“Es ist staubig…”

sagte meine Putzfrau neulich zu mir. Was soll ich sagen. Sie hatte Recht. Ich guckte betroffen auf das Persönchen im Spiegel, das da mit verschränkten Armen stand und schmollte. “Ja aber… das ist ein Fass ohne Boden, es fängt ja immer wieder von vorne an mit dem Staub und dem Dreck und der vielen Wäsche…” entgegnete ich und hoffte auf ihr Verständnis. “Egal”, schnaubte sie. “Man müsste EINMAL ganz gründlich überall durchputzen. Das wäre hinterher ein tolles Gefühl”, sagte sie und ihre Stimme bekam etwas werbendes. Ich sah das Glitzern in ihren Augen. Eine komplett geputzte Wohnung mit gewaschenen Gardinen und sauberen Fliesen und entkalkten Elektrogeräten und ausgemisteten Schränken und so… das hätte schon was. Die kleine Putzfrau im Spiegel nutzte meinen schwachen Moment aus. “Mach Dir doch einfach eine Liste, dann haste was zu abhaken”, riet sie mir fast beiläufig. Eine Liste. Argh. Sie kannte meine Schwachstelle. Ich konnte nicht anders, als dem plötzlichen Wunsch nach dem Duft von Bergfrühling in der ganzen Wohnung nachzugeben. Ich ging mit Zettel und Stift von Raum zu Raum und schrieb mich geradezu in Rage. Hier müsste man mal ausmisten, dort Vorhänge abhängen und waschen, hier die Sitzkissen durch die Waschmaschine jagen… Der Plan wurde mehrere Seiten lang. Als ich wieder am Spiegel vorbei kam, grinste meine Putzfrau mich überlegen an. “Wollen wir anfangen?” fragte sie mit Unschuldsmine. “Na los”, murrte ich und die kleine Putzfee hüpfte mir aus dem Spiegel entgegen. Das war gestern. Wir arbeiten uns seither gemeinsam durch die Wohnung. Zwei wesentliche Punkte haben wir bereits gestrichen. Und tatsächlich duftete es schon ein bisschen nach Bergfrühling. Und nach gewaschenen Gardinen. Hach.

Man mag…

…die Enthüllungen von Edward Snowden für immens wichtig oder für total nebensächlich halten (Stichwort “vonmirdarfjederalleswissenichhabekeinegeheimnisse”). Man mag ihn als Verräter sehen oder als Helden. Aber für mich passen zwei Dinge nicht zusammen: Zu sagen, einen Bündnispartner abzuhören und ihn mitunter als Angriffsziel zu bezeichnen, sei ein Angriff auf eine befreundete Nation und erinnere an den kalten Krieg und gleichzeitig schulterzuckend dem Helden zu entgegnen, sorry dear, aber wir können dich leider nicht brauchen, musst jetzt gucken, wo Du unterkommst. Das ist keine echte Verärgerung den Staaten gegenüber, die Folgen hat, sondern allenfalls ein scheinheilig erhobener Zeigefinger, der mit den Worten “Das macht man doch nicht, bösesböses Amerika” geschwenkt wird. Nichts weiter als ein braver Kniefall unter dem Deckmantel geheuchelter Empörung.

“Ich gehe mit meiner Laterne…”

…tippte Rentner Rudolf B. an einem regnerischen Sommertag im Jahr 2013 in sein Skype-Fenster. Er saß auf seiner überdachten Veranda irgendwo in Wuppertal und schrieb diese bedeutungsschwangere Zeile an seinen Anglerkamerad Walter F. Als er den Text sendete, kicherte er verschmitzt. Zur gleichen Zeit schaute Renate B. in Dresden auf die Uhr ihres Smartphones. Gleich halb elf. Sie suchte sich eine freie Parkbank, stellte ihre Einkaufstüten darauf ab. Dann setzte sie sich und begann zu tippen: “Ich gehe mit meiner Laterne…”. Die sms ging an Gabi W., mit der sie sich heute mittag auf einen Kaffee treffen würde.
Melanie Z. in Stuttgart gab “Ich gehe mit meiner Laterne…” ein in das Feld, in dem Facebook fragte “Was machst du gerade?”. Sie postete ihren Status und schaltete das iPad ab. Deswegen bekam sie nicht mit, dass ihr Beitrag innerhalb kürzester Zeit über vierhundert likes bekam. Ihre gesamte Freundesliste teilte entweder ihren Status oder postete dieselbe Zeile. Zwei Stunden später war die Newsseite von facebook voll mit der selben Zeile. “Ich gehe mit meiner Laterne…”
Ralf H. twitterte “Ich gehe mit meiner Laterne…” am selben Sommertag morgens um halb elf. Peter U., der sich mit einem Urlaubsflieger gerade im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen befand, bat per Funk um Landeerlaubnis und fügte an “Ich gehe mit meiner Laterne…”
Ursula F., die einen Termin in ihrer Zahnarztpraxis ausmachte, bedankte sich gerade bei der freundlichen Sprechstundenhilfe und fügte noch schnell an “Ach übrigens: Ich gehe mit meiner Laterne…” “Alles klar”, erwiderte die höfliche Dame und sie legten auf.

