Aufgedröselt…

…hat sich mein Wochenplan.

Dienstag – Schwimmen zu lang gearbeitet, zu müde hinterher.
Mittwoch – Kino Meine Tante hat keine Zeit. Verschoben auf nächste Woche
Donnerstag – mit Kollegen essen Kollege ist gestürzt. Fällt ziemlich sicher aus.
Freitag – Frisör HOFFENTLICH
Samstag – Nähtag Mit-Näherin hat abgesagt.

Mein neuer Plan – keinen mehr zu machen. Dann kann auch nix ausfallen.

Es hätte…

…so schön sein können. Den ganzen Nachmittag lang steigerte sich die Vorfreude auf angenehm temperiertes, blaues Wasser. Die Freude darauf, mich vom Rand abzustoßen und waagrecht schwebend durchs Wasser zu gleiten. Der Plan war, nach der Arbeit noch schnell zwei Bananen zu kaufen und mich dann aufzumachen in Richtung Schwimmbad, wo ich anderthalb Stunden Zeit hätte, mich ausgiebig auszupowern und den Stress wegzuschwimmen. Stattdessen – ich wollte grade Feierabend machen, als eine superdringende Übersetzung ins Postfach flatterte. Unbedingt müsse die noch gemacht werden. Gut. Bis viertel nach sechs war ich beschäftigt, dann aber sollte es losgehen. Ich kaufte eine Banane. Auf dem Weg zum Supermarkt fielen bereits die ersten ungebetenen Flocken. Feiner, weißer, pudriger, eisiger Zucker. Die Heimfahrt war eine zähe Angelegenheit. Es ging zwar voran, aber langsam. Und je näher ich dem Schwimmbad kam, desto mehr formten sich Bilder vor meinem inneren Auge. Ich, wie ich mit halbnassen Haaren mein Auto unter einem Schneeberg freischauelte… hatte ich überhaupt einen Kratzer im Auto? Und wenn ja, wo? Oder einen Besen? Und wäre es nicht vernünftiger, direkt nach Hause… *swusch* war ich an der Abfahrt vorbei. Das einzige Problem war nur – ich hatte weder Brot noch Brötchen dabei. Und so mampfte ich unter die Bettdecke gekuschelt meine Banane und löffelte einen Joghurt dazu. Und… während ich noch sehnsüchtig an blaues Wasser und sportliche Betätigung dachte, fielen mir sachte die Augen zu… und ich in einen tiefen Schlummer, aus dem mich erst mein Mann um neun wieder erwecken konnte… So ist das eben mit Plänen… meistens kommt’s doch ganz anders.

Alles auf einmal…

…so ist dieser Job. Weil wir wichtigen Besuch erwarten am Freitag, muss alles noch ganz schnell fertig werden. Alle Büros aufgeräumt, Böden professionell gereinigt werden. Die Reinigungsmannschaft hatte zugesichert, ihre Arbeit abends und morgens erledigen zu können. Jetzt ist mein Chef weg und was passiert – die Stadtwerke klopfen an und stellen uns das Wasser ab. Man müsse was testen. Ok. Dann klopft es wieder – die Putzkolonne ist anmarschiert – wenn sie jetzt nicht anfingen, würde ihnen die Zeit bis Donnerstag nicht reichen. Natürlich ist der ganze Flur vollgestellt mit Zeug. Zwischendurch ruft der Oberboss an und mosert, warum denn hier keiner ans Telefon ginge und wo der Boss sei. Ein Mitarbeiter hat eine Colaflasche aus dem Automaten gezogen, in der noch fünf Zentimter hoch Cola schwappt. Der Rest schwappt aus dem Automaten. Ich habe den Automatenfritzen am einen Ohr und den Oberboss am anderen, als die Putzkolonne mit einem leeren Eimer aus dem Klo kommt und mir erklärt, dass da kein Wasser käme. Ich renne raus und frage die Wassermänner, wann sie den Hahn denn wieder aufdrehen, stelle dabei fest, dass es eiskalt ist ohne Jacke und trage schnatternd dem Oberboss den Terminplan vom Boss vor. Und jetzt? Jetzt sitz ich hier und hol mal eben tief Luft. Die Putzer putzen, das Wasser läuft wieder und der Automatenfritze kommt so schnell wie möglich. Alles wird gut.

