Wat ne Woche…

…bin ich froh, dass ich gleich ins Wochenende entschweben darf. Alles hat soweit geklappt, keine größeren Ausfälle zu beklagen, die Mühe, die Hektik, die Überstunden und der Stress haben sich wohl soweit gelohnt, der hohe Besuch ist IMMER NOCH da. Hoffentlich ein gutes Zeichen.

Ich sag’s Euch, ich hab mich selten so auf den Frisör gefreut wie heute. Da sitzen, Augen zu machen, verwöhnt werden. Hab ich mir verdient. Jawoll.

Bin ich müüüde…

…jetzt. 10 Stunden im Büro, eine gurklangsame Heimfahrt auf spiegelndem Eis, die mich eine weitere Stunde gekostet hat. Und jetzt? Essen im Bauch, Sandmännchen im Ohr aber Wäsche in der Maschine… Moah. *chrrrrrrrrr*

Gruselhaus…

Beim ersten Mal ist mir fast das Herz stehen geblieben. Ich saß an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer und grübelte über das Layout meines Magazins. In die Stille krachte ein lautes Gepolter und wie gesagt, es hob mich einige Zentimeter von meinem Stuhl an. Das Gepolter kam von oben, wo nur noch die Spitzbühne ist. Sie ist über eine “Hühnerleiter” zugänglich, die man aus der Büro-Decke herabziehen kann. Ich rannte ins Esszimmer, wo mein Mann gemütlich fernsah. Er hatte es auch gehört, aber nur als leises Krachen.
Gestern wieder. Ich saß im Arbeitszimmer, als es blechern schepperte direkt über mir. Es klang, als hätte jemand einen harten Schneeball gegen eine Blechwand geworfen.
Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten.

1. Wir haben ein Tier auf der Bühne. Ich tippe auf Eule, Marder oder Dinosaurier.
2. Die Balken verziehen sich bei der Kälte und krachen.
3. Wir haben einen Poltergeist.
4. Ich habe einen Verehrer, der mir Steine ans Fenster werfen will, aber a) zu große Brocken wählt und b) damit (glücklicherweise) das Fenster nicht trifft.

Was meint ihr?!

Aufgeräumt…

…wird heut. Der Tag des hohen Besuchs steht vor der Tür und heut wird dem Bürokramteufel der Garaus gemacht. Also, noch schnell den letzten Schluck Kaffee… Und dann geht’s ans Kistenräumen!
Habt nen guten Start in den Tag!

Aufgedröselt…

…hat sich mein Wochenplan.

Dienstag – Schwimmen zu lang gearbeitet, zu müde hinterher.
Mittwoch – Kino Meine Tante hat keine Zeit. Verschoben auf nächste Woche
Donnerstag – mit Kollegen essen Kollege ist gestürzt. Fällt ziemlich sicher aus.
Freitag – Frisör HOFFENTLICH
Samstag – Nähtag Mit-Näherin hat abgesagt.

Mein neuer Plan – keinen mehr zu machen. Dann kann auch nix ausfallen.

Es hätte…

…so schön sein können. Den ganzen Nachmittag lang steigerte sich die Vorfreude auf angenehm temperiertes, blaues Wasser. Die Freude darauf, mich vom Rand abzustoßen und waagrecht schwebend durchs Wasser zu gleiten. Der Plan war, nach der Arbeit noch schnell zwei Bananen zu kaufen und mich dann aufzumachen in Richtung Schwimmbad, wo ich anderthalb Stunden Zeit hätte, mich ausgiebig auszupowern und den Stress wegzuschwimmen. Stattdessen – ich wollte grade Feierabend machen, als eine superdringende Übersetzung ins Postfach flatterte. Unbedingt müsse die noch gemacht werden. Gut. Bis viertel nach sechs war ich beschäftigt, dann aber sollte es losgehen. Ich kaufte eine Banane. Auf dem Weg zum Supermarkt fielen bereits die ersten ungebetenen Flocken. Feiner, weißer, pudriger, eisiger Zucker. Die Heimfahrt war eine zähe Angelegenheit. Es ging zwar voran, aber langsam. Und je näher ich dem Schwimmbad kam, desto mehr formten sich Bilder vor meinem inneren Auge. Ich, wie ich mit halbnassen Haaren mein Auto unter einem Schneeberg freischauelte… hatte ich überhaupt einen Kratzer im Auto? Und wenn ja, wo? Oder einen Besen? Und wäre es nicht vernünftiger, direkt nach Hause… *swusch* war ich an der Abfahrt vorbei. Das einzige Problem war nur – ich hatte weder Brot noch Brötchen dabei. Und so mampfte ich unter die Bettdecke gekuschelt meine Banane und löffelte einen Joghurt dazu. Und… während ich noch sehnsüchtig an blaues Wasser und sportliche Betätigung dachte, fielen mir sachte die Augen zu… und ich in einen tiefen Schlummer, aus dem mich erst mein Mann um neun wieder erwecken konnte… So ist das eben mit Plänen… meistens kommt’s doch ganz anders.