Etwa zwei Stunden später in den USA. Bei der NSA war gerade Schichtwechsel gewesen. John P. setzte sich mit einer Tasse Kaffee an seinen Rechner und stutzte. Das Datenvolumen in Deutschland war heute morgen punkt halb elf Ortszeit so hoch wie selten. Ein paar klicks später staunte er noch mehr. “Ich gehe mit meiner Laterne…” las er. Er kopierte die Zeile in den Google-Translater. “I go with my lantern” las er verblüfft. “So what?” fragte er sich leise, als er auf das blinken eines roten Kontrolllämpchens aufmerksam wurde. “What the fuck”, murmelte er leise, als er sah, dass dieser merkwürdige Satz auch im deutschen Flugverkehr mehrfach identifiziert wurde…
Er griff zum Hörer. “Mr. President… there’s something going on…”

Wenige Minuten später stürmte Barrack Obama grußlos in den halbdunklen Raum. “Did you check what that sentence means?” blaffte er seinen Untergebenen an. “I did but… it’s a kid’s song…”
Ein Kinderlied? Der Präsident schluckte. Es konnte sich nur um einen versteckten Code handeln. “Tell me more about that song”, wies er John P. an. “I’m afraid Sir… something really bad will happen soon. The song says – rabimmel, rabammel, raboom boom boom…”
“Boom” flüsterte Barrack Obama mit geweiteten Augen und schluckte trocken. Er machte auf dem Absatz kehrt und sich auf den Weg ins Verteidigungsministerium…

Wenige Stunden später atmeten Angela Merkel, Thomas de Maizière und Guido Westerwelle laut vernehmlich auf. Mit vereinten Kräften hatte man den Bündnispartner davon überzeugen können, dass eine Zeile aus einem Kinderlied nun wirklich keine internationale Bedrohung darstelle. Dass man sich ehrlich nicht erklären könne, was in das eigene Volk gefahren sei, dass man aber künftig alles daran setzen werde, solch sinnlose Kommunikation besser zu prüfen und abzufangen. Im Namen des Weltfriedens. Dass man erleichtert sei über die Besonnenheit, die einem von amerikanischer Seite trotz dieser Provokation begegnet sei.

Angela Merkel verabschiedete die beiden Herren und schloss ihre schwere, abhörsichere Bürotür hinter sich. Entkräftete goss sie sich einen zweiten grünen Tee ein, ließ sich in ihrem Amtssessel plumsen und drehte die Lautstärke ihres Internetradios auf.
Sie hörte Nena singen “…99 Kriegsminister, Streichholz und Benzinkanister, hielten sich für schlaue Leute, witterten schon fette Beute, riefen “Krieg” und wollten Macht…” und schaltete das Radio ab. “Rabimmel, rabammel, rabumm”, murmelte sie und schlürfte an ihrer Tasse. Gerade nochmal gut gegangen. Diese Spinner aber auch.

Im Alter…

…werde ich in der Tat ein wenig schrullig. Alter bitte ich nicht ernstzunehmen, sondern als kokette aber maßlose Übertreibung zu sehen. Ich bin schließlich blutjunge 33.
Und trotzdem stelle ich ernstzunehmende Entwicklungen an mir fest, die sich nicht leugnen lassen.