Es kracht…

…derzeit ständig in meiner Nähe. Letzte Woche zum Beispiel. Ich stehe an einer Ampel und sehe zu, wie gegenüber auf einer Abbiegespur ein Auto in den Vordermann rummst. Passiert ist sicher nicht viel.
Gestern hatte ich riesiges Glück. Ich stand als erstes Auto an einer roten Ampel, wollte links auf eine Bundesstraße abbiegen. Meine Ampel schaltet auf Grün, ich fahre an und sehe im letzten Moment, wie von links ein Auto angeschossen kommt.
Entweder der Fahrer hat völlig gepennt oder er hat bewusst die dunkelrote Ampel ignoriert. Fakt ist, dass er mir mit geschätzten 100 Sachen in die Fahrerseite gekracht wäre. Heute morgen hab ich an der Stelle zweimal geguckt, ob die Autos halten. Dafür begegnete mir an der selben Stelle Blaulicht. Zwei Streifenwagen flitzten die Bundesstraße entlang in meine Richtung. Ich stand knapp 20 Minuten im Stau bis ich an der Unfallstelle vorbei war. Wie gut, dass ich mich heute morgen dazu entschlossen hatte, meine Sporttasche gleich noch zu packen und eine Waschmaschine anzuwerfen. Sonst wäre ich fünf Minuten früher aus dem Haus… Es lehrt mich, bewusst und aufmerksam zu Fahren. Das vergisst man nämlich manchmal, wenn man Vielfahrer ist…
Passt auf Euch auf! :winke:

Das Pärchen

Ich verbringe meine Mittagspause regelmäßig in einem kleinen Selbstbedienungsrestaurant, das hausgemachte Suppen anbietet. Wenn ich alleine bin, setze ich mich an die lange Theke und damit direkt vor einem Spiegel.
So hatte ich das Pärchen gut im Blick, das schräg hinter mir saß. Eine Frau Mitte Vierzig und ein äußerst attraktiver Mann, schätzungsweise wenige Jahre älter als sie. Er ähnelte ein bisschen George Clooney.
Die Frau war dunkelhaarig und hatte Locken, die ihr sanft auf die Schultern fielen. Sie hatte auffallend blau-grüne Augen, die sie mit Make-up zusätzlich betonte. Gekleidet waren beide elegant, für den Laden, in dem wir saßen, eher ungewöhnlich, da er vor allem über Mittag von Schülern und Passanten in Anorak und Jeans bevölkert ist. Er trug einen dunklen Anzug, sie ein dunkelgraues Kostüm mit passendem Blazer. Als sie aufstand, um ihren Suppenteller von der Theke abzuholen, zeigte sie unter ihrem kurzen Kostümrock wirklich beachtlich lange und wohlgeformte Beine in Schuhen, die sofort das Neidzentrum in meinem Hirn aktivierten.
Die beiden

ABC-Update, Kälte-Special

A wie … arschkalt. Ok, es ist Winter. Ich kann die dummen Sprüche trotzdem nicht mehr hören. “Wir wohnen halt in nem Mittelgebirge, da wird’s schon mal kalt im Winter. ACH. Aber das da draußen ist nicht kalt, das waren heute morgen MINUS 23 GRAD.

B wie … blau. Meine Daumennägel haben einen leichten Blaustich. Ich sollte mir endlich Handschuhe zulegen, heute morgen ist meine Rechte fast am Zapfhahn angefroren…

C wie … Chaos. Das ist ausgeblieben diesen Winter. Wir haben nur einmal ein bisschen Schnee gehabt und das war’s eigentlich. Der ist zwar liegen geblieben, aber im Vergleich zu den letzten Wintern war’s lächerlich wenig.

D wie … Dauerfrost. Der Wetterbericht erzählt von milderen Temperaturen und meint damit solche im zweistelligen Minusbereich mit einer 1 vorne. Sehr witzig.

