Ich lebe online…

…und frage mich, ob das so gesund ist.
Ich weiß, dass ich auch zwei Wochen ohne Internet überlebe – ausprobiert, überlebt.
Aber wenn ich kann, rufe ich fünfmal täglich meine mails ab, stromere über Facebook und über News-Seiten.
Wieviel davon ist im KERN interessant? Wieviel davon müllt einfach mein Bewusstsein voll? Gedankenspam?
Kann ich mich vor dieser Informationsflut retten und wenn ja – will ich das überhaupt?
Abend für Abend das selbe. Ich komme heim und schalte den Rechner an, bevor ich die Jacke richtig ausgezogen habe. Esse was. Arbeite bis zehn oder wie gestern bis halb zwölf. Arbeit nach der Arbeit. Online. Immer.
Sollte ich einen offline-Abend in der Woche einplanen? Geht Euch das auch so und findet ihr das normal oder ebenfalls ein bisschen verstörend?
Was haben die Menschen vor 20 Jahren ohne Internet gemacht? Ferngesehen? Mehr gelesen? Mehr im “Real-Life” erlebt?
Und was mache ich? Erkenne einen Zustand, der mich nicht besorgt, aber beschäftigt – und blogge darüber. Ich BLOGGE. Medien-Omnipräsenz. Überall. Nicole ist gerade ein bisschen verwirrt.

To remember – April

Hm… diesmal fällt’s mir echt schwer. Was war im April besonders?
Ich habe mich mit Leaya zum Laufen aufgerafft. Zweimal die Woche. Wir essen gesund. Ist das was Bemerkenswertes?
Naja, vielleicht könnten wir festhalten, dass ich es gewagt habe, mich für meine eigene Arbeit einzusetzen. Für mich selbst Partei ergriffen habe. Und hin und wieder einfach mal in den Genuss-Modus geschaltet habe.
Es gab den ersten Spargel mit frischen Kartoffeln, den ersten Sonnenbrand und ich habe ein paar mal “Fünfe gerade sein lassen” geübt. Ach ja! Und die erste Cabriofahrt! Schön war’s! Und ach ja ach ja – ich hab mich mit und für Claudi über die neue Wohnung gefreut!So wenig ist das ja gar nicht.

Fazit: Der April war unspekatuklär aber voller schöner kleiner Momente!
Der Monat der Glückssplitter.

Mein Leben und ich: Erkenntnis des Wochenendes:

“Das Glück kommt zu den Geduldigen.”
Es fügt sich alles so, wie es soll. Dinge, die ich mir lange gewünscht habe, auf die ich lange gehofft hatte, die ich schon fast als unmöglich abgetan hatte, erfüllen sich. Stück für Stück gehen Türchen auf, an deren Existenz ich nicht mehr geglaubt hatte.
Ich bin grad einfach nur dankbar für alles, was mir zuteil wird. Dankbar und zufrieden.

Die Motivation…

…ist gestern Abend ganz kleinlaut zu mir zurück gekehrt. Danke an alle, die sie bei sich gefunden und zu mir geschickt haben.
Immerhin habe ich noch die Wäsche in die Maschine und letztere zum Laufen gebracht und das Geschirr aus der Spülmaschine geräumt. Und zwei wichtige mails geschrieben, deren Inhalt mir unter den Nägeln gebrannt hatte. Und ein Dokument auf den Weg gebracht. Und Bilder sortiert. Und hungrigen Besuch und eigenen hungrigen Mann gefüttert. Und noch ne halbe Stunde gelesen – “Gut gegen Nordwind”, leichte Lektüre, aber schöööön!
Mal sehen, ob die Motivation heute Abend brav daheim auf mich wartet. In der Mittagspause verpasse ich mir mal wieder eine Runde Sauerstoff – wenn meine liebe Kollegin Sabine Lust zum Laufen hat. Vielleicht hilft das ja gegen die Frühjahrsmüdigkeit, die mich offenbar zur Zeit in der Mangel hat… ich wünsch Euch nen schönen Tag!