Alles auf einmal…

…so ist dieser Job. Weil wir wichtigen Besuch erwarten am Freitag, muss alles noch ganz schnell fertig werden. Alle Büros aufgeräumt, Böden professionell gereinigt werden. Die Reinigungsmannschaft hatte zugesichert, ihre Arbeit abends und morgens erledigen zu können. Jetzt ist mein Chef weg und was passiert – die Stadtwerke klopfen an und stellen uns das Wasser ab. Man müsse was testen. Ok. Dann klopft es wieder – die Putzkolonne ist anmarschiert – wenn sie jetzt nicht anfingen, würde ihnen die Zeit bis Donnerstag nicht reichen. Natürlich ist der ganze Flur vollgestellt mit Zeug. Zwischendurch ruft der Oberboss an und mosert, warum denn hier keiner ans Telefon ginge und wo der Boss sei. Ein Mitarbeiter hat eine Colaflasche aus dem Automaten gezogen, in der noch fünf Zentimter hoch Cola schwappt. Der Rest schwappt aus dem Automaten. Ich habe den Automatenfritzen am einen Ohr und den Oberboss am anderen, als die Putzkolonne mit einem leeren Eimer aus dem Klo kommt und mir erklärt, dass da kein Wasser käme. Ich renne raus und frage die Wassermänner, wann sie den Hahn denn wieder aufdrehen, stelle dabei fest, dass es eiskalt ist ohne Jacke und trage schnatternd dem Oberboss den Terminplan vom Boss vor. Und jetzt? Jetzt sitz ich hier und hol mal eben tief Luft. Die Putzer putzen, das Wasser läuft wieder und der Automatenfritze kommt so schnell wie möglich. Alles wird gut.

Es kracht…

…derzeit ständig in meiner Nähe. Letzte Woche zum Beispiel. Ich stehe an einer Ampel und sehe zu, wie gegenüber auf einer Abbiegespur ein Auto in den Vordermann rummst. Passiert ist sicher nicht viel.
Gestern hatte ich riesiges Glück. Ich stand als erstes Auto an einer roten Ampel, wollte links auf eine Bundesstraße abbiegen. Meine Ampel schaltet auf Grün, ich fahre an und sehe im letzten Moment, wie von links ein Auto angeschossen kommt.
Entweder der Fahrer hat völlig gepennt oder er hat bewusst die dunkelrote Ampel ignoriert. Fakt ist, dass er mir mit geschätzten 100 Sachen in die Fahrerseite gekracht wäre. Heute morgen hab ich an der Stelle zweimal geguckt, ob die Autos halten. Dafür begegnete mir an der selben Stelle Blaulicht. Zwei Streifenwagen flitzten die Bundesstraße entlang in meine Richtung. Ich stand knapp 20 Minuten im Stau bis ich an der Unfallstelle vorbei war. Wie gut, dass ich mich heute morgen dazu entschlossen hatte, meine Sporttasche gleich noch zu packen und eine Waschmaschine anzuwerfen. Sonst wäre ich fünf Minuten früher aus dem Haus… Es lehrt mich, bewusst und aufmerksam zu Fahren. Das vergisst man nämlich manchmal, wenn man Vielfahrer ist…
Passt auf Euch auf! :winke:

Das Pärchen

Ich verbringe meine Mittagspause regelmäßig in einem kleinen Selbstbedienungsrestaurant, das hausgemachte Suppen anbietet. Wenn ich alleine bin, setze ich mich an die lange Theke und damit direkt vor einem Spiegel.
So hatte ich das Pärchen gut im Blick, das schräg hinter mir saß. Eine Frau Mitte Vierzig und ein äußerst attraktiver Mann, schätzungsweise wenige Jahre älter als sie. Er ähnelte ein bisschen George Clooney.
Die Frau war dunkelhaarig und hatte Locken, die ihr sanft auf die Schultern fielen. Sie hatte auffallend blau-grüne Augen, die sie mit Make-up zusätzlich betonte. Gekleidet waren beide elegant, für den Laden, in dem wir saßen, eher ungewöhnlich, da er vor allem über Mittag von Schülern und Passanten in Anorak und Jeans bevölkert ist. Er trug einen dunklen Anzug, sie ein dunkelgraues Kostüm mit passendem Blazer. Als sie aufstand, um ihren Suppenteller von der Theke abzuholen, zeigte sie unter ihrem kurzen Kostümrock wirklich beachtlich lange und wohlgeformte Beine in Schuhen, die sofort das Neidzentrum in meinem Hirn aktivierten.
Die beiden