Hilfe! Meine Woche hat zu wenig Tage, mein Tag zu wenig Stunden und mein Hirn zu viele Ideen!
Während sich manche Zeitgenossen über dröge Tage beklagen und von Langeweile gepeinigt werden, weiß ich nicht, wann ich meine vielen guten Ideen umsetzen soll!
Ich brauche eine Sekretärin!
Ich will auch mal was delegieren!
Bewerber?
Alphamädchen?
Beim Stöbern auf Am*zon sind mir ganz viele Bücher aufgefallen, die sich um die „neue Emanzipation“ drehen. Frauen wollen Karriere machen und feilen bewusst an ihrer Zukunft, brechen aus traditionellen Mustern aus. In diesen Büchern ist von der „Mädchenfalle“ die Rede, sie ermutigen die Frauen, mehr Härte und eine gewisse Aggressivität zu entwickeln, um ihre Ziele umzusetzen.
Hm.
Ich betrachte mich sicher nicht als Heimchen. Weder bin ich die Kür-Hausfrau noch die, die ihr größtes Glück in einem nach Datum geordneten Altpapierstapel oder ausschließlich in der heimischen Abgeschiedenheit findet.
Ich habe im Lauf der letzten Monate viel gelernt, unter anderem auch, mich zu behaupten und meine Meinung kundzutun, auch wenn ich deren einzige Verfechterin bin. Aber aggressiv würde ich das nicht nennen. Ich habe entdeckt, dass sich viele Probleme mit charmanter Diplomatie viel leichter lösen lassen, als mit hartnäckigem „Dranbleiben“. Und manchmal ist lächelnde Ignoranz viel wirksamer als lautes Gezeter.
Wenn ich also weder ein bescheidenes Hausfräulein noch ein polterndes Alphamädchen bin… bin ich nicht emanzipiert?
Rätselt gar nicht lebenskriselig
Die kleine
Lebenskrise?
“Hast Du grad ne Lebenskrise?” – ein Kollege hat mich das gestern gefragt. Und was soll ich sagen. Ich bin sicher meilenweit von einer Krise entfernt. Es geht mir nämlich ziemlich gut. Allerdings haben andere etwas, was ich nicht habe – einen verdammt festen Lebensplan. In meinem Freundeskreis hat der Hochzeitsvirus um sich gegriffen. Nicht, dass ich etwas gegen das Heiraten hätte – aber mir selbst ist so überhaupt nicht danach. Und alle anderen bauen plötzlich Nester. Reden von Baugruben fürs Eigenheim, die gerade ausgehoben werden, suchen Bäder aus, organisieren Polterabende. Und mir – mir geht das so langsam aber sicher ziemlich auf den Senkel. Egal mit wem wir weggehen – die Gespräche ranken sich entweder um Hochzeitseinladungen, Menükarten, Orgelstücke und Sitzordnungen oder Architektenpläne, Badfliesen und Baugruben.
Und nicht nur, dass sie heiraten. Sie wissen auch alle schon heute, wie ihr künftiges Leben laufen wird – sei es, dass sie in ein Familienunternehmen einsteigen durch die Heirat, oder gerade eben erst einen Betrieb übernommen haben und den nun “am Hals” haben.
Sie haben
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen…
Mein neues ich…
…hat kurze rote Haare!
Ich muss vielleicht mal meinen Wiedererkennungswert steigern für alle, die mich noch mit langen, dunkelblonden Haaren oder mit kürzeren, blondgesträhnten Haaren in Erinnerung haben… die Blondine gibt’s nicht mehr! Wer sich mit mir verabredet muss nach der hier Ausschau halten:
Falls wir uns mal zu einem Klassentreffen aufraffen können
@ schenna82 & sandritta!
Ich bin The Empress
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You are The Empress
Beauty, happiness, pleasure, success, luxury, dissipation.
The Empress is associated with Venus, the feminine planet, so it represents, beauty, charm, pleasure, luxury, and delight. You may be good at home decorating, art or anything to do with making things beautiful.
The Empress is a creator, be it creation of life, of romance, of art or business. While the Magician is the primal spark, the idea made real, and the High Priestess is the one who gives the idea a form, the Empress is the womb where it gestates and grows till it is ready to be born. This is why her symbol is Venus, goddess of beautiful things as well as love. Even so, the Empress is more Demeter, goddess of abundance, then sensual Venus. She is the giver of Earthly gifts, yet at the same time, she can, in anger withhold, as Demeter did when her daughter, Persephone, was kidnapped. In fury and grief, she kept the Earth barren till her child was returned to her.
Feiertagsgetrödel
Grade kommt die Sonne wieder raus… bei meinem Blick zum Dachfenster sehe ich unweigerlich den vollen Wäscheständer. Nach vier Tagen müsste die Wäsche an sich trocken sein… ich könnte sie also abhängen… hm.
Könnte. Sollte. Müsste. Wollte.
