…gemeinsam. Seit Jahren. Unsere Wege führen in die selbe Richtung. Aber nicht immer laufen sie parallel. Einer von uns rennt meistens, oft sind wir beide im Stechschritt unterwegs. You say, go slow, I fall behind. Ich nehme mir oft Zeit, zu trödeln. Genieße auch mal einen verschlungenen Pfad neben der Spur. Die Hecken und Sträucher des Alltags sind manchmal so dicht, dass wir uns kurz aus den Augen verlieren. Aber das macht nichts. Ich weiß, am Ende des Tages, am Ende der Woche, sind wir wieder gleichauf. Und nehmen Tempo aus unserem Gang. Gehen auf gleicher Höhe. Unsere Schritte gleichen sich an. Wir nehmen uns an der Hand und gehen gemeinsam. Langsam. In beruhigendem Gleichklang. Nach vorne. Und wenn die Woche wieder anfängt und das Tempo wieder anzieht, lächeln wir uns zu und entlassen uns auf unsere eigenen Pfade. Weil wir wissen, dass wir in dieselbe Richtung gehen und uns wieder treffen. Auf gleicher Höhe. Am Ende des Tages. Am Ende der Woche.
Ist doch klar…
…dass sich unsere Kanzlerin nicht ins goldene Buch der Stadt Tübingen eintragen will.
Viele Prominente und Staatsdiener haben das schon vor ihr getan. Auch wenn das Buch in einer Stadt mit ganz und gar anderer politischer Färbung lag. Jetzt soll ausgerechnet ihr noch etwas originelles Neues einfallen?
Da wäre ich auch vorsichtig. Womöglich hieße es sonst, sie habe einfach von ihren Vorgängern abgeschrieben und man weiß ja, wie schnell man einen Plagiatsvorwurf an der Backe hat zur Zeit…
Mein Klamotten-Embargo – ich brauche Regeln!
Kinners… ich vermisse bisher noch gar nichts. Trotzdem sind 12 Monate für ein fashion-victim wie mich eine unüberschaubar lange Zeit.
Könnt ihr mir mal Vorschläge machen – so wie die “Highlight-shopping-Tage”, die Sternenkratzer schon vorgeschlagen hat?
Generell könnte man doch sagen, ich kaufe nur nach, wenn was kaputt gegangen ist?
(Wobei, welche Klamotten gehen heutzutage noch wirklich kaputt? Ich arbeite ja nicht im Kohleabbau…)
Von Anfang an galt ja – keine Klamotten. Bisher habe ich übrigens auch keine Schuhe gekauft, aber die sind generell nicht vom Verbot betroffen. Schmuck und Accessoires wie Schals oder Gürtel auch nicht.
Aber auch da war ich bisher ziemlich zurückhaltend.
Könnte man pro Vierteljahr einen Shoppingbummel durchgehen lassen?
Kann man eine preisliche Obergrenze festlegen für diesen Tag?
Oder macht es mehr Sinn, die Zahl der Teile zu begrenzen?
Versteht mich nicht falsch, ich mach’s ja freiwillig, aber das wird für mich immer mehr zu einem Spiel und ein Spiel braucht Regeln!
Also! Her damit!
EDIT: DIE GOLDENEN REGELN
– Es werden keine Klamotten gekauft, wenn es notwendig ist, dann sind drei Ausnahmen erlaubt – einmal anlässlich des Geburtstags, einmal im Sommer, einmal im Winter.
– Obergrenze dabei ist jedes Mal 150 Euro.
– Ausnahme
Mein Klamotten-Embargo…
…dauert nun schon unglaubliche 48 Tage an.
Nicht, dass ich was vermissen würde. Aber 31.12.2011 erscheint mir ein unrealistisches Ziel. Vielleicht sollte ich mein Vorhaben in kleine Bröckchen teilen? Also sag ich mal – bis zu meinem Geburtstag am 18. März. Das erscheint mir “durchhaltbar”.
Noch ist es unfassbarer Weise völlig problemlos. Hätt ich selbst nicht gedacht und so langsam finde ich meinen Selbstversuch ganz spannend.
Ich halt Euch auf dem Laufenden!
Hmhmhm…
…lieber Bewerber in Seattle… ich bin jetzt noch 20 Minuten da. Wenn Du also morgen herfliegen willst, dann komm in die Pötte und mail mir Deine Daten, sonst wird das nix mit der Hotelbuchung… und nen Flug kriegst Du erst Recht nicht.
Mehr als auf deine mailbox quatschen und dir mails schicken kann ich nicht.
DEINE ZEIT LÄUFT…
EDIT:
Deine Zeit ist um!
Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 4: Die Denkerin
Herr Schatzi und unsere Spülmaschine haben ein gespaltenes Verhältnis zueinander. Zwar liebt er Ordnung, aber nicht meine. Will sagen, sobald er unsere Spülmaschine öffnet und einen Geschirrkorb herauszieht, hört man Laute des Missfallens. Leises Stöhnen. Seufzen. Brummeln manchmal. Dann fängt er geschäftig an, die Dinge, die schon eine gute Seele IN die Spülmaschine geräumt hat (also ich), wieder aus- und dann, mittlerweile lauter vor sich hin sinnierend, wieder einzuräumen. “Das kann hier hin. Das da hin….”
