Warum ich keine lästigen Pflichten habe.

Ich saß gestern Abend in der Redaktion an meinem Schreibtisch, hatte rote Wangen und in meinem Kopf ratterte es. Den ganzen Nachmittag hatte ich telefonisch quer durch Behörden und Gerichte recherchiert, um ein möglichst aktuelles Bild eines aktuellen Rechtsstreits wiederzugeben. Mit dem Text, den zwei Kollgen gegengelesen hatten, war ich zufrieden. Runder würde ich ihn nicht hinkriegen. Allein der zweizeilige Vorspann wollte und wollte nicht gelingen. Zu wenig Platz, zu viele und komplizierte Worte, die Sachlage zu komplex. Ich schrieb und löschte, hirnte und verwarf.

Bis ich schließlich bei meinem Chef um kreativen Input bat. Und froh war, dass der auch keine perfekte Lösung mal eben so aus dem Ärmel schüttelte, sondern durchaus verstand, wo meine Schwierigkeiten lagen. Wir hirnten also zusammen. Und fanden schließlich eine Lösung, mit der wir beide zufrieden waren. Kurz danach stand der Verleger in der Redaktion und fragte nach einem Kollegen. Wir kamen ins Plaudern und er fragte mich, ob ich zufrieden sei und ob ich mich wohlfühlte. Als ich eine Weile später nach Hause fuhr und den Tag an mir vorbeiziehen ließ, fiel mir eines auf. Ich fühlte mich unfassbar zufrieden. „Warum ich keine lästigen Pflichten habe.“ weiterlesen

Es saugt und bläst der Heinzelmann …

Es ist ja oft so: Wenn man sich mit dem Gedanken trägt, ein neues Auto zu kaufen, fallen einem überall genau die Autos auf, die man gut findet. Ist man auf der Suche nach schwarzen Pumps, laufen einem im Internet überall schwarze Pumps übern Weg, die einem gefallen könnten. Und sucht man EINMAL im Internet nach Staubsaugern, jauchzt die Werbeindustrie ekstatisch auf und man sieht in allen Facebook-Kleinanzeigen plötzlich nur noch Staubsauger. Soweit, so absehbar. Dass man aber vom Einkaufen nach Hause kommt und ein Vorwerk-Vertreter auf dem Hof steht, der einem unverbindlich ein Prospekt mit den neuesten Hochleistungssaugern in die Hand drückt, obwohl man wirklich NIRGENDS seine Adresse hinterlassen hat – das ist dann doch ein bisschen spooky. „Es saugt und bläst der Heinzelmann …“ weiterlesen

12 von 12 und ein paar Einsichten

Ich werde … so etwas wie erwachsen. Ich mag das e-Wort gar nicht aussprechen. Aber womöglich werde ich ein bisschen wie meine Mama. Was nicht schlimm wäre. Ganz im Gegenteil. Aber diese Erkenntnis beschleicht mich halt grade öfter, wenn ich meine Schubladen aufziehe.

Kurzer Rückblick: Folgender Dialog fand einmal im Hause Venus-Mama und Frau Venus statt: „12 von 12 und ein paar Einsichten“ weiterlesen

Putzen mit Moti!

Wir hatten heute einen seltenen Gast, nämlich M. Otivation. Nennen wir sie liebevoll Moti. Es mag am Montag liegen, der sich für mich immer nach Anfang, Neustart, Juhu anfühlt. Schon heute morgen im Bett, ich hatte die Augen noch nicht recht offen, saß Moti schon am Frühstückstisch und wartete auf mich. Wobei, eigentlich ist sie ja jeden Tag bei uns. Nur eben nicht mit Lust zum Putzen im Gepäck, sondern mit allerlei Picknick-Ausflugs-Koch-und-Back-Flausen. „Putzen mit Moti!“ weiterlesen

