Scheinheilig…

…hat die Kanzlerin gesagt. Ich wollte grade erfreut “jawoll” ausrufen, als ich kapiert habe, dass sie nicht ihren Baron Münchhausen, sondern die Opposition meint. Wäre ja zu schön gewesen.

Guttenberg ist weg…

… hoffentlich bleibt er weg. Ich fürchte, der kommt zurück durch irgendne Hintertür. Aber erstmal weg. Und schon kotzt es mich wieder an, dass er sich selbst gebärdet wie ein vom Internetmob vom Thron gehetzter Märtyrer.

UND: Das Trauerschwarz von Bild online ist einfach nur zum Kotzen. Da sterben Menschen in Lybien und wir betrauen einen Lügner. Pfui.

Sein Wille ist Befehl…

“Die Entscheidung der Uni Bayreuth liegt auf der Linie dessen, was der Verteidigungsminister vorgegeben hat.” (stern.de)

GENAU. Und wenn ich meine Kaffeetasse loslasse und vor dem Scherbenhaufen stehe, sage ich auch – die Schwerkraft war mein Wille.

EDIT:
Ich grüble schon die ganze Zeit, wie man aus Versehen abschreiben kann. OHNE Absicht.

KT…

…hat Fehler eingeräumt. Gut, man kann auf 475 Seiten schon mal ne Fußnote vergessen. Auch zwei. Aber ganze Absätze kopieren? Fragwürdig. Vielleicht wusste er nicht, dass kopieren sowas ist wie klauen. Worin hat(te) er gleich seinen Doktor? Rechtswissenschaften. Hmhm. Vielleicht war er mal ein paar Vorlesungen lang nicht da. Als es um Urheberschaft ging.
Jetzt tauchen immer mehr kopierte Stellen auf. Gutti-Leaks weiß alles.
Wer hat eigentlich das Plagiat mit summa cum laude ausgezeichnet? Der Professor, der schon das numerus-clausus-Urteil auf den Weg gebracht hat? Hm.

Rein vom Bauchgefühl her – jemand, der sieben Jahre lang an seiner Doktorarbeit hat schreiben lassen geschrieben hat, bittet die Uni nicht ohne Grund um Rücknahme des Titels. Wegen ein oder zwei vergessener Fußnoten. Das war ganz klar ne Flucht nach vorne.

Wir gehen…

…gemeinsam. Seit Jahren. Unsere Wege führen in die selbe Richtung. Aber nicht immer laufen sie parallel. Einer von uns rennt meistens, oft sind wir beide im Stechschritt unterwegs. You say, go slow, I fall behind. Ich nehme mir oft Zeit, zu trödeln. Genieße auch mal einen verschlungenen Pfad neben der Spur. Die Hecken und Sträucher des Alltags sind manchmal so dicht, dass wir uns kurz aus den Augen verlieren. Aber das macht nichts. Ich weiß, am Ende des Tages, am Ende der Woche, sind wir wieder gleichauf. Und nehmen Tempo aus unserem Gang. Gehen auf gleicher Höhe. Unsere Schritte gleichen sich an. Wir nehmen uns an der Hand und gehen gemeinsam. Langsam. In beruhigendem Gleichklang. Nach vorne. Und wenn die Woche wieder anfängt und das Tempo wieder anzieht, lächeln wir uns zu und entlassen uns auf unsere eigenen Pfade. Weil wir wissen, dass wir in dieselbe Richtung gehen und uns wieder treffen. Auf gleicher Höhe. Am Ende des Tages. Am Ende der Woche.

Ist doch klar…

…dass sich unsere Kanzlerin nicht ins goldene Buch der Stadt Tübingen eintragen will.
Viele Prominente und Staatsdiener haben das schon vor ihr getan. Auch wenn das Buch in einer Stadt mit ganz und gar anderer politischer Färbung lag. Jetzt soll ausgerechnet ihr noch etwas originelles Neues einfallen?
Da wäre ich auch vorsichtig. Womöglich hieße es sonst, sie habe einfach von ihren Vorgängern abgeschrieben und man weiß ja, wie schnell man einen Plagiatsvorwurf an der Backe hat zur Zeit…

Mein Klamotten-Embargo – ich brauche Regeln!

Kinners… ich vermisse bisher noch gar nichts. Trotzdem sind 12 Monate für ein fashion-victim wie mich eine unüberschaubar lange Zeit.
Könnt ihr mir mal Vorschläge machen – so wie die “Highlight-shopping-Tage”, die Sternenkratzer schon vorgeschlagen hat?

