Wir wären dann soweit.

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt’s zur Zeit nichts zu sehen. Jedenfalls nichts, was einen eigenen Blogbeitrag wert wäre. Ihr wollt die Krümel trotzdem lesen? Also schön.

Weihnachten?

Mal sehen: Adventskalender, zweimal: Check. Adventsgesteck: Check. (Danke, Mama) Weihnachtsgeschenke: Check. Verpackung: Check. Weihnachtspost. Check. Weihnachtsplätzchen: Check. (Eine Sorte. Kokosmakonen. Mjam.) „Wir wären dann soweit.“ weiterlesen

“Kommt denn der alte Holzmichel bald” … Neues aus dem Wartezimmer

“Früher haben wir Kinder halt geboren, nicht gegoogelt.” An diesen Spruch meiner Mama musste ich heute denken, als wir beim Kinderarzt im Wartezimmer saßen. Damals, in meiner Schwangerschaft, beschloss ich nämlich auf mütterlichen Rat hin, das was-könnte-sein-und-was-wäre-wenn-Suchen im Netz einzustellen, wenn es mal wieder im zunehmend kugeligeren Bauch irgendwo zwickte. Das brachte mir die nötige Ruhe und das Körpergefühl wieder, das der Kopf manchmal übertönt.

Hätte ich also im Vorfeld nicht gegoogelt, was einen bei der U7a-Untersuchung so erwartet, wäre ich heute bedeutend entspannter gewesen. Das Kind war heute morgen guter Dinge und ich eröffnete ihm beim Frühstück, dass wir in die Stadt gehen und kurz beim Kinderarzt vorbeigucken. “Bin ich krank?” fragte es. “Nein, der Doktor will nur gucken, ob mit Dir alles in Ordnung ist”, sagte ich. In ihrem Blick las ich sehr deutlich: “Ich halte das für absolut überflüssig.” „“Kommt denn der alte Holzmichel bald” … Neues aus dem Wartezimmer“ weiterlesen

“Da war Theater in mir”

In den Wortschatz meiner Dreijährigen sind zwei neue Worte eingezogen, die sie mittlerweile täglich beinahe inflationär gebraucht. Sie lauten “Selba!” und “Alleine!” Mit Nachdruck und – bei Bedarf – mit böse funkelnden Augen ausgerufen.

Wenn ich anderen Eltern davon erzähle, lächeln die meisten wissend und sagen mir Dinge wie “Da müsst ihr durch.” “Das ist eine Phase.” “Sie trotzt halt.” Ich bin mir da aber gar nicht so sicher. Also, dass wir da durchmüssen, ist klar. Aber was ist das, dieser Trotz? Stellt sie sich bewusst quer? Sucht sie absichtlich Konfrontation? „“Da war Theater in mir”“ weiterlesen

Zwischen Terror und Teigmaschine – sieben Stunden abgetaucht …

Mein Samstag war vermutlich wie bei vielen von Euch belastet, überschattet, gedämpft von den Ereignissen der Nacht zuvor. Ich bin aufgewacht mit einem Druck auf dem Magen, der mir noch vor dem ersten Augenaufschlag in Erinnerung rief – heute ist es nicht wie sonst. Ich arbeitete morgens am PC und konnte mich nicht beherrschen, bei twitter die neuesten Ermittlungsergebnisse zu lesen und mich zu gruseln. Aber egal, was ich tat, las, erfuhr – nebenher war hier auch Alltag. Auch wenn ich das Gefühl hatte, es hakt und klemmt ein wenig – die Tatsache, dass meine Dreijährige unbekümmert um mich herumwuselte, erdete mich. „Zwischen Terror und Teigmaschine – sieben Stunden abgetaucht …“ weiterlesen

An Tagen wie diesen…

Ich habe schlecht geschlafen. Und viel zu wenig. Erst in den frühen Morgenstunden bin ich dann endlich weggedämmert. Ich hatte Bilder vor meinem inneren Auge, die mich nicht loslassen wollten. Das grüne Oval eines Fußballstadions in Paris, das sich irgendwann immer weiter leerte. Live-Schaltungen, bemühte Sportreporter, die plötzlich mit ganz neuen, traurigen Aufgaben betraut waren. Blaulicht, Straßensperren. Paris hat einen Terroranschlag erlebt. Wieder. „An Tagen wie diesen…“ weiterlesen