Hat zufällig jemand…

…meine Motivation gesehen? Ich hab die irgendwo verlegt… ich bräuchte die grad mal ganz dringend.
Ich sollte nämlich noch die Waschmaschine anschmeißen und die Spülmaschine ausräumen und noch ein bisschen was am PC machen… aber ich bin grad soooo müde… ich könnte grad ins Bett gehen…Also, wer auch immer das Frollein findet, schickt es mir gefälligst zurück! Die kann was erleben!

All the simple things…

Ich bin wohl grade auf Genuss eingestellt. Ich habe den Dreh zur Zeit raus, jedem Tag was Erfreuliches abzugewinnen. Gestern war’s der Besuch einer lieben Freundin und ein spontaner freier Mittag mit Eisschokolade in der Sonne.
Heute wird’s ein leckerer Salat in der Mittagspause sein. Ich könnte auch (zeitplanerisch effektiv) in der Mittagspause den Einkauf fürs Wochenende erledigen. Aber will ich mich immer effektiv verplanen? Will ich funktionieren wie ein kleines Uhrwerk? Ich freue mich, wenn ich Dinge zum Laufen kriege und wenn ich Termine halten kann. Aber beim sturen und disziplinierten Abarbeiten meiner ungnädigen Listen bleibt die Kreativität auf der Strecke. Es fühlt sich an, als wäre mein Hirn an einen schlecht beleuchteten Schreibtisch gebunden und ihm bliebe das Tageslicht verwehrt. Manchmal muss es raus, toben im Garten der Disziplinlosigkeit, abheben in den blauen und sonnigen Himmel der Unbekümmertheit und sich treiben lassen in einen Zuckerwatteberg aus Zeitlosigkeit. Nur so kriege ich es danach wieder zurück an den besagten Arbeitsplatz und zu den vollen Listen. Funktioniert! Und wird so lange und immer wieder praktiziert, wie und wann es geht. Vielleicht ist es das, was die Franzosen savoir-vivre nennen…

Ich habe Rücken und mein Blog Geburtstag

Aua. Nicht mal mehr in Ruhe husten kann man. Gestern morgen, vorm Spiegel, ich verschlucke mich und huste und mein unterer Rücken bewegt sich dabei ungünstig und verkrampft. Das Ergebnis – gestern kam ich daher wie der Glöckner von Notre Dame, heute ist es leider immer noch schmerzhaft. Bin heute Nacht gefühlte 478893 Mal aufgewacht beim Versuch, mich umzudrehen. Ich werde wohl erstmal wieder den aufrechten Gang üben müssen.
Dafür kann ich mit meinem kleinen Blog heute anstoßen! Vier ist es geworden! Unfassbar, aber es gehört zu meinem Leben dazu. Also veranstalte ich hier einen kleinen virtuellen Sektempfang. Wer möchte?

Wischen impossible und Emergency Room

Was für ein Tag.
Was für ein ÄTZENDER Tag.

