Pfui Spinne – Teil 2

Mein Mann ist ein Frühaufsteher. Er schwingt diszipliniert die Beine aus dem Bett, wenn ich mich noch fünf mal umdrehe und mit der Uhrzeit, der Welt und dem Wecker hadere. Egal wie früh oder spät er zu Bett gegangen ist – geht nicht, gibt’s nicht. Heute morgen allerdings habe ich selbst ihn in Rekordgeschwindigkeit das Bett verlassen sehen. Da er heute brückentäglich zu Hause bleibt und den Saisonbetrieb sauber- und dichtmacht (UFF! GESCHAFFT!), ich aber ins Büro gehe, war ich ausnahmsweise vor ihm auf. Und er hatte Mitleid, als er mitbekommen hat, dass ich da mit der Beleuchtung meines Handydisplays versuche, eine passende Klamottenkombination für heute aus meinem Schrank herauszufriemeln. “Mach doch Licht an”, murmelte er verschlafen in sein Kissen und tastete bäuchlings mit der rechten Hand nach dem Lichtschalter seiner Nachttischlampe. Kaum war der Raum von einem sanften Licht illuminiert, sah ich sie. Über dem Bett. An der Dachschräge. Saß eben jene fette Spinne, die mir letzte Woche durch die Lappen gegangen ist. Durch die Beleuchtung von rechts unten warf sie einen gruseligen Schatten an die Deckenpanele. Ich sagte: “Bleib einfach liegen… ich… mach sie weg” und hätte mir im nächsten Moment auf die Zunge beißen können, denn in seiner Bauchlage hätte er das Getier überhaupt nicht gesehen. So aber öffnete sich das rechte Auge und er fragte irritiert “Was machst du weg?” Ich meinte “Die Spinne. Über… Dir.”
Ich hatte das Wort “Spinne” noch nicht mal zu Ende gesprochen, da stand mein Mann schnaufend neben mir. Er fuhr sich mit einer Hand durch die wirren Haare und tastete mit der anderen nach der Türklinke. Ich war schon draußen und beeilte mich, ein Glas und ein Papier zu holen. Und diesmal hab ich sie erwischt. Und ins Freie bugsiert. Trotzdem… wenn ich mir vorstelle, dass die Gute nachts durch unser Schlafzimmer und womöglich über unsere Betten spaziert ist… vermutlich hat sie das jede Nacht getan, nur war sie wegen der Zeitumstellung so durcheinander, dass sie noch eine Ehrenrunde gedreht hat, um zu gucken, wann wir endlich aufstehen. *grusel*

Weil Hausarbeit… gestern war die Luft raus

Also irgendwie ging gestern nichts mehr. Ich hab noch gestaubsaugt und ein bisschen aufgeräumt, aber spätestens heute hinke ich meinem ehrgeizigen Plan hinterher. Weder habe ich mich auf die Sitzung morgen vorbereiten können noch habe ich die Dusche geputzt oder mein Magazin auf den Server der Druckerei laden können.
Und heute Abend werd ich nichts davon schaffen.
OK. Es war ja erst die erste Woche meines neuen Putzlebens. Vielleicht habe ich die Latte ein bisschen hoch gehängt.
Und außerdem war ja gestern ein Kacktag und an Kacktagen DARF per definition nichts klappen.

Auf der positiven Seite gibt es zu vermelden, dass ich eine Handtasche bestellt habe, bei der nicht sicher war, ob sie überhaupt noch lieferbar ist. Und gestern kam der Anruf, sie ist es. Dauert zwar bis Ende November, aber dann krieg ich sie.
Habt nen entspannten Freitag!

Geht, geht nicht…

Ich weiß, dass wir eine Putzfrau haben im Büro. Zwar habe ich sie in den letzten vier Jahren nur ein oder zweimal gesehen, aber sie existiert. Wir kommunizieren mit Zetteln. Sie putzt sehr früh morgens oder sehr spät abends und wenn sie etwas braucht, legt sie mir einen Zettel hin. So wie heute morgen. Seither betrauern wir gemeinsam das Dahinscheiden unseres Firmenstaubsaugers. Wobei… ob er tot ist, weiß keiner. Zumindest lässt mich ihr Zettel einigermaßen ratlos zurück. Zuerst ist sie sich ganz sicher: “Der Staubsauger geht nicht mehr.” In einem Nachsatz und in Klammern fügt sie hinzu “(macht komische Geräusche)”. Ja was nun? Geht er nicht mehr oder klingt er nur komisch? Ich werde die Gerätschaft examinieren und vermutlich einen neuen kaufen. Mein Job definiert den Begriff “Mädchen für alles” nochmal ganz neu.

Ich LIEBE solche Anrufe!

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“Guten tag, mein name ist Frau wichtig, ich rufe an vom XYZ-Verlag für Computer-Wissen. Kann ich bitte Ihre EDV-Abteilung sprechen?”

