Basteln – die Krankenlager-Edition

Es gibt Dinge, die braucht kein Mensch. Hustenschnupfennebenhöhlen zum Beispiel. Was bei der Kleinsten begann, setzte sich ungnädig beim Gatten und letztlich auch bei mir fort. Wir alle husten, röcheln, schniefen und rotzen um die Wette. Am fittesten ist natürlich das Kind, das heute trotzdem den Kindergartenstart verpasste, weil wir es ausschlafen ließen. Muss auch mal sein. (Und weder ich noch mein Mann fühlten uns heute morgen in der Lage, den Weg zum Kindergarten zu bestreiten. Bazillen voraus.) Was wir nicht bedachten – zwei schlappe Erwachsene und ein fittes UND ausgeschlafenes Kind sind eine denkbar anstrengende Kombination. Vor allem, wenn das Kind seit dem Aufstehen nur eines will – basteln. Un-be-dingt-jetzt-so-fort. „Basteln – die Krankenlager-Edition“ weiterlesen

„Wir müssen reden…“

…sagte Hannahs Erzieherin neulich mit einem bedeutungsschweren Blick und sah mir ganz tief in die Augen. Während ich in Gedanken schon sämtliche Erziehungsfehler durchging, hatte sie meinen entsetzten Blick wohl bemerkt und schob schnell ein „nix Wildes, das Entwicklungsgespräch steht halt mal wieder an“, hinterher. Ach. so.

Und so fand ich mich im Kindergartenbüro auf einem dieser Miniaturstühle wieder und lauschte mit zunehmender Begeisterung der Entwicklungsgeschichte meines Kindes. Nicht, dass das kindliche Werden bei uns zu hause gänzlich an mir vorbeiginge, aber die Fortschritte und Eigenheiten des eigenen Kindes aus dem Mund einer anderen Person zu hören, ist nochmal eine ganz andere Nummer. „„Wir müssen reden…““ weiterlesen

Meine Hoffnung mampft morgens Müsli

Ich bin ein optimistischer Mensch. Schon immer. Dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde, ist ein Grundsatz für mich. Als ich gestern Abend ins Bett gegangen bin, war mir durchaus bewusst, dass ich die Wahl in den Staaten verschlafen werde, aber hey, die wählen ja eh ohne mich. Und eigentlich war ich mir auch ganz sicher, dass Hillary Clinton zwar knapp gewinnt, aber doch eben gewinnt. Ich bin aufgewacht, habe noch im Bett das Internet leergelesen. Und hatte eigentlich gar keine Lust mehr, aufzustehen. „Meine Hoffnung mampft morgens Müsli“ weiterlesen

Der vierte Geburtstag – Fliegenpilz-Einladungen

 Ich geb’s zu, ich gehöre zu den Müttern, die gerne Themengeburtstage feiern. Wir hatten schon „Alles grün“, „Monster“ und „Im Zoo“. Dieses Jahr, womöglich angeregt durch die ersten Waldwochen im Kindergarten, sprang mich das Thema „Wald“ einfach an. Und ich hatte auch ganz spontan die Idee für die Einladungen dazu – ein Fliegenpilz!Einladungen für Lana, Lasse und Ben - dieser süße Fliegenpilz ist garantiert ungiftig! „Der vierte Geburtstag – Fliegenpilz-Einladungen“ weiterlesen

„Hier ist Ihre Kinderentwicklungs-Hotline …

… kann ich Ihnen behilflich sein? Ein Update beim Modell Kind 3.5? Ja, das haben wir Ende letzter Woche aufgespielt. Wie … fehlerhaft? Sie haben Mängel festgestellt, die vor dem Update nicht aufgefallen sind? Kind 3.5 wacht plötzlich mit schlechter Laune auf? Das Feature „Tischmanieren“ ist verschwunden? Stattdessen finden sich unerwünschte Fäkalausdrücke im Sprachmodul? Haben Sie schon unser FAQ gelesen? Nein? Bitte überprüfen Sie  zunächst folgende Punkte, vermutlich handelt es sich schlicht um einen Bedienfehler. „„Hier ist Ihre Kinderentwicklungs-Hotline …“ weiterlesen

Ein Wochenende in Bildern

Was war das schön. So sehr ich Montage liebe, so sehr ich mich morgens im Bett schon freue, wieder in eine frische, unbeschwerte Woche starten zu können, so sehr genieße ich den Nachklang des superlangen Wochenendes, das hinter uns liegt. „Ein Wochenende in Bildern“ weiterlesen

Fensterbild – wer piept denn da?