Meine “Unfähigkeit”, die Dinge so einzuräumen, dass man den Waschgang möglichst effektiv nutzt, führe seiner Erklärung nach dazu, dass er gar keine Lust mehr habe, seine Sachen in die Spülmaschine zu räumen. Da habe ja eh nix mehr Platz.
Seine Weigerung, die Dinge einzuräumen und DANN noch an meiner Ordnung rumzukritteln, führt bei mir dazu, dass ich kurzfristig einen Puls jenseits der 300 bekomme und das Geschirr am liebsten durchs geschlossene Fenster entsorgen möchte. Ungespült. Da ich ja aber ein vernünftiger Mensch bin (haha, genau) haben wir uns auf Folgendes geeinigt. Wann immer er die Teller vom Tisch nimmt und sie bis zur Spüle trägt, darf ich NICHTS sagen, denn mein Hinweis, er möge sie bitte gleich IN die Maschine räumen, führe bei ihm zu einer spontanen Lustlosig- und Genervtheit.
Gestern Abend also. Wir essen. Wir sind fertig. Herr Schatzi steht auf und nimmt die Teller. Ich beobachte gespannt, was passiert. Er geht zur Spüle, ich halte brav die Klappe. Er nähert sich der Maschine und – was ist das?! Er stellt sie oben drauf???
“Äh… Schatzi… EINräumen, ich hab doch diesmal GAR nichts gesagt…”
“Stimm
Mein Lacher des Abends…
…war gestern verbunden mit einem ganz großen Aha-Effekt.
Kennt ihr das, ihr hört ein Lied und singt eifrig mit und stellt viel später fest, dass ihr Euch VÖLLIG verhört habt?
So hab ich bei Nenas 99 Luftballons immer angenommen, die 99 Kriegsminister STREICHELTEN Benzinkanister. Taten sie ja gar nicht.
Gestern Abend aber hab ich noch ein Mysterium aufgeklärt.
Meine Mama hat früher Hanne Haller gehört. Ihr wisst schon. Schlager und so.
In einem Lied (“Mein lieber Mann”), in dem sie in vielfältiger Weise die Liebe zu ihrem Mann zum Ausdruck bringt, sang sie meiner festen Überzeugung nach zwischendurch Dialekt. Nämlich:
“Mein lieber Mann, I ko da sogn,…” (‘ich kann dir sagen’, auf bayrisch).
Fragt mich nicht, warum ich das Lied gestern im Radio gehört habe, aber es weckte Erinnerungen und ich stellte fest, wie erschreckend textfest ich bin. Vermeintlich. Denn bei genauem Hinhören, klärte sich das Rätsel – sie singt nämlich:
“Mein lieber Mann, mi corazón…”
Bayrisch, Spanisch, ist doch fast das selbe. Für mich als Kind jedenfalls.
Ich merke, dass ich älter werde, weil… Teil 1
…die Bravo-Hits-CDs, die ich gehört habe, noch eine EINSTELLIGE Nummer hatten.
Heute sind wir bei 72 oder so. Ohje.
An alle Korinthenkacker…
…da draußen: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wo man ein Magazin bastelt und Ausflugsberichte redigiert, von denen man im Vorfeld schon weiß, dass keiner sie bis zum Ende lesen wird, während andere längst bei der Tagesschau vor sich hin sabbern, sitzt auch nur ein Mensch. Ein de facto Vielbeschäftigter. Der nur deswegen tagsüber nicht telefonisch erreichbar ist, weil er ARBEITET. In einem anderen Büro. In einem anderen Beruf. Es kann schon mal sein, dass einer der Sätze meiner Autoren, die im wahren Leben Rentner oder Kirchengemeinderat, Vater im Erziehungsurlaub, IT-Experte, Bäcker oder Lagerist sind, nicht ganz geschliffen ist. Und trotzdem im Heft landet. Weil das auch nur Menschen sind.
Und wer seid ihr, die ihr nichts besseres zu tun habt, als mit dem Rotstift auf Fehlersuche zu gehen und Euch wegen EINES Artikels zu beschweren? Habt ihr denn kein Leben? Habt ihr verlernt, Fünfe grad sein zu lassen? Anderen Fehlern zuzugestehen? Geht doch lieber spazieren! Wickelt Eure Enkel! Lest ein gutes Buch! Macht es wie ich – holt mal GANZ TIEF LUFT! Und kriegt Euch wieder ein. Und labt Eure Buchhalterseelen an Eurer eigenen, beneidenswerten Perfektion!
So. Jetzt geht’s mir besser. All das hab ich nie gesagt. Nur gedacht. Aber den Mund zu halten ist manchmal VERDAMMT schwer.
Shopping-Embargo, Tag 40
Unglaublich, aber ich halte viel leichter durch als gedacht. Ich habe seit 40 Tagen nix zum Anziehen gekauft. Ihr erinnert Euch an mein Vorhaben für 2011? Keine Klamotten für die kleine Venus. Erlaubt sind nur Accessoires wie Schals oder Gürtel. Und Schuhe. Aber ich kann mit Freude vermelden – seit 40 Tagen auch keine Schuhe gekauft!
50 Tage sind mein erstes Etappenziel. Durchhalten!
