Dein Kotelett ist meine Kartoffel.

Ich esse kein Fleisch mehr. Seit Anfang Juni dieses Jahres. Klingt wie ein großer Verzicht? Wie eine persönliche Einschränkung sondersgleichen? Och. Im Großen und Ganzen fehlt es mir nicht. Ich habe schon davor keine Unmengen Steaks, Wurstbrote oder Hähnchenschlegel in mich hineingeschaufelt. Von einer kompletten Ernährungsumstellung zu sprechen, wäre also ziemlich übertrieben. Was als Selbstversuch begann, hat sich ziemlich schnell richtig angefühlt. Ursprünglich wollte ich eine Woche auf Fleisch und Wurst verzichten. Zumindest wollte ich mir damit eine Hintertür offenlassen. Wenn ich mein Wurstbrötchen nach einer Woche sehr vermissen würde, hätte ich den Versuch als beendet erklären und wieder in das Schnitzel beißen können. Nach einer Woche vermisste ich aber überhaupt nichts. Es war Sommer, die Gemüseregale quollen über vor lauter frischgeernteten Radieschen, Gurken und Tomaten und die Alternativen zu Wurst und Fleisch waren geradezu grenzenlos.

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Ich, die Wutmutter.

„Wenn Du die ganze Zeit über Deine Kleidergröße jammerst, solltest Du jetzt wirklich kein Eis essen.“ „Warum trägst Du denn einen Rock? Bei Deinen Beinen würde eine Hose viel besser aussehen.“ „Warum habt ihr denn eine Putzfrau, Du hättest doch selbst Zeit, zu putzen?“
Mal ehrlich, wer hat einer Freundin oder Bekannten eine solche Frage schon jemals gestellt? Noch keiner? Weil es unhöflich ist?

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Das fleißige Hörnchen!

Sieht es nicht stolz aus? All die vielen Nüsse, die Erwin das Eichhörnchen gesammelt hat. Und damit es seine Schätze nicht überall suchen muss, wie das bei Hörnchen so üblich ist, habe ich ihm da einfach unter die Arme gegriffen.

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Der Tiger hat nen Schnupfen!

Wer mich kennt, weiß, mit welch inniger Liebe ich an meinem gelben Cabrio hänge. Es ist mit Kind nun wirklich kein praktisches Auto. Der Kindersitz steht in Ermangelung einer Rückbank auf dem Beifahrersitz, der Dachholmen ist so niedrig, dass ich beim Kind-Ein-und-Ausschnallen schon mehrfach den Kopf angehauen habe… die Stimme der Vernunft sagte irgendwann unüberhörbar “kauf Dir eine Familienkutsche”.

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Kopf-Tetris

Ich habe ja schon mal erzählt, dass Wochentage und Namen für mich Farben haben. Mir ist neuerdings bewusst geworden – ich habe auch so ne Art Agenda-Tetris im Kopf. Heut zum Beispiel. Viel vorgenommen, die Uhr war mein Feind. Die unerledigten Sachen sehe ich als bunten Block vor mir. Ich versuche die Blöcke auf einem senkrechten Zeitstrahl (den ich echt vor mir sehe) möglichst in Schichten wie bei Tetris anzuordnen. Also so wie Waschmaschine füllen und anwerfen, dazwischen Ständer abhängen und bügeln bis die Maschine fertig ist. Es sollten keine Lücken entstehen. Wenn es gut klappt, bin ich entspannt. Wenn es nicht klappen will, stehe ich unter Strom. Heute waren kleine und große Blöcke en masse zu verschieben, ich habe letztlich vieles geschafft, aber am Ende habe ich nur noch stumpf Blöcke aufeinander gestapelt. Parallel lief da nix mehr.
Kennt das jemand? Wenn nicht, Hirnforscher, bitte melden! Ich würde dann ein Buch über mein buntes Hirn schreiben wollen!

Klimperklimper!