Geliebtes Tochterkind …

… als Du noch in meinem Bauch warst, hatte ich zehn Monate (und zehn Tage Überziehungsfrist) Zeit, mir auszumalen, wie das Leben mit Dir sein würde. Ich hatte Bilder im Kopf von mit mit vollgespuckten Oberteilen, ich fürchtete, ich würde die Mascara gegen die Mamauniform eintauschen. Ich hatte ganz feste Vorsätze und, ja, auch ganz viele Sorgen und Ängste. Und dann warst Du da. Und nichts war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das Leben  mit einem Baby und später mit einem Kleinkind ist etwas, was man Tag für Tag ERleben muss. Niemand kann sich ansatzweise vorstellen, was es heißt, für dich, kleines Wesen, verantwortlich zu sein. Mein Leben vor Dir? Daran habe ich nur noch eine vage Erinnerung. „Geliebtes Tochterkind …“ weiterlesen

#Kindermund – Artischocken und die Polizei

Das Kind wird am Sonntag unglaubliche drei Jahre alt. Sprachlich ist sie ziemlich weit (ein Erbe, an dem sie nicht zu knabbern hat) und sie unterhält uns den ganzen Tag mit lustigen Geschichten. Mein Kind hat nämlich einen unsichtbaren Bruder, unsichtbare Mädels und unsichtbare Freunde, die mit ihr Eis essen, Nudeln kochen, Bücher lesen und spannende Abenteuer erleben. Während mich dieser Umstand am Anfang total irritiert hat, habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt, dass unser Haus voll mit unsichtbaren Fremden ist. Hauptsache, das Kind hat Spaß mit denen.

Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja. Kindermund – die Top 3 der Sprüche dieser Woche. „#Kindermund – Artischocken und die Polizei“ weiterlesen

Sechs Wörter und der Krimi, der daraus wurde

Sich Geschichten auszudenken, der Fantasie freien Lauf zu lassen und dann loszuerzählen – schon immer war das etwas, was aus mir herausmusste. Schreiben ist für mich, wie atmen für andere. (Ich atme auch, keine Sorge.) Besonders habe ich früher Aufsätze geliebt, die mit Reizworten arbeiteten. Ein paar Worte, anhand derer man sich eine Geschichte ausdenken musste. Meine Tochter (womöglich habe ich das Talent vererbt) liebt ihre Erzählsteine auch sehr, das Prinzip ist das selbe, nur visualisiert, weil sie noch nicht lesen kann.

Und jetzt? Jetzt hat sich Anja von der Kellerbande eine tolle Blogparade ausgedacht – sechs Worte, aus denen eine Geschichte werden soll. Liebe Anja, die Geschichten sind alle in meinem Kopf. Ich erzähle Dir (und allen anderen) jetzt einfach eine davon. Los geht’s!

“Bär – Schiff – Haus – Schirm – Baum – Telefon”. Kommissar Rudi Hartmann las die Worte laut vor. Als er seinen Blick von dem kleinen, zerknüllten Zettel hob, sah er in die Gesichter seiner Kollegen, die ihn mit großen Augen schweigend ansahen. Ganz hinten räusperte sich einer. “Ja bitte?” fragte Hartmann und machte eine einladende Geste. In der hintersten Reihe erhob sich ein junger Polizist. “Vielleicht … sind das … Hinweise?” stammelte er. Irgendjemand in dem grauen Raum, der nach Bodenpolitur, Akten und Feierabend roch, kicherte. „Sechs Wörter und der Krimi, der daraus wurde“ weiterlesen

Ich und Herr Eigentlich

Ich war als Kind schon ein großer Fan von den Büchern von Roger Hargreaves. Seine Bücher von Herrn Schlampig, Ute Unentschieden und Herrn Glücklich fand und finde ich großartig. Auch Hannah mag Herrn Killekille und Herrn Lustig und wie sie alle heißen. Nur einen mag ich nicht. Den hat zugegebenermaßen nicht Roger Hargreaves erfunden, sondern ich selbst. Er heißt Herr Eigentlich und er wohnt in meinem Kopf. „Ich und Herr Eigentlich“ weiterlesen

Kindermund: Mamas mysteriöse Popokleber

Es war ein ganz normaler Freitagvormittag. Über meinem linken Arm hängt der Einkaufskorb, an meinem rechten ein trödelndes Kleinkind. Auf der Suche nach Küchenrolle schlendern wir durch den Gang im Supermarkt. Plötzlich bleibt das Kind stehen und sagt: “Mama, schau mal. Sowas hat die Oma auch.” Sie zeigt auf eine Packung Slipeinlagen. “Aha”, sage ich und grinse in mich hinein. Wir sind keine drei Meter weitergekommen, als eine Kundin hinter uns nach eben jener pinken Packung greift. Mein Kind sagt: “MAMA, guck mal, die Frau kauft das. Ist das auch eine Oma?” „Kindermund: Mamas mysteriöse Popokleber“ weiterlesen