Wochenende…

…steht vor der Tür. Ich hab noch einen Brocken zu erledigen, wenn der heute geschafft ist, ist für mich auch Wochenende. Chef ist schon im Urlaub, ich halte hier noch tapfer die Stellung. Genießt die freien Tage!

Hier spricht…

…Lady Marmelade. Ein wenig zumindest. Heute ist hier in der Fasnets-Hochburg Weiberfasnacht. Hier heißt der Tag “Schmotziger Donnerstag” und im Büro wird sich verkleidet wer mag. Das Thema von einem Kollegen und mir war “Karneval in Venedig”, auch wenn mein Kostüm jetzt mehr wie eine spanisch-venezianische Lady Marmelade ausschaut. Außerdem gibt’s hier noch einen Mexikaner, einen Mönch, einen Ritter und ein Schweinchen. Und ich stelle fest – die Damen, die Korsagen und lange Handschuhe trugen, mussten vermutlich nicht an einem Schreibtisch sitzend tippen. Das geht nämlich gar nicht. Aber was soll’s. Ich bin heut wohl nicht so produktiv.
Und jaaaaa, Bilder gibt’s auch noch, später!

Underwater love…

Manchmal muss man sich einfach was Unnötiges kaufen, wenn’s toll ist. Und pink. Als ich neulich im Schwimmbad meine Bahnen zog, überlegte ich mir, wie cool es wäre, jetzt nebenbei Musik zu hören. Wenige Stunden und einen Besuch bei Tante Google später war es um mich geschehen – es gibt wasserfeste MP3-Player! Wie cool ist das denn?! Mein liebster bester (einziger) Gatte bemühte sofort sein Ama*on-Konto und bestellte mir einen solchen. Gestern also tauchte ich damit zum ersten Mal in die Fluten des heimischen Schwimmbeckens und war … zunächst enttäuscht.
Ich hatte mit einem Hörbuch begonnen (wie cool wäre es, zu “lesen” und zu schwimmen gleichzeitig?) und frustriert nach zwei Bahnen unterbrochen. Unter Wasser hörte ich nur mich selbst blubbernd ausatmen, über Wasser flüsterte mir jemand ins Ohr.
Ich muss zugeben – ich hatte davor bereits gelesen, man solle die Ohrstöpsel in die TROCKENEN Ohren stecken und DANACH erst duschen gehen. Ich hielt meine Ohren für besonders und ging erst duschen und dann ohrstöpseln. Ich musste feststellen, dass meine Durchschnitts-Löffel genauso voll laufen mit Wasser wie anderer Leute Öhrchen auch. Also friemelte ich mir erstmal einen Handtuchzipfel in den Gehörgang, um das Wasser zu entfernen. Dann verlor ich den linken Bügel beim Schwimmen ständig, weil mein linkes Ohr offenbar anders geformt oder kleiner als das Rechte ist (Bin wohl Rechtshörer), dann zappte ich mich genervt durch meine kleine Musikauswahl, friemelte den MP3-Player vom Badeanzug weg an die Schwimmbrille und PLÖTZLICH… war es da. Das ultimative Klangerlebnis unter Wasser. Wenn die Stöpsel richtig im Ohr sitzen (nicht zu tief drin, nicht zu weit draußen) und an Ort und Stelle bleiben, dann ist der Klang perfekt, sowohl unter Wasser als auch beim Auftauchen.
Und das allerbeste – ich habe nicht gemerkt, dass ich eine volle Stunde geschwommen bin. Es war kein bisschen anstrengend, die Musik lenkt wunderbar ab, man schweift sofort ab und vergisst, dass man sich anstrengt. Ich hab’s erst hinterher, also heute morgen beim Aufstehen in den Schultern gemerkt. Meine nächste Anschaffung ist womöglich eine Badekappe… damit die Stöpsel auch wirklich da bleiben, wo sie hingehören.

