… ist eins geworden. Tolles Fest, tolle Großeltern und Paten. Das kleine Kind ist im Bett, die Großen feiern noch ein bisschen. Es ist auch noch Kuchen da…
Mehr Bilder demnächst!
Den ganzen Tag schon guck ich auf die Uhr. Jetzt vor einem Jahr zum Beispiel. Ich drehte Runde um Runde über Krankenhausflure. Ich hatte Wehen, aber sonst tat sich nüscht. Hätte ich damals gewusst, dass Mademoiselle jetzt noch gut zwölf Stunden auf sich warten lässt… Oh Mann. Die Erinnerungen sind so deutlich, als wär’s letzte Woche gewesen.
Stattdessen heute:
– dem Kind unter Protest zwei Erdnüsse aus dem Mund holen. Irgendwie hat sie die Tüte mit den schokobezogenen Erdnussbergen vom Tisch gekriegt und saute sich grade genüsslich sabbernd ein, als Mama die Ruhe suspekt wurde…
– Runden ums elterliche Haus gedreht, weil niemand öffnete. Mana war einkaufen, Papa sang so laut mit dem Badradio, dass er mein Sturmklingeln überhört hat.
– Runden durch den Supermarkt gedreht, die Hälfte vergessen. Dabei entzückende ältere Dame vor mir gehabt, die mich überreden wollte, doch vorzugehen, sie habe doch mehr Zeit als ich. Dann schenkte sie mir ihre Aufkleber (ihr wisst schon, e*eka Stickeralbum, jaaa, wir sammeln die.)
– heimgekommen und los ging der MorgenhatdaskleinegroßeKindGeburtstagsmarathon. Backen, backen, backen. Kneten, ausrollen, verzieren, bebröseln, verkleckern, staubsaugen, formen. Als meine Schwiegermama vorbeiguckte, saß ich grade mit grünem Marzipan am Boden und rollte ihn auf Backpapier aus. Überall sonst war Chaos.
So sah’s zwischendurch aus:
Der Schokokuchen beim Werden und kurz vor seinem Ofengang:
Jetzt ist der eine Teil im kühlen Keller, der andere wartet in der Gefriertruhe auf Weiterverarbeitung. Und ich geh jetzt die Maus abholen und denke andächtig daran zurück, wie sie meinen Trott vor einem Jahr völlig auf den Kopf gestellt hat.
Mehr Bilder vom fertigen “sweet table” gibt’s morgen oder so!
Euch einen schönen Abend!
Guten Morgen ihr Lieben, wie jede ordentliche schwäbische Hausfrau stehe ich morgens ab neun in der Küche und rühre Spätzleteig, mariniere den Braten und koche Kartoffeln. Ähem. Sicher. Bestimmt. Aber manchmal wird mein Freigeist übermütig und lässt sich im Supermarkt ans Regal der exotischen Köstlichkeiten locken. Ich lasse mich von bunten Aufdrucken und vollmundigen Versprechungen (“der ganze Geschmack Griechenlands” – in einer DOSE! Wie cool ist das denn?!) einwickeln und kaufe.
Derzeit tagt mal wieder die Kulinarikkonferenz in unserem Vorratsrondell. Die wichtigsten Botschafter sind:
Rote Linsen, Hirse, weiße Bohnen in Tomatensoße, weiße Bohnen ohne was.
Es könnten auch die gleichen Bohnen sein. Die einen schmecken italienisch, die anderen griechisch.
So. Und jetzt seid ihr gefragt. Rezepte für diesen Kessel Buntes?
Dazu sei noch erwähnt, dass mein Mann weder Linsen noch Bohnen mag. Zu Hirse konnte er sich noch keine Meinung bilden.
Beim Einkaufen denk ich natürlich nur an mich.
Name: Moti Vation
Alter: 33
Aussehen: wechselt häufig, derzeit recht rosa und fluffig
Zuletzt gesehen: vor 2 Wochen beim Fensterputzen. Womöglich ist sie dabei unbemerkt durchs offene Fenster entflohen.
Wer Hinweise geben kann, soll sich bitte bei mir melden oder sie einfach hier abgeben. Sie ist nach ihrem letzten Freigang nicht wieder zum Dienst angetreten.
Persönliche Botschaft von mir: “MEIN LIEBES FRÄULEIN!!! Wer soll das…
…denn bitte jetzt erledigen?! KOMM. SOFORT. HEIM.”
(Prokr
Es ist eine Crux. Einerseits frühstücke ich morgens einfach nicht gerne, Kaffee reicht völlig. Andererseits sitzt jetzt ein aufmerksames Kind am Tisch, dem ich natürlich nicht alle schlechten Angewohnheiten vorleben mag. Ich beschloss also vor geraumer Zeit, ein gutes Vorbild zu sein und zu frühstücken. Aber was? Brot? Krieg ich fast nicht runter. Meine Eltern essen morgens Müsli mit frischem Obst, Weizenschrot und Naturjoghurt. Klingt nicht nur gesund, schmeckt auch so. Man kann sich schlechte Laune ja auch gleich von Tisch einverleiben. Cornflakes? Gesund ist das irgendwie auch nicht.