Hier ein kleiner Ausschnitt davon:

Während ich früher an Supermarktkassen einen passenden Schein zückte und das Wechselgeld einfach irgendwie zurück ins Portemonnaie beförderte, suche ich tatsächlich jetzt nach Kleingeld beim bezahlen. “Warten Sie, 28 Cent habe ich.” Noch zittern meine Finger nicht so, dass die Schlange hinter mir entnervt aufstöhnt, aber ich fürchte, das kommt dann später.

Kommen wir hier gleich zur zweiten Sonderlichkeit (für mich). Ich habe irgendwann damit begonnen, meine Geldscheine dem Wert nach zu ordnen. Während ich früher ein (gelegentlich knittriges) Durcheinander mit mir herumtrug, glätte ich die Banknoten jetzt, bevor ich sie einsortiere. Die Großen hinten, die Kleinen vorne.

Ich trage auch keine S-Bahn-Karten aus Ulm von vor acht Jahren mehr mit mir rum. Keinen Babysitterausweis und keinen Tanzpass. Keine Rabattcoupons von 2002 von Kinokarten von kurz vorher. Mein Geldbeutel ist so etwas wie… eine Sammlung von Münzen und geordneten Banknoten plus wichtiger Karten. Man könnte sagen – andere Menschen haben exakt denselben Geldbeutel, weil ein solcher eben dafür genutzt wird. Wer mich kennt, wird allerdings wissen, dass der Status Quo für meine Verhältnisse fast als Pedanterie zu werten ist.

Mein Auto ist keine Garderobe mehr. Ich habe tatsächlich derzeit 0 Kleidungsstücke in meinem Auto. Und allerhöchstens 3 CDs. Die Ablage hinterm Sitz ist leer. Bis auf einen Eiskratzer. Im Handschuhfach kleben keine geschmolzenen Bonbons mehr. Stattdessen liegen dort Fahrzeugschein und Scheckheft. Fragen nach dem Wackdeldackel oder der Klorolle werde ich im Übrigen ignorieren. (Isch ‘abe nämlisch gar kein…e Heckablage)(Wer schon lange liest, weiß, dass ich mal gaaaanz anders drauf war. Guckst Du http://dievenus.blog.de/2007/07/31/ich_bin_chaotisch~2734650/

Ungeputzte Fenster fangen an, mich zu stören. Wenn sich mein Ablagehäufchen türmt, verspüre ich das Bedürfnis, alles in Ordnern zu verstauen. Beim zweiten Kaffee des Tages gucke ich zuerst auf die Uhr. Ist es nach 16 Uhr, verkneife ich mir den Druck auf den Brühbutton. Ich könnte ja sonst nicht schlafen können.

Wisst

Eigentlich…

…sind Backen und ich ja nicht die dicksten Kumpels. Trotzdem zieht es mich hie und da mal an den Ofen, entweder weil ich das ultimativ einfachste Käsekuchenrezept des Universums ausprobieren muss (um festzustellen, dass “einfach” einfach Definitionssache ist), oder weil Weihnachten bevor steht und ich mal wieder Lust habe, fassungslos dabei zuzugucken, wie diese niedlichen, zierlichen, liebevoll verzierten Plätzchen aus dem Backbuch unter meinen Händen zu unansehnlichen, harten Fladen heranbacken.
Heute hatte ich Lust auf Donuts.
Das kommt daher, dass ich gestern plötzlich eine Donut-Backform in einem meiner Küchenschränke fand. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich besitze eine Donut-Backform. Diese zählt zur Rubrik “ich habe keine Ahnung wie das in meinen Haushalt gelangt ist”. Aber sie ist da und folglich wollte ich sie wenigstens einmal benutzen. Da ich grundsätzlich eher pragmatisch veranlagt bin und gerne das eine durch etwas anderes ersetze, ist das Backen bei mir immer sowas wie Lottospielen. Ich lande Glückstreffer. Mehr halt nicht. Einzig mein Schokoladenkuchen gelingt mit einer erschreckenden Konsequenz. Vermutlich, weil es sich dabei WIRKLICH um das einfachste Rezept des Universums handelt. Aber zurück zu den Donuts. Ich rührte einen Quark-Öl-Teig an und las dann im Rezept “…mit einer Spritztülle in die Form spritzen.”
Gut. Das wäre sicher einfacher gewesen, als mein an der Ecke aufgesäbelter Gefrierbeutel. Das ist eben der Preis für meinen Pragmatismus. Irgendwie bugsierte ich die Teigwürste also um die Kurve in diese Form. Knibbelte hier ein bisschen ab und drückte dort ein bisschen mit dem Finger drauf.
Den Rest erledigte der Ofen. Ich hatte zwischendurch Angst um meine Donut-Form, weil es aussah, als hätten sich die sechs Teigmonster zusammengetan, die Form unter sich zu begraben.

