Das mysteriöse Einschreiben…

…war für meine Schwiegermutter.
Auf wessen Mailbox sie diese frohe Kunde heute mittag allerdings hinterlassen hat, bleibt für immer ihr Geheimnis. Meine war’s jedenfalls nicht.

Schubladen und Zeitfenster…

Ich hab zu viele Baustellen. Zuviele Dinge, an denen ich gerne rumwerkel.
Irgendwie komm ich bei der Vielfalt zu nix. Ich müsste mich festlegen. Will ich aber nicht. Ich will meinen Musen folgen.
Malen. Basteln. Schreiben.
Aber es macht mich gleichermaßen gestresst, weil ich immer das Gefühl habe, irgendwas bleibt liegen oder kommt zu kurz.
Ich hab mir jetzt überlegt, ob es sinnvoll wäre, freie Zeit konsequent für EIN Projekt einzuplanen. Heute brat ich, morgen back ich… so ungefähr. Wie macht ihr das denn mit Euren “Freizeitaktivitäten”/Projekten/Ideen/Hobbies?

Ein mysteriöses Einschreiben…

…wartet auf mich. Oder auf meine Schwiegermama? Wir haben am Samstagabend einen grünen Zettel aus dem gemeinsamen Briefkasten gefischt, der uns eröffnete, dass wir nicht Zuhause gewesen seien, als der ominöse Zusteller eines privaten Zustelldienstes uns habe ein Einschreiben mit Rückschein aushändigen wollen.
Dass wir nicht Zuhause waren, wussten wir selbst, aber was für ein Einschreiben das sein soll – darüber rätseln wir beide seit Samstag. Es stand nur Frau Nachname drauf, kann also entweder für sie oder für mich sein. Wir warten beide auf nichts.
Und doch sitzen wir jetzt ein bisschen auf Kohlen. Muss ja was wichtiges sein, wenn es als Einschreiben mit RÜCKSCHEIN verschickt wird.

Heut Mittag weiß ich mehr – Schwiegermama ruft mich an sobald sie’s in Händen hält.
Bin gespannt wie ein Flitzebogen!
Was könnte das sein…?

ER…

Keiner weiß so Recht woher er kam. Wann er kam. Er bewegt sich lautlos. Es scheint, als wäre er einfach plötzlich da, ohne je gekommen zu sein. Er ist überall wo ich bin. Begleitet mich auf jedem Schritt. Wenn ich mich bewege, umschwirrt er mich, tanzt mit mir, antwortet wie ein zeitverzögertes Echo auf jede meiner Bewegungen.
Manchmal glitzert und funkelt er im Sonnenlicht. Er sitzt mit mir am Tisch und ist einfach da. Er begleitet mich ins Bett. Schamlos ins Bad. Aber er kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Grunde seines Herzens nichts Gutes ist. Immer wieder zeigt er seine hässliche Seite. Er ist grau. Seine einzige Bestimmung ist es, Ärger heraufzubeschwören. Ich kann ihn ignorieren, vergessen, eleminieren gar. Ohne Erfolg. Er wird mich niemals alleine lassen. Er wird immer ein Teil von mir bleiben. Ich bin gezwungen, ihn zu erdulden.

Diesen SCHEISS STAUB IN MEINER WOHNUNG.

Design – eine Altersfrage?

Diese Frage beschäftigte mich eben beim Staubsaugen. Nicht weil mir das Äußere meines Staubsaugers missfällt.
Aber ich durfte heute mal wieder unserer Kreativabteilung im Büro lauschen und einer anderthalbstündigen Präsentation beiwohnen. Es hat mich ein bisschen inspiriert. Und ich versuche, den kreativen Schwung auf mein Magazin zu übertragen. Softwaretechnisch bin ich ganz gut ausgerüstet. Aber meine Zielgruppe ist eine andere. Während wir im Büro für eine Zielgruppe zwischen 16 und 30 arbeiten, richtet sich mein Magazin an ein hauptsächlich männliches Publikum zwischen 50 und 100. Klar gibt’s auch Jüngere, aber das Gros findet man wohl in diesen Dekaden.
Also. Ist das Layout einer Zeitschrift eine Altersfrage? Oder ist gutes Design und gutes Layout alterslos? Was meint ihr? Ich hoffe, dass das ein paar medienschaffende lesen und sich angesprochen fühlen. Aber gern auch alle anderen.

