“Gibt es eigentlich etwas, das Du nicht kannst?” – eine Bekannte stellte mir neulich lachend diese Frage, als wir darüber sprachen, womit wir so unsere Freizeit ums Kind herum füllen und ich vom Nähen, Malen, Basteln, Backen, Bloggen und Klavierspielen erzählte. Ich überlegte kurz und antwortete dann, dass ich vermutlich nicht in der Lage wäre, eine Marsmission zu leiten. Dann zögerte ich. In meinem Kopf tauchte ein Luftballon auf, Pappmaché und rote Farbe. “Doch warte, wenn der Mars in meinem Esszimmer ist und mein Kind der Astronaut und eine Klopapierrolle die Rakete …” “HÖR SCHON AUF, ist ja gut”, sagte mein Gegenüber glucksend und schüttelte den Kopf. „Ich mach dann mal mein Ding …“ weiterlesen
Warum ich eine Rabenmutter bin – und trotzdem den besten Brotsalat aller Zeiten hinkriege

Was für ein Montag. Während ich diese Zeile schreibe, steht ein Caipirinha neben mir, der braungebrannte Bartender zwinkert mir von der Strandbar zu und meine Füße baden in der Brandung des azurblauen … ok. Möglicherweise sind Teile dieser Beschreibung glatt gelogen. Unter Umständen sitze ich pappesatt im Schneidersitz mit dem Laptop am vollgepackten Esstisch und lausche dem Vogelgezwitscher draußen. Aber ich FÜHLE mich, als hätte ich Urlaub. Denn während der Sonntag gestern mit Mann und Kind und Streichelzoo und Miniatureisenbahn und Eis und Wasser und vor allem SONNE schon echt ziemlich toll war, war der Montag fast noch besser. „Warum ich eine Rabenmutter bin – und trotzdem den besten Brotsalat aller Zeiten hinkriege“ weiterlesen
Mein Kind – ich bereue nichts. Zum Glück.

Ich habe unmerklich ein bisschen die Luft angehalten, als ich von der Frau las, die offen zugibt, ihre Entscheidung für ein Kind zu bereuen. Nicht, weil ich das an sich so unerhört finden würde, sondern weil es tatsächlich ein Tabubruch ist. Und weil es mir für die andere Mutter sehr leid getan hat. Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie zerrissen sie sich fühlen muss zwischen dem, was in ihr tobt und dem, was man von ihr erwartet.
Denn wenn man ein Kind bekommt, ist man gefälligst gerne Mutter, zumindest, wenn es ein Wunschkind war. Seit Tagen ist unter dem Hashtag #regrettingmotherhood eine hitzige Diskussion darüber entbrannt, ob man seine Mutterschaft überhaupt in Frage stellen darf. Der Tenor: “Sie wusste doch, was auf sie zukommt, warum hat sie sich dann überhaupt für ein Kind entschieden?” „Mein Kind – ich bereue nichts. Zum Glück.“ weiterlesen
Love is in the air! Und Grapefruit in the cake!

Wenn man morgens noch vor dem Wecker von Vogelgezwitscher geweckt wird, hat man a) den richtigen Schlafplatz und b) weiß man, dass es unaufhaltsam auf den Sommer zugeht. Ich war gestern den ganzen Tag im T-Shirt unterwegs. Man vergisst von einem auf den anderen Tag vollkommen, wie es war, die Steppjacke aus der Garderobe zu angeln und in die dicken Fellstiefel zu schlüpfen. Kurze Ärmel und Sonne auf der Haut – was braucht man mehr, um glücklich zu sein? „Love is in the air! Und Grapefruit in the cake!“ weiterlesen
Topfgeschichten – Sommer im Glas

