Klimper-Klimper!

 

Als ich als Kind hörte, dass man Ohrlöcher schießt, stellte ich mir immer vor, dass man dazu an die Wand gestellt , die Stelle im Ohr, wo das Loch hinsoll, mit einem roten Kreuz markiert wird und der Juwelier aus einiger Entfernung einen Stecker hindurchschießt. Als ich dann mit 13 oder 14 tatsächlich Ohrlöcher bekam, wurde mir schnell klar, dass dem ganzen Prozedere mehr das Prinzip “Lochzange” zugrunde liegt.
Ich war tapfer und hatte je ein neues Loch in jedem Ohr. Leider nicht lange. Denn trotz aller Hygiene-Maßnahmen wehrten sich meine Ohren gegen die Misshandlung und eiterten und kämpften mit allen unappetitlichen Mitteln gegen meinen unverschämten Eingriff. Die Ohrstecker kamen also wieder raus und die Ohren bekamen ihren Willen.
Letzte Woche sah ich ein Bild einer Frau mit Ohrringen. Riesenklunkern. Und ich verliebte mich augenblicklich. Nicht in die Frau, sondern in ihr Ohrgehänge. Und weil ich meine Ohren nicht nochmal brüskieren will, sind diese hier nur zum Clipsen. Sieht keine Sau. Und meine Ohren atmen auf.

Oberteil: H&M, Rock: Benetton, Gürtel: ?, Stiefel: Gabor, Ohrringe, Armband: Bijou Brigitte, Strumpfhose: NurDie

Pfui Spinne – Teil 2

Mein Mann ist ein Frühaufsteher. Er schwingt diszipliniert die Beine aus dem Bett, wenn ich mich noch fünf mal umdrehe und mit der Uhrzeit, der Welt und dem Wecker hadere. Egal wie früh oder spät er zu Bett gegangen ist – geht nicht, gibt’s nicht. Heute morgen allerdings habe ich selbst ihn in Rekordgeschwindigkeit das Bett verlassen sehen. Da er heute brückentäglich zu Hause bleibt und den Saisonbetrieb sauber- und dichtmacht (UFF! GESCHAFFT!), ich aber ins Büro gehe, war ich ausnahmsweise vor ihm auf. Und er hatte Mitleid, als er mitbekommen hat, dass ich da mit der Beleuchtung meines Handydisplays versuche, eine passende Klamottenkombination für heute aus meinem Schrank herauszufriemeln. “Mach doch Licht an”, murmelte er verschlafen in sein Kissen und tastete bäuchlings mit der rechten Hand nach dem Lichtschalter seiner Nachttischlampe. Kaum war der Raum von einem sanften Licht illuminiert, sah ich sie. Über dem Bett. An der Dachschräge. Saß eben jene fette Spinne, die mir letzte Woche durch die Lappen gegangen ist. Durch die Beleuchtung von rechts unten warf sie einen gruseligen Schatten an die Deckenpanele. Ich sagte: “Bleib einfach liegen… ich… mach sie weg” und hätte mir im nächsten Moment auf die Zunge beißen können, denn in seiner Bauchlage hätte er das Getier überhaupt nicht gesehen. So aber öffnete sich das rechte Auge und er fragte irritiert “Was machst du weg?” Ich meinte “Die Spinne. Über… Dir.”
Ich hatte das Wort “Spinne” noch nicht mal zu Ende gesprochen, da stand mein Mann schnaufend neben mir. Er fuhr sich mit einer Hand durch die wirren Haare und tastete mit der anderen nach der Türklinke. Ich war schon draußen und beeilte mich, ein Glas und ein Papier zu holen. Und diesmal hab ich sie erwischt. Und ins Freie bugsiert. Trotzdem… wenn ich mir vorstelle, dass die Gute nachts durch unser Schlafzimmer und womöglich über unsere Betten spaziert ist… vermutlich hat sie das jede Nacht getan, nur war sie wegen der Zeitumstellung so durcheinander, dass sie noch eine Ehrenrunde gedreht hat, um zu gucken, wann wir endlich aufstehen. *grusel*

Durchsichtig!

Ich bin um diese Bluse herumgeschlichen und konnte ihr nicht widerstehen. Sie ist transparent und der plissierte “Sabberlatz” und die überzogenen Knöpfchen haben es mir angetan.
Blöderweise hab ich dann heute die Kamera zu Hause vergessen. Die Bilder sind also mit meiner popeligen handy-Kamera entstanden und daher nicht so scharf wie sonst. Wahrscheinlich schau ich deshalb so bedröppelt.