Die Fliegenfrau und mein Spülbecken

Sie ist gestern in mein Leben getreten. Die Fliegenfrau. Nachdem ich in meinem ABC um Tipps in Sachen Haushaltsorganisation gebeten hatte, hat mir die liebe Wendy diese Seite empfohlen. Erst dachte ich, och joa. Guckste mal. Dann hat mich irgendetwas getriggert. Vermutlich das Versprechen, es wären wirklich BABYSCHRITTE zur perfekten Hausfrau. Gar kein großer Aufwand. Alles, was irgendwie von selbst zu einer Verbesserung meiner hausfraulichen Effizienz führt, wird natürlich ausprobiert. (Jetzt verstehe ich endlich, warum die liebe Milla ihren Blog nach einem Platz in der Küche benannt hat. Hey, ich habe nur… ein paar Jahre gebraucht, um das rauszufinden! Ich bin da echt ein Blitzmerker. Wenn das mit meiner Karriere als perfekte Hausfrau ähnlich flott voran geht, reicht meine Lebenszeit wohl leider nicht aus.)

„Die Fliegenfrau und mein Spülbecken“ weiterlesen

Dringend gesucht!

Name: Moti Vation
Alter: 33
Aussehen: wechselt häufig, derzeit recht rosa und fluffig
Zuletzt gesehen: vor 2 Wochen beim Fensterputzen. Womöglich ist sie dabei unbemerkt durchs offene Fenster entflohen.

Wer Hinweise geben kann, soll sich bitte bei mir melden oder sie einfach hier abgeben. Sie ist nach ihrem letzten Freigang nicht wieder zum Dienst angetreten.

Persönliche Botschaft von mir: „MEIN LIEBES FRÄULEIN!!! Wer soll das…

…denn bitte jetzt erledigen?! KOMM. SOFORT. HEIM.“

(Prokr

Weil Hausarbeit so ätzend ist, Teil II

Ich habe Euren Rat befolgt. Nicht einen großen Berg anwachsen lassen, sondern häppchenweise das Übel abarbeiten. Wozu besitze ich denn ein schickes kleines schwarzes Notizbuch. Wenn nicht zum Planen. Ich hab gestern über Mittag alles aufgeschrieben, was im Lauf der nächsten Woche erledigt werden muss. Das ganze durch fünf geteilt. Möglichst abwechslungsreich gemischt. Vielleicht macht es mehr Spaß, wenn ich an einem Tag Blumen von welken Blättern befreie und Waschbecken putze und am nächsten Tag Wäsche zusammenlege und staubsauge.
Ich halte Euch auf dem Laufenden. Vermutlich bleibt’s aber dabei – Hausarbeit IST ätzend.

Den Schlaf der Gerechten…

…hab ich offenbar hinter mir. Nachdem ich gestern 15 Stunden (in Worten FÜNFZEHN) im schwiegerlichen Saisongeschäft ausgeholfen habe und das ganze eine zwar dröge aber doch körperlich anstrengende Arbeit ist, jedenfalls nach 15 Stunden, trottete ich nach Hause, stattete der Dusche noch einen Besuch ab und schaffte es eben noch so, meine müden Knochen ins Bett zu werfen. Heute Morgen gehörte mir, dachte ich. Herr Schatzi wollte um neun schon wieder Termine wahrnehmen, die ich schon etwas fad finde, wenn ich fit und ausgeschlafen bin… Aber in diesem Zustand ist mir der Bummel durch Menschenmassen nicht zumutbar. Fand ich. Einziger Wehmutstropfen – ich hätte dort gerne ein paar Leute getroffen, aber heut morgen um neun hätten die kaum Freude an mir gehabt… Klappt sicher bald mal wieder! : wave:
Jedenfalls hatte ich gestern Pläne geschmiedet, was ich mit MEINER Zeit heut morgen anstellen wollte. Lesen! Bloggen! Baden! Nunja. Um acht war ich mal wach. Und dann nochmal um zehn, als in der Ferne ein Telefon düdelte. Und dann um … Kurz vor zwölf. Ich hab also tatsächlich 12 Stunden im Bett gelegen!!! So langsam kehren meine Lebensgeister zurück. Und ich genieße die restliche Zeit bis Herr Hase wieder kommt. Mit Nichtstun. Ha.