Danke, danke, danke!

Liebes Leben,
und liebe Daumendrücker,

danke für selbiges. Ja, ich denke, es hat ganz gut geklappt bisher. Jetzt steht noch eine Prüfung an, morgen, Büromanagement. Hab heute morgen schon um sechs angefangen zu lernen. Denn eigentlich bin ich ja schon ausgezogen, das heißt, mein Zimmer ist kahl und leer und ich habe nichts Privates mehr da, außer meiner Bettdecke, meinem Kissen und meiner Plüschgiraffe. Habe mir gestern aus Verzweiflung ein Buch gekauft – fast schon ausgelesen… und heute morgen eben um sechs angefangen zu lernen. Tja, auf die Idee, den Fernseher abzuschaffen hätte ich mal schon früher kommen können *g* Wäre sicher lerntechnisch hilfreich gewesen. Allerdings ist es schon ziemlich langweilig auf Dauer. Kann ja nicht jeden Abend um neun schlafen gehen…
Aber jetzt steht wie gesagt nur noch eine Prüfung an. Und die werde ich wohl auch noch über die Bühne bringen. Einigermaßen. Und dann werde ich anderthalb Wochen nur das tun, wozu ich Lust habe. Und davon reichlich. Mann, ich freu mich schon so drauf!

Mittendrin!

Liebes Leben,

komisches Gefühl, aber ich bin mitten in der Prüfung… drückt mir doch bitte alle die Daumen… wir machen grad eine Pause, gleich geht’s weiter!

Das große Abschiednehmen…

Liebes Leben,

Tja, heute war also der große Auszug. Zwei Jahre waren wie zwei Tage. Im Nachhinein. Am Anfang dachte ich: Zwei Jahre. Zwei ganze, lange Jahre in diesem Kaff. Und heute denke ich: Das war's schon? Gerade, wo ich im "Städtle" beim Bummeln Leute erkenne und manche sogar grüße? Fühlt sich so nach Zuhause an…
Der Auszug war so reibungslos, so glatt. Musste nicht mal das Zimmer streichen, weil ich so eine "ordentliche Mieterin war, an der sich so mancher hätte eine Scheibe abschneiden können" – O-Ton meines Vermieters! *protz* Ich werde während der Prüfungszeit noch dort übernachten, in meinem kahlen Zimmer, wo nichts persönliches mehr von mir übrig ist, außer meinem Bettzeug, meinem Radio und meiner Plüschgiraffe.  Was bleibt? Die Erinnerung an zwei Jahre, für die ich dankbar bin, weil ich viele Freundschaften geschlossen, viele WG-Erfahrungen gesammelt, viele lustige Abende verbracht, viel spanisches Essen und italienisches Eis genossen und mich einfach nur glücklich und wohl gefühlt habe. Und das ist doch ganz schön viel.

Ausziehen!

Liebes Leben,

heute werde ich endgültig ausziehen! Meine Schulzeit ist vorbei. Zwei Jahre sind wie im Flug vergangen. Noch drei Prüfungen und dann noch das Mündliche und dann ist sie um. Und heute werde ich also mein WG-Zimmer räumen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Um neun kommen meine Umzugshelfer und dann fahren wir los. Seufz. Tschüs Schule, tschüs Jugendstilvilla, hallo neues Leben!

“Brauchen Sie eine Tüte?” – “Nein, ich habe schon 12.043.784 davon!”

Liebes Leben,

wo kom

Seltsamer Traum…

Liebes Leben,

ich bin es ja gewohnt, einen gehörigen Mist zu träumen. Manchmal überfahre ich Freunde, weil sie grau angezogen auf der Straße herumliegen und ich sie nicht sehe , manchmal träume ich von Lehrern , manchmal auch von komischen Dingen. Meistens haben diese Träume, denke ich ein bisschen drüber nach, viel mit meinem Alltag zu tun. Es sind Details, die ich im Traum ein bisschen ändere, durcheinandermixe und schwupp: Sie ergeben eine völlig plausible Geschichte…
Aber heute Nacht habe ich geträumt, mit einem Typ in Turnschuhen in einer Parfümerie-Abteilung eines Kaufhauses einen Tanzkurs zu machen… Er war der Tanzlehrer und ich eine Schülerin und wir haben gemeinsam Schritte vorgeführt. Unnötig zu erwähnen, dass ich schon perfekt tanzen konnte *g* Schön und gut. Aber was will mir dieser Traum sagen? Ich sollte einen Tanzkurs belegen? Mein Freund braucht neue Schuhe? Oder ich neues Parfum? Oder hab ich einfach nur eine Schraube locker???

Ich könnte ja noch abhauen…

Liebes Leben…
am Montag steht die BWL-Prüfung vor der Tür. Und ich habe mittlerweile das Gefühl, alles ein bisschen, aber nix wirklich gut zu können. Ich habe überhaupt keine Energie zum Lernen, lese den selben Satz fünfmal, bis ich in Ansätzen begreife, was da steht. Eben, im Keller, da ging’s ein bisschen besser. Auf alles andere kann ich mich prima konzentrieren. Fernsehen zum Beispiel. Oder Kochen. Essen und Dösen. Alles kein Problem. Nur das Hirn spielt nicht so mit. Man stelle sich vor: Jemand zwingt sich, etwas zu lernen, was ihn in seinem täglichen Leben nicht zwingend tangiert. (Welche Papiere in wievielen Ausfertigungen zum Beispiel der Frachtführer im internationalen Güterverkehr mit sich führen muss… ) Und er setzt sich dann auch noch in eine Prüfung. Freiwillig! Ich könnte ja am Montag einfach an den Bodensee fahren. Oder so tun, als ginge mich das alles nix an! Aber dann würde ich spätestens fünf Minuten vor Prüfungsbeginn die totale Panik bekommen… Nein, ich bin brav und gehe hin. Was anderes kam eh nie in Frage. Man wird ja wohl noch spinnen dürfen.

Macht Buttermilch schön???

Liebes Leben,

es gibt ja viele Werbeversprechen, denen man keinen Glauben schenken sollte. Aber seit Jahren behauptet dieser nicht-alternde junge Mann, dass er das Geheimnis schöner Frauen entdeckt habe: Buttermilch. Ich konnte nirgends im Internet einen Hinweis darauf finden, ob Buttermilch wirklich schöner macht. Trotzdem funktionert diese Werbung. In meinem Kühlschrank steht Buttermilch. Schon seit geraumer Zeit. Schmeckt kalt wirklich gut bei der Hitze und wenn’s hilft… aber das genau ist ja meine Frage: Macht Buttermilch schön?

Da waren’s nur noch sieben…

Liebes Leben,

die erste Prüfung ist geschafft. War zum Glück kein Problem. Jetzt sind’s nur noch sieben. Und der größte Brocken wird BWL sein am Montag. Ich habe zwar immer noch keine Lust zu lernen, aber die Aussicht, dass ich nach den Prüfungen unerwartet noch fast zwei Wochen Urlaub habe, motiviert mich schon ein wenig!
URLAUB und dann auch noch in Verbindung mit SCHATZI! Der Himmel auf Erden! Wahrscheinlich kommen wir aber ausgerechnet dann in die Monsunzeit und Süddeutschland geht unter im Regen… aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Und sagte ich nicht, ich sei ein unverbesserlicher Optimist…?