Bluse: Esprit Collection, Hose: Esprit, Gürtel: ViveMaria, Schuhe: kmb, Top: ?, Tasche: Bree, Armband:  Bijou Brigitte

Weil Hausarbeit… gestern war die Luft raus

Also irgendwie ging gestern nichts mehr. Ich hab noch gestaubsaugt und ein bisschen aufgeräumt, aber spätestens heute hinke ich meinem ehrgeizigen Plan hinterher. Weder habe ich mich auf die Sitzung morgen vorbereiten können noch habe ich die Dusche geputzt oder mein Magazin auf den Server der Druckerei laden können.
Und heute Abend werd ich nichts davon schaffen.
OK. Es war ja erst die erste Woche meines neuen Putzlebens. Vielleicht habe ich die Latte ein bisschen hoch gehängt.
Und außerdem war ja gestern ein Kacktag und an Kacktagen DARF per definition nichts klappen.

Auf der positiven Seite gibt es zu vermelden, dass ich eine Handtasche bestellt habe, bei der nicht sicher war, ob sie überhaupt noch lieferbar ist. Und gestern kam der Anruf, sie ist es. Dauert zwar bis Ende November, aber dann krieg ich sie.
Habt nen entspannten Freitag!

Geht, geht nicht…

Ich weiß, dass wir eine Putzfrau haben im Büro. Zwar habe ich sie in den letzten vier Jahren nur ein oder zweimal gesehen, aber sie existiert. Wir kommunizieren mit Zetteln. Sie putzt sehr früh morgens oder sehr spät abends und wenn sie etwas braucht, legt sie mir einen Zettel hin. So wie heute morgen. Seither betrauern wir gemeinsam das Dahinscheiden unseres Firmenstaubsaugers. Wobei… ob er tot ist, weiß keiner. Zumindest lässt mich ihr Zettel einigermaßen ratlos zurück. Zuerst ist sie sich ganz sicher: “Der Staubsauger geht nicht mehr.” In einem Nachsatz und in Klammern fügt sie hinzu “(macht komische Geräusche)”. Ja was nun? Geht er nicht mehr oder klingt er nur komisch? Ich werde die Gerätschaft examinieren und vermutlich einen neuen kaufen. Mein Job definiert den Begriff “Mädchen für alles” nochmal ganz neu.

Türkis & Petrol – Lieblingsfarben!

Türkis und Petrol sind “meine” Farben. Ich hab sehr viel davon im Schrank, weil sie mir gut gefallen und wohl auch ganz gut stehen. Dieses Oberteil ist schon einige Jahre alt und ich bin froh, es noch nicht aussortiert zu haben. Heute war mir nämlich nach Petrol und das Halstuch ist aus dem Urlaub und erinnert mich an einen sonnigen Stadtbummel in Coesfeld. Meine Oma wäre übrigens hoch entsetzt, dass ich mit Löchern in der Hose zur Arbeit gehe. Zum Glück gibt es hier keinen dresscode und erlaubt ist, was gefällt. Und so lange ich keine Außer-Haus-Termine habe, dürfen’s auch mal zerschlissene Jeans sein. :)

Jeans: Only, Schuhe: Buffalo, Schal: Ich glaube Esprit, Oberteil: edc, Top: VeroModa, Kette: Künstlermarkt

Geld macht nicht glücklich, GELB schon!

Warum tragen wir im Winter trübe Farben? Mit wachsender Frustration bin ich letztens durch die Klamottenläden gestreift und begegnete braun, grau, blau. Bis ich schließlich diese Jacke sah. Sonnengelb, dick wattiert – und sie sorgte beim bloßen Anblick für ein Grinsen. Und was einen zum Grinsen bringt, kann ja nicht so verkehrt sein. Bei so ner Knallfarbe muss auch der Hintergrund knallig sein und wir entschieden uns heut wieder für die grüne Wand. Warum ich vor dieser Kulisse immer hüpfen muss, hab ich noch nicht ganz herausgefunden. Vielleicht macht gelb auch albern. Da rennt es bei mir ja offene Türen ein. :>>

Stiefel: Buffalo, Jeans: Only, Jacke: Benetton, Schal: ?, Pulli: Street One. Gürtel: Esprit, Kette: Bijou Brigitte, Ring: Glaskünstler

Ich LIEBE solche Anrufe!

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“Guten tag, mein name ist Frau wichtig, ich rufe an vom XYZ-Verlag für Computer-Wissen. Kann ich bitte Ihre EDV-Abteilung sprechen?”

“Hallo! EDV? Wie meinen Sie das?”

“…”

“HALLO?”

“Äh ja, ich bin noch dran. Also … EDV halt. Computer!”

“Ach so. (Wichtige Pause)Wir haben keine EDV-Abteilung.”

“Nicht? Ahso. (Pause)…Kann ich dann Sie…? Ich meine… kann ich dann mit Ihnen… über… es geht um Computersicherheit.”

“Unsere Computer sind sicher. Wir haben eh nur zwei.”

“ZWEI?”

“Ja. Ich einen und der Chef.”

“Ja… dann ist das Thema Computersicherheit…für Sie also kein Thema? “

“Nö.”

“Gut, dann bedanke ich mich…”

Ich muss ja nicht jedem auf die Nase binden, dass wir ein Softwareentwickler sind, der keine Lust auf nervige Zeitschriften-Abos hat.