Aber irgendwann stoppte das Teigwachstum und ich muss sagen… aus der Form genommen und umgedreht… sehen die Dinger aus wie Donuts.

Mit Schokolade drauf sogar täuschend ähnlich.

Schmecken tun sie allerdings eher wie Muffins in Donut-Form. Lecker sind sie auf alle Fälle. Und die Donut-Form darf wieder in den Schrank. Und ich beruhige mich wieder damit, dass man nicht alles können kann. Und ehrlich – wer will schon perfekte Donuts backen können.

(Ich! *seufz*)

Eva und ich!

Heute morgen war ich beim Frisör. Von zehn bis viertel nach eins. Jaha. Die Farbe sollte nicht mehr so dunkel sein. Blöd nur, dass der Goldton hauptsächlich die Ansätze hat leuchten lassen, so dass ich scheckig aussah. Wir fügten dem ganzen also noch Haubensträhnchen in Blond dazu. Viel besser. Ich bin plötzlich goldbraun! Und nicht nur das, am Ende ritt die Frisörin und mich der Übermut und sie kringelte mir Locken auf die lange Seite meines Haupthaars. So.
Ich ging nach Hause mit wippenden Locken. Zog mich kurz um und einen Lidstrich und beschloss, noch kurz in die Stadt zu gehen. Am Ende dieses Gedankens stand ich mit einem Kleid und einer Kette an einer Kasse. Und meinen aufregenden neuen Haaren. Aus dem Augenwinkeln bemerkte ich einen Herrn im Alter meines Vaters, der mich anstarrte. Ich schüttelte die Goldlöckchen. Er kam auf mich zu und sagte: “Ich sprech Sie jetzt einfach an, ich bewundere schon die ganze Zeit (achtung!) Ihre Schuhe!” Ich guckte wohl etwas verblüfft, bedankte mich aber höflich. Die Schuhe. Na gut. Sind auch ganz hübsch. Dann zog die freundliche Verkäuferin mein Kleid über den Scanner. Lächelte mich an und sagte etwas zu ihrer Kollegin. Und dann zu mir: “hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Sie ein bisschen aussehen, wie Eva Padberg? Nur Ihre Nase ist schöner!” Mir fiel nichts Passenderes ein als “äh”. Und “äh danke”. Weil es gibt schlimmeres, als mit Eva Padberg verglichen zu werden. Auch wenn das einzige, was mich mit Eva verbindet, der Jahrgang ist.
Wenn Locken also Eva ins Gesicht zaubern und Schuhe betonen, dann kauf ich mir nen Lockenstab. Vielleicht auch ein neues Parfum. Vielleicht bemerkt dann einer, DASS ICH BEIM FRISÖÖÖR WAR!!!

Ich habe hiermit…

…ganz offiziell eine Meise. Eine Putzmeise. Neee, keinen Putzfimmel. Ich finde Hausarbeit nämlich ziemlich ätzend. Nur mag ich es gern sauber. Ihr erkennt die Krux an der Sache, ne? Bevor jemand auf die Idee mit der Putzfrau kommt: ne. Ich weiß genau, dass ich vorher selbst kurz durchwischen würde, damit die Putzfrau nicht der Schlag trifft. Das führte das Engagement einer Putzfrau ad absurdum. Aaaaaber: es gibt einen unfassbar simplen Trick, der immerimmer funktioniert. Ich stelle mir nämlich vor, das hier sei gar nicht mein Haushalt, sondern ich nur die Putzfrau hier. Ja das ist ein bisschen schräg. Ich wische dann aber viel motivierter und auch gründlicher und schneller! Ich mache mir hin und wieder auch kurz mal Gedanken um mein Geisteswohl. Aber nur kurz, weil ich dann auf die Uhr gucke und denke, ach herrjeh, schon zehn vorbei… Und um 12 kommen die gnädigen Herrschaften und kochen muss ich auch noch…

PS: jaaaaaaa… Aber wenn’s doch funktioniert?!