Irgendwann erzählte mir eine Freundin, dass sie Hirseflockenbrei frühstücke. Meine Augenbrauen machten sich selbstständig. Brei. Hmmm. Is klar.
Aber ich hab’s probiert und rausgefunden, woran mein Appetit morgens krankte: ich mag nichts kaltes. Kein Joghurt aus dem Kühlschrank, kein Butterbrot. Dafür gibt’s jetzt Brei für Mama und lustigerweise Käsebrot fürs Kind.
So sieht das morgens aus:
Rezept:
Ein bisschen Milch (halbe Tasse) in einer Schale kurz erwärmen. Hirseflocken unterrühren, ich nehm etwa 4 Esslöffel. Dann das ganze (ich mach’s in der Mikrowelle) kurz aufkochen lassen. Die Flocken ca. 5 Minuten quellen lassen. Heute wurde das ganze verfeinert mit einem Löffel Honig und einer Biobanane.
OK, es sieht nicht lecker aus…
…aber es schmeckt wirklich.
Die Schälchen sind übrigens von www.zeller-keramik.de
Guten Start in den Tag!
… 2 neue Zähne beim Kind
… 4 Stunden gebraucht, bis sie eingeschlafen ist
… 3 mal wieder aufgestanden
… 4 Stunden Nachtschlaf für Mama und Papa
… 1,5 Tage auf volle Windel gewartet
… 35 mal beim Drücken zugeguckt, leider mit …
… 0 Ergebnis, daher für
… 14 Uhr Besuch beim Kinderarzt geplant, weil Kind echt quengelig,
… 10 min vorher
… 1 Kümmelzäpfchen
… 1 Ergebnis, das das Kind wieder zum Singen gebracht hat
… 1 Verabredung mit
… 3 sms abgesagt, wieder zugesagt, verschoben
… 3 km durch die Sonne spaziert,
… 12 Maultaschen zum Auflauf verarbeitet,
… 4 mal die Klötzchenkiste wieder eingeräumt
… 25863 mal das Kind ermahnt, nicht an die Steckdose/Stereoanlage/CD-Sammlung zu gehen
… 22 Uhr: Bett.
Und ihr so?
Wie oft hab ich bei der Taufe am Sonntag diese Antwort bekommen auf die Frage “wie geht’s euch denn?”
Was soll ich sagen? Ich habe glaube einige verblüfft. Anstatt miteinzustimmen in das “hachduweißtjawiedasistdieArbeitundderVerbandunddasgroßeHaus…” sagte ich einfach die Wahrheit. Mit geht’s absolut gut und mein Leben war seit meiner eigenen Kindheit nicht mehr so entschleunigt und entspannt aber dafür sehr intensiv. Dadurch, dass ich versuche, auf Hannahs Rhythmus zu achten, achte ich auch auf meinen. Wir kochen jeden Tag, wir essen zu festen Zeiten, wir sind viel draußen, solange der Herbst noch so golden ist.
All das war für mich am Anfang schwierig. Ich war halt “nur” daheim, während andere gestresst sein durften von richtiger Arbeit. Mittlerweile ist nei mir angekommen, wie wertvoll die Arbeit ist, die ich leiste. Und auch wenn ich Lust habe, wieder zu arbeiten, ich werde später sicher mit Vergnügen und Sehnsucht an diese entschleunigte Zeit zurückdenken.
Im Stress? Ohje. Nö, wir sind tiefenentspannt.
Und weil’s gestern so schön war, haben wir dem Hausgarten die letzten Dahlien entrissen. Man muss das Leben genießen. Man hat jeden Tag einen weniger davon.
In diesem Sinne: namaste!
…ne, da fehlt kein ü. Das ist nur abgefallen.
Heut hat es die Anmeldung endlich in den Kindergarten geschafft. Heute war es weder vor zwei noch nach vier und Waldwoche war auch nicht. Hannah und ich klopften also artig an die Bürotür. Drin schnatterte ud lachte es. Wir klopften lauter. Kein “Moment bitte”, kein “herein”, kein nix. Nur Geschnatter. Ich übte mich also in Geduld und ließ meinen Blick schweifen. Und las das hier:
Gerade als ich zum dritten Mal am Entwicklugsplan hängen blieb, kam eine Erzieherin auf mich zu. Wir besprachen die Anmeldung und der Klugscheißer in mir wurde immer penetranter. “Sag’s ihr! Frag sie!” Ich fragte also mit dem charmantesten Lächeln, das ich habe: “Ist Ihnen aufgefallen, dass da ein n fehlt?” Und sie lächelte nicht minder charmant und sagte: “ja, das ist abgefallen.”
IIIS KLAAAR! Es hat ja auch eine gut sichtbare Lücke hinterlassen.
Keeeekseeee! Das war auch nur ein Test, die werden zum Geburtstag nochmal frisch gebacken. Oder habt ihr etwa geglaubt, dass Kekse in diesem Haus länger als zwei Tage leben? Haha!
Ich wollte gucken, ob die Hs, also die Hahs, verlaufen oder ob sie schön werden. Und jup, natürlich werden sie gut.
Ich geh jetzt mal die Küche putzen. Das Krabbelkind hat nämlich das Paniermehl im offenen Rondell entdeckt. Seufz. Ja, OFFEN. Anfängerfehler, ich weiß.