Ein Schlüssel-Erlebnis…

…haben wir ab sofort täglich beim Nach-Hause-Kommen und von-zu-Hause-Weggehen. Denn wonach greift man automatisch? Richtig! Nach dem Schlüsselbund. Weil der bei uns ständig irgendwo herumliegt und keinen richtigen Platz hat, haben wir jetzt ein Schlüsselbrett. Aber natürlich kein fades, eintöniges Schlüsselbrett, sondern ein Selbstgemachtes.
Darf ich vorstellen: Elfriede, Eugen und Erwin Eule. Sie kümmern sich ab sofort um unsere Schlüssel.

EDIT: Natürlich bleibt das Brett nicht auf dem Boden stehen, aber der Heimwerkerkönig ist noch nicht daheim…

Der kreative Super-GAU…

…steht mir mal wieder bevor. Ich höre schon sämtliche Alarmsirenen schrillen.
In meinem Urlaub wollte ich mich endlich mal wieder meiner kreativen Seite hingeben. Alle kleinen Projekte vollenden und bewerkstelligen, die ich schon so lange im Kopf habe. Wofür ich nie Zeit finde. Was ich immer auf den Urlaub verschiebe.
Auf meiner To-Do-Liste standen:
– ein Schlüsselbrett mit bunten Eulen drauf, die auf einer Stange, bzw. einem Ast sitzen, in der/dem sich die Haken befinden.
– Nähen! Ich besitze zwar eine Nähmaschine aber leider nicht die dazugehörige Ahnung, wie man sie bedient, geschweige denn, was sich damit alles machen lässt. Weil es mir leicht und praktisch erscheint, wollte ich Kissenbezüge nähen.
– ein Bild für unser Wohnzimmer. Da ist so ne fade leere Fläche über der Glotze. Und ich male ja sonst auch alles selbst.

Davon erledigt:
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Nun ja. Immerhin habe ich heute mal Stoff gekauft. Und ich hab mir einen Überblick verschafft, wie man eine solche Hülle näht. Kann ja nicht so schwer sein. Geht ja immer nur geradeaus, ne?

Weil ich meinen Mann mit Dingen wie “besorg mir ein Brett und Haken” gar nicht erst bemühen möchte, werde ich morgen, ganz im “selbst ist die Frau”-Gedanken, in den Baumarkt gehen und mich eindecken mit allem notwendigen Zeug.

Dann fehlt nur noch das Bild. Aber Freitage sind ja lang.

Ihr ahnt es sicher schon. Es wird Freitagabend werden und ich werde hier sitzen inmitten von angefangenen Dingen, voller Farbe und Stoffschnipseln und NIX wird fertig sein. Aber hoffentlich bin ich dann wenigstens glücklich…

Ich, Annette…

So ihr Lieben, ich bin wieder auf dem Posten. Und ein anderer Mensch. Was so eine Woche Abstand doch ausmacht. Ich fühle mich jetzt schon wie verwandelt. Ich genieße die vielen kleinen Besonderheiten, die man nur hat, wenn man nicht arbeiten muss, wie beispielsweise morgens um halb elf zum Metzger zu gehen und sich IN RUHE zu überlegen, ob und was man kochen könnte. Und dann auch noch in Ruhe zu kochen. Und zu essen. Nun ja. Heute morgen habe ich einen erneuten Zahnarztbesuch würdevoll hinter mich gebracht – war natürlich wieder alles in bester Ordnung, keine Ahnung warum ich davor immer so hibbelig bin.
Aber jetzt zum eigentlichen Punkt – der letzten Woche. Wir waren im Münsterland auf einem Bauernhof und haben die Zeit auf dem Land wirklich zum Erholen und für Zweisamkeit genutzt.
Und ich habe festgestellt, dass ich mich dort einfach sehr wohl fühle. Merkwürdigerweise sehr vertraut. Ich mag die roten Klinkerhäuser und die Sandsteinfassaden und bestaune die großen Gehöfte und die riesigen Felder. Manchmal war mir fast ein bisschen unheimlich, wie wohl ich mich da oben gefühlt habe – wer weiß, vielleicht war ich in meinem früheren Leben mal eine Münsterländerin? Besonders fasziniert hat mich das Leben von Annette von Droste-Hülshoff, auf deren Spuren wir ein bisschen gewandelt sind. Begabtes, unkonventionelles, dickköpfiges Frauenzimmer, gemessen an ihrer Zeit. Das Wetter hätte nicht schöner sein können, wir hatten ausreichend Gelegenheit, radeln zu gehen, wir waren geocachen, wir haben die Stille genossen rund um den Hof und dann auch wieder den Trubel in Münster und Oberhausen. Die neue Ausstellung im Gasometer hat uns ebenso beeindruckt wie – mal wieder – der Konsumtempel nebenan. Und weil unser Fernseher in der Ferienwohnung versagt hat, hatten wir tatsächlich nicht nur Zeit zum Lesen und Quatschen, sondern haben gespielt! Tischtennis in der Tenne und Schach in der Küche.
Ich habe gemerkt, wie mein Hirn auslüftet und wie meine Akkus nach zwei Tagen anfangen, wieder aufzuladen.
Gestern war ich schwimmen und wir waren noch ein bisschen bummeln, heute habe ich meine Omi besucht und morgen statten wir dem schwedischen Möbelriesen noch einen Besuch ab.
Es geht mir so viel besser als noch vor zwei Wochen! Und das alles so gut wie offline!
Tja… das ist auch schon das Fazit – ich muss raus aus dem Internet, hab ja schließlich URLAUB!

