…hat mich gestern Abend die Mail einer mir bis dato Unbekannten. Sie stellte sich als die Schwester eines ehemaligen, sehr lieben Kollegen vor, der vor etwa vier Wochen zurück nach Brasilien gegangen ist. Ich hatte mich noch gewundert, außer einer mail nichts von ihm gehört zu haben… jetzt weiß ich warum. Er hatte einen schweren Unfall und wie sie heute geschrieben hat, Kiefer und beide Beine gebrochen. Er ist jetzt im Krankenhaus und wird wohl ne ganze Weile in Reha bleiben müssen.
Schöner Mist.
*BLITZ*….*BLITZ*…
Ungefähr so muss geguckt haben, als mich heute morgen die stationäre Blitzampel zweimal abgeschossen hat. Ich ging sofort vom Gas und guckte irritiert auf meinen Tacho – weniger als 50 in der 50-er-Zone… die Ampel war grün… die war doch grün…?
Hinter mir – ich meine, hinter mir war Verkehr, der mir folgte… also war sie doch grün. Vor mir war auch Verkehr, dem ich in der Kolonne nachgefahren bin…
Ich rufe also völlig perplex bei der dortigen Stadtverwaltung an – natürlich hab ich geparkt vorher. Die Dame fand meinen Anruf höchst amüsant…
“Sie sind geblitzt worden, aha. Was genau steht denn im Bescheid?” “Bescheid? Nene, das war vor 15 Minuten…” “Und da melden Sie sich JETZT SCHON?”
“Natürlich, ich war nicht zu schnell, die Ampel war… ganz sicher… grün…. warum hat es geblitzt?”
Sie beruhigte mich dann und erklärte mir, dass ich sicher nicht gemeint gewesen sei. Sicher der neben oder hinter mir. Ich könne es sogar bis zu sechsmal blitzen sehen, wenn der Verkehr um mich zu schnell unterwegs sei.
Seither grüble ich… war da einer neben mir? Hinter mir? War die Ampel grün…? Die war doch grün, oder?
In ein paar Wochen weiß ich dann mehr…
Über fehlende Abwechslung…
…kann ich mich ja nicht beschweren in meinem Job.
Tagesresümee bisher:
Für Mitarbeiter Arzttermin vereinbart, zwei Stellenangebote veröffentlicht, Personalzeitbögen zum Ausdrucken vorbereitet. Eine lange englische E-Mail für unseren CEO ins Deutsche übersetzt.
Mit Landratsamt verhandelt und um Kopie eines russischen Führerscheins gebeten, der beweisen soll, dass der Mitarbeiter schon über zehn Jahre Auto gefahren ist in Russland, damit er in Deutschland einen Leihwagen bekommt (da sein deutscher Führerschein grade mal vier Wochen “Fahrpraxis” bescheinigt und das dem Autoverleiher nicht reicht.)((Memo an mich: IMMER Führerscheine kopieren, BEVOR man sie ans Landratsamt gibt…))
Mit Krankenkasse telefoniert und Auslandsversicherungen beantragt für snowboardwillige Mitarbeiter. Mit Steuerberater eines Mitarbeiters telefoniert und versucht herauszufinden, wie doppelte Haushaltsführung in zwei unterschiedlichen Ländern stichhaltig begründet werden kann.
Nachher werde ich noch eine Wohnungsübergabe begleiten und einen Termin mit dem Schornsteinfeger vereinbaren…
Langweilig
Rote Läuse?
Hab ich grad entdeckt:
“Rote Läuse” ist mit Abstand DAS Suchwort, das die meisten Leser auf meinen Blog führt.
Hatte ich denn keine spannenderen Themen?
Draußen gab es Bratwurst
Ich redigiere gerade einen Artikel für mein Magazin. Und musste ob der Detailverliebtheit eines Autors lachen, der die kulinarischen Umstände eines Tags der offenen Tür GANZ genau beschreiben wollte. Da sieht man einfach, wo das Hauptaugenmerk lag.
“…Daneben befanden sich ein Ausschank für Kaffee und verschiedene Sorten von Kuchen, unter denen Bienenstich nicht fehlen durfte, sowie Tische und Stühle. Für manche erschöpfte Reisende erster Anlaufpunkt. Draußen gab es Bratwurst.”
