…ist ein KACKTAG!
HEUTE…
…ist ein KACKTAG!
…ist ein KACKTAG!
Ich weiß, dass wir eine Putzfrau haben im Büro. Zwar habe ich sie in den letzten vier Jahren nur ein oder zweimal gesehen, aber sie existiert. Wir kommunizieren mit Zetteln. Sie putzt sehr früh morgens oder sehr spät abends und wenn sie etwas braucht, legt sie mir einen Zettel hin. So wie heute morgen. Seither betrauern wir gemeinsam das Dahinscheiden unseres Firmenstaubsaugers. Wobei… ob er tot ist, weiß keiner. Zumindest lässt mich ihr Zettel einigermaßen ratlos zurück. Zuerst ist sie sich ganz sicher: “Der Staubsauger geht nicht mehr.” In einem Nachsatz und in Klammern fügt sie hinzu “(macht komische Geräusche)”. Ja was nun? Geht er nicht mehr oder klingt er nur komisch? Ich werde die Gerätschaft examinieren und vermutlich einen neuen kaufen. Mein Job definiert den Begriff “Mädchen für alles” nochmal ganz neu.

Türkis und Petrol sind “meine” Farben. Ich hab sehr viel davon im Schrank, weil sie mir gut gefallen und wohl auch ganz gut stehen. Dieses Oberteil ist schon einige Jahre alt und ich bin froh, es noch nicht aussortiert zu haben. Heute war mir nämlich nach Petrol und das Halstuch ist aus dem Urlaub und erinnert mich an einen sonnigen Stadtbummel in Coesfeld. Meine Oma wäre übrigens hoch entsetzt, dass ich mit Löchern in der Hose zur Arbeit gehe. Zum Glück gibt es hier keinen dresscode und erlaubt ist, was gefällt. Und so lange ich keine Außer-Haus-Termine habe, dürfen’s auch mal zerschlissene Jeans sein. ![]()

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Jeans: Only, Schuhe: Buffalo, Schal: Ich glaube Esprit, Oberteil: edc, Top: VeroModa, Kette: Künstlermarkt
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“Guten tag, mein name ist Frau wichtig, ich rufe an vom XYZ-Verlag für Computer-Wissen. Kann ich bitte Ihre EDV-Abteilung sprechen?”
“Hallo! EDV? Wie meinen Sie das?”
“…”
“HALLO?”
“Äh ja, ich bin noch dran. Also … EDV halt. Computer!”
“Ach so. (Wichtige Pause)Wir haben keine EDV-Abteilung.”
“Nicht? Ahso. (Pause)…Kann ich dann Sie…? Ich meine… kann ich dann mit Ihnen… über… es geht um Computersicherheit.”
“Unsere Computer sind sicher. Wir haben eh nur zwei.”
“ZWEI?”
“Ja. Ich einen und der Chef.”
“Ja… dann ist das Thema Computersicherheit…für Sie also kein Thema? “
“Nö.”
“Gut, dann bedanke ich mich…”
Ich muss ja nicht jedem auf die Nase binden, dass wir ein Softwareentwickler sind, der keine Lust auf nervige Zeitschriften-Abos hat.
Was Spinnen angeht, bin ich hartgesotten. Zwar finde ich die Tierchen nicht gerade anheimelnd, aber der bloße Anblick bringt mich auch nicht gerade zum Kreischen. Ist auch nur ein Geschöpf. Der Kavenzmann allerdings, der da an unserer Schlafzimmerwand hing, jagt selbst mir Schauer über den Rücken. Im Durchmesser so groß wie ein Senfglas! Dicker schwarzer Leib, dicke schwarze Beine! Das Glas wollte ich nämlich über das Tier stülpen und es ins Freie bugsieren, wie sonst auch, blöd nur, dass die Spinne die Beine in die Hand genommen hat und hinter der schweren Fernsehkommode verschwunden ist. Mit einem unangenehmen Knistern auf der Tapete. Ich entschied mich also zum Äußersten und holte den Staubsauger. Und die Spinne? Weg!
einfach weg! So kann ich hier doch nicht mehr schlafen!? Was mach ich denn jetzt???
