…unter meinen Blogfreunden!
Liebe Ryansmilla, von Herzen alles Liebe und Gute zum Geburtstag! Tröööööt! *konfettiwerf*
Was ist eigentlich Glück?
Verschiedene Einflüsse der letzten Tage haben mich auf diese Geschichte gebracht. Was ist Glück? Was macht mich glücklich? Glück, so scheint es mir, kommt ohne Maßeinheit aus. Es ist etwas sehr Individuelles. Vielleicht kann man gewisse Rahmenbedingungen nennen, die dem Glücklichsein förderlich sind. Gesund zu sein, zum Beispiel. Oder in Friedenszeiten zu leben. Spielen Finanzen eine Rolle? Vermutlich schon. Zwar macht Geld nicht glücklich, aber ich vermute fast, Armut auch nicht. Ein finanzielles Polster zu haben (keine Millionen) erleichtert es einem vielleicht, die Aufmerksamkeit auf andere Dinge als das tägliche Überleben lenken zu können. Wer sich nicht überlegen muss, was er morgen oder nächste Woche noch zu essen kaufen kann, geht den Tag vielleicht gelassener an. (Oder auch nicht, aber ich habe keinen Vergleich.)
Und wenn ich ein wenig darüber nachdenke, sollte es doch jedem möglich sein, Glück zu erleben. Es ist Definitionssache, ob mich etwas Materielles glücklich macht, oder die Tatsache, den Bus noch erwischt zu haben. Ob ich mich freue, einen sonnigen Moment mit Entenfüttern zu verbringen, oder ob es ein toller Urlaub sein muss. Ist vielleicht die Gabe zur Bescheidenheit und eine gewisse Dankbarkeit für alles was man hat, der Schlüssel zum Glück? Lohnt es sich wirklich, immer nach dem zu lechzen, was man nicht hat und sich zu grämen, dass andere es haben? Oder täte mir ein Innehalten und ein wohlmeinender Blick auf die Dinge, die ICH erreicht habe und besitze, nicht viel besser?
Und habe ich heute wohl einen besonders philosophischen Tag? Kann schon sein. Vielleich hängt es mit dem Klavier zusammen, das so ewig lang auf meiner Wunschliste stand. Es hört sich doof an, aber fast bin ich ein bisschen wehmütig, dass sich der Wunsch erfüllt. Denn jetzt ist er ja weg. Was nicht heißen soll, dass ich in fünf Minuten wieder herumflippe und mir ein Loch in den Bauch freue, weil ich ENDLICH EIN KLAVIER KRIEGE! Trotzdem, ich war natürlich auch ohne Klavier glücklich. Weil ich wusste, DASS ich irgendwann eins haben werde. Und genau das ist es, was mein Glück ausmacht. Ich träume nicht, ich weiß. Ich weiß, dass das, was mein Oberstübchen sich ausmalt, auch irgendwann eintritt. Bis dahin bin ich guter Dinge und – ganz wichtig – offen. Ich freue mich einfach über alles, was mir gelingt. Und alles, was noch nicht dabei war, kommt schon noch. Ganz sicher. Und irgendwie hat Glück auch mit Endlichkeit zu tun. Ich weiß, dass meine Existenz endlich ist und allein deswegen bin ich so glücklich wie ich nur kann. Was sollte ich mich denn die ganze Zeit ärgern und mich aufregen über Dinge, die ich nicht habe? Das ist verschwendete Zeit.
Das musste heute mal aus mir raus. Und jetzt mache ich meinen Magen ein bisschen glücklich. hier stehen nämlich Kekse rum. Nomnom.
Ein Klavier, ein Klavier! Teil II
…kommt zu mir, kommt zu mir! Ist es zu fassen? Gestern Abend, ich hatte das ganze schon abgehakt, weil der Chor und der Pfarrer und das Schnäppchen…
Aber denkste, gestern Abend klingelte das Telefon. Weder der Chor noch der Pfarrer möchten das Klavier. ES IST MEIIINS.
Grade eben hab ich mit der Klaviertransport-Firma telefoniert. Nächsten Donnerstag wird’s angeliefert. ICK FREU MIR SO!
Irgendwie ist das Ganze mal wieder typisch. Gekauft ungesehen. Aber die Klavierfirma, die es auch aufgekauft hätte, hat mir versichert, dass ich ein gutes und solides Stück erworben hätte, das sie auch gerne auf- und wieder verkauft hätten. Na dann!
Darf ich vorstellen…
…ein neues Mädchen ist hier eingezogen. Sie heißt (offiziell) Mette und ich hoffe, Hannah und sie werden Freunde.
Da wären wir bei der Frage – wieviel Spielzeug braucht so ein Kind? Nun ja. Hannah kann sich sehr lange mit Dingen beschäftigen, die oberflächlich kein Spielzeug sind. Haarbürste. Tupperschüsseln. Kochlöffel. Fernbedienungen. Aber da ist ja Hannahs Mama. Die, seit sie ein kleines Mädchen hat, an keinem Spielzeugladen vorbei kommt, ohne etwas, wenigstens etwas WINZIGKLEINES mitzunehmen. Meistens sind es Bilderbücher, die ihren Weg in unseren Haushalt finden. Hannah ist ein kleiner Bücherblätterwurm. Aber weil jetzt die Babypuppe in Omas Sammelsurium so spannend geworden ist, soll sie bei uns jetzt auch eine Freundin haben. Damit das ganze nicht zu stereotyp wird, bekommt sie vom Opa Autoooos. Und Lego (nein, nicht nur das pinke mit den Ponys und Häschen).