Manchmal hat man Reste in der Küche. Und Reste von Resten. Und man kann damit nicht unbedingt etwas anfangen. Und dann wird man bei anderen Bloggern plötzlich fündig und freut sich wie ein Gartenzwerg über eine neue Leckerei.
Am Samstag gab’s bei uns Erdbeertiramisu. ERD-BEER-TI-RA-MI-SU.
Erdbeeren an sich sind ja schon der Knaller. Tiramisu auch. Aber die Kombination von beidem ist zum Niederknien. Das Rezept habe ich bei der wunderbaren Joanna gefunden.
Topfgeschichten – Spaghetti mit grünem Spargel

Wann ist aus diesem Blog eigentlich ein Foodblog geworden? Hat das jemand mitbekommen? Haben sich womöglich meine Prioritäten verändert? Weg von Klamotten, hin zu Kulinarik? Möglich ist alles, wenngleich ich Euch fest verspreche, dass ich beim Kochen immer angezogen bin. Vollständig. (Wenn es nicht so umständlich wäre, könnte ich das Blog jetzt ja auch dailymeal oder dailyfood nennen …) „Topfgeschichten – Spaghetti mit grünem Spargel“ weiterlesen
Draußen, barfuß, glücklich

Es ist ja so mit der Inspiration. Sie fragt nicht, ob es einem grad passt. Kommt Euch bekannt vor? Ja, ich weiß, ich wiederhole mich. Aber als ich gestern Abend nach einem sonnigen Tag durch mein Pinterest-Board stöberte (Pinterest ist IMMER AN ALLEM SCHULD) und mir plötzlich nichts anderes als Finger-Food und Picknick-Ideen ins Auge stachen, war die Entscheidung eigentlich schon klar. Das Wetter sollte gut werden, auf dem Terminkalender stand nix, was man nicht hätte verlegen können – ich funkte kurz in den Freundeskreis und die Verwandtschaft und konnte dann vor lauter guter Ideen und Vorfreude fast nicht mehr einschlafen: Das erste Picknick im Garten!

Topfgeschichten – Couscous-Salat caprese

Es ist unverkennbar: Draußen greift der Frühling mit aller Macht um sich. Selbst auf der rauen Alb hier knospen die Bäume und die Sonne hat am Nachmittag schon richtig Kraft. Vielleicht liegt es daran, dass ich gestern Abend Lust auf einen sommerlichen Salat hatte. Vielleicht war ich auch inspiriert von den winzigen Badeanzügen und dem noch winzigeren Bikini, die das Fräulein gestern bekommen hat – damit dem Badevergnügen ab sofort nix mehr im Weg steht. „Topfgeschichten – Couscous-Salat caprese“ weiterlesen
Gasthaus zum goldenen H …

Es war einer dieser besonderen Augenblicke, in dem ich es von Herzen liebe, Mama zu sein. Als ich am Ostersonntagmorgen mit Jacke und Schuhen in die Wohnung kam und dem Kind erzählte, ich hätte eben noch, als ich kurz beim Mülleimer gewesen bin, den Osterhasen von hinten in den Nachbargarten davon hüpfen sehen. Ihre Augen weiteten sich und sie verlangte umgehend nach Jacke und Schuhen. Der OSTERHASE WAR GRAD DA! Wir haben ihn dann leider nicht mehr gesehen, aber dafür hatte er im ganzen Garten kleine Geschenke versteckt. „Gasthaus zum goldenen H …“ weiterlesen
Wo ist sie denn?
Sie ist hier!
Erstmal – lieben Dank für die vielen Nachrichten, in denen ihr euch nach meinem Wohlbefinden erkundigt habt. Ich lebe noch und alles ist gut.
Aber schon während ich das Posting mit den hübschen Papiereiern vorbereitete, plagten mich diffuse Bauchschmerzen, die ich nicht richtig zuordnen konnte. Grundsätzlich gehöre ich ja eher zu den “kam-von-allein-geht-auch-wieder-von-allein-weg”-Menschen und war dementsprechend erstmal nicht beim Arzt. Aber irgendwann verwandelte sich der diffuse Schmerz in ein recht zentrales Stechen und war dann so schlimm, dass ich freiwillig einen Arzt aufsuchte. „Wo ist sie denn?“ weiterlesen
