Wo ist sie denn?

Sie ist hier!

Erstmal – lieben Dank für die vielen Nachrichten, in denen ihr euch nach meinem Wohlbefinden erkundigt habt. Ich lebe noch und alles ist gut.

Aber schon während ich das Posting mit den hübschen Papiereiern vorbereitete, plagten mich diffuse Bauchschmerzen, die ich nicht richtig zuordnen konnte. Grundsätzlich gehöre ich ja eher zu den “kam-von-allein-geht-auch-wieder-von-allein-weg”-Menschen und war dementsprechend erstmal nicht beim Arzt. Aber irgendwann verwandelte sich der diffuse Schmerz in ein recht zentrales Stechen und war dann so schlimm, dass ich freiwillig einen Arzt aufsuchte. „Wo ist sie denn?“ weiterlesen

Osterhase, rück mal…

…die Eier raus! Zu früh sagst Du? Ostern sei erst in ein paar Wochen? Ja du hast gut reden! Du gibst Dir mit den Eiern vielleicht auch nicht soviel Mühe wie ich. Ich habe nämlich auf Pinterest (mal wieder) eine ganz wunderbare Basteltechnik für mich entdeckt. Quilling heißt das Zauberwort. “Du meinst q-u-i-l-t-e-n”, meinte meine Mama, als ich ihr davon erzählt habe. Nein, meine ich nicht. Das Gebastel, das mich grade völlig fasziniert, hat nichts mit Stoffquadraten zu tun, sondern mit schmalen Papierstreifchen. Die werden in Fummelarbeit gebogen und geklebt, so dass ganze Bilder und Formen daraus entstehen. Ich bin ja schwer verliebt in sowas.

„Osterhase, rück mal…“ weiterlesen

Topfgeschichten – Milchreisküchlein mit Granatapfel

Milchreis. Früher hätte ich mich dankend umgedreht. Süße Pampe? Nix für mich. Aber irgendwann hat mich mein milchreisliebender Mann mal wieder zu einem Löffel überredet und … jaaaaa, gar nicht so schlecht. „Topfgeschichten – Milchreisküchlein mit Granatapfel“ weiterlesen

Farbtupfer bitte…

Lieber Frühling, ich wär dann soweit. Es ist März. Ich habe in gut zwei Wochen Geburtstag. Das mit dem Schnee ist jetzt echt ausgelutscht, ich hätte gerne grün und bunt und Sonne. Geht das? „Farbtupfer bitte…“ weiterlesen

Sag’s mit Selfie

Claudi vom Mami-Blog wasfürmich hat zur Selfieparade aufgerufen. Ich folge knipsenderweise.

Sie stellt immer wieder freitags drei Fragen, die es mit Bild zu beantworten gilt. Wer mitmachen mag, hier werden die Regeln in Runde drei aktuell erklärt.

1. Neugierig auf …

… den vertrottelten Kommissar. Den nervigen Dr. Langhammer. Die Kässpätzlefrequenz. Ich habe zwar die ersten paar Seiten verschlungen, aber dann kam mal wieder das Leben dazwischen. Seither wartet der neue Kluftinger-Krimi im Regal auf meine Muse. Ich bin schon echt gespannt drauf!

 2. Kommt grad viel zu kurz …

… die Sache mit dem Üben. Jeden Mittwoch geh ich brav zum Klavierunterricht, seit ziemlich genau einem Jahr. Es klappt auch schon ganz gut, aber ohne Üben komm ich eben auch nicht wirklich weiter. Aktuell bin ich an Imagine von John Lennon. Und ich liebe es.

 3. Mein Lieblingsspielzeug meiner Kinder …

… oder besser: meiner Tochter. Das Schaukelpferd. Es steht grad hoch im Kurs und weil der Papa schon drauf gen Texas geritten ist, hat es auch ein bisschen Patina. Ich mag es sehr, weil es nicht umkippen kann und weil die Kurze mit großem Spaß und viel Gejohle die Zöpfe fliegen lässt. Ihre und die des Pferdchens.