Der Vermieter…

…von dem ich neulich berichtet hatte, hält mich wohl für besonders begriffstutzig.
Gut, ich hatte seine letzte Nebenkostenabrechnung zurückgeschickt mit der Bitte um Korrektur (er hat schlicht ALLE Kosten umgelegt auf seinen Mieter, wär ja auch zu praktisch) und hat bei einigen Posten das ganze Jahr, statt nur die vermieteten 11 Monate berechnet.
Außerdem ist die Abrechnung nen Monat zu spät gekommen und damit verjährt. (Ende Januar 2012 für 2010)
Ich hatte in dem Brief NICHT erwähnt, was genau falsch ist. Ich befand, dass eine Hausverwaltung dies selbst rausfinden könnte.

Jetzt kam der Brief wieder. Exakt dieselbe Kopie. Der einzige Unterschied: Er hat ANGELEUCHTET in ORANGE, dass er die gesamten Kosten durch 12 mal 11 gerechnet hat.

Dass die Abrechnung verjährt ist, hat er schlicht ignoriert. Also hab ich ihm im Namen unseres Mitarbeiters eine neue Abrechnung gebastelt.
Schnullergerecht. Mit Gradtagszahlen und in einzelnen Rechenschritten.
Im ersten Brief hatte er die Grundsteuer von Januar bis Dezember verlangt. Ich hatte ihn drauf hingewiesen, dass das Mietverhältnis im Februar begonnen hat. Daraufhin hat er die Position umbenannt in “Grundsteuer von Februar bis Dezember”. Die SUMME allerdings ist gleich geblieben. Weil mir das verdächtig erscheint, habe ich eine Kopie des Grundsteuerbescheids angefordert.
Und alles in allem komme ich nicht auf 853 Euro, sondern nur auf 530 und das ist ein ordentlicher Unterschied.

“…und abschließend möchte ich wiederholt hinzufügen, dass die Nebenkostenabrechnung verjährt ist. Lassen Sie mich bitte wissen, wie wir nun vorgehen wollen.”

Fingerabdruck – so seh ich das…

Mein Fingerabdruck hat außer auf meinem Finger nirgends was verloren. Keiner kann mir plausibel erklären, wozu diese Daten gebraucht werden.
Die Argumente sind:

– Wenn mein Ausweis gestohlen wird kann ich nachweisen, dass das meiner ist.
Ok. Wenn mein Ausweis geklaut wird, melde ich den als gestohlen. Was immer irgendwer danach damit tut, ist ohnehin illegal. Es hilft mir nichts, meinen Ausweis als den meinigen deklarieren zu können, wenn er weiß der Geier wo in der Unterwelt verschwindet. Ich bin viel eher froh, dass dann nicht auch noch meine Fingerabdrücke drauf sind. Und mal ehrlich – wie oft wird einem schon der Ausweis von einem Doppelgänger geklaut? Das Bild ist ja auch noch drauf.

– Ich kann mich damit im Internet und an Automaten ausweisen.
Ganz ehrlich? Sowas hab ich bisher noch nicht vermisst. Wozu sollte ich mich denn im Internet als mich selbst ausweisen? Jedesmal, wenn ich meinen Ausweis dann an meinen Home-Scanner halte, weiß das Internet, wo ich mich rumtreibe und speichert das mit meinen persönlichen Daten? Ja schöne neue Welt. Wer kann das denn bitte wollen?! Und an Automaten… nun gut. Was für Automaten sollten das sein? Die einzigen Automaten, die bisher Daten von mir wollten, sind die Geldautomaten. Die haben meine Karte und ich gebe eine Geheimnummer ein. Langt, finde ich.

– Die online-Unterschriften-Funktion
Ich kann damit Dokumente im Internet rechtsgültig unterschreiben. Juchuu! Dafür muss nur ein Signaturzertifikat installiert werden, das von einem Zertifizierungsdiensteanbieter erledigt wird. Ups – gehen hier meine Daten an Dritte? Wer garantiert mir, dass er mit meinem geklauten Ausweis dann nicht prima Verträge abschließen kann?