E wie … Eis. Überall. Pfützen? Eis. Bäche? Eis. Seen? Eis.

F wie … Frostbeulen. Ich habe echte Probleme mit meinen Händen und meinem Gesicht. Die Haut wird schuppig, egal, wie viel ich sie eincreme. Mit Feuchtigkeitscreme, mit fettiger Creme, sogar mit Melkfett. Schuppig, trocken. Ich mutiere zur Frostbeule.

G wie … Glatteis. Man sieht es kaum. Aber überall bildet sich eine feine Eisschicht und macht Treppen und Gehwege zur Rutschbahn.

H wie … Handschuhe. Ich brauche welche. Dringend. Meine Hände sind immer noch kalt. Als Kind hasste ich Handschuhe und hatte nie welche mit, aber je älter ich werde, desto dringender benötige ich die.

I wie … im Haus. Ich habe keine Lust, rauszugehen. Jeder Meter draußen ist echt ne Qual grade. Lieber Hüttenkoller als Erfrierungen.

J wie … Jammern. Der eine oder andere mag denken, ich sei eine alte Jammerliese. Mag sein. Ich rege mich auch nicht gleich übers Wetter auf. Aber seit Tagen sind es Minusgrade im hohen zweistelligen Bereich, ich kann gar nicht so schnell klappern wie ich friere!

K wie … KÄLTEWELLE. Ich kann das Wort nicht mehr hören. Vor allem – wann hört die Welle wieder auf?

L wie … Liegenbleiber. Ich habe heute morgen etliche Autos mit Warnblinkanlage an der Straße stehen sehen. Was das mit der Kälte zu tun hat, ist mir nicht ganz klar. Die Batterie kann’s doch nicht sein, wenn das Auto mal angesprungen ist.. oder doch?

M wie … MINUS. MIIIIINUS. Es bleibt so kalt, die nächsten Tage. Man ist ja schon froh, wenn die Minusgrade mal einstellig werden.

N wie … Natur. Man steckt eben nicht drin. Letztes Jahr im Februar hatten wir plus 14 Grad. Dafür aber viel mehr Schnee.

O wie … Osten. Da ist es noch viel viel kälter und wenn ich höre, dass in der Urkaine über 200 Menschen erforen sind, dann hör ich ja schon auf zu jammern.

P wie … Palmen. Gestern sah ich im Internet italienische Palmen mit einem Schneehäubchen. Ich war einmal in Italien, als ein plötzlicher Wintereinbruch kam. Die sind da überhaupt nicht drauf vorbereitet. Die Infrastruktur war völlig zusammen gebrochen, wir standen mit unserem Bus sieben Stunden lang vor einer gesperrten Autobahn. Und richtig – haben gefroren.

Q wie … Quecksilber. Das ist soweit unten, dass ich es kaum sehen kann. Und unsere schicken, elektrischen Außenthermometer sind – haha – eingefroren und haben den Geist aufgegeben.

R wie … Risse. Bekommt meine Haut. Hab mich ja schon oben drüber ausgelassen. Es sieht so aus, als bräche sie an ihren “natürlichen” Fältchen entlang auf und wird empfindlich, gereizt und rot.

S wie … Schnee. Gibbet kaum. Die paar Häufchen, die noch liegen, tauen verständlicherweise nicht weg, aber wenigstens sind die Straßen sauber und trocken und es gibt keinen neuen Schnee.

T wie … Tee. Ich mutiere wieder zum Teetrinker. Was gibt es schöneres, als sich die klammen Finger an einer Tasse heißen Tees zu wärmen.

U wie … Uiiiii… ok. Es gibt auch ne schöne Seite. Versöhnlich zum Abschluss. Als die Sonne heute morgen glutrot aufging, malte sie den Schnee zart orange und alles glitzerte gegen den blauen Morgenhimmel. Schön.

V wie … Verkehrsunfälle. Siehe auch L. Es gibt immer wieder Idioten, die trotz Glätte rasen, als gäbe es kein morgen mehr. Und die andere Fraktion, die bei der ersten Schneeflocke vom Gas geht und mit 70 über Bundesstraßen schlurcht. Beide provozieren unnötig Unfälle.

