Topfgeschichten – Minestrone und Tischmanieren

Draußen war es bis vorhin noch wunderbar sonnig. Jetzt sieht es aus, wie man sich einen klassischen November-Tag vorstellt – der Himmel ist bedeckt und grau, die Sonne scheint irgendwo anders. Die Farben haben keine richtige Leuchtkraft, alles scheint von einem grauen Schleier überschattet zu sein.

Grauer Schleier, keine leuchtenden Farben, bedeckt und grau? Jaaa, draußen vielleicht. In meiner Küche aber ist vorhin ein kleines Farbfeuerwerk explodiert.

Den November haben wir hier ausgiebig mit des Töchterchens Geburtstag begrüßt, jetzt wird der Monat auch kulinarisch willkommen geheißen. Denn was hilft besser gegen grau, trüb und mimimi als eine deftige, heiße Suppe?

Ihr braucht:

Staudensellerie

gelbe Paprika

Karotten

Tomaten

Kidneybohnen

Gemüsebrühe

Zwiebeln

Knoblauch

Öl

Oregano

 

Guckt selbst, WO ist da ein Fünkchen grau?

Hunger gekriegt? So geht’s:

Das Gemüse putzen und kleinschneiden, die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Selbige in Olivenöl andünsten, dann Karotten, Sellerie und Paprika dazugeben und kurz anbrutzeln. Die Tomaten unterrühren und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Ich habe alles pi mal Daumen genommen, die Brühe war ein knapper halber Liter. Zum Schluss die abgegossenen Bohnen unterrühren. Das Ganze so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich genug ist. Mit Oregano und nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Italiener würden sich die Haare raufen, weil es bei uns keine Pasta, sonern Spätzle dazu gab. Aber pffh, in meiner Küche bin ich der Chef, ne?

Das Kind hat seinen Teller mit zwei (!) Löffeln gleichzeitig leergefuttert. In einem vermeintlich unbeobachteten Mund wischte es sich den Mund am Blusenärmel ab. „Na, das macht man aber nicht so, wo hast Du denn DAS gelernt?“ fragt eine um Tischmanieren bedachte Mama. „Bei Opa“, sagt das Kind. Weißte Bescheid.

 

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