Irgendwie könnte das von Loriot sein…
Feurio!
Heute, im Nachhinein, ist die Geschichte entspannter. Aber gestern saß mir der Schreck ganz schön in den Knochen.
Ich sitze gemütlich vor dem Laptop und wurschtle vor mich hin. Ich wusste, dass ich allein im Haus bin. Dann hörte ich Schatzi heim kommen und eile ihm, ganz gute Ehefreu, auf der Treppe entgegen. Wir stehen also unten vor der Wohnungstür meiner Schwiegereltern, gucken uns irritiert an und schnuppern. “Was riecht hier so?”
Schatzi macht die untere Wohnungstür auf und uns kommt eine graue Rauchwand entgegen.
Entgegen aller Vorsicht stürzen wir beide in die komplett eingerauchte Wohnung und ziehen einen Topf vom Herd, in dem Honig langsam vor sich hin glostet. Der Topfboden ist rot, der Löffel, der darin steckt, ist ebenso rotglühend. Schatzi befördert beides in den Hof, wir reißen alle Fenster auf… es hat noch Stunden gedauert, bis der süßliche Rauch aus der Wohnung war. Und wir haben erstmal ne Runde gehustet…
Die beiden haben gegenseitig vergessen, den Topf vom Herd zu nehmen…
ist nochmal gut gegangen… aber ein Schreck war’s trotzdem.
Räum-Ruh-Gammeltag
Ich hab sie gefunden. Die Stopp-Taste. Heute. Die Sonne scheint, die Wohnung ist geputzt und aufgeräumt, Schatzi ist beschäftigt und ich? Ich habe endlich Zeit für all das, was seit Wochen liegen geblieben ist. Aufarbeiten. Sortieren. Räumen. Ausruhen. Ich kann kaum beschreiben, wie gut das tut.
Wünsch Euch allen nen tollen Sonntag!
Was so ein bisschen…
…Ablage doch ausmacht.
Gestern Abend habe ich meinen chaotischen Schreibtisch aufgeräumt (und noch vereinzelte Kontoauszüge von 2008 abgelegt
)und seither lichtet sich auch das Chaos in meinem Kopf.
Heute Abend wird geputzt und am Sonntag ist nochmal Platz für Aufräumarbeiten, für Reorganisation, für Daheimsein und Altlasten beseitigen. Und auch mal nix tun.
STOP-Taste bitte
Kann mal bitte einer dieses Hamsterrad anhalten? Ich komm zur Zeit nimmer mit meinem eigenen Tempo mit und werde deswegen pampig und dünnhäutig.
ANHALTEN BITTE.
Aufgepasst…
Erst neulich hatte ich hier einen Eintrag verfasst, in dem es um die vermeintlich so “anonyme” Gesellschaft ging. Ich hatte mich damals in meiner Mittagspause auf einer Parkbank sehr nett und angeregt mit einem Rentner unterhalten und fand die Welt alles andere als zurückgezogen, einsam und anonym.
Heute morgen, auf dem Weg zur Arbeit, kurz vorm Ortsschild, sehe ich links etwas im Gebüsch liegen. Der Verkehr stockt ein bisschen, ich bremse und habe Zeit, genauer hinzugucken. Ich sehe grade noch so den Lenker eines dunkelblauen Rollers über die Böschung aus dem Gebüsch gucken.
Dann wird die Ampel grün und die Kolonne fährt wieder an. Im Büro angekommen überlege ich mir – hatte der Roller einfach ne Panne? Oder liegt da der Rollerfahrer noch irgendwo? Man hört ja immer wieder, dass Leute an Unfällen einfach vorbei fahren und sich nicht weiter kümmern. Ich fass mir also ein Herz und klingle kurz auf dem örtlichen Polizeirevier durch. Der freundliche Herr am anderen Ende lässt mich brav ausreden, holt dann tief Luft und bedankt sich erstmal für den Anruf. Und erklärt mir dann, dass ich ungefähr die zehnte sei, die heute morgen anruft wegen diesem blauen Roller. Dass der Roller eine Panne hatte und die Kollegen schon vor Ort waren und den Halter ausfindig machen konnten. Und da sag nochmal einer, der Gesellschaft sei alles egal.