Nur ganz kurz…

…es geht mir soooo gut! Ferien auf dem Bauernhof sind der Knaller. Tolle Wohnung, tolles Wetter, sightseeing, geocachen, radeln, Eis essen, Natur entdecken… Die Akkus laden auf!

Ich bin schon jetzt…

…gedanklich ganz weit weg. Zwar hat mich heut noch über facebook der Hilfeschrei eines Kollegen erreicht (“mrs. Venus, we neeeeed you in the office…”) aber ansonsten ist das Büro schon weit weg. Und ich morgen auch. Das blog ist also urlaubsbedingt bis nächsten Dienstag in der Sommerfrische!

ABC-Update, Teil 4…

A… wie Anti-Agressionstraining. Das brauchte ich gestern. Auf dem Heimweg habe ich im Auto rumgetobt über jeden, der blöd überholt hat oder mir irgendwie in die Quere kam. Und es waren erstaunlicherweise etliche. Sagen wir so, fast niemand hat mich NICHT genervt gestern. War einfach nicht mein Tag. Also habe ich mich um sechs ins Bett gelegt und geschlafen bis neun. Einfach, um meine innere Bombe zu entschärfen.

B… wie bald! Das ist mein am häufigsten zitiertes Wort derzeit. BALD ist nämlich Urlaub und ich entschwinde und kehre relaxt, neu sortiert und wohl ausgeruht zurück.

C… wie Chamäleon. So verhalte ich mich seit zwei Tagen. Möglichst unsichtbar. Meine to-do-Liste ist so kurz wie kaum zuvor und ich versuche einfach zu verhindern, dass sich das gegen Ende der Woche noch ändert.

D… wie Dauerlauf. Das beschreibt am besten die Hektik, die hier in der Zeit vor der Messe herrschte. Nichts gegen Betriebsamkeit, aber dieser Stress war ungesund und hat mein Nervenkostüm mehr mitgenommen, als ich wahrhaben wollte. Im Rückblick – et is noch immer jut jejange.

E… wie Elena Tregubova. Ich höre grade ihr Buch “Die Mutanten des Kreml” und merke dabei, dass meine Allgemeinbildung nicht ganz grottig ist aber dennoch ausbaufähig. Gorbatschow, Jelzin, Putin, der eiserne Vorhang, der kalte Krieg – klar weiß ich das alles so ungefähr, aber wie spannend die politische Situation in meinem eigenen Land mal war, kann meine Generation kaum noch nachvollziehen.

F… wie Ferienwohnung. Ich weiß. Hab ich schon tausendmal erwähnt. Aber 1001 mal schadet auch nicht – nächsten Dienstag geht’s los ins Münsterland. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten sofort loslaufen.

G… wie Gehälter. Am Montag gemacht. Immer noch nicht da. Ich befürchte, dass ich mal wieder irgendwas Katastrophales ausgelöst habe. Die Buchhaltung wundert sich auch schon.

H… wie Hunger. An jenem Magengrummeln bin ich gestern Abend um neun wieder aufgewacht. Hab was gegessen, den Garten gegossen und mich wieder auf die Couch gelegt. Heute hält es sich in Grenzen.

I… wie Internet. Ich erinnerte mich neulich, wie ich zum ersten Mal im Internet war. Damals in der Schule. Und mir vorkam, als hätte ich eben die erste Funkverbindung zu einem Astronauten miterlebt. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass es das Internet nicht mehr gäbe. Die Weltwirtschaft würde von heute auf morgen vermutlich einfach mal stehen bleiben. Ich glaube sogar, die ganze Welt würde stehen bleiben. Wobei… die Vorstellung einer Verlangsamung ist ganz interessant…

J… wie Jauche. Unappettitlich, ich weiß. Wenn das Wetter EINMAL schön ist und ich mein Cabriodach aufmachen kann, dann stinkt die sonnige Landschaft zum Himmel. Muss sein, ich weiß. Trotzdem kann ich keine 50 km die Luft anhalten… da muss ich wohl durch.

