Gutes neues Jahr…

…euch allen! Lecker essen gewesen, tolles Feuerwerk gesehen, gefeiert und gelacht bis halb sieben… Und schon wieder auf und fit. Ich mag das neue Jahr! Lasst es euch gut gehen!

Nachricht aus dem…

…Schlafanzugland! Kinners. Hier ist alles ganz prima! Ich habe sämtliche Motoren abgeschaltet und dümple im seichten warmen Wasser gemütlich vor mich hin. Räume ein bisschen rum, habe immer mal wieder Besuch da (dann zieh ich mich tatsächlich an…), lese viel und ordne mich. Die wenigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr laden meine Akkus perfekt auf. Ich erhole mich so gut wie selten und auch Herr Schatzi findet mal Zeit für mich und wir genießen das Nichtstun.
Ich wünsch Euch allen einen guten Rutsch und freu mich auf ein neues Blogjahr!

ABC-Update, Weihnachts-Special

A wie Advent. Eigentlich sind die vier Wochen vor Weihnachten für mich immer zur Einstimmung gut gewesen. Der Adventskranz stand schon mindestens eine Woche vor dem ersten Adventssonntag auf dem Tisch und ich konnte es gar nicht erwarten, nacheinander die Lichter anzuzünden. Irgendwas ist dieses Jahr anders. Ich fühle mich immer noch nicht so recht weihnachtlich. Dabei sind es nur noch zwei Tage. Kommt ja vielleicht noch.

B wie Backen. Ich hätte so gerne nochmal gebacken vor Weihnachten, aber irgendwie lief mir die Zeit davon. Ich esse jetzt begeistert alle Plätzchen, die man mir schenkt. Und lobe sie über den grünen Klee, will mir meine Plätzchen-Quellen für nächstes Jahr ja gleich motivieren.

C wie Chef. Was der in einem Weihnachts-Special verloren hat? Eigentlich nichts. Aber er hat die letzten Tage dazu beigetragen, dass ich ordentlich ins Schwitzen kam. Missverständnisse bei der Bestellung von Weihnachtsgeschenken, Kauf dieser auf eigene Faust, nach zweimaligem Zählen der Empfängerliste Diskrepanz zwischen gekauften Geschenken und Namen entdeckt, zweiter Gang in die Stadt, zweiter Gang zur Post… Nun ja. Alles auf dem Weg jetzt.

D wie Danke. Hab ich ganz oft gehört nachdem ich 17 handgeschriebene Kärtchen verschickt habe. Ist mir jedes Jahr wieder eine Freude!

E wie Essen. Ich hab mir viel vorgenommen. Allein an Heiligabend stehen drei Termine auf dem Plan, bei denen gegessen wird. Eins der Highlights wird natürlich die “TassKaff” am Morgen mit der weltallerbesten Freundin.

F wie Feiertage. Nur einer. Arbeitgeberfreundlich. Aber was soll’s, einer ist besser als keiner.

G wie Geschenke. Weihnachten wird unterm Baum entschieden. Ich reg mich immer noch über die Werbung auf. Das ist so dermaßen am Gedanken von Weihnachten vorbei, dass ich schon aus Prinzip nichts in dem Laden kaufe.

H wie Hektik. Unfassbar. Man sollte die Tage vor Heiligabend GAR NICHTS mehr einkaufen. Auch keine Lebensmittel. Wir haben dieses Jahr doch nur einen einzigen Feiertag, den Montag. Offenbar haben die Leute Angst, sie könnten diesen einen Tag nicht auskommen ohne immense Vorräte. Wer zur Zeit in Supermärkte geht, steht an langen Kassenschlangen. Jedes Jahr der gleiche Irrsinn.

I wie Igitt. Kein Schnee. Nur Regen und Matsch. Wäre schon schön, wenn Weihnachten weiß wäre…

J wie Jahr. Rum. Schon wieder. Bitte, wer auch immer die Zeit zum Rasen bringt – es wäre jetzt mal wieder gut für ne Weile. Wo ist die Bremse, verdammt? Silvester ist schon nächste Woche. War doch erst!

K wie Kugeln. Ich habe letztes Jahr noch einen ganzen Schwung neuer Weihnachtskugeln gekauft. PINK UND TÜRKIS. Bin gespannt, wann Herr Venus endlich mit der Tanne ums Eck kommt. Jetzt, wo ich so viele dolle Kugeln hab, will ich auch nen Baum dazu.

L wie Lametta. Ich erinnere mich noch gut, dass wir früher die langen Goldfäden am Baum hatten. Und wenn der Baum abgeschmückt wurde, kamen die Goldfäden zurück in eine Schachtel. Sie waren schon ein bisschen knittrig, aber glitzerten immer noch schön. Sparsame Schwaben eben.

