Tracy hat versucht…

…mich umzubringen. Aber es ist ihr nicht gelungen. Hehe. Die Rede ist von Tracy Anderson und ihrer Fitness-DVD, deren leidende Besitzerin ich seit gestern bin. Ich hab noch nie in meinem eigenen Esszimmer derart geschwitzt.
Die junge Dame mit dem unverschämt fitten Körper hat dafür gesorgt, dass ich mir völlig unfit vorkam gestern Abend. Die Leichtigkeit, mit der sie die Übungen wieder und wieder und wieder macht und dann noch zehn mal wiederholt, ist schon fast arrogant. Und dann, kurz vor Ende, sagt sie noch milde lächelnd, “oh, jetzt zieht es aber schon richtig!”

NEIN DU BLÖDE NUSS, es brennt schon seit zwei Minuten wie FEUER!


ABER… ich gebe nicht auf. Tracy, Du kriegst mich nicht klein. Wir sehen uns wieder. Am Sonntag spätestens.

Um nicht…

…den Überblick zu verlieren und um meine sportlichen Ambitionen mal irgendwo festzuhalten:
Ich gehe seit einigen Wochen zweimal wöchentlich schwimmen und schaufle mich tapfer insgesamt 3 km durchs Wasser. Dienstags einen, Samstags zwei.
Die zwei Kilometer schwimme ich so gut wie am Stück, 80 Bahnen in glatt einer Stunde.
Ich bemerke deutliche Konditionssteigerungen.
Gleich geht’s wieder ins kühle Nass.

Tick tack…

…tick tack tick tack… nein, ich rede nicht von meiner biologischen Uhr. Sondern von dieser ominösen INNEREN UHR. Die ich bisher nie hatte und nie vermisste. Sprich, ich konnte mich abends ins Bett legen und so lange schlafen bis entweder a) der Wecker diesem Schlummerzustand ein jähes Ende bereitete oder b) es ungefähr 11 Uhr vormittags war.
Neuerdings geht das nicht mehr. Seit einigen Tagen/Wochen wache ich morgens zehn Minuten vorm Wecker auf. Ich gehe am Sonntagmorgen um halb drei schlafen und wache um halb sieben auf, völlig munter und sogar mit dem unguten Gefühl, verschlafen zu haben.
Woran liegt denn das?
Ich habe drei Vorschläge zur Auswahl:
1. An der Jahreszeit. Es wird früher hell und mein Körper ist der Meinung, dass Helligkeit “Schlafenszeit-Ende” bedeutet. Was mich auf die gleiche Evolutionsstufe setzt wie ein Gockel.
2. Am Sport. Das einzige, was ich in dieser Zeit an meinen Lebensgewohnheiten geändert habe, ist der Sport. Seit ich regelmäßig schwimmen gehe, beobachte ich dieses Lerchen-Phänomen.
3. Am Alter. Je älter man wird, desto weniger Schlaf braucht man. Ich weiß zwar nicht, wie ich das finden soll – aber es ist zumindest mal ungemein praktisch.

Also? Expertenmeinungen bitte?

Ich, die Blei-Ente…

Seit Wochen gehe ich schwimmen. Regelmäßig. Wöchentlich. Tatsächlich stellt sich so etwas wie Kondition ein. Ich kann 40 Bahnen ohne nennenswerte Pause schwimmen. Letzten Samstag machte ich mich dann noch zusätzlich ein zweites Mal in der Woche auf ins heimische Hallenbad und war ALLEINE im Wasser. Die ersten 30 Bahnen. Und weil es so gut lief und die 40 Bahnen in Nullkommanix geschwommen waren und man als Schwabe ja der Meinung ist, dass sich das Eintrittsgeld lohnen muss, hängte ich weitere 40 Bahnen an. 80 Bahnen in weniger als einer Stunde. Ich war danach zwar geschafft, aber es ging erstaunlich fluffig.
Die dienstäglichen 40 Bahnen erschienen mir wie ein Klacks. Bis gestern. Nach den ersten zehn hatte ich das Gefühl, Knochen aus Blei zu haben. Ich kam mühsam vorwärts und die Bahn erschien mir wesentlich länger als 25 Meter.
Ich hab die 40 trotzdem voll gemacht. Mein einziger Trost – meinem Mitschwimmer ging es auch nicht viel besser. Tagesformabhängig sei das. Naja. Mal sehen, was meine Tagesform nächsten Samstag sagt.

Ohrwurm des Tages…

…heute morgen gehört und für gut befunden…

“Manche sind viel schneller satt
Kann mir nicht passieren
Ich denke nicht oft: “Vielleicht”
Ich tu es lieber gleich

Ich lass mich nicht umdrehen
Will weiter zu weit gehen
Ich bleib einfach so wie ich bin

Ich kriege nie genug vom Leben
Ich kriege nie genug
Da geht noch mehr
Ich will alles auf einmal und nichts nur so halb
Nicht nur warten bis etwas passiert”
-Christina

Beige…

…ist grausig!
Ein bekannter Kabarettist hat es in einem Stück geschildert und seither sehe ich es auch – alte Menschen tragen alle beige!
Je älter, desto beiger! Beige Schuhe, beige Hosen, Blusen, Jacken… höchstens abgewandelt in Richtung grau oder braun.
Kann mich bitte jemand an diesen Blogpost erinnern, wenn ich 70 bin und versucht, etwas beiges anzuziehen? Es steht mir schon mit 30 nicht und ich hoffe, dass es mir als Oma auch nicht egaler ist.