Wer mitmachen mag – Selfies sind kein Muss – guckt einfach auf Claudis Blog vorbei. Und dann ran an die Kamera!

Bitte nehmen Sie JETZT Ihre Brille ab!

Wann bin ich eigentlich alt geworden? Und warum hat mich keiner gefragt? Da ist dieses kleine, rechteckige Ding in meiner Geldbörse, das beharrlich behauptet, ich würde demnächst 35. Bei meinem eingefrorenen Gesichtsausdruck auf dem Bild müsste man eigentlich generell bezweifeln, dass ich lebe. Und doch: Die starr einvakuumierte Karte behauptet, ich sei 1980 geboren. Das ist verdammt lang her. Kann mich nicht erinnern.

Dennoch erzählt mir das Leben in den letzten Tagen immer wieder, dass es so dahin plätschert. Meine Schwiegermutter erzählte beispielsweise, dass ihre goldene Konfirmation anstehe (konfirmiert wird man mit 14, 50 Jahre später feiert man da nochmal). Während ich mir überlegte, dass 50 Jahre ja echt kurz vor ewig sind, begann der Abakus in meinem Kopf zu rechnen. Ich schluckte. Meine Konfirmation, die sich anfühlt, als wäre sie vielleicht zehn Jahre her (oder so, weil zehn ja auch schon ganz schön viel ist), jährt sich dann demnächst auch zum 21. Mal. 2019 hab ich dann immerhin 25.-jähriges Jubiläum. Das ist … schon die Hälfte.

Ich grüble über die Sache mit dem Älterwerden, während ich mit einem feuchten Lappen Bücher- und CD-Regale abstaube. Wenn ich mich da runter bücke, zwickt es ohne Witz im Ischias. Das war früher nicht. Mein Blick bleibt an (unsäglichen) Bravo-Hits hängen. 6, 8 und 10. Ich hab grade mal geguckt – wir sind aktuell bei Nummer 88. Das spricht zumindest für das Format. Spaßeshalber schiebe ich eine der CDs in den Player und trällere mit. Ich bin immer noch erstaunlich textfest. Kein Wunder, war ja auch quasi erst gestern, als ich mir die Scheiben gekauft habe. Vom Taschengeld.

A propos Bravo. Ich blättere mich zur Zeit nebenbei amüsiert durch Bravo-Hefte von 1979. Da gab es mich noch nicht. Aber fast. Die Bilder sind zum Großteil schwarzweiß und weil ich auch in den frühen Achtzigern noch zu klein war für sowas, haben sie nichts mit meiner Lebenswelt zu tun. Die Bands sagen mir wenig (Ja ok, Village People kenne sogar ich) und die Haarspray-Werbung ist unsäglich bieder. Und doch: Was antiquarisch aussieht, stammt aus meiner Kindheit. Die muss folglich ewig her sein. Ich fühle mich wie ein Dino. Die Sendung mit der Maus, die ich von Kindesbeinen an geliebt habe und immer noch liebe – feiert 40. Geburtstag. Stattdessen sterben Sänger, die in meine Welt gehörten, einfach weg. Udo Jürgens. Joe Cocker. “Alte Säcke”, sagte neulich ein Teenie, als ich übers Alter lamentiert habe. Die Bands, die sie cool findet, kenne ich noch nicht mal, geschweige denn die Musikrichtung. (Memo: Ich muss Bravo lesen. Die von heute.)

Derart in Gedanken versunken bleibt mein Blick an mir selbst im Flurspiegel hängen. 35. Pah. Keine Spur von 35. Ok, da um die Augen herum vielleicht ein bisschen. Den Lachfalten hat keiner gesagt, dass sie nur zum Lachen auftauchen sollen. Ich gehe ins Bad und tupfe straffende Augenpflege dahin, wo sich zarte Linien abzeichnen. Die Linien bleiben. Aber es fühlt sich gut an. Vielleicht sollte ich mir gar keine Gedanken machen. Alter, so sage ich ja schließlich anderen Leuten immer, sei eine Geisteshaltung, keine Zahl.