Generell könnte man doch sagen, ich kaufe nur nach, wenn was kaputt gegangen ist?
(Wobei, welche Klamotten gehen heutzutage noch wirklich kaputt? Ich arbeite ja nicht im Kohleabbau…)

Von Anfang an galt ja – keine Klamotten. Bisher habe ich übrigens auch keine Schuhe gekauft, aber die sind generell nicht vom Verbot betroffen. Schmuck und Accessoires wie Schals oder Gürtel auch nicht.
Aber auch da war ich bisher ziemlich zurückhaltend.

Könnte man pro Vierteljahr einen Shoppingbummel durchgehen lassen?
Kann man eine preisliche Obergrenze festlegen für diesen Tag?
Oder macht es mehr Sinn, die Zahl der Teile zu begrenzen?

Versteht mich nicht falsch, ich mach’s ja freiwillig, aber das wird für mich immer mehr zu einem Spiel und ein Spiel braucht Regeln!
Also! Her damit!

EDIT: DIE GOLDENEN REGELN

– Es werden keine Klamotten gekauft, wenn es notwendig ist, dann sind drei Ausnahmen erlaubt – einmal anlässlich des Geburtstags, einmal im Sommer, einmal im Winter.
– Obergrenze dabei ist jedes Mal 150 Euro.
– Ausnahme

Mein Klamotten-Embargo…

…dauert nun schon unglaubliche 48 Tage an.
Nicht, dass ich was vermissen würde. Aber 31.12.2011 erscheint mir ein unrealistisches Ziel. Vielleicht sollte ich mein Vorhaben in kleine Bröckchen teilen? Also sag ich mal – bis zu meinem Geburtstag am 18. März. Das erscheint mir “durchhaltbar”.

Noch ist es unfassbarer Weise völlig problemlos. Hätt ich selbst nicht gedacht und so langsam finde ich meinen Selbstversuch ganz spannend.

Ich halt Euch auf dem Laufenden!

Hmhmhm…

…lieber Bewerber in Seattle… ich bin jetzt noch 20 Minuten da. Wenn Du also morgen herfliegen willst, dann komm in die Pötte und mail mir Deine Daten, sonst wird das nix mit der Hotelbuchung… und nen Flug kriegst Du erst Recht nicht.
Mehr als auf deine mailbox quatschen und dir mails schicken kann ich nicht.
DEINE ZEIT LÄUFT…

EDIT:
Deine Zeit ist um!

Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 4: Die Denkerin

Herr Schatzi und unsere Spülmaschine haben ein gespaltenes Verhältnis zueinander. Zwar liebt er Ordnung, aber nicht meine. Will sagen, sobald er unsere Spülmaschine öffnet und einen Geschirrkorb herauszieht, hört man Laute des Missfallens. Leises Stöhnen. Seufzen. Brummeln manchmal. Dann fängt er geschäftig an, die Dinge, die schon eine gute Seele IN die Spülmaschine geräumt hat (also ich), wieder aus- und dann, mittlerweile lauter vor sich hin sinnierend, wieder einzuräumen. “Das kann hier hin. Das da hin….”
Meine “Unfähigkeit”, die Dinge so einzuräumen, dass man den Waschgang möglichst effektiv nutzt, führe seiner Erklärung nach dazu, dass er gar keine Lust mehr habe, seine Sachen in die Spülmaschine zu räumen. Da habe ja eh nix mehr Platz.
Seine Weigerung, die Dinge einzuräumen und DANN noch an meiner Ordnung rumzukritteln, führt bei mir dazu, dass ich kurzfristig einen Puls jenseits der 300 bekomme und das Geschirr am liebsten durchs geschlossene Fenster entsorgen möchte. Ungespült. Da ich ja aber ein vernünftiger Mensch bin (haha, genau) haben wir uns auf Folgendes geeinigt. Wann immer er die Teller vom Tisch nimmt und sie bis zur Spüle trägt, darf ich NICHTS sagen, denn mein Hinweis, er möge sie bitte gleich IN die Maschine räumen, führe bei ihm zu einer spontanen Lustlosig- und Genervtheit.

Gestern Abend also. Wir essen. Wir sind fertig. Herr Schatzi steht auf und nimmt die Teller. Ich beobachte gespannt, was passiert. Er geht zur Spüle, ich halte brav die Klappe. Er nähert sich der Maschine und – was ist das?! Er stellt sie oben drauf???
“Äh… Schatzi… EINräumen, ich hab doch diesmal GAR nichts gesagt…”

“Stimm