Das Kind meiner Eltern…

…bin ich. Je älter ich werde, desto mehr sehe ich das so. In meiner Jugend (also vor laaaanger laaaanger Zeit) fand ich mich so total anders. Viel jünger einfach. Jugendlicher. Flippiger. Unsteter.
Ich war auch überzeugt davon, ganz anders zu werden, wenn ich älter bin. Aber je älter ich werde, desto mehr Gemeinsamkeiten entdecke ich.
Ich habe viel vom Wesen beider Elternteile. Klar ist manches bei mir anders ausgegprägt, aber ich ähnle meinen Eltern sehr.
Und wenn ich mir das so recht überlege, alle, die ich kenne, haben viel von ihren Eltern.
Was mich zu der Frage bringt – wieviel Persönlichkeit bekommt man von Zuhause mit? Seid ihr Euren Eltern ähnlich? Papa- oder Mama-Kinder? Optisch und/oder vom Wesen her?

Fertig wie ein Schnitzel…

…bin ich heut. Und das ist ne Beleidigung für jedes Schnitzel. Ein Mörderwochenende liegt hinter mir, allein heut haben Schatzi und ich fast 10 Stunden gearbeitet. Ich glaub, ich geh jetzt ins Bett. Und träum von – Schnitzel oder so.

Ich bin SOWAS von kein Alien.

Also schön. Dann bin ich eben kein perpetuum mobile. Das frühe Aufstehen hat mir genau drei Tage lang überhaupt nichts ausgemacht. Mein Schlafrythmus schien sich gerade einzupendeln. Dann bin ich vermutlich irgendwie zu lange aufgeblieben oder zu früh schlafen gegangen, irgendwas, was meinem Biorythmus nicht behagt hat. Denn es ist mittlerweile fast gruselig zu nennen, wie mich der Schlaf abends anfällt. Es reicht schon, an mein Kopfkissen nur zu denken. Dann habe ich größte Not, zu verhindern, dass mir die Lider nicht automatisch zu und der Kopf nicht in den Teller fällt. Und damit nicht genug. Ich ignoriere morgens meinen Wecker nicht nur, ich HÖRE ihn erst gar nicht, weil ich dermaßen tief schlafe, dass es eines Eimers kaltem Wasser bedürfte, mich um halb sechs aus dem heimeligen Flausch meiner Decken zu holen. Und damit ist es immer noch nicht genug – trotz mehrstündiger, gefühlter Totenstarre bin ich morgens alles andere als ausgeschlafen. Ich bin IMMER NOCH MÜDE.
Und am Wochenende ist keine Erholung in Sicht. Aber vielleicht finde ich wenigstens in meinen Rythmus zurück. Mit gaaaaaaaanz viel Kaffee und gutem Willen.

Grün! Und keiner wird mich daran hindern!

Es ist wirklich ein sehr schönes Grün. Eine Mischung aus Jadegrün und sehr sehr dunklem Türkis. Und die Basis ist ja sowieso feuerwehrrot, also wird es sicher nicht so krass werden. Es sei denn, das rote wird vorher blondiert.

Ich rede von meinen Haaren. Meine Frisörin hat mich gestern angerufen, sie hat ENDLICH den Termin für die Farbenschulung bekommen und sie braucht ein Modell, das irre genug ist, seinen Kopf hinzuhalten für den Herrn der Farben. Und WENN ich schon eine Farbe aussuchen darf, dann ist es sicher nicht fad. Das grüne Muster hat es mir angetan, seit ich es zum ersten Mal gesehen hab. Meine Mama – sie ist halt meine Mama – reagierte etwa so:
“Wie die probieren Farbe an Dir aus? Aber nicht den ganzen Kopf, oder?”
“Nein, keine Sorge, nur eine Strähne. Die haben ganz viele tolle neue Farben…”
“OHJE, mir egal, was Du machst, Hauptsache nicht grade grün oder so was spinnertes…”
“Äh… es IST grün.”

“WAS?! DU BIST DOCH KEIN PUNK!”
“MAMA… *hörbarseufz*(man kann auch innen punkig sein, ohne einen pinken Hahnenkamm zu tragen…) es ist doch nur eine STRÄHNE. Und das Grün ist wirklich toll!”
“Ja aber es ist GRÜN.”
(Da hat sie unbestreitbar recht)
“Aber ein SCHÖNES Grün.”
“Ach Tochter… naja, es geht ja wieder weg. Dann eben grün.”

Putztrupp, Pein und Putenschnitzel

So könnte man den Morgen der kleinen Venus zusammen fassen. Wecker düdelt, Augen auf, Aua. Da war er wieder, der Halsschmerz. Ich hoffe, dass das nur eine sehr kurzfristige Beeinträchtigung meines Wohlbefindens ist, weil ich auf HALSSCHMERZEN so gar keine Lust habe. Und dann war ausgerechnet heute der Verkehr so zäh und die LKWs so zahlreich, dass ich erst fünf nach halb acht im Büro aufgeschlagen bin. Dabei hatte sich doch die Fensterputztruppe für halb acht angekündigt. Ich hetze also die Treppen hoch – keiner da. Hätte ich gewusst, dass die Jungs erst um ZEHN VOR ACHT hier antanzen, hätte ich eine wesentlich entspanntere Fahrt gehabt. Hmpf. Aber wenigstens zeichnet sich das Mittagessen als kleiner Silberstreif am Horizont ab – die Venus bekocht ihre Kollegen. Auf dem Menüplan steht heute:
Gemüsecremesüppchen (gestern Abend schon vorgekocht) mit Crème fraîche-Häubchen und danach Curryrahmgeschnetzeltes mit Früchten an Reis. Hunger hätt ich jetzt schon.

Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 2: Die Jogginghose

Der Mensch ist ein Herdentier. Herr Schatzi und Frau Venus sind da keine Ausnahme. Als gestern der Anruf von Freunden kam, ob wir Lust hätten, vorbei zu kommen auf ein Stück Torte und danach auf einen Sprung ins Thermalbadwasser, waren wir umgehend bereit, die Sonntagsplanung umzuwerfen. Herr Schatzi eher wegen der Torte, Frau Venus mehr wegen des Bades. Ich hab also zügig alle Badesachen aufs Bett geworfen, mich kurz umgezogen und meine Es-ist-Sonntag-ich-DARF-gemütlich-aussehen-Klamotten daneben gelegt. Herr Schatzi, der noch kurz außer Haus musste, hatte lediglich die Aufgabe, die Badesachen in eine Tasche zu packen.

Dramaturgischer Schnitt.

Wir sind auf dem Weg zum Thermalbad, Torte war lecker. Schatzi meint, “…hoffentlich habe ich jetzt auch alles eingepackt.”
Die Venus: “Ich hab doch alles aufs Bett gelegt. Bikini, Badehose, Handtücher…”
Herr Schatzi: “…ja, und ich hab brav alles eingepackt was da lag… wozu Du allerdings Deine Jogginghose brauchst, habe ich nicht kapiert.”
Die Venus: “Du hast meine…?”
Herr Schatzi: “DU hast doch gesagt, ALLES was da liegt…”
Die Venus: ”

Buchmesse – Meine Ausbeute

Es ist immer dasselbe. Wenn mich jemand nach der Frankfurter Buchmesse fragt, wie ich es fand – der WAHNSINN. Toll. Spannend war’s. Nur AUF der Buchmesse selbst fühle ich mich erschlagen. Überwältigt von der Vielfalt und der Masse an Information, Eindrücken und Papier. Immerhin hat mich unsere Reiseleiterin gestern beruhigt. Um alle Neuerscheinungen zu lesen eines Jahres müsste eine Person über 390 Jahre lesen – vorausgesetzt, sie schafft pro Tag ein Buch.

Ich habe also das getan, was ich immer tue – versucht die Herrschaft über alle Bücher an mich zu reißen. Indem ich Informationsmaterial ohne Ende eingesammelt habe. Mal sehen, wie lange ich brauche, um mich da durchzuwühlen. Vermutlich mehr als 390 Jahre.

Ich bin doch kein Alien.

Ich nehm alles zurück. Ich brauche Schlaf. Viel Schlaf.VIEL VIEL Schlaf. Gestern Abend – der Bus zuckelt von der Buchmesse heim. Die kleine Venus kauert mit brennenden, trockenen, müden Augen, zittrigen Beinen (OHGOTT sind wir viel marschiert) und dem unbedingten Willen, auf der Stelle einschlafen zu dürfen, auf dem Bussitz. Da war es acht. Um die Sache abzukürzen – ich war um halb zehn im Bett und war erst nach 13 Stunden wieder wach. Dafür jetzt aber sehr ausgeschlafen. Das beste System braucht wohl mal eine Defragmentierung.
Die Buchmesse hat mir definitv gestern den Rest gegeben.
Aber dazu

Ich bin ein Alien.

Ich bin nachtaktiv und brauche gar keinen Schlaf. Und habe jahrelang einen völlig falschen Schlafrythmus gepflegt. Viel zu lang gepennt. Gestern morgen, 5:20, der Wecker klingelt, die Venus macht die Augen auf. Systemstart. Alles fährt ordnungsgemäß hoch, nichts bleibt hängen. Maschine läuft den ganzen Tag. Gestern Abend, kurz nach elf. Runterfahren klappt innerhalb von 5 Minuten, System schaltet in den Sleepmode.
Heute morgen. 4:30 (!). Wecker. Augen auf. Hellwach. Ich fühl mich fit!
Womöglich fühlt sich Aufwachen erst gegen sechs nach Qual an? Und davor ist es einfach ein Schlafen-Aufhören? Ich fühle mich grade mal wieder wie der rosarote duracell-Hase. Schalter an, Schalter aus. Wo mag dieser ominöse Schalter sein…

Solltet ihr heute Nachmittag Bilder der Frankfurter Buchmesse in der Glotze sehen und erspäht irgendwo eine schlafende Frau mit kurzen roten Haaren zusammengerollt auf einem Büchertisch… bin ich vermutlich aus Versehen an den Schalter gekommen.