Ich schlüpfe motiviert in Röhrenjeans und beschließe, das Abstauben und Grübeln zu verschieben. Kurze Zeit später finde ich mich mit Kind an der Supermarktkasse und hätte das mit dem Alter fast vergessen. (Kleinkinder im Supermarkt fordern die komplette mütterliche Aufmerksamkeit und das liegt NICHT an meinem nachlassenden Gehirn.) Die Kleine strahlt den älteren Herrn hinter uns an. Er strahlt zurück und sagt: “Na Du bist ja ein frecher kleiner Knirps. Und so ne junge Mama hast du dabei!” Ich fühle mich augenblicklich wie frischgebadet, setze mein lachfaltigstes Lächeln auf und sage kokettierend “Ach … na ja … sooo jung nun auch wieder nicht.” Was dann kommt erzähle ich nur der Vollständigkeit halber und vergesse es danach sofort. Er nestelt umständlich mit gichtgeplagten Händen seine Brille aus der Westentasche, setzt sie auf, guckt mich an und sagt: “Ach so. Och … aber … joa.”

Alter, ich sag’s Euch, ist eine Geisteshaltung. Also nehmt jetzt gefälligst die Lesebrillen ab und glaubt mir: Ich bin keinen Tag älter als 28.

Drunter, drüber, von oben durch…

 

 …drüber, drunter, von hinten durch …

Kommt Euch das bekannt vor? Wenn ja, dann baumelt womöglich auch ein farbenfrohes Paracord-Armband an Eurem Handgelenk. Während letzten Sommer Loom-Bänder der absolute Hit waren (der an uns völlig vorbei ging), wird der Armschmuck zur Zeit aus Parachute-Cord (zu Deutsch: Fallschirmleine) geknüpft. „Drunter, drüber, von oben durch…“ weiterlesen

Komm mit…

Flucht. Weg hier. Raus. Was nimmt man da mit? Geld, Kreditkarte, Zahnbürste, warme Klamotten, Reisepass?

Ganz so dramatisch flüchte ich nicht. Ich war mit leichtem Gepäck unterwegs, ein zu dünner aber schicker Wollmantel, ein kleines Täschchen. Und ich war froh, auf meinen zehn-Zentimeter-Absätzen nicht weit flüchten zu müssen. Denn manchmal muss die Flucht aus dem Alltag nicht gleich in ein anderes Land oder gar auf einen anderen Kontinent führen. Und wie lange die Reise dauert, spielt eigentlich auch keine Rolle. Zwei Stunden können ganz schön viel sein. „Komm mit…“ weiterlesen

Honeyspecial – Mund zu, Honig drauf!

Um mich herum hustet, schnupft und rotzt es. Daheim haben wir die Erkältungswelle alle hinter uns, aber beim Einkaufen oder in der Krabbelgruppe oder oder oder ist man umgeben von Taschentuchzückern und Nasenhochziehern. Das Fiese bei mir: ich habe sowieso empfindliche Lippenhaut. Wenn ich dann noch erkältet bin und oft Naseputzen muss, franselt meine Lippe regelrecht aus.

„Honeyspecial – Mund zu, Honig drauf!“ weiterlesen

Mein schwarzer Daumen…

Jedesmal, wenn mein Mann mit der Gießkanne eine Runde durchs Haus dreht, habe ich ein furchtbar schlechtes Gewissen. Das bedeutet nämlich, ich habe mal wieder nicht bemerkt, dass unser Grünzeug kurz vor dem Ableben ist.

Ihr müsst Euch das ungefähr so vorstellen:

„Mein schwarzer Daumen…“ weiterlesen