 

Viele Ideen gären sehr lange in meinem Kopf, bis ich endlich in der richtigen Stimmung bin, sie anzugehen. Dieses Fensterbild für Hannahs Kinderzimmer hatte ich schon lange ganz fest vor meinem inneren Auge. Mit der Folientechnik hatte ich zu Weihnachten einen Tannenbaum gebastelt, der jetzt einfach ein bisschen last season war. Und weil meine Kleine immer ganz gebannt vorm Futterhäuschen sitzt und die Vögel beobachtet, war die Entscheidung dann schnell getroffen – ans Dachfenster im Kinderzimmer gehören unsere gefiederten Besucher.

Der Kleiber flattert auch über unser Dachfenster

 

„Fensterbild – wer piept denn da?“ weiterlesen

Und plötzlich war es … still.

Kranksein ist doof. Und kommt auch nie gelegen. Am Freitag war meine Welt noch soweit in Ordnung, nur abends auf dem Sofa zwickte mein Magen ein bisschen. Als ich ins Bett ging, war aber wieder alles ok. Bis ich am Samstagmorgen um fünf aufwachte und fiese Magenschmerzen hatte. Ein bisschen fühlte es sich an, als habe sich ein Elefant auf meinem Bauch niedergelassen. Zwar war mir nicht schlecht, aber der Magen brannte, zwickte, klemmte und verdarb mir gehörig die Laune. Ich schleppte mich mehr schlecht als recht durch den Samstag, aß kaum etwas außer Zwieback und Tee und guckte leidend. Letzteres kann ich gut. „Und plötzlich war es … still.“ weiterlesen

Chaos im Kinderzimmer adé? Ein Versuch.

Unser Kinderzimmer liegt ziemlich genau in der Mitte der Wohnung, am langen Flur, der alle Zimmer miteinander verbindet. Ich komme an der Tür vorbei, wenn ich von der Küche ins Schlafzimmer oder vom Bad ins Esszimmer gehe. Und automatisch fällt mein Blick jedes Mal hinein. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Hannah sich gut mit sich selbst beschäftigen kann. Sie kann über Stunden malen, Bilderbücher angucken oder in ihrer Küche werkeln. Was sie aber (noch) nicht kann, ist aufräumen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass im Kinderzimmer auch mal Chaos herrschen darf. Dass sie völlig im Spiel versunken auch mal inmitten von Memorykarten und aufgeschlagenen Büchern auf einem Teppich sitzen darf, dessen Farbe man unter dem ganzen Zeug kaum noch erkennt. Nur stelle ich oft fest, dass sie von der Menge an Spielzeug, das sie sich selbst holen kann, ein bisschen überfordert ist. Und natürlich bin ich da nicht unschuldig, denn den Überfluss an ZEUG haben hauptsächlich wir Eltern zu verantworten. Schuldig im Sinne der Anklage. So sieht es leider nicht immer aus im Kinderzimmer „Chaos im Kinderzimmer adé? Ein Versuch.“ weiterlesen

Eine Frage der Erziehung: „Liebes Kind, Du nervst!“

Es hätte ein Montagmorgen sein können, wie jeder Montagmorgen davor. Wenn das Kind nicht ohne Vorwarnung und scheinbar innerhalb weniger Stunden seinen Wortschatz um Fäkalvokabular erweitert hätte. Und wohl in der Nacht auf Montag für sich beschlossen hätte, dass „kacka“ eine adäquate Vorsilbe für so ziemlich alles ist. So saß ich mit der kleinen Prinzessin beim Frühstück und lauschte mit zunehmendem Frust ihren Ausführungen. Das Kackamüsli schmeckte kacka und die Kackamilch auch. Jedesmal, wenn sie das K-Wort sagte, blitzte es in ihren blauen Augen. Wann nur hatte sie gemerkt, dass Mama das Wort weit weniger lustig findet als sie? Die Sache mit der Erziehung kommt immer ohne Vorwarnung. Innerhalb von zehn Minuten hat sich an unserem Frühstückstisch soviel Kacka angehäuft, dass es zur Düngung eines veritablen Ackers locker gereicht hätte. Was dazu führte, dass ich mich immer öfter sagen hörte: „Das sagt man nicht. Bitte lass das. Das Wort ist doof. Kacka gehört aufs Klo und nicht in Deinen Mund. Man sagt zum Essen nicht kacka. Und zu Menschen auch nicht. Bitte…“

erziehung ist nicht immer ein Zuckerschlecken „Eine Frage der Erziehung: „Liebes Kind, Du nervst!““ weiterlesen