Liebes Kind,

Seit Du da bist, ist nichts mehr wie vorher. Ein paar Monate lang konnte ich nur ahnen, wie Du aussehen wirst. Ich freute mich über nächtliche Rippentritte und lachte, wenn Du mal wieder Schluckauf hattest. Und dann, am 1. November 2012 hast du mein Leben auf den Kopf gestellt. Seither ist kein Tag mehr wie der andere. Und nicht nur in meinem Leben, auch deinen Papa, alle Omas und Opas hast du seither im Griff. Obwohl du nur unverständlich brabbelst und dich überall hintragen lässt, bist du die einflussreichste Person in diesem Haus. Ich stehe auf, wenn Du aufwachst. Ich esse, wenn Du isst. Du musst grundsätzlich groß, nachdem ich gerade Windeln gewechselt habe. Du bist pflegeleicht, wenn ich Zeit habe. Wenn ich es doch mal eilig habe, hast du keine Lust auf Hektik. Deine kleine Patschehand ist immer dann an der Nase, wenn ich mit einem Taschentuch ankomme. Wenn ich dir etwas in die Hand gebe, willst du es meistens nicht. Gelangt allerdings der Breiteller in deinen Aktionsradius, kannst du blitzschnell zulangen. Wenn Du sabberst, dann erst, wenn der Latz weg ist. Auch Stunden nach dem Essen. Du niest herzhaft, wenn du den Mund voller Karotte hast. Wenn ich abends todmüde bin, drehst du nochmal auf. Wenn du einschlafen sollst, hörst du in Australien ein Känguru umfallen. Wenn du wach bleiben sollst, hindert dich nicht einmal Nachbars Rasenmäher am Tiefschlaf. All das macht mein Leben unsagbar kompliziert. Ich brauche eine Oma, wenn ich einkaufen gehen möchte. Ich habe alle Planerei aufgegeben, weil ich von deiner Tageslaune abhängig bin. Ich bin froh, wenn ich um zehn ins Bett darf. Samstagabende verbringen wir daheim. Weggehen heißt ein schneller Kaffee mit Freunden. Ausschlafen heißt im Bett liegen bleiben bis acht Uhr. Wir schlafen aber selten aus. Und wenn ich dann darüber nachdenke, wie Du kleines Persönchen alles Dagewesene nach deinen Spielregeln umgeformt hast, wie sehr du alles, was für mich Gewohnheit war, umgekrempelt hast, dann sitzt du da in deinem kleinen Hochstuhl und knisterst mit voller Hingabe mit der Brötchentüte herum. Und wenn sich unsere Blicke treffen, schaust du mich mit zwei kugelrunden blauen Murmelaugen an. Deine Schnute verzieht sich zu einem breiten Grinsen und du lässt deine zwei Zähnchen blitzen. In diesem winzigen Moment quillt mein Herz fast schmerzhaft über vor Glück. Was auch immer du anstellst, Du bist das Unglaublichste, das Beste und Einzigartigste, was mir je passiert ist. Ich liebe Dich hundert mal zur Sonne und zurück, kleine Hannah!

Deine Mama

Tiere!

Ne, keine Ameisen… Aber lustige Drachen, Fische, Vögel… Oder Schögel? Drische? Schatzen?

Magnetfolie auf der Rückseite macht’s möglich!

Zum Spielen oder als Pinnwand, Zettel halten die Tierchen nämlich auch fest!

Fakten…

… Die spannender nicht sein könnten:

1. ich habe mit Hannah neben mir bei 18 Grad geschlafen. Auf einem komfortablen Luftbett. Im Keller. Aaaach war das toll.
2. bei über 28 Grad habe ich subfontanelle Wackelkontakte. Mein Hirn arbeitet nicht mehr richtig. Ich vergesse noch mehr als sonst.
3. ich hab die Ameisen wieder. Ihr glaubt nicht, wo. Ein Tipp: sie haben sich ein erfrischendes Plätzchen ausgesucht! Na?