Laterne, Laterne – heute in der Lazy-Mom-Edition

Ihr Lieben, die ihr mich auf allen Kanälen gefragt habt, ob bei uns alles ok ist – jaaaaa. Wir sind alle wohlauf und wurschteln uns durch den mal mehr mal weniger hektischen Familienalltag. Die letzten Wochen waren allerdings so vollgepackt, dass das Blog zurückstecken musste. Ein kleiner Rückblick in aller Kürze?

  • Eines Tages stand eine riesige Schachtel in meinem Hausflur. Während ich mir noch überlegte, ob mein Gatte eine Fertiggarage bestellt haben könnte, entdeckte ich das „Vorwerk“-Schildchen am Absender und hüpfte kurz eine Runde im Kreis: Wir sind Thermomix-Besitzer. Ich weiß, dass die Welt bezüglich der Küchenmaschine in zwei Lager gespaltet ist. Die einen hassen ihn und halten ihn für den überteuertsten Mixer des Planeten, die anderen haben einen. 🙂 Im Ernst – ich weiß gut, dass man prima auch ohne Thermomix kochen und mahlen und kneten und häckseln kann. Aber seit ich ihn habe, ist kaum ein Tag vergangen, an dem er nicht im Einsatz gewesen wäre. Er macht die cremigsten Suppen, die je in dieser Küche entstanden sind. Er kocht völlig alleine Gemüsecurrys während ich das Kind bespaße oder Wäsche zusammenlege. Er zaubert die beste Apfel-Karotten-Rohkost, die ich je gegessen habe. Ich liebe ihn und nutze ihn beinahe jeden Tag.
  • A propos Äpfel. Da die Ernte angefangen hat und wir im Saisonbetrieb Apfelsaft herstellen, erklärt sich meine Abstinenz quasi von alleine. Wenn ich nicht gerade einkaufe, Wäscheberge bekämpfe, das Kind lüfte oder schlafe, fülle ich heißen Apfelsaft in Tüten und Kartons, schleppe Tonnen umher (in 10-kg-Einzelteilen, aber trotzdem!) und bin abends so platt, dass ich fast beim Zähneputzen einschlafe. In vier Wochen ist alles vorbei. So lange heißt es Gas geben, lächeln und winken.
  • Wir hatten Besuch von meiner besten Freundin in den letzten Wochen, waren mal beim Sonntagskaffee und auf Achtzigsten Geburtstagen, ich hatte den nervenaufreibendsten Montag seit vielen Wochen, der einen panischen Arztbesuch (keine Sorge, alles ok), einen Klamotten-Notkauf und eine Stunde Schwitzehände beinhaltete (das muss erstmal so kryptisch bleiben). Ansonsten haben wir einfach so vor uns hingelebt.

Und weil ich in den nächsten Wochen tatsächlich kaum Zeit haben werde, mich gemütlich mit Schere und Bastelkleber auf das Laternenlaufen vorzubereiten, habe ich heute schon die Sankt-Martins-Laterne 2015 gebastelt. Und zwar in der oben angekündigten Easy-Peasy-Lazy-Mom-Edition. EIGENTLICH wollte ich mir ja Karton besorgen und hatte auch schon ein Schnittmuster im Kopf. Dann fiel mir aber ein Bausatz in die Finder, der EXAKT das war, was ich basteln wollte. Und ehrlich? Ich muss ja nicht in jeder Kategorie Mutter des Jahres werden.

Hier also die Apfel-Laterne, mit der wir marodierend durchs Dorf ziehen werden. 

Ihr braucht:

1 roten vorgefalzten Bausatz für eine runde Laterne, 1 Bogen rotes Transparentpapier, 1 Teelichterhalter, 1 Metallbügel, 1 Tragestab, grünen und braunen Karton, Schere, Stift und Klebstoff.

Ich habe aus dem Transparentpapier zwei Kreise so groß ausgeschnitten, dass sie sich auf die Innenseite des Laternenbausatzes kleben lassen. Die Laterne wird dann einfach mit den Falzlaschen zusammengesteckt. Zwei Stiele und zwei Blätter habe ich frei Schnauze dazu ausgeschnitten und oben mittig angeklebt. Fertig ist das Wunder.

Für Kinder ist es vermutlich am Wichtigsten, dass sie die Laternen selbst tragen dürfen, dass sie leuchten und dass wir mit anderen im Dunkeln herumspazieren. Ob die Laterne dabei in stundenlanger Kleinarbeit von Mama zusammengefrickelt wurde, ist jedenfalls meinem Kind eher so mittelwichtig.

Letztes Jahr haben wir übrigens Sonnen gebastelt. Guckst Du hier und hier und hier.  Ganz vom ersten Pinselstrich an. (Ich bin also noch bis Sankt Martin amtierende Laternenbastelmutter-des-Jahres. Das reicht mir.)

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