“Hallo! EDV? Wie meinen Sie das?”

“…”

“HALLO?”

“Äh ja, ich bin noch dran. Also … EDV halt. Computer!”

“Ach so. (Wichtige Pause)Wir haben keine EDV-Abteilung.”

“Nicht? Ahso. (Pause)…Kann ich dann Sie…? Ich meine… kann ich dann mit Ihnen… über… es geht um Computersicherheit.”

“Unsere Computer sind sicher. Wir haben eh nur zwei.”

“ZWEI?”

“Ja. Ich einen und der Chef.”

“Ja… dann ist das Thema Computersicherheit…für Sie also kein Thema? “

“Nö.”

“Gut, dann bedanke ich mich…”

Ich muss ja nicht jedem auf die Nase binden, dass wir ein Softwareentwickler sind, der keine Lust auf nervige Zeitschriften-Abos hat.

Pfui Spinne!

Was Spinnen angeht, bin ich hartgesotten. Zwar finde ich die Tierchen nicht gerade anheimelnd, aber der bloße Anblick bringt mich auch nicht gerade zum Kreischen. Ist auch nur ein Geschöpf. Der Kavenzmann allerdings, der da an unserer Schlafzimmerwand hing, jagt selbst mir Schauer über den Rücken. Im Durchmesser so groß wie ein Senfglas! Dicker schwarzer Leib, dicke schwarze Beine! Das Glas wollte ich nämlich über das Tier stülpen und es ins Freie bugsieren, wie sonst auch, blöd nur, dass die Spinne die Beine in die Hand genommen hat und hinter der schweren Fernsehkommode verschwunden ist. Mit einem unangenehmen Knistern auf der Tapete. Ich entschied mich also zum Äußersten und holte den Staubsauger. Und die Spinne? Weg! einfach weg! So kann ich hier doch nicht mehr schlafen!? Was mach ich denn jetzt???

Weil Hausarbeit so ätzend ist, Teil II

Ich habe Euren Rat befolgt. Nicht einen großen Berg anwachsen lassen, sondern häppchenweise das Übel abarbeiten. Wozu besitze ich denn ein schickes kleines schwarzes Notizbuch. Wenn nicht zum Planen. Ich hab gestern über Mittag alles aufgeschrieben, was im Lauf der nächsten Woche erledigt werden muss. Das ganze durch fünf geteilt. Möglichst abwechslungsreich gemischt. Vielleicht macht es mehr Spaß, wenn ich an einem Tag Blumen von welken Blättern befreie und Waschbecken putze und am nächsten Tag Wäsche zusammenlege und staubsauge.
Ich halte Euch auf dem Laufenden. Vermutlich bleibt’s aber dabei – Hausarbeit IST ätzend.

Den Schlaf der Gerechten…

…hab ich offenbar hinter mir. Nachdem ich gestern 15 Stunden (in Worten FÜNFZEHN) im schwiegerlichen Saisongeschäft ausgeholfen habe und das ganze eine zwar dröge aber doch körperlich anstrengende Arbeit ist, jedenfalls nach 15 Stunden, trottete ich nach Hause, stattete der Dusche noch einen Besuch ab und schaffte es eben noch so, meine müden Knochen ins Bett zu werfen. Heute Morgen gehörte mir, dachte ich. Herr Schatzi wollte um neun schon wieder Termine wahrnehmen, die ich schon etwas fad finde, wenn ich fit und ausgeschlafen bin… Aber in diesem Zustand ist mir der Bummel durch Menschenmassen nicht zumutbar. Fand ich. Einziger Wehmutstropfen – ich hätte dort gerne ein paar Leute getroffen, aber heut morgen um neun hätten die kaum Freude an mir gehabt… Klappt sicher bald mal wieder! : wave:
Jedenfalls hatte ich gestern Pläne geschmiedet, was ich mit MEINER Zeit heut morgen anstellen wollte. Lesen! Bloggen! Baden! Nunja. Um acht war ich mal wach. Und dann nochmal um zehn, als in der Ferne ein Telefon düdelte. Und dann um … Kurz vor zwölf. Ich hab also tatsächlich 12 Stunden im Bett gelegen!!! So langsam kehren meine Lebensgeister zurück. Und ich genieße die restliche Zeit bis Herr Hase wieder kommt. Mit Nichtstun. Ha.

Weil Hausarbeit so ätzend ist…

…muss ich jetzt mal was fragen – wie macht ihr das? Jeden Tag ein bisschen? Alles auf einmal? Was ist das Schlimmste an der Hausarbeit? Wird Fensterputzen nicht völlig überbewertet? Und wie schafft ihr es, Ordnung zu halten?
Oder habt ihr einen Trick, damit das Rumgeräume, Gefeudel und Geschrubbe sogar Spaß macht??