Wo ist er denn?

Diese Frage stelle ich mir oft (aber ich weiß ja fast immer, wo er ist). Das frühe Vogerl fragt jetzt auch: Wo sind die Männer hinter den Mamablogs?

Abgesehen davon, dass das hier kein ausschließliches Mamablog, sondern auch ein Deko-DIY-Koch-Back-Shop-Klamotten-Kreativ-Blog ist, ist die Frage ganz leicht zu beantworten. Der Mann ist da, aber im Hintergrund, denn in allererster Linie ist das hier  MEINS. Das Blog gibt es seit 2006, in meinen Anfängen unter anderer Adresse, jetzt als mein eigenes Wohlfühlzimmer. Ich habe die Bloggerei nicht angefangen mit der Idee, jetzt auch mal was zu schreiben. Ich habe vielmehr schon immer geschrieben und war froh, mit einem Blog endlich eine passende Plattform gefunden zu haben (2006 war Bloggen nämlich noch nicht hip!) Ich habe begonnen, Absurdes, Lustiges, Bewegendes, Trauriges, Buntes aus meinem Leben zu erzählen. Jobwechsel sind darin vorgekommen, unsere Hochzeit, meine Schwangerschaft. Ich denke nicht lange über die Geschichten nach, sie sprudeln einfach. Einfach so. Manchmal sind es aberwitzige Kleinigkeiten, aus denen Blogstorys werden. Eine Geschichte, über die ich heute noch herzhaft lachen kann, ist zum Beispiel die von Lolek, Bolek und der Kassendomina. Aber eben: ICH habe damit angefangen, weil schreiben mein Ding ist.

Dass aus dem Mein-Leben-und-ich-Blog über die Jahre ein Mein-Leben-als-Mama-Blog geworden ist, daran hat mein Mann natürlich seinen Anteil. Aber die Schreiberei über unser Leben war schon immer meins. Er liest hier mit, manchmal, wenn ich gar nicht damit rechne. Er lacht mit, er freut sich mit. Aber weder hier noch auf Instagram ist er zu sehen. Erzähle ich aus unserem Alltag, wird er natürlich erwähnt (hier zum Beispiel erzähle ich Euch, mit welchem Gesicht er mir auf den Keks geht.) Er gehört ja schließlich zu unserem Leben dazu. Groß gefragt habe ich ihn dabei nicht, ich weiß aber, dass er das so ganz in Ordnung findet. Und obwohl er so offensichtlich meist abwesend ist, ist er natürlich im echten Leben immer da. Für mich, für die Kleine, er ist oft Ideengeber, Fotograf und der Mann für die Technik im Hintergrund. Er isst auch brav auf, was ich in einem Anflug von Foodbloggerkarriereabsichten koche und backe. (Es sei denn, es ist aus Rhabarber. Nein, ich bin noch nicht drüber hinweg.) Die Antwort auf die Frage, wo denn die Männer hinter den Blogs sind, ist also: Da natürlich. Aber hinter der Bühne. Meiner jedenfalls. Und Eure so?

#maennerrollen

PS: Dafür mag ich ihn. Dass er mich sein lässt wie und was ich bin. Und weil heute Mittwoch ist, hüpf ich mit diesem Beitrag zum Frollein Pfau und in den „mittwochs mag ich“-Reigen.

3 Antworten auf „Wo ist er denn?“

  1. Wie schön. Ich kannte Deinen Blog noch gar nicht. Gefällt mir gut hier, ich bin auch schon durch mehrere Blogger-Zuhause gewandert. Wo sitzt Du denn? Steht das irgendwo und ich habe es überlesen, also in welcher Stadt? Lieben Gruß aus Berlin, Bettie

    1. Hallo Bettie, Stadt … hüstel … ich bin ein Landkind. Zwischen Tübingen und dem Bodensee daheim. Ich hab Deinen Blog über die Brigitte-Mom-Blogs gefunden. (Oder über eine Blogginggruppe auf Facebook?) und muss Dich nachher (nach der Raubtierfütterung) in meine Blogroll aufnehmen. Lese gerne bei Dir! Liebe Grüße, Nicole

  2. Toll geschrieben! Und das klingt nach einem tollen Mann!

    Bei uns ist es ganz genauso und ich bin auch sehr froh, dass mein Mann meine Bloggerei als vollkommen selbstverständlich ansieht, mitliest, mitredet, aber gleichzeitig hinter den Kulissen bleibt. Und ich glaube, dass das bei ganz vielen Bloggerinnen der Fall ist.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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