M wie Mama, die weltallerbeste. Gespräch gestern Abend: “Raclette, oh ja, wir kommen gerne. Soll ich Dir die Sachen beim Metzger bestellen? Ja? Ok. Und weil ich eh in der Gegend bin am Samstag, hol ich sie Dir auch ab!” Ich habe also Gäste, die das Essen bringen. Entspannter geht’s ja kaum.

N wie Neujahr. Jedes Jahr der Tag, den man irgendwie streichen kann. Man steht mitten am Tag auf, hat keinen Antrieb, draußen ist es schmuddelig und man weiß, dass man am Tag drauf wieder arbeiten darf. Trotzdem, vielleicht ist dieses Neujahr ja mal anders.

O wie Organisation. Jedes Jahr kommt für viele Weihnachten völlig überraschend. Wie ein Unwetter. Ich schmunzle die Tage über Kollegen, die hektisch Amazon bemühen und jede Mittagspause in die überfüllte Stadt laufen, um sich inspirieren zu lassen. Ich erwähne dabei gerne, dass ICH seit drei Wochen meine Geschenke beieinander habe. Und verpackt.

P wie Päckchen. 13 Stück schleppte ich zur Post. Und dann noch ein großes, 14. Und die armen Postler rackerten sich hinterm Schalter wirklich ab und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Ich habe großen Respekt vor deren Arbeit.

Q wie Quadrat, sich freuen im. Auf meine beste Freundin und auf ein paar Tage gemütlich Zuhause. Ich bekomme netten Besuch am 28. und davor und danach wird man mich ausschließlich im Schlafanzug finden.

R wie Raclette. Ich denke in etlichen bundesdeutschen Haushalten wird es auch dieses Jahr wieder Raclette geben. Ist einfach ein traditionelles, gemütliches Essen mit Freunden und Familie. Ich freu mich schon auf meins. Am 1. Weihnachtsfeiertag.

S wie Schnee, siehe auch I. Leider ist keiner zu sehen im Moment. Die Feiertage werden mild. Man kann nicht alles haben.

T wie Tee. Gestern trudelte ein nettes Päckchen ein, prallvoll mit allerlei Tee. Winterzauber, Kaminfeuer, Schneegestöber, Früchte, Roiboos, Schwarz. Dazu ausgewählte Schokolädchen und Kandis. Lecker! Ich freu mich!

U wie Untertauchen. Siehe auch Q. Ich mach’s mir SO gemütlich, dass ich vor Gemütlichkeit triefe! Die ganze Woche lang! Jawoll!

V wie Verpackung. Ich habe mich in diesem Jahr für ein lustiges Papier mit Eulen entschieden. Geschenke verpacken macht mindestens so viel Spaß, wie Geschenke aussuchen.

W wie Wünsche. Jedes Jahr werde ich gefragt, was ich mir wünsche. Und meistens fällt mir nix ein. Deswegen wird Weihnachten nicht unterm Baum entschieden, sondern im Herzen. Einem glücklichen Menschen muss man nix schenken, um sein Glück zu mehren.

XY – sind doofe Buchstaben.

Z wie Zwang. Die andere Seite von Weihnachten – keiner entgeht diesem Konsum-Glückseligkeits-Harmonie-Gedüdel. Ich versuche mich von der Stimmung anstecken zu lassen. Ich mag mal drei Tage nicht hinterfragend und zweifelnd sein. Einfach genießen, dass es uns so gut geht.

Ihr Li

Eine Weihnachtsgeschichte…

…die fast unglaublich ist.
Einer meiner Kollegen ist aktiv in einem Video-Spieler-Forum. Die Forengemeinschaft hat beschlossen, sich dieses Jahr zu bewichteln. Eine Frau aus dem Forum hat die Organisation in die Hand genommen und die Namen gemischt. Als Obergrenze für die Geschenke wurden 50 US-Dollar festgelegt (was ganz ordentlich ist, finde ich).

Schnitt.

Gestern trudelte ein Fax von UPS in der Firma ein. Besagter Mitarbeiter möge bitte eine Zollnummer angeben, da eine Sendung für ihn aus den USA am Frankfurter Flughafen eintreffe, die es zu verzollen gelte.
Auf Seite zwei stand auch, worum es sich handelt – ein Macbook Air im Wert von 1000 USD.
Ich legte ihm das Fax hin, völlig überzeugt, dass er sich wohl ein Weihnachtsgeschenk bestellt hatte. Er kam mit dem Fax in der Hand prompt zurück und schaute kariert. Weder kenne er den Absender, noch habe er etwas bestellt.
Wir riefen also bei UPS an. Dort war man ebenfalls ein bisschen ratlos, denn die Zollkontrolle habe eindeutig festgestellt, dass im Paket ein Laptop sei. Er müsse Einfuhrabgaben bezahlen, aber dann werde es zugestellt.
Da unser Mitarbeiter sehr skeptisch war und keine Lust hatte, 170 Euro Gebühren zu zahlen und im Nachhinein doch ein Paket mit einer Attrappe in Händen zu halten, verweigerte er zunächst die Annahme.