Ich könnte es aber auch lassen. Mal sehen, wozu die Schnecke in mir heute noch Lust hat. Das Unruhependel steht ausnahmsweise mal völlig still. Der D-Zug ist grade bei der Wartung.
Wenn ich den erwische…
…der an der Uhr dreht…
wie kommt es bitteschön, dass wir fast Mai haben? Ich war doch eben noch hier!
Vor gefühlten vier Wochen hab ich den letzten Blog-Eintrag geschrieben. Es ist aber faktisch gesehen ein Vierteljahr her… wie kann das angehen?
Als ich angemerkt hatte, das Leben wäre neuerdings wie ein D-Zug, wusste ich nicht, dass dieser D-Zug so beschleunigen kann. Mittlerweile sitze ich in einem Überschallflieger. Die Kalenderblätter purzeln, die Wochenenden folgen im Staccato-Takt aufeinander.
Aber das ist in Ordnung so. Mein Leben hat sich aus einem tröpfelnden Rinnsal in einen reißenden, bunten Fluss verwandelt und ich rausche mit.
Ich habe gut Fuß gefasst in meinem Job (manchmal ergreift mich ganz kurz das wahnwitzige Gefühl, dass die alle verrückt sind, sich komplett auf mich zu verlassen. Wenn ich nämlich mal einen Tag nicht da bin, bricht das Chaos aus, weil ich eben ganz viel “im Hintergrund” am Laufen halte und das erst auffällt, wenn ich es nicht mache…) ich habe mit meiner Verbandszeitung und meiner Eine-Frau-Redaktion an drei von fünf Abenden die Woche gut zu tun und ich liebe es.
Das Fazit der letzten Wochen ist einfach – nachdem mein vorangegangener Job so undankbar war, lechze ich nach Anerkennung und stelle fest, dass ein ehrliches Lob und ein ehrliches “Das haben Sie gut gemacht, ich bin beeindruckt” so viel Energie freisetzt, wie nichts anderes. Ich fühle mich, wie nach einer Metamorphose. Ein Umstand, den man auch sehen kann – die blonden Haare gehören der Vergangenheit an, mittlerweile sind sie richtig kurz, dunkelbraun und rot gesträhnt.
Auch wenn das blog zeitweise verwaist war, es geht mir gut und ich bemühe mich, wieder öfter von mir hören zu lassen. Auch ein Überschallflugzeug muss hin und wieder landen und auftanken.
Links-Rechts-Autsch
Vielleicht neige ich dazu, mit der Tür ins Haus zu fallen. Die Kellertür meines Arbeitgebers weigerte sich jedoch gestern Abend standhaft, zu fallen. Nichtsahnend wollte ich, beschwingt in Richtung Feierabend trabend, durch den Kellervorraum in die Tiefgarage zu meinem Auto. Dass die Tür davor geschlossen war, konnte ich im Halbdunkeln nicht sehen, die war nämlich zuvor noch nie geschlossen gewesen. Ich war mir der Existenz einer Kellertür noch nicht einmal bewusst gewesen. Konzentriert nach unten blickend und auf die Stufe achtend, entging mir so das Hindernis und ich donnerte volle Lotte dagegen. Mein Gesicht war dabei leider der herausragendste Punkt meiner Körperachse, so dass meine Nase meinen Schwung abfangen musste…
Sie blutet jetzt nicht mehr, also macht euch keine Sorgen.
Und gebrochen ist auch nix. Nur mein linkes Knie ist ein bisschen blau. Und meine Nase quietscht beim Putzen und reagiert empfindlich auf Druck.
Fazit: Geschlossene Türen immer mit der Klinke aufmachen und dazu die Hand nehmen.
Aber hey: Morgen geht’s nach Berlin!
Und ja, ich pass auf mich auf! Danke fürs an mich denken
Ansprüche…
…sind grundsätzlich nicht verkehrt. Ich habe Ansprüche an meine Küche, mein Bett, meinen Freund und natürlich auch an mich. Nur… sind die immer richtig? Während ich anderen gegenüber stets Milde walten lasse und gerne auch mal beide Augen zudrücke, weil ich sie eben alle so schrecklich gern hab, bin ich mir gegenüber immer kritisch. Muss ich denn tatsächlich immer einen leeren Bügelkorb haben? Muss mein Schlafzimmer jederzeit so aussehen, als sei es gradewegs der Auslage eines Möbelhauses entschwunden? Und muss ich mich immer verantwortlich für saubere Schuhe, gebügelte Hemden und volle Kühlschränke fühlen?
Nein, muss ich an sich nicht. Weiß ich. Aber abstellen kann ich es nicht.
Dabei müsste ich mich doch auch verantwortlich dafür fühlen, wie viel gute Bücher ich mir zu Gemüte führe, wie viele schöne Filme und wie viele gute Gespräche mein Leben bereichern.
Ich arbeite dran.