“Sie werden wuerdevoll…

…einen Top Brand an Ihrer Hand tragen ohne Tausende dafuer zu bezahlen. Schauen Sie auf Brand Armbanduhren und dann auf ihre Analoge unsere Kopien sind ideal.” Sagt die freundliche mail von einem Herrn Colin Ramirez in meinem Postfach.

Seit dem Käsekuchen letzte Woche trage ich in der Tat sehr würdevoll einen Top Brand an meinem Arm. Der Backofen war 170 Grad heiß und ich bin ein ungeduldiger Schussel. Aber woher weiß dieser Herr Ramirez das?

Die Familie der Bleistifte…

…sind wir offenbar. Ich wollte vorhin ein Etikett beschriften. “In der Schublade sind Kulis.” Die Venus kruschtelt. Und findet einen Bleistift. Und noch einen Bleistift. “Hier sind keine Kulis!” “Dann guck im nächsten Zimmer.” Die Venus geht und kruschtelt und wird auch fündig. In einer Schublade sind sieben Kugelschreiber! Sie wählt also einen aus und dackelt zurück zum Etikett. Aber – der Kuli schreibt nicht. Zurück zur Kuliquelle. Nächster Kuli. Geht nicht. Übernächster? Fehlanzeige. Um es abzukürzen – keiner der Kulis geht. Aber es liegen auch drei Bleistifte drin. “Ich geh nach oben und bring Kulis mit”.
Die Venus kriegt sechs neue Kugelschreiber und findet davon – tatatataaa – EINEN, der schreibt! Aber nicht lang. Nach fünf Etiketten quittiert er seinen Dienst. “Im Auto sind auch Kulis.” Die Venus stapft kopfschüttelnd zum Auto und findet – nichts als zwei Bleistifte.
Ich geh morgen einkaufen. Kugelschreiber. Und Ersatzminen.

Den Arsch gerettet…

…hab ich wohl grad nem Kollegen.
Er hat mal eben so übersehen, dass seine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung abläuft. AM SONNTAG. DIESEN SONNTAG. Und die freundliche Dame auf der Ausländerbehörde meinte, sowas kann aber schon vier bis sechs Wochen gehen! Und dass er dann theroetisch ausreisen müsste, auf alle Fälle aber aufhören müsste zu arbeiten.

Also hab ich meine Ansprechpartnerin bei der Arbeitsagentur kontaktiert. Und ihr erklärt, wie das alles gelaufen ist. Und sie hat mir zugesichert, dass sie es heute (!) noch fertig macht.
Er kann vermutlich nahtlos durcharbeiten. Uff.

Ein Hoch auf diese Behörde heute! War echt mal ne positive Überraschung.

Warum immer ich?

Irgendwie kann ich nie nein sagen. Ich organisere gern. Ich kann das. Ich hab kein Problem damit, verschiedene Dinge gleichzeitig auf die Reihe zu kriegen. Leider wissen das auch andere.

Ein Freund feiert am Samstag Geburtstag. Letzten Samstag saßen wir in der Gruppe zusammen und ein Kumpel brachte das Thema Geschenk zur Sprache. Ich fragte, was WIR denn schenken wollen, ob jemand ne gute Idee hat. Seine Antwort – “Ja, wir geben Dir das Geld und Du machst das schon, oder?”
Ich hab dann gesagt, wieso ich, es darf sich auch gern jemand anders drum kümmern. “Ja wer denn? Aber du kannst das am besten und überhaupt und sowieso.”
Mit dem Ergebnis – ich mach das jetzt. Ich muss das mit dem Nein-sagen definitiv noch üben.
Hmpf.