und für zweieinhalb Personen ein Pfund Pastinaken geschält und in mundgerechte Würfel sowie drei Zwiebeln in großzügige Streifen geschnitten. Beides habe ich in einer weiten Pfanne mit einer Öl-Butter-Mischung angebraten. Nach etwa fünf Minuten habe ich Kümmel und Tomatenmark dazugegeben und den Duft noch eine Weile inhaliert noch ein bisschen weitrgebrutzelt. Nach etwa weiteren fünf Minuten habe ich einen Viertelliter Gemüsebrühe angegossen und einmal ordentlich Salz, Pfeffer und Paprika an die Mischung gegeben. Als die Pastinaken weich genug waren (dauert), habe ich zwei große Löffel Sauerrahm unter das Gulasch gehoben und nochmal mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt.

Beim Kartoffelbrei hat ja jeder eigene Vorlieben. Ich habe acht Kartoffeln geschält und gewürfelt und sie rund 15 Minuten im Salzwasser weich gekocht. Die Würfel habe ich abgegossen und durch eine Spätzlepresse gedrückt. Mit Milch und Butter verrührt, mit Salz und Muskat abgeschmeckt, ergibt das ein klassisches Kartoffelpürree.

Lasst es Euch schmecken! (Ich probiere beim nächsten Mal, die Pastinaken durch gelbe Rüben zu ersetzen. Ich werde berichten.)

3 Antworten auf „Topfgeschichten – Pastinaken-Zwiebel-Gulasch (und ein neuer Küchenhelfer)“

  1. Jetzt haste was angerichtet, habe ich doch das Wort „Kartoffelbrei“ gelesen, wo ich doch ein riesiger Kartoffelbreifan bin. Hmm, ich glaube, am Wochenende wird es welchen geben… 😉

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