W wie … Winter. Ja, wir haben Winter. Ich weiß das. Trotzdem nervt es mich.

X wie … x-beliebige dünne Schichten kann ich aufeinander tragen und irgendwie ist mir immer noch kalt. Im heutigen Fall sind dies dicke Fellstiefel und eine wattierte Weste über Top und Langarm-Shirt und Jeans. Und trotzdem – *fröstel*

Z wie … Zu Ende? Wann? Ich will endlich Frühling! Und wenn ich keinen Frühling haben kann, dann doch wenigstens kuschlige 0 Grad…

Freunde – wievielen wird man gerecht…

Vielleicht ist das ein Luxusproblem. Aber auch Luxusprobleme sind im Kern Probleme.
Ein paar enge und gute Freunde um sich zu scharen, tut gut. Ich brauche keine 500 Freunde auf facebook, mit denen mich im echten Leben nicht mehr als eine flüchtige Bekanntschaft über sieben Ecken verbindet. Und trotzdem – es ist auch schön, einen großen Bekanntenkreis zu haben. Aber in letzter Zeit merke ich es immer deutlicher. Ich werde nicht allen gerecht. Ich muss Einladungen zum Kaffee koordinieren, wie ein Manager seine Geschäftstermine plant. Meine Wochenenden sind bis in den April hinein verplant und ich fange schon an, mich unter der Woche abends mit Menschen zu treffen, die mir zu wichtig sind, um sie andauernd zu vertrösten. Die Frage ist nur – wievielen Menschen kann man gerecht werden, um sich selbst noch gerecht zu werden? Ich habe keine Lust, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich so oft “ein andermal gerne” sage muss.
Trotzdem kann ich schlecht ein Aufnahmestop verhängen – tut mir leid, Freundesliste ist voll.
Vielleicht hilft ein offenes Wort. Gute Freunde akzeptieren das. Aber ich fühle mich nicht gut dabei, zu sagen, sorry, für Dich habe ich so bis in sechs Wochen dann wieder einen Termin frei.
Was tun? Einen Abend die Woche konsequent zum Ausgehabend machen und reihum alle abklappern?
Wirklich gut fühlt sich das auch nicht an.

Kram und Gedöns….

…nehmt Euch in Acht,
heute wird Großreine gemacht.
Der Unordnung geht’s an den Kragen,
so lang mich meine Füße tragen.

Tätäääää!

Papier, CDs und Plastikkram
legt meine Phantasie hier lahm,
weswegen ich dem ganzen Zeug
mich nicht mehr unnötig viel länger beug,
und alles werf in die Mülltonne
und mich in Sauberkeit dann sonne.

Tätäääää!

Doch eh ich fortfahre im Dichten
sollt ich das Chaos lieber lichten,
sonst bleibt’s beim frommen Wunsche nur
getippt auf einer Tastatur,
die ich vor lauter Zeug kaum seh’,
ich leg jetzt los, also, Ade!

Tätääää, tätääää, tätäääää!

Morgenstund und so…

Ich bin auf. Wach. Noch mit ein bisschen Schlafsand in den Augen, aber dafür mit nem dampfenden Kaffee vor mir. Gleich wird der Rest Hausarbeit erledigt und zur Belohnung geht’s zum Bahnenschwimmen. Nix was mich besser entspannt. Habt ein besonders schönes Wochenende!

Spitzenblitzer…

…gibt es hier ganz automatisch. Das Shirt habe ich selten an, dabei habe ich es eigens gekauft, um es unter Blazer anzuziehen. Aber mit leichter Strickjacke geht’s auch. Dazu einen schwarzen Bindegürtel, damit alles an Ort und Stelle zusammengehalten wird und die schwarzen Lieblingsstiefel machen das Outfit komplett.


Jacke: Zara, Shirt: ?, Jeans: Only, Stiefel: Buffalo, Gürtel: Pimkie, Amrband: Bijou Brigitte