Design – eine Altersfrage?

Diese Frage beschäftigte mich eben beim Staubsaugen. Nicht weil mir das Äußere meines Staubsaugers missfällt.
Aber ich durfte heute mal wieder unserer Kreativabteilung im Büro lauschen und einer anderthalbstündigen Präsentation beiwohnen. Es hat mich ein bisschen inspiriert. Und ich versuche, den kreativen Schwung auf mein Magazin zu übertragen. Softwaretechnisch bin ich ganz gut ausgerüstet. Aber meine Zielgruppe ist eine andere. Während wir im Büro für eine Zielgruppe zwischen 16 und 30 arbeiten, richtet sich mein Magazin an ein hauptsächlich männliches Publikum zwischen 50 und 100. Klar gibt’s auch Jüngere, aber das Gros findet man wohl in diesen Dekaden.
Also. Ist das Layout einer Zeitschrift eine Altersfrage? Oder ist gutes Design und gutes Layout alterslos? Was meint ihr? Ich hoffe, dass das ein paar medienschaffende lesen und sich angesprochen fühlen. Aber gern auch alle anderen.

“Sie werden wuerdevoll…

…einen Top Brand an Ihrer Hand tragen ohne Tausende dafuer zu bezahlen. Schauen Sie auf Brand Armbanduhren und dann auf ihre Analoge unsere Kopien sind ideal.” Sagt die freundliche mail von einem Herrn Colin Ramirez in meinem Postfach.

Seit dem Käsekuchen letzte Woche trage ich in der Tat sehr würdevoll einen Top Brand an meinem Arm. Der Backofen war 170 Grad heiß und ich bin ein ungeduldiger Schussel. Aber woher weiß dieser Herr Ramirez das?

Die Familie der Bleistifte…

…sind wir offenbar. Ich wollte vorhin ein Etikett beschriften. “In der Schublade sind Kulis.” Die Venus kruschtelt. Und findet einen Bleistift. Und noch einen Bleistift. “Hier sind keine Kulis!” “Dann guck im nächsten Zimmer.” Die Venus geht und kruschtelt und wird auch fündig. In einer Schublade sind sieben Kugelschreiber! Sie wählt also einen aus und dackelt zurück zum Etikett. Aber – der Kuli schreibt nicht. Zurück zur Kuliquelle. Nächster Kuli. Geht nicht. Übernächster? Fehlanzeige. Um es abzukürzen – keiner der Kulis geht. Aber es liegen auch drei Bleistifte drin. “Ich geh nach oben und bring Kulis mit”.
Die Venus kriegt sechs neue Kugelschreiber und findet davon – tatatataaa – EINEN, der schreibt! Aber nicht lang. Nach fünf Etiketten quittiert er seinen Dienst. “Im Auto sind auch Kulis.” Die Venus stapft kopfschüttelnd zum Auto und findet – nichts als zwei Bleistifte.
Ich geh morgen einkaufen. Kugelschreiber. Und Ersatzminen.

Den Arsch gerettet…

…hab ich wohl grad nem Kollegen.
Er hat mal eben so übersehen, dass seine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung abläuft. AM SONNTAG. DIESEN SONNTAG. Und die freundliche Dame auf der Ausländerbehörde meinte, sowas kann aber schon vier bis sechs Wochen gehen! Und dass er dann theroetisch ausreisen müsste, auf alle Fälle aber aufhören müsste zu arbeiten.

Also hab ich meine Ansprechpartnerin bei der Arbeitsagentur kontaktiert. Und ihr erklärt, wie das alles gelaufen ist. Und sie hat mir zugesichert, dass sie es heute (!) noch fertig macht.
Er kann vermutlich nahtlos durcharbeiten. Uff.

Ein Hoch auf diese Behörde heute! War echt mal ne positive Überraschung.

Warum immer ich?

Irgendwie kann ich nie nein sagen. Ich organisere gern. Ich kann das. Ich hab kein Problem damit, verschiedene Dinge gleichzeitig auf die Reihe zu kriegen. Leider wissen das auch andere.

Ein Freund feiert am Samstag Geburtstag. Letzten Samstag saßen wir in der Gruppe zusammen und ein Kumpel brachte das Thema Geschenk zur Sprache. Ich fragte, was WIR denn schenken wollen, ob jemand ne gute Idee hat. Seine Antwort – “Ja, wir geben Dir das Geld und Du machst das schon, oder?”
Ich hab dann gesagt, wieso ich, es darf sich auch gern jemand anders drum kümmern. “Ja wer denn? Aber du kannst das am besten und überhaupt und sowieso.”
Mit dem Ergebnis – ich mach das jetzt. Ich muss das mit dem Nein-sagen definitiv noch üben.
Hmpf.

Zeit – haben oder nehmen?

Zeit. Mit Geld nicht aufzuwiegen. Ich hab oft zu wenig davon. Zumindest sag ich das. In Wirklichkeit ist Zeit aber etwas sehr gerechtes – jeder hat gleich viel. Wir nutzen sie nur anders. Wo die einen Aktivitäten in ihren Kalender pressen und für jede Tasse Kaffee zwei Wochen Planungszeit benötigen, klaffen bei anderen leere blanke Seiten im Filofax.

Wann hatte ich das letzte Mal nichts zu tun? Ich erinnere mich nicht. Ich erledige so viele Dinge.
Also habe ich Zeit. Ich muss sie nur meinen Ansprüchen und Wünschen gerecht portionieren. Gestern Abend habe ich zwei Stunden lang gelesen und es kam mir wie ein kleines Wunder vor. Ich muss mir die Zeit nur nehmen. Gönnen. Also beschließe ich, mir jeden Tag Zeit für etwas zu nehmen, was sonst zu kurz kommt. Eine Tasse Kaffee mit nem Kumpel. Ein Buch. Tageszeitung.

Wofür nehmt ihr Euch Zeit?


EDIT: Meine guten Vorhaben…

– Für meinen Mann und gemeinsame Aktivitäten
– Fürs Lesen
– Fürs Malen/Basteln
– Fürs kreative Schreiben
– Fürs Ko

Käsekuchen für Backidioten…

… weil’s so lecker und vor allem so simpel war hier nochmal das Rezept:

1 kg Quark
300 g Zucker
6 Eier
2 Pakete Vanillepuddingpulver

Quark, Zucker, Vanillepuddingpulver und die Eigelbe verrühren. Eiweiß zu steifem Eischnee schlagen, vorsichtig unter die Quark-Mischmasch-Masse heben, in eine gefettete Springform füllen, 1 Stunde bei 175 Grad backen.

Ich hab noch Mandarinen unter die Masse gehoben.
LECKER!

Kostbare Zeit

Mein Wochenende war durchgeplant. Minutiös kalkuliert. Freiwerdende Zeitfenster wurden mit Aufgaben gefüllt. Und jetzt?
Ich war aus gestern. Seit langem mal wieder. Bis zwei Uhr in der Früh. Habe ausgeschlafen, bis mein Körper von alleine wach geworden ist. Hab die Kaffeetafel schon mal gedeckt für den Besuch, der nachher kommt. Aber erst nachher. Denn jetzt… haben sich überraschende zwei Stunden aufgetan. Zwei Stunden. Für mich mich mich alleine. Ich bin allein in der geputzten Wohnung und genieße eine Tasse Kaffee. Und bin einfach – völlig zufrieden!
Ich wünsch Euch einen fabulösen Sonntag!