#Kindermund – Artischocken und die Polizei

Das Kind wird am Sonntag unglaubliche drei Jahre alt. Sprachlich ist sie ziemlich weit (ein Erbe, an dem sie nicht zu knabbern hat) und sie unterhält uns den ganzen Tag mit lustigen Geschichten. Mein Kind hat nämlich einen unsichtbaren Bruder, unsichtbare Mädels und unsichtbare Freunde, die mit ihr Eis essen, Nudeln kochen, Bücher lesen und spannende Abenteuer erleben. Während mich dieser Umstand am Anfang total irritiert hat, habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt, dass unser Haus voll mit unsichtbaren Fremden ist. Hauptsache, das Kind hat Spaß mit denen.

Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja. Kindermund – die Top 3 der Sprüche dieser Woche.

Ad 1: Papa kommt abends ins Wohnzimmer im Wohlfühloutfit. Hannah guckt ihn von unten nach oben an und sagt dann tadelnd: „Papa, der Pulli passt aber nicht zu Deinem Outfit.“ Tochter ihrer Mutter halt.

Ad 2: Sie ist zur Zeit auf dem autarken Trip. Mit drei Jahren kann man alles alleine und SELBA! Wenn ich dann doch mal etwas durchsetzen muss, ist sie damit, sagen wir, nicht gerade glücklich. So drohte sie mir neulich mit Schmollgesicht, Zornesfalte und erhobenem Zeigefinger: „Sag nix! Ich will das NIEMALS wieder hören! Sonst … hol ichdie Polizei!“ Weißte Bescheid.

Ad 3: Wir waren neulich einkaufen (wir erinnern uns an die Popokleberstory?) und während wir am Regal mit dem Shampoo entlang gehen, wedelt das Kind plötzlich hektisch und zeigt auf etwas. „Das da, das hat der Opa. Die Oma sagt, das ist Artischocken!“ Ich gucke irritiert dahin, wo der Zeigefinger hindeutet. Sehe aber nichts mit Artischocken. „Wo ist was mit Artischocken?“ „Na daaa“ ruft das Kind ungeduldig ob meiner Blindheit und ich schiebe den Einkaufswagen näher ans Regal, damit der Zeigefingerhinweis klarer wird. Dann klingelt es: Das Kind meint nicht Artischocken, sondern Anti-Schuppen. Und ich lache noch an der Kasse.

Eine Antwort auf „#Kindermund – Artischocken und die Polizei“

  1. Herrlicher Kindermund! Und ja, meine Tochter hatte auch eine „alte Frau“ über (mit) die sie gerne sprach und die allerhand bei uns Zuahuse tat. Eine Weile fragten wir uns, ob wir uns sorgen sollten und plötzlich war die Frau wieder weg.
    Schöne grüße
    Jutta

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