Und wenn sie Hannah nicht gefällt, dann wird Mette eben meine Freundin. Jawoll.
Ein Klavier, ein Klavier!
Oder auch nicht. Mann. Ich war so nah dran. Seit ungefähr drölfhundert Jahren wünsche ich mir ein Klavier. So fürs Alter, ihr wisst schon. Also für jetzt. Ich habe ein Sparbuch dafür, das mal ein Klavier geben soll. Ich sparte da fröhlich vor mich hin und hab das mit dem Klavier mal mehr oder weniger intensiv vorangetrieben. Gestern Abend sagt meine Schwiegermutter im Gespräch ganz beiläufig: “…und sie hatte mit der Dame gesprochen wegen des Klaviers, das sie loswerden möchte. Der Chor würde es gerne nehmen, aber dem ist es zu hoch. Und dem Pfarrer privat ist es zu teuer. Jetzt guckt sie halt weiter.” Ich schnappte nach Luft und sagte dann: “EIN KLAVIER EIN KLAVIER!” Und mein Mann, dem ich seit drölfhundert Jahren in den Ohren liege, war sofort begeistert und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Ein Telefonat später dann die Ernüchterung – der Pfarrer habe noch nicht angerufen, vielleicht nehme er es doch. Heute morgen um neun der zweite Anruf. Der Pfarrer wolle es nicht. ABER. Der Kirchenchor überlege nun auch nochmals, ob man es nicht ein bisschen schräg stellen könne, so dass der Chor den Pianisten sehen könne. Am Donnerstag probt der Chor wieder, danach wird’s entschieden.
Ich habe schon mal den Platz ausgemessen. Ich wüsste, wo es hinkommt. Ich müsste auch gar keinen Chor sehen. ABER WAHRSCHEINLICH IST ES JETZT EINFACH WEG! UND DAS WÄR SO EIN SCHNÄPPCHEN GEWESEN.
Das war’s
Mein Kiez!
Ist hier! Ich fühle mich wohl in meinem Netz. Nur mal so nebenbei. Heute morgen war ich mit klein Hannah einkaufen. Wir gehen meist in den selben Ede*a, weil er erstens neu und gut sortiert und zweitens in nächster Nähe ist. Mag sein, dass man uns dort schon gesehen hat. Aber die freundliche Dame an der Kasse hat mich heut überrascht. Erst unterhielt sie sich mit dem älteren Herrn vor mir. Sie nannte ihn beim Nachnamen und fragte nach dem Befinden seiner Frau und richtete Genesungswünsche aus.
Dann kamen wir an die Reihe und sie sagte zu Hannah: “Da ist ja die süße kleine Maus wieder!” und fragte mich dann, ob sie jetzt denn mittlerweile laufe. Ich guckte erstaunt. Nicht mal mehr ich selbst konnte mich daran erinnern, ihr erzählt zu haben, dass sie noch nicht läuft. Hab ich aber wohl. Ich antwortete also brav, dass sie mittlerweile aufsteht und gestern Abend sogar ein bisschen an der Hand vorwärts getapert ist. Und bezahle dann und staune noch beim Einräumen ein bisschen. Und als die Frau hinter uns dran kommt, sagt die Kassiererin: “Hallo Frau Müller, ihren Großen habe ich gestern getroffen…” und die beiden plaudern fröhlich.
Beim Heimfahren sehe ich, dass ein Haus neu aufgerichtet wird und winke im Vorbeifahren meiner Hebamme. Und Himmel ja, ich mag das. Ich mag nicht anonym leben, kaum jemanden kenne. Ich bin ein solches Herdentier, das sich wohlfühlt in einer sozialen Gruppe. Das sich freut, bekannte Gesichter zu sehen und ein paar Worte mit Nicht-ganz-so-Fremden zu wechseln.
Wollte das mal gesagt haben. Schönen Start in die Woche!
Essen am laufenden Band, Tag 9
Resümee der ersten Woche: Easypeasy. Es ist bisher überhaupt keine Umstellung und fühlt sich an, als hätten wir’s noch gar nie anders gemacht.
Auch wenn…
… wir gestern außerplanmäßig auswärts gegessen haben
… wir manchmal Reste übrig haben
… ich nicht mehr gemütlich mit Körbchen einkaufen gehen kann, sondern kurz den Sattelzug aus der Garage holen muss.
Heute gab’s Nudelauflauf mit Schinken. Sehr lecker.
Mein erstes Fazit ist klar – so entspannt war die Sache mit dem Essen und Kochen noch nie. Ich erspare mir nicht nur das ständige Gerenne, ich muss auch nicht überlegen, was ich kochen könnte, um letztlich sehr oft das gleiche zu essen.
