Winterzeit = Suppenzeit!

Ein bisschen kam ich mir heute vor, wie eine Fernsehköchin. Ich nahm fertig geschnibbeltes Gemüse aus Schälchen und kippte es in brutzelnde Butter. Kein langwieriges Karottenschälen, kein nerviges Kleinwürfeln. Alles schon erledigt. (OK, ich habe es gestern Abend im Schlafanzug erledigt, damit wir heute schneller fertig werden, wenn wir hungrig aus der Krabbelgruppe kommen.) Die Krabbelgruppe ist mangels Teilnehmern dann aber ausgefallen und so konnte ich a) noch eine schnelle Runde im Schnee drehen und b) eine sehr fixe Fernsehköchinnenkarottencremesuppe kochen.

Was gibt es Schöneres, als bei klirrender Kälte draußen dampfende Suppe drinnen zu essen? Ich mag Schnee ja eh lieber aus der Wärme betrachten, aber ich muss zugeben, das war schon ein toller Anblick heute morgen.

Wollt ihr Schnee oder Suppe sehen? Oder beides? 😉

Ich habe für die Suppe vier Karotten geschält und in kleine Würfel geschnitten. Die Würfel werden in reichlich Gemüsebrühe gar gekocht. Ich habe ein bisschen der Gemüsebrühe abgegossen und die Würfel dann mit der übrigen Brühe püriert. Mit einem Schuss Sahne, Salz, Pfeffer und Koriander abgeschmeckt habe ich die Suppe nochmals aufkochen lassen und beiseite gestellt. Für die Grießklößchen habe ich 250ml Wasser mit einer Butterflocke, einem halben Teelöffel Salz, etwas Pfeffer und Muskat aufgekocht. Unter Rühren werden 125g Grieß eingestreut. Wenn sich die Masse vom Boden löst (bei mir war das quasi sofort), wird der Topf vom Herd genommen. In einer Schüssel kühlt der Grießbrei ein paar Minuten ab, dann werden zwei Eier nacheinander darunter gehoben. Mit zwei nassen Teelöffeln formt man dann Klößchen, die man in reichlich Salzwasser etwa 10 bis 15 Minuten gar ziehen lässt. Die Klößchen schmecken nicht nur klassisch in klarer Brühe, sondern eben auch in Cremesuppen als Einlage.

Lasst es Euch beim Nachkochen schmecken und genießt das Winterwetter!

Eure

Frau Venus

PS: Die Löffel sind übrigens tatsächlich nur Deko. Ich habe sie neulich auf dem Flohmarkt gekauft. Dabei ergab sich folgender Dialog: „Was kostet einer dieser Löffel?“ „Einen Euro“. Ich reiche eine Zwei-Euro-Münze über den Tisch. „Ah, dann nehmen Sie doch gleich beide!“

So kam ich zu zwei Zinnlöffeln, die mir spontan gut gefallen haben. Vermutlich werdet ihr sie noch öfter auf Bildern entdecken. Ich war schon viele Jahre nicht mehr auf dem Flohmarkt und weiß eigentlich gar nicht warum. Die Atmosphäre war sehr entspannt und es gab wirklich hübschen alten Trödel zu kaufen, von von alten Postkarten und Drucken bis hin zu Werkzeug, dessen Verwendung offensichtlich auch dem Verkäufer schleierhaft war… 🙂 („Was macht man damit?“ „Weiß isch nischt. Wenn Du’s kaufst, findest Du’s vielleicht raus!“)

 

 

 

 

 

 

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