Fünf gute Gründe…

…warum jetzt sofort Fühling sein könnte.

 

1. Es juckt. Und zwar an den Schienbeinen. Und an der Stirn. Ich habe kälteempfindliche Haut und komme im Winter gar nicht nach mit Eincremen. Abends sieht meine Haut blass und müde aus, ich peele sachte, wasche, verwende reichhaltige Nachtcreme (Anti-Falten natürlich, hallo, ich werde 35!) und finde, kurz vorm ins-Bett-gehen geht’s dann. Nur doof, dass mich außer meinen zwei Liebsten keiner mehr sieht und das Licht aus ist. Wenn ich dann morgens in den Spiegel gucke, sehe ich von Stirn bis zu den Wangenknochen wieder aus wie eine Butterbrottüte. Eine zerknitterte. Die Haut schuppt sich und ist einfach trocken. Die Creme-Prozedur beginnt von neuem. Ich habe schon diverse Tiegel durchprobiert und bin bei Naturkosmetik hängen geblieben, das funktioniert einfach am besten. Trotzdem: Meine Haut wär dankbar für Plusgrade.

2. Meine Garderobe. Was auch immer ich anziehe – es verschwindet unter Daunen oder unter Wollmänteln. Klar sind die auch schick, aber die Anzieherei nervt. Zumal ich, sobald wir das Haus verlassen, auch noch das kleine Fräulein in Schal und Mütze und Winterjacke stecken muss. Und so prickelnd findet sie das auch nicht. Außerdem gibt es in meinem Schuhschrank seit neulich ein hübsches Paar Nude-Pumps und das schreit jetzt nicht grade „Trag mich bei Eis und Schnee, die Spikes auf meiner Sohle machen Deinen Tritt sicher und meine Fellfütterung hält Deine Füße warm!“ (siehe Bild)

Die Pumps sind von Buffalo und ich bin letzten Sommer schon drum herum geschlichen. Ich hatte mich dagegen entschieden, weil ich ein ganz ähnliches Paar hatte und das vernünftigerweise erst auftragen wollte. Besagtes Paar hat jetzt tatsächlich seine besten Zeiten hinter sich und die begehrten Neuen waren im Sale. In meiner Größe. Das war ein Zeichen.

3. Das Licht. Ich werde echt kirre, wenn ich Fotos machen will zuhause. Es gibt ungefähr eine halbe Stunde am Tag vernünftiges Licht. Und genau dann sind meine Dachfenster voller Schnee und alles, was hier drin ankommt, ist diffuses, graues Licht. Also richte ich kurz nach dem Mittagessen und während das Kind schläft (zweite Herausforderung!) Abendbrote an und drapiere sie auf dem Fenstersims, damit das Essen nicht aussieht, als wäre es seit drei Tagen im Kühlschrank. Wenn die Tage länger sind, ist das Lichtfenster deutlich größer. (Man könnte dann auch gemütlich auf dem Balkon essen. Zur Zeit herrscht da aber Dachlawinenwarnstufe.)

4. Das Cabrio. Wie vermisse ich den Fahrtwind in den Haaren. Ab dem ersten April darf es endlich wieder raus aus der Garage, bis dahin fahren wir freiwillig geschlossen mit dem großen Auto durch Wind und Wetter. So toll das neue Auto ist – mein Herz hängt einfach am gelben Flitzer.

5. Die Blumen. Als ich sie gekauft hatte, bildete ich mir ein, sie würden aufgehen und weiß blühen. Man hätte wissen können, dass dem nicht so ist. Wenn man nämlich dem Bild auf dem Topf Glauben geschenkt hätte, das da sagte: Pink. Also blühen jetzt eben pinke Hyazinthen auf meinem Klavier (siehe ebenfalls Bild). Das einzige Problem: Wenn der Ofen bollert, finden sie es ein bisschen zu warm. Und wenn der Nachmittag seinen Lauf nimmt, verströmen sie einen Duft, den alle außer mir als angenehm bezeichnen. Alle AUSSER mir. Findet den Fehler. Ich würde sie also gerne rausstellen wollen, aber das geht ja nicht, weil draußen MEHRERE TONNEN SCHNEE liegen und sie umgehend den Frosttod sterben würden. (Gut, hier drin sterben sie den Trockentod, weil ich zwei schwarze Daumen habe, aber bis dahin sehen sie noch ein bisschen hübsch aus.)

 

Und ihr so? Frühling ja bitte oder Winter verweile, Du bist so schön?

5 Antworten auf „Fünf gute Gründe…“

  1. Endlich ist mal alles weiss und es ist schön knackig kalt = so richtig Winter. Von mir aus darf es gerne noch etwas so bleiben. Ich mag den Winter 🙂

    Ausserdem hab ich grad so gar keine Zeit für Garten & Co ….

    1. Hier kommt eisiger Wind von der Seite, der einem den Schnee in die Ohren weht. Man kriegt kaum Luft aber ne kalte Nase. Das ist NICHT gemütlich. Ich bin definitiv kein Wintermensch.

          1. Ich hab ja auch nix dagegen, dass im Winter Schnee fällt und es kalt ist. Schon ok. Aber so langsam… wär’s mir halt genug. Leider sehen Wintertage hier meistens nicht malerisch aus, sondern sind halt grau. Und wenn es draußen so grau ist, fehlt mir das Licht. Nicht nur für die Fotos, auch für die Laune… (ich bin ürigens auch kein Sommermensch. Temperaturen über 26 Grad machen mich genau so wehleidig, wie unter 0… 🙂 )

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