K… wie Kreativ. Ich hab Phasen. Dünnhäutig war gestern, Kreativ letzten Samstag. Seither sieht mein Esszimmertisch aus wie eine Kindergartenbastelecke, bei der die Kids nicht aufräumen mussten. Acrylfarben, Buntstifte, Schwämme, Bücher, Skizzen, Papier… alles liegt quer und kreuz. Und ich bin an einem neuen Projekt dran. Vier von zwölf sind schon fertig, also schon ein Drittel!

L… wie Literatur. Und dazu noch geschenkt. Ich habe alte Gutscheine gefunden für meinen Lieblingsbuchladen. Hab immer noch 80 Euro zum Auf-den-Kopf hauen. Lesetipps sind immer willkommen!

M… wie müde. Häufigste Antwort auf die Frage “wie geht’s dir?” So häufig, dass mich ehemalige Kollegen schon drauf ansprechen und mich fragen, ob ich nicht langsam das Gefühl habe, ich sollte vom Gas gehen. JA doch. Mach ich ja.

N… wie Natur. Auf die freu ich mich. Man kann rund um die … ja ich sag’s nochmal… FERIENWOHNUNG ganz viel Grün sehen. Und Kühe und Pferde und Ziegen und Gänse und Fischteiche. Ick freu mir.

O… wie Ooooohmmmmmm…. hilft!

P… wie Pressearbeit. Ich hab so viel gute Ideen aber mein Tag hat so wenig Stunden. Ich muss mich in den nächsten zwei Wochen mal wieder hinsetzen und notieren, was ich noch alles schreiben wollte. Nicht dass es verloren geht.

Q… wie quasi. Mit Erschrecken bemerkt, dass ich in jeden fünften Satz “quasi” einbaue. Das geht ja quasi von alleine und eigentlich mag ich das ja überhaupt nicht… werde mir quasi abgewöhnen. Quasi ab sofort.

R… wie Ringelnatz. Neulich beim Abstauben an seinem Gedichtband hängen geblieben und gekichert. Ist schon sehr amüsant. Unbedingt mal lesen!

S… wie SONNE SATT! Siehe auch W.

T…wie Tonne. Der Oberhauser Blechtonne werde ich noch mal einen Besuch abstatten. Den Mammut-Baum muss ich gesehen haben.

U… wie Urlaub? HA! Falsch gedacht. U wie Ursula. Tut mir leid für alle Ursulas. Aber URSULA ist in meinen Augen der SCHLIMMSTE NAME ÜBERHAUPT. Das musste mal gesagt werden.

V… wie Veränderung, die irgendwie in der Luft liegt. Liegt vielleicht an meinem neuen Aufgabengebiet. Das sich jetzt dann auch mal auf dem Gehaltszettel bemerkbar machen dürfte. Der erste Schritt ist getan, mein Chef kam sogar fast auf mich zu damit. Gleichzeitig trifft’s am besten. Nach der Messe gibt’s ein Gespräch. Und nach dem Urlaub.

W… wie Wetter. Endlich hat es sich mal gedreht. Und Petrus hat den Zeiger von Monsun auf “Mitte August” gedreht. Knutschblauer Himmel und um die 30 Grad. Hoffentlich hält das noch ne Woche…

Z… wie Zoo. Vielleicht schaff ich’s im Urlaub in einen solchen. War ich schon lang nimmer und hätte mal wieder Lust zu.

Ich brauche eine Axt…

…damit ich endlich diese Scheißpalme fällen kann, auf der ich mich heute alle fünf Minute befinde.
Das ist ‘n echt hohes Ding. Und trotzdem bin ich in Rekordzeit ganz oben. Mehrmals pro Stunde. Und werfe keifend mit Kokosnüssen.

Alle weg!

Die Messe ist Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil sie im Vorfeld ein Arsch voll Arbeit ist, weil man an tausend Sachen denken muss und alles organisieren, was dann ja doch schief geht.
Heute morgen haben wir den großen Iveco-Transporter geholt, die Kisten eingeladen, Anfahrtsskizze gedruckt, Fahrer instruiert, auf den Weg gebracht. Die Rechner sind schon auf der Messe angekommen. *erleichtertseufz*
Erwähnte ich schon, dass ich jetzt SO keine Lust mehr auf Messetrubel hab? Vom Kugelschreiberkauf über Spesenabrechnungen, Fahreraufteilung, Lieferwagenorganisation, Copyshop, Unterkunftbuchung bis hin zur Zugticketorderung etc lastete alles auf meinen zierlichen Schultern.
Und jetzt? Jetzt sind se alle weg. Und ich kann gar keinem sagen, wie sehr ich ein leeres Büro genieße. Back to normal. Und in dreieinhalb Tagen ist Urlaub. Aaah…