Wir sind erst in Woche zwei, aber ich bin jetzt schon sehr angetan von meiner Neuerung.
Und ihr so? Welche Projekte habt ihr Euch denn fü 2014 auf die Fahnen geschrieben?
Essen am laufenden Band, Tag 4
Ups. Wer war denn da gar nicht daheim? Wer hat nicht von seinem Tellerchen gegessen und nicht aus seinem Becherchen getrunken? Ja. Ich. Aber hömma, eine liebe gute Freundin hatte Kummer und so war der Gedanke an einen gemeinsamen Kaffee weitweitweg vom heimischen Herd ja geradezu obligat. Aus dem Kaffee wurde Mittagessen. Und die Zucchini, die es heute hätte geben sollen? Ganz ruhig. Die gibt’s. Ich habe sie nämlich pfichtschuldigst zwischen elf und halb zwölf zu einer Zucchini-Pfanne mit Rosmarin und Fetakäse verarbeitet.
OK, jetzt doch die Planänderung – morgen gibt’s nicht den Fisch mit Kartoffeln sondern eben die Zucchinipfanne, den Rest, der heute Abend übrig bleibt. So’n tiefgekühlter Fisch harrt auch noch ein paar Tage länger in seinem eisigen Grab aus.
Beim Nachdenken über meine Zucchinipfanne ist mir übrigens grad was eingefallen. Wisst ihr, welches Wort mir in Speisekarten auf den Keks geht? Tomatisiert! Gerne wird Reis tomatisiert.
Das Wort ist so künstlich! Als würde man sagen, wir haben den Feldsalat ein bisschen angespeckt. Und das Wiener Schnitzel ist auch schon zitronisiert. Und übrigens. Das Brot wurde knoblauchesk verfeinert. Tomatisiert. Also echt.
Essen am laufenden Band, Tag 3
Aha, der erste Fehler im System. Ich bin ja auch doof. Während ich akribisch notiert hatte, was ich wann essen möchte und dafür einkaufte, ist jetzt still und leise einfach die Milch ausgegangen. Wir essen ja tatsächlich dreimal täglich und nicht nur einmal.
Also muss der Wocheneinkaufszettel noch ein wenig erweitert werden, sonst muss ich mit einem 2. Einkaufstag pro Woche leben (was immer noch eine Verbesserung zu bisher wäre).
Ansonsten läuft’s ganz gut. Ich werde heute Abend noch einen Rest an den guten Gatten verfüttern, dann geht’s morgen planmäßig weiter. Es häufen sich keine Vorräte hier an, alles, was ich gekauft hatte, wird tatsächlich ordentlich und Stück für Stück verbraucht, bevor es gammelt.
Bin zufrieden.
Sonst so? Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Nicht. Stattdessen Bettenmachen, Klamotten-Aussortieren, Krabbelgruppengespräche. Meine kleine Blase, die mal kuschlig, mal eng anmutet. Je nach Tagesform.
(Gerald, geht’s noch ein Weilchen? Oder entfreundest Du mich demnächst? Schau mal, ich lese schon Fachliteratur:
Essen am laufenden Band, Tag 1,5
Woohoo. Der erste Tag nach Plan ist geschafft (Riesenkunststück, ich weiß).
Gestern gab es die Sonntagsschnitzel, erste Planänderung – es gab zusätzlich Spätzle, weil die per Mamaexpress frisch aus dem Topf hier eingetroffen sind. Da kann man nicht auf den Plan verweisen und ablehnen. Übrig geblieben ist nix, allerdings nur, weil wir abends einen Rest gegessen haben. Heute gibt’s also Ratatouille. Blöd nur: Irgendwie sind frische Tortellini in meinen Kühlschrank geraten, die nicht ewig haltbar sind. Irgendwann diese Woche wird’s also eine erste Planänderung geben. Aber das spielt sich hoffentlich noch ein. Außerdem ist morgen Krabbelgruppe und da reicht die Zeit nie zum Kochen. Deswegen koche ich montags vor. Was wiederum heißt, dass ich das Hackfleisch für morgen jetzt schon auftauen musste. Ich habe mir einen FleischnichtvergessenWecker gestellt. Jaha, das Leben als Hausfrau und Mama ist verrückt und abgefahren.
Sonst noch? Das Kindelein steht auf! Sie hat entdeckt, dass man sich an einer Spielzeugschachtel abstützen und die Beine durchstrecken kann. Sieht sehr lustig aus und macht ihr offenbar großen Spaß. Ich bin noch ganz mutterstolz, aber womöglich wird mich diese zunehmende Mobilität in Kürze eher seufzen als frohlocken lassen.
Der gute Gerald hatte Recht, es wird hier zunehmend Kind und Küche thematisiert. Aber so langsam weite ich meinen Aktionsradius wieder aus. Immerhin reicht es schon wieder zum geliebten Schwimmabend mit anschließendem Gruppenkaffee. (Gute Freunde, nicht Selbsthilfe. Wobei.)
Sollte sich also auch weiterhin so viel Bahnbrechendes tun im Leben der Frau Venus, seid ihr die ersten, die’s erfahren. (Wer gähnt hier?!)
Habt e