Es begann beim Frühstück. Ich hatte das unbestimmte Gefühl, dass heute nicht so recht mein Tag ist.
Und tatsächlich. Ich war grade hundert Meter weit gefahren, als es begann, zu regnen.
Wozu hat man Scheibenwischer. Blöd nur, wenn diese keinen Mucks von sich geben. Und das, wo mein Auto vor zwei Wochen für 760 Euro im Kundendienst war. Aber gut. Ich halte also erstmal an. Es regnet mittlerweile nämlich richtig und ich sehe nichts mehr. Motor aus, Motor an. Wischen? Impossible. Ich rufe die Werkstatt an. Die können keine fernmündliche Diagnose stellen.
Auto muss in die Werkstatt. Es regnet wie aus Eimern. Ich brauche aber JETZT ein Auto. Also rufe ich Mama an, die mich abholt mit ihrem Auto. Ich fahr sie heim und dann mit ihrem Auto ins Büro. Wischen? Possible.
Wegen eines Unfalls muss ich eine Umleitung fahren und schlage punkt halb zehn im Büro auf.
Wo schon drei Kollegen um meinen Schreibtisch herumstehen. Ein Kollege könne nicht zur Arbeit kommen. Schmerzen im Unterbauch, das ist die letzte Nachricht von ihm. Ansonsten sei er nicht mehr erreichbar über Handy.
Was tun? Alle gucken mich an. Die kleine Venus überlegt. Dann schickt sie einen Kollegen, der im selben Haus wohnt, zu ihm nach Hause. Lässt sich von dort anrufen. Und sagt zwischendurch in weiser Voraussicht schon mal Termine für den Vormittag ab.
Kollege ruft zurück, berichtet von einem blassen Nachbarn mit schmerzverzerrtem Gesicht. Ob wir ihn zum Hausarzt bringen könnten? Ich entscheide mich für Krankenhaus und fordere einen RTW an. Und mache mich ebenfalls auf den Weg zu ihm. Den Kollegen habe ich angewiesen eine Tasche mit dem Nötigen zu packen. Unterwäsche, Schlüssel, Handy, alle Medikamente, die er nimmt.
Ich bin heute also zum ersten Mal in einem Rettungswagen mitgefahren. Ohne Lalülala und Blaulicht, aber immerhin.
Hab noch so lange übersetzt bis ein englischsprachiger Arzt kam und auf Nachfragen Auskunft über Stuhlfarbe und Vorerkrankungen gegeben. Dann war klar, dass der Kollege stationär aufgenommen werden muss. Und ich stand in der Nachbarstadt und musste meinen eigenen Rücktransport organisieren.
Kaum zurück am Schreibtisch habe ich eine Skiausfahrt für 15 Leute und eine Auslandskrankenversicherung für einen anderen Kollegen organisiert und kurz vor Feierabend noch eine Wohnungsbesichtigung absolviert.
Und jetzt? Ist beim Auto wieder Wischen possible und ich geh heut ins Bett um zehn. Was’n Tach.

Gummibärchen wissen alles!

Drei rote, ein gelbes, ein orangenes Bärchen

“LIEBE, LEICHTIGKEIT, EHRGEIZ
Feuer! Es lodert, es züngelt, es flackert, es brennt! Genau diese Farbkombination haben Künstler seit dem Mittelalter gewählt, wenn es darum ging, Feuer darzustellen. Die Farbkombination, die Sie gerade gewählt haben. Weil nämlich bei Ihnen ebenfalls die Flammen hochschlagen. Wo? fragen Sie. Und wieso? Was da brennt, wollen Sie wissen? Ihre Wohnung etwa? Ihr Auto? Ihre Badewanne? Nein, Sie Künstler! Ihr Herz steht in Flammen! Merken Sie das denn gar nicht? Mensch! Wie heiss es da zugeht? Na, aber dann werden Sie das binnen kurzem glühend heiss spüren. Das ist garantiert. Allein dreimal rot ist schon eine sichere Liebes-Kombination. Eine aktive, erotische, machtvolle Kombination. Sie aber haben sich noch die Farbe Orange zugelegt. Und die steht für Leichtigkeit. Für neue Kontakte. Für Kreativität. Ja, Sie entdecken jetzt Ihre Begabung, die Dinge spielerisch anzugehen. Nicht verantwortungslos, sondern mit Heiterkeit und Augenzwinkern. Dass Sie nur ein einziges orangenes Bärchen gezogen haben, heisst zwar: Sie müssen auch selbst was tun. Müssen ein Risiko eingehen und was Neues ausprobieren. Aber das Feuer der Liebe wird Sie so kitzeln, dass Sie gar nicht anders können als lachen und jubeln und loshüpfen! Und nun noch Gelb: Angeregt von der Liebe, zwickt Sie der Ehrgeiz. Ja, auf einmal packt Sie das Verlangen, nicht nur herumzureden, sondern anzupacken. Die Lust, was auf die Beine zu stellen. Einen Schlag zuzulegen. Und das tut Ihnen gut. Geistig und körperlich. Und materiell. Ja, das macht Freude! Und damit andere nicht neidisch werden, denken Sie daran, sich gelegentlich zu bedanken. Nicht nur bei Ihren Bärchen.”

Danke Loni für den Link