Disziplin…

…ist zur Zeit mein Stichwort. Berge von Arbeit erlauben derzeit nichts anderes. Noch etwa eine Stunde, dann fängt mein Wochenende an…

PS: Ich jammere nicht. Alles gut.

Arbeitende soll man nicht aufhalten…

…dachte ich mir gestern. Ich kann zwar immer noch nicht behaupten, dass meine Übersetzung Spaß gemacht hat, aber ich bin endlich damit durch!
Nach einem Überstundentag gestern im Büro und einer entspannten Heimfahrt, war mein innerer Zeitplan völlig durcheinander. Ich hatte mir für den Abend verschiedenes vorgenommen, Hausarbeit und redaktionelle Arbeit, aber einfach nicht damit gerechnet, dass ich so spät daheim aufschlage. Wie selbstverständlich gab es dann um halb zehn Abendessen, zugegebenermaßen aus Bequemlichkeit vom Lieferservice, aber zum Einkaufen war wirklich ehrlich keine Zeit mehr. Und derart gesättigt habe ich mich mit einem Glas Wein (man höre und staune!) an den Rechner gesetzt und munter weiter gewerkelt. Und irgendwie lief es ganz fluffig. Ich musste mich nach Mitternacht dann fast zwingen, den Rechner auszuschalten. Als ich allerdings im Bett war, fiel ich mit Erreichen der Waagrechten in einen Tiefschlaf.
A propos Schlaf. Mich beschleicht mal wieder das Gefühl, dass ich zu lange schlafe. Seit ein paar Tagen komme ich nicht vor Mitternacht ins Bett, stehe aber vor sechs auf und fühle mich absolut ausgeschlafen. Ich fühle mich nicht mehr so müde oder schlapp und die Berge an Arbeit, die vor mir liegen, spornen mich eher wieder an, als dass sie mich verzweifeln lassen.
Vielleicht liegt es am Ausgleich, den ich mir hin und wieder gönne. Abende in netter Gesellschaft. Ein Eis in der Sonne. Ein unvernünftiger Einkauf. Gutes Essen. Ich habe ja die Theorie, dass es in meinem Leben eine Art Null-Linie gibt. Unter dieser Linie ist der Pflicht-Teil, über der Linie ist der Kür-Teil. Wenn die Linie nur sachte nach unten ausschlägt, schlägt sie auch nur sachte nach oben aus. Sprich, wenn ich wenig zu tun habe und keinen Druck, genieße ich meine Freizeit auch nur wenig. Ich blättere in Zeitschriften rum oder gehe höchstens gemütlich auf einen Kaffee aus und bin um zehn im Bett, da müde. Wenn ich wirklich viel Arbeit und Stress und Druck habe, dann schlägt auch die gute-Laune-Kurve um so heftiger nach oben aus, grade so, als müsse sich der Druck auch nach oben hin Luft verschaffen.
Kennt ihr das? Ich beobachte das an ganz vielen Leuten. Diejenigen, die in meinen Augen nicht viel zu tun haben, haben oft auch ein langweiliges Privatleben. Jammern sogar oft über Langeweile. Die, die unter Strom stehen, stehen immer unter Strom. Work hard = party hard.
Beobachtet das irgendwer an sich? Ich brauche repräsentative Zahlen!

Willst du was gelten…

…mach Dich selten. Sagte meine Omi immer. Dass sie damals nichts von Internet und Blogs wusste, ist mir auch klar. Ich weiß auch, dass ich hier grade ein bisschen schweigsam bin, aber seid versichert, es geht mir gut. Es passiert einfach zu viel auf einmal, als dass ich Zeit fände, es in Worte zu fassen. Das wichtigste – die kleine Venus geht meistens mit einem Lächeln zu Bett und steht mit einem ebensolchen wieder auf. Meine Arbeit macht mir grade sehr viel Spaß, ich genieße die Sonne, ich ertrinke privat in Arbeit mit meinem Magazin und bin im Grunde ganz gut ausgelastet. Gut, ich hatte die letzten fünf Tage eine wehe linke Hand, weil ich sie irgendwie verdreht habe und kaum noch bewegen konnte. Tippt sich verdammt langsam nur mit einer Hand. Und ich hatte neulich einen ich-bin-völlig-überlastet-und-werde-mit-nix-fertig-und-mein-Mann-ist-auch-nie-daheim-Frustrations-Anfall. Aber hat sich alles wieder eingerenkt. Die wehe Hand ist wieder belastbar und die wehe Laune ist wie weggeblasen. Es gibt nämlich viel mehr Highlights, über die ich mich freue. Der gestrige Abend mit meinen beiden Lieblingskollegen zum Beispiel. Wir waren Tappas essen und ich habe zwei Taschentücher verheult – vor Lachen. Und das kleine aber feine Schmuckstück, das ich mir gestern einfach gegönnt habe. Man kann ja nicht immer nur arbeiten. Die Wassermelonen-Fruchtfleisch-farbige neue Bluse. Das erste Eis des Jahres. Schwadroniere ich schon wieder? Egal. Dieser Eintrag mag sinnlos sein. Aber Sinnloses muss ja auch mal gesagt werden, ne?
Ja, es geht mir gut!

Hab ich Euch…

…eigentlich schon mal gesagt, wie toll das Leben morgens um sieben ist, wenn man das Cabriodach offen hat, vor sich eine freie Landstraße, grüne, tauglitzernde Wiesen sieht, gesprenkelt mit gelben Tupfen, Musik hört und die Sonne goldglänzend aufgeht?
Nein? Dann sei’s hiermit gesagt!
Ich bin wohl einfach glücklich grade.