12 von 12 und ein paar Einsichten

Ich werde … so etwas wie erwachsen. Ich mag das e-Wort gar nicht aussprechen. Aber womöglich werde ich ein bisschen wie meine Mama. Was nicht schlimm wäre. Ganz im Gegenteil. Aber diese Erkenntnis beschleicht mich halt grade öfter, wenn ich meine Schubladen aufziehe.

Kurzer Rückblick: Folgender Dialog fand einmal im Hause Venus-Mama und Frau Venus statt:

VM: „Kind, räum doch mal Dein Zimmer auf. Siehst Du denn den Dreck gar nicht?“

Ich: „Doch, klar seh ich den. Aber er stört mich nicht.“

Bäm. Das erzählt mir meine Mama heute noch. Und heute – sehe ich meine Unordnung. Und meinen Staub. Und ich mag ihn nicht sehen und vorbei sind die unbeschwerten Zeiten, in denen ich ihn ignorieren konnte. Ich mag kein Chaos in den Schubladen mehr. Ich mag keine Altlasten im Wäschekorb. Aus dem Haus gehen mit dem Wissen, dass die Betten ungemacht sind? Argh. Ins Bett gehen mit einer Spülmaschine voll sauberem Geschirr? Grmpf.

Für den einen mag es neurotisch klingen. Ich empfinde ein farblich sortiertes Bücherregal als Wohltat für die Augen. Hätte mir jemand vor fünf Jahren gesagt, dass ich mir Tutorials auf youtube ansehe, deren Hauptaugenmerk auf dem korrekten Falten von Plastiktüten oder Unterhosen liegt, ich hätte mich lachend auf dem (staubigen) Boden gekringelt. Jetzt zieh ich morgens meine Schublade auf und der Anblick meiner sorgfältig aufgereihten Unterhosen erfüllt mich mit innerer Ruhe und Zufriedenheit. (Womöglich bin ich der Begründer einer neuen Ordnungs-Religion? Meditation vor gebügelter Wäsche? Vielleicht habe ich aber auch einfach nur einen gehörigen Schuss? Sucht es Euch aus.) Ich habe jedenfalls meinen Frieden mit meinen Schubladen geschlossen. Überlege mir, meine Mama mal einzuladen und alle Schranktüren offen zu lassen. Damit sie sieht, dass ihre Erziehung nicht völlig für die Katz war.

Und weil ich gerade so geerdet bin, zeig ich Euch heute bei der Aktion 12 von 12 vom Blog „Draußen nur Kännchen“ 12 Bilder aus meinem Alltag. Von heute. Weil der 12. ist.

Los geht’s!

Ich war mit dem Fräulein heute morgen zum Frühstück eingeladen bei einer lieben Freundin. Wir haben in ihrem Gartenteich die Kaulquappen bestaunt …

… und das neue Familienmitglied: Katze Lilly!

Was heißt Katze, eigentlich ist es ja ein ganz gefährlicher Tiger!

Daheim haben wir uns profanen Dingen zugewandt …

… aber eben, einfach liegen lassen kann ich das ja nicht. Siehe oben.

Ich kann gar nicht aufhören, mein neues Kochbuchregal zu bewundern!

Lustigerweise habe ich ein Veggie-Kochbuch auf dem Haufen gefunden, an das ich mich gar nicht erinnern konnte. Gleich mal nach Rezepten gestöbert …

Ebenfalls neu: Pony! Ich trage jetzt Pony! Gestern beim Frisör in einem Anflug von „Jetzt machen wir mal wieder was ganz anderes“ kurzerhand entstanden und ich bin ganz glücklich damit!

Außerdem noch: Mit dem Kind die Puppe spazieren gefahren im Retrokinderwagen (der ist noch von mir!) …

… Klavier geübt …

… der besten Freundin im Geiste zum drölften Mal für das geniale Gieß-mich-Töpfchen gedankt (das ist die erste Pflanze, die sich optisch meldet, BEVOR sie verdurstet, nämlich immer, wenn das weiße Blümlein nicht mehr zu sehen ist! GRAN-DI-OS für Gießhonks wie mich!)

… und dem Portulak beim Wachsen zugeguckt.

So. Meine Spülmaschine pfeift jetzt. Ich muss Schluss machen, Ihr versteht das.

(Wie war Euer 12. Juni denn so?)

 

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