Gegen später kamen doch Zweifel auf. Er kontaktierte die Organisatorin des Wichtelspiels und sie bestätigte, dass der Absender sein “Secret Santa” sei. Ein erfolgreicher Arzt, der ihm offenbar ein 1000-USD-Laptop schenkt.

Wenn DAS mal keine Weihnachtsüberraschung ist…

Bleib mir vom Leib!

Man könnte meinen, Schnee ist nicht weiß genug, um aufzufallen. Manche Autofahrer scheinen nicht realisiert zu haben, dass sie auf äußerst rutschigem Grund unterwegs sind. Heute morgen habe ich geflucht wie ein Rohrspatz über die, die mir hinten an der Stoßstange klebten. Schon bei guten Witterungsbedingungen empfiehlt sich ein Sicherheitsabstand zum Vordermann, aber wenn’s arschglatt ist, doch erst recht!

Was für eine Nacht!

Lieber Joe,

ich weiß nicht, ob Dich diese Zeilen jemals erreichen, aber ich muss unsere Geschichte einfach niederschreiben. Was hast Du mit mir gemacht? Was hast Du Dir dabei gedacht? Du bist einfach in mein Leben geplatzt, ungefragt, mit einem kühlen Lächeln. Wir hatten eine einzige gemeinsame Nacht und den berühmten “Morgen danach”. Ich bin stark geblieben, Joe, obwohl Du alles versucht hast. Hast Dich in meine Träume geschlichen. Du hast nach mir gerufen, mich gelockt, um mich gebuhlt, die ganze Nacht, immer wieder… Als wir uns begegnet sind, kamst Du mir sofort nahe. Ich spürte Deinen sanften Atem an meiner Wange. Da wusste ich noch nicht, wie leidenschaftlich Du sein kannst. Wie heftig Dein Werben. Heute morgen aber hast Du mir gezeigt, was Du willst. Deine Leidenschaft hat mir den Atem genommen und meine Lippen verschlossen, Du hast mir fast die Kleider vom Leib gerissen und beinahe hätte ich meinen Widerstand auf- und mich hingegeben in Deinen Strudel…
Aber ich bin stark geblieben und habe mich nicht von meinem Kurs abbringen lassen. Weil ich weiß, Joachim, dass Du kein Mann bist, der bei einer bleibt. Du willst sie alle, spielst mit ihren Körpern, schickst Wellen durch sie hindurch und machst sie nass. Unsere Geschichte endet hier, Joe. Wir werden uns nie wieder sehen und unsere gemeinsame Geschichte ist nur eine von vielen, die Du heute schreibst, Du Verführer. Du ziehst weiter und tobst Dich aus, bis Du Dich satt und zufrieden in Nichts auflöst, treulos, ohne noch einen weiteren Gedanken zu verschwenden an die, die Du so aufgewühlt hast. Und ich? Ich lasse Dich ziehen! Bye bye, Joe,
mach’s gut.

Atemlose Grüße,
Deine Frau Venus

PS: Du hast es unter die Topmeldungen im Radio gebracht, falls Dich das ehrt. Man warnt uns vor Dir!

“Hamwernich!”

Heute mittag im Bürobedarfsladen.

Ich: “Ich suche doppelseitiges Klebeband”
Verkäuferin: “Tesa? das auf beiden Seiten klebt?”
Ich erspähe eine Rolle braunes Klebeband mit dem Aufdruck “doppelseitiges Klebeband” und sage: “Nein, braunes Klebeband, so wie…”
Die Verkäuferin unterbricht mich: “Hamwernicht.”
Ich: “Doch.”
Verkäuferin, verdutzt: “Äh… nein!”
Ich: “Aber da liegt’s doch!!!”
Die Verkäuferin folgt meinem ausgestreckten Finger und hebt die Rolle misstrauisch hoch, lüpft die Brille und begutachtet den Aufdruck.
Völlig baff meint sie: “Tatsächlich. Aber das ist hier falsch. Wir haben sowas nämlich nicht. Dann ist das falsch bestellt worden!”
Ich: “ABER KAUFEN DARF ICH ES TROTZDEM, JA?”
Verkäuferin zögert ein wenig…: “Äh.. ja. Ja klar. Ja also… sicher.”

VIELEN DANK!

Ausgetrickst….