Ich habe Euren Rat befolgt. Nicht einen großen Berg anwachsen lassen, sondern häppchenweise das Übel abarbeiten. Wozu besitze ich denn ein schickes kleines schwarzes Notizbuch. Wenn nicht zum Planen. Ich hab gestern über Mittag alles aufgeschrieben, was im Lauf der nächsten Woche erledigt werden muss. Das ganze durch fünf geteilt. Möglichst abwechslungsreich gemischt. Vielleicht macht es mehr Spaß, wenn ich an einem Tag Blumen von welken Blättern befreie und Waschbecken putze und am nächsten Tag Wäsche zusammenlege und staubsauge.
Ich halte Euch auf dem Laufenden. Vermutlich bleibt’s aber dabei – Hausarbeit IST ätzend.
…hab ich offenbar hinter mir. Nachdem ich gestern 15 Stunden (in Worten FÜNFZEHN) im schwiegerlichen Saisongeschäft ausgeholfen habe und das ganze eine zwar dröge aber doch körperlich anstrengende Arbeit ist, jedenfalls nach 15 Stunden, trottete ich nach Hause, stattete der Dusche noch einen Besuch ab und schaffte es eben noch so, meine müden Knochen ins Bett zu werfen. Heute Morgen gehörte mir, dachte ich. Herr Schatzi wollte um neun schon wieder Termine wahrnehmen, die ich schon etwas fad finde, wenn ich fit und ausgeschlafen bin… Aber in diesem Zustand ist mir der Bummel durch Menschenmassen nicht zumutbar. Fand ich. Einziger Wehmutstropfen – ich hätte dort gerne ein paar Leute getroffen, aber heut morgen um neun hätten die kaum Freude an mir gehabt… Klappt sicher bald mal wieder! : wave:
Jedenfalls hatte ich gestern Pläne geschmiedet, was ich mit MEINER Zeit heut morgen anstellen wollte. Lesen! Bloggen! Baden! Nunja. Um acht war ich mal wach. Und dann nochmal um zehn, als in der Ferne ein Telefon düdelte. Und dann um … Kurz vor zwölf. Ich hab also tatsächlich 12 Stunden im Bett gelegen!!! So langsam kehren meine Lebensgeister zurück. Und ich genieße die restliche Zeit bis Herr Hase wieder kommt. Mit Nichtstun. Ha.
…muss ich jetzt mal was fragen – wie macht ihr das? Jeden Tag ein bisschen? Alles auf einmal? Was ist das Schlimmste an der Hausarbeit? Wird Fensterputzen nicht völlig überbewertet? Und wie schafft ihr es, Ordnung zu halten?
Oder habt ihr einen Trick, damit das Rumgeräume, Gefeudel und Geschrubbe sogar Spaß macht??
…hab ich manchmal schon ganz gut im Griff. Früher konnte ich das nicht. War aufbrausend, wenn mir jemand einen Fehler unter die Nase gerieben hat. “Im Stress kann das passieren, sollen die’s doch besser machen, als ob der noch nie was übersehen hat…” Ihr kennt das ja.
Aber mittlerweile habe ich gelernt, dass es manchmal einfach viel wirkungsvoller ist, sich einem pampigen Kritiker in Demut zu beugen, einen Fehler wortreich und bedauernd einzugestehen, die Umstände zu erklären, die Verkettung unglücklicher Umstände aufzudröseln und untröstlich über seine eigene Unzulänglichkeit zu lamentieren. Und dann ganz charmant das Feld zu öffnen und um Gegenvorschläge und aktive Mitarbeit zu bitten. “Gerne zum Dialog bereit”…”immer offen für Ihre guten Ideen”… all das verbunden mit der Hoffnung “bald wieder von Ihnen zu hören”… die meisten sind nämlich prima im Mosern aber ganz schlecht im Bessermachen. Und die, die dann wirklich antworten, haben meist auch noch gute und verwertbare Ideen. Also haben alle was davon. Und ich muss mir nicht vorkommen, wie die doofe, kritikunfähige Zicke, die ich gar nicht sein will. Dass ich natürlich DENKE “Du blöder Vollpfosten, als ob Du die Weisheit mit Löffeln gefressen hättest, mach’s doch erstmal BESSER…” … das muss ja keiner wissen.