Heute. Am 6. März 2014. Der historische Tag von Frau Venus’ erster Klavierstunde. Es war SO TOLL!
Die Lehrerin – sehr sympathisch. Das Klavier – sehr schwarz und hochglänzend. Die Literatur – für Kinder schön bunt, aber was soll’s, egal wie anfangen, Hauptsache von vorne. Die halbe Stunde – SO SCHNELL VORBEI. Ich scheine nicht ganz talentfrei zu sein, denn wir sind im Buch auf Anhieb bis Seite 27 durchgekommen. Ich bin zwar grottenschlecht im Notenlesen, aber ich weiß instinktiv, wie es sich anhören muss Auch das beidhändige Spiel hat ganz gut geklappt. Nächsten Mittwoch geht’s weiter.
Was soll ich sagen – es sind diese Momente, die mich sehr dankbar machen. Für viele Kleinigkeiten. Dass ich Zeit habe für so etwas. Das ich so ein Instrument zuhause habe. Dass ich mir den Unterricht leisten kann. Es ist so toll, etwas lernen zu können. Und zum Lernen ist man wohl nie zu alt – ihr ältester Klavierschüler, erzählte sie mir heute, sei 81 Jahre alt. Da hab ich noch ein paar Jahrzehnte Zeit zum Üben.

Solche Socken…

…können mich locken!
Das Bild ist zwar von gestern aber die Socken verlieren nix an Spektakularität. (Warte, gibt’s das Wort? Wenn nicht – ich hab’s erfunden.)

Ja, ich zeige Euch speziell meine Socken. Mein Leben ist so unwahrscheinlich aufregend.

Ich glaub…

…ich werd alt. Zumindest modetechnisch. Jaja, traurige Erkenntnis. Aber ich habe jetzt zweimal die neue Instyle durchgeblättert. Und beidesmal dachte ich bei den outfits für 20-30-40-50-Jährige… entweder das für 40- oder für 50-Jährige. Alles anderes geht gar nicht. Zumindest nicht, wenn man nicht am Ellbogen freundlich durch den Supermarkt geführt werden möchte, weil man anhand seines Äußeren für eine entfleuchte Insassin der geschlossenen Psychiatrie gehalten wird.
Hat sich mein Stil geändert? Jein. Ich weiß, der Daily-Dress-Blog ist ein bisschen eingeschlafen. Liegt nicht daran, dass ich nackt oder im Schlafanzug bin den ganzen Tag. (I wish sometimes). Sondern eher daran, dass Selfies nicht so mein Ding sind und der Fotograf und die Location fehlen. Kommt Zeit, kommt Rat.
Ich mag’s immer noch bunt. Aber wo trägt Frau von heute denn bitte sowas:

Oder das hier:

Aua!

Und zwar sehr. Und zwar so sehr, dass ich! freiwillig! zum Arzt!!! gegangen bin. Irgendwas hatte sich da in meinem linken Unterbauch verhakt, verwickelt oder verknotet. Jedenfalls hatte sich das anfängliche Muskelkater-Gefühl übers Wochenende in einen fiesen, wellenartigen Krampf verwandelt. Am Montag hätte ich jedesmal in die Tischkante beißen können. Als es am Dienstag immer noch da war, bin ich zum Arzt gegangen. Offenbar habe ich einen besonders kurvigen Verdauungsapparat und ein krampflösendes Mittelchen brachte die Erlösung. Sowas braucht aber echt keiner.
Falls ihr euch also gewundert habt, wo ich war – ich hatte mich im Tisch verbissen und keine Hand frei zum Tippen.

Zur Belohnung, weil ich so unglaublich tapfer war und trotz meiner grauenhaften Vorstellungen zum furchteinflößenden Check ganz lässig zum Hausarzt gegangen bin, hab ich mir Klavierunterricht organisiert. Nächsten Donnerstagmorgen um zehn hab ich ne Probestunde. Ich freu mich wie bolle.

Sonst noch? Draußen liegt die weiße Pest. Gestern noch in Pumps einkaufen gewesen, heute maulend die Winterstiefel ausgepackt. Irgendwer hat das weiße Zeug vom Himmel auf unser Haus geschüttet. Die Sonne scheint wenigstens und ich hoffe, sie nimmt alles wieder mit. JETZT brauch ich das auch nimmer.

Ansonsten ist heute das Kind bei der Oma und ich nutze die Zeit, um zu arbeiten. Hab grad meinen nächsten Artikel klar gemacht und drölfmillionen Kilo Wäsche versorgt. Jetzt steht noch der Badputz an. Holladrio. Habt einen schönen Tag!