…hab ich mich. Ich trinke viel zu wenig. Nicht, weil ich keine Lust habe, ich vergesse es einfach.
Seit es aber so nasskalt ist, ist mir nach Tee zumute. Und weil ich zu faul bin, wegen einer einzigen Tasse in die Büroküche zu latschen, mach ich mir morgens eine ganze Kanne. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass die bis zum Mittagessen leer ist. Da hab dann also schon mehr als einen Liter Tee intus. Es spült mich durch. Muss auch mal sein.
Einzig mit den Sorten muss ich abwechseln. Immer nur Winter-Apfel-Punsch-Zimt-Weihnachtstee lässt meinen Weihnachtspegel zu sehr in die Höhe schnellen. Heute gibt’s Honig-Minze stattdessen.
Irgendwelche Tee-Tipps?

G9 – wir Schwaben sind ganz weit vorn…

Es ist erstmal nur ein Test. Keiner weiß, was dabei herauskommt. Ob es überhaupt funktioniert. Funktionieren KANN. Schließlich ist die Idee unglaublich innovativ.

Abitur nach neun Jahren!

Ja, ihr habt schon richtig gehört! NEUN! Klingt zwar zunächst total befremdlich, aber es gibt ein mutiges Bundesland, das den Schritt wagt und probehalber Schüler neun Jahre lang durchs Gymnasium mäandern lässt bis zum Abitur – nämlich Ba-Wü! Die tapferen Schwaben wollen doch mal sehen, ob die Schüler sich damit leichter tun, ob mehr Wissen vermittelt werden kann oder ob das Wissen besser hängen bleibt. Sie nennen es vorsorglich “Modellprojekt” und führen es erstmal nur an 44 Schulen ein. Niemand soll verunsichert werden durch den womöglich zukunftsweisenden Vorstoß des Südens.
Ich staune. Wir sind schon verrückte Hunde, wir Schwaben.

Ernsthaft. Das ist keine Bildungspolitik, sondern die gute alte Try-and-Error-Methode. Gut, wir wollten junge Erwachsene schnellstmöglich auf den Arbeitsmarkt bringen. Also kürzen wir die gymnasiale Laufbahn um ein Jahr. Lehrpläne kürzen und anpassen? Wozu das denn? Dümmer werden sollen die Kinder ja nicht, nur schneller. Wer nicht auf ein komplettes Schuljahr verzichten kann, ist eben zu doof fürs Abitur.
Und es gibt ja tatsächlich Kinder, die ohne Probleme in acht Jahren einen Abschluss zustande bringen. Dass etliche Schüler ihr Wissen in zusätzlichen Nachhilfestunden festigen müssen – das Leben ist halt kein Ponyhof und Freizeit wird ohnehin überbewertet.

Und we

KT …

…ist sowas wie der Dieter Bohlen der Politik. Keiner kann ihn leiden, sein Mitteilungsdrang ist so lästig wie ein Kaugummi unterm Schuh und ein bisschen ist seine Medienpräsenz wie ein blinde-Kuh-Spiel: Alle merken, dass sich einer zum Affen macht. Nur der Affe selbst nicht.

Aber mal ehrlich. Was soll der Ex-Verteidigungsminister, Ex-Wirtschaftsminister und Ex-Doktorwürdenträger denn sonst machen? Zwar beteuert er gebetsmühlenartig, seine Funktion als Internetberater bei der EU sei keinesfalls ein Rücktritt auf die politische Bühne. Aber so wirklich dezent im Hintergrund hält er sich ja auch nicht gerade. Noch nicht mal am anderen Ende der Welt ist man vor ihm sicher.

Was ist von ihm geblieben außer ein paar Vornamen und ein Adelstitel, ein paar Ex-Posten und einer neuen Frisur? Ein verbrannter Schönling, gestrandet im Auffangbecken EU. Als INTERNETBERATER. Er, den das Internet den Doktor-Titel gekostet hat, sagt heute, ganz geläutert: “Ich erkenne und schätze dessen Fähigkeit, die Mächtigen zur Verantwortung zu ziehen”.
Wer folgt seinem Beispiel wohl als Erster? Wird Stefan Mappus Berater für bürgernahe Polizeiarbeit? Gibt Edmund Stoiber Rhetorik-Seminare? Wird Günther Oettinger Fachberater für Anglistik und interkulturelle Beziehungen? (Immerhin spricht er fließend Englisch und weiß, dass westlich von Paris keine Menschen mehr leben)… Und werden wir Frau Koch-Mehrin als Schuldnerberaterin zur besten Fernsehzeit begegnen?
Irgendwie bleibt mir das Lachen trotzdem im Hals stecken. Vorerst gescheitert. Ich fürchte, nur “vorerst”.