Alles in allem – kein Mensch konnte mir bisher einen unschlagbaren VORTEIL dieser Geschichte so erklären, dass ich ihn mit meinen bescheidenen geistigen Mitteln begriffen hätte.
Es sieht doch viel eher danach aus, dass mal wieder Daten gesammelt werden und dem Deckmantel der Bequemlichkeit. Wozu die Daten später verwendet werden, lässt sich ja noch überlegen.
George Orwell würde nicken.

Fingerabdruck…

… ja oder nein? Ich habe noch ein bisschen Zeit, bis mein Ausweis abläuft.
Aber wenn man heute einen Neuen beantragt, wird man gefragt, ob man den Fingerabdruck abgeben möchte.
Ich habe dazu eine klare Meinung.
Aber wie seht ihr das? Ja oder nein und warum?

Ja geht’s noch?!

Ich bin selten sprachlos. Aber heute morgen um acht, beim Lauschen der Nachrichten im Autoradio, fiel mir die Kinnlade aufs Lenkrad und ließ sich von dort nur mühsam in ihre Verankerung zurückbefördern.

In welchem Staat lebe ich um Himmels willen?

Kinderlose, die SCHON 25 Jahre alt sind, sollen nach Willen der CDU-Jugend (ausgerechnet der!) ein Prozent vom Lohn bezahlen. Quasi als Strafe für ihre Kinderlosigkeit. Man müsse eben in eine Gesellschaft zurückfinden, in der es nicht egal sei, wie man lebe, sagt dazu Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (die im Übrigen ihr Soll erfüllt hat und der Nation zwei Kinder geschenkt hat, somit also von der Zahlung befreit wäre). Wie unfreiwillig Kinderlose dabei gehandhabt werden, ist noch nicht klar. Entweder sie werden nach dem Sippenhaftprinzip mit zur Kasse gebeten, oder sie müssen dem Staat belegen, dass die Kinderlosigkeit nicht freiwillig ist und gehen damit abermals durch ein schmerzhaftes Prozedere der Bürokratie.
Im selben Atemzug findet auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Idee für angemessen und weißt darauf hin, dass die Sozialversicherungssysteme nicht funktionierten, wenn es zu wenig Kinder gebe.
Es geht also den Staat etwas an, wie ich mein Leben lebe. Wer keine Kinder in diese Welt setzt (oder nur eins, was auch nicht von der Zahlung befreit), wird zum Wohl der Allgemeinheit zur Kasse gebeten.

Keine Minute später dann folgende Nachricht:
Den gesetzlichen Krankenkassen geht’s so gut wie nie: Rechnet man alle Überschüsse zusammen, dann kommen dank der guten Konjunktur 16 Milliarden Euro zusammen.

Und noch besser – sollten wir von dem Rest unseres Einkommens etwas kaufen wollen und per Überweisung bezahlen, so dürfen wir uns ab 2014 eine 22-stellige IBAN-Nummer merken.

Wann g

Mein Leben und ich: Topfgeschichten: Hähnchengemetzel mit Gemüse

Nachdem mein Tag heute eher unerfreulich angefangen hatte, beschloss ich, mir in der Mittagspause was Gutes zu tun. Und weil ich ein großzügiger Mensch bin, nicht nur mir.
Ich fuhr zum Einkaufen und kochte für mich und zwei Kollegen.

Zutaten (für drei):

3 Hähnchenschnitzel
1 Zucchini
1 Hand voll Champignons
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Becher Sahne
Passierte Tomaten
Öl, Salz, Pfeffer.

Hähnchenfleisch schnetzeln, in Öl anbraten, dabei salzen und pfeffern.
Zucchini in Würfel oder Halbmonde oder Scheiben, ganz wie beliebt, Zwiebeln ringeln, Pilze vierteln.
Fleisch aus der Pfanne nehmen, Gemüse kurz anbraten, Fleisch zurückgeben und mit Sahne ablöschen. Ca. eine Tasse Tomatenbrühe hinzugeben.
Mit Salz und Pfeffer ordentlich abschmecken, Nudeln oder Reis dazu kochen, fertig.

Die beiden haben ihre Teller abgeleckt. Es hat also geschmeckt.