Ich MÖCHTE BITTE! – Ein Tag im Leben der Familie Venus

Weil ich in letzter Zeit immer wieder gefragt werde, wann mir diese Blogsachen eigentlich einfallen würden und wann ich nur die Zeit hätte, sie aufzuschreiben (ihr solltet mal den Bügelkorb sehen, dann würdet ihr verstehen … ), möchte ich Euch heute mitnehmen, einen ganzen Tag lang. Im Zeitraffer. Habt ihr Lust? Na dann los. „Ich MÖCHTE BITTE! – Ein Tag im Leben der Familie Venus“ weiterlesen

Neulich aufm Fischmarkt …

„Frische Fiiiische … fangfrische Fiiischeeee … ganz frisch vom Kutteeeer …“

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Mein Kind – ich bereue nichts. Zum Glück.

Ich habe unmerklich ein bisschen die Luft angehalten, als ich von der Frau las, die offen zugibt, ihre Entscheidung für ein Kind zu bereuen. Nicht, weil ich das an sich so unerhört finden würde, sondern weil es tatsächlich ein Tabubruch ist. Und weil es mir für die andere Mutter sehr leid getan hat. Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie zerrissen sie sich fühlen muss zwischen dem, was in ihr tobt und dem, was man von ihr erwartet.

Denn wenn man ein Kind bekommt, ist man gefälligst gerne Mutter, zumindest, wenn es ein Wunschkind war. Seit Tagen ist unter dem Hashtag #regrettingmotherhood eine hitzige Diskussion darüber entbrannt, ob man seine Mutterschaft überhaupt in Frage stellen darf. Der Tenor: „Sie wusste doch, was auf sie zukommt, warum hat sie sich dann überhaupt für ein Kind entschieden?“ „Mein Kind – ich bereue nichts. Zum Glück.“ weiterlesen

„Oma macht’s besser!“

Man möchte ja meinen, dass so ein Mädchen mit zweieinviertel Jahren einem nicht viel beibringen kann. WEIT GEFEHLT. Ich möchte Euch heut anhand von drei Sprüchen erzählen, was ich von Hannah jeden Tag lerne.

1. Lektion: Ehrlichkeit. „„Oma macht’s besser!““ weiterlesen

Schweigende Auszeit, bitte!

Mamas, so denkt man vielleicht, haben ein ruhiges Leben. Ein bisschen das Kind bespaßen, ein bisschen kochen, ein bisschen Latte Macchiato trinken und ganz viel Couch und Glotze dazwischen. HA! Es ist völlig anders! Naja. Nicht völlig. Tatsächlich mache ich all das. Aber eben alles in Maßen und zu seiner Zeit. Und neuerdings ständig begleitet von der Frage „Was ist das?“. Denn Hannah entdeckt ihre Umwelt mal wieder auf eine neue, tiefergehende Art und löchert mich mit Fragen. Wenn wir frühstücken, hört sich das so an: „Mama, was ist das?“ „Das ist mein Kaffee.“ „Mama, und was ist das?“ „Na das ist die Milch, das weißt Du doch.“ „Mama, was ist das da?“ „Müsli“ „Und das da?“ Gläser“ „Und Mama, was ist …“ Mama macht also den ganzen Tag den Erklärbären und freut sich dann, wenn Mittwoch ist. Denn mittwochs machen Oma und Opa das Programm und Mama schweigt den ganzen Tag genüsslich vor sich hin (oder grölt zu lauter Musik). Und weil es für mich und meine Seele wichtig ist, mal einen Tag meinen beschaulichen Kosmos aus Küche und Couch zu verlassen, habe ich mich heute ins Auto gesetzt und bin in das schöne, frühlingshafte Neckartal gefahren, um eine James-Rizzi-Ausstellung anzugucken. Die Ausstellung ist in der Nürtinger Kreuzkirche, einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert, und damit ist schon die Örtlichkeit bemerkenswert. Wo früher Gottesdienste abgehalten wurden, hängt heute Kunst unter der Kanzel. Diesmal sogar richtig bunte – James Rizzi ist bekannt für seine skurrilen und farbenfrohen Gemälde. Ich habe mir für die Bilder Zeit gelassen und dann noch ein bisschen auf der Empore verweilt und die Leute betrachtet, die die Kunstwerke betrachtet haben. Ich weiß nicht, was mir mehr Spaß gemacht hat.

Ich bin dann ein bisschen durch die schönen Altstadtgassen geschlendert und habe die Sonne genossen. Es begeistert mich immer wieder, wie ein Lächeln Türen öffnet. Weil ich auf dem Gehweg stand und offensichtlich ein Foto von einem Fachwerkhaus machen wollte, legte ein Paket-Sprinter eine Vollbremsung hin, um mir nicht ins Bild zu fahren. Ein fröhliches Lachen und Winken – und wir setzten beide unseren Weg mit einem Strahlen fort. Auch die Verkäuferin in der großen Buchhandlung, in der ich mich eine gute Dreiviertelstunde von Etage zu Etage arbeitete, war von meinen Einkäufen ganz begeistert und wir unterhielten uns spontan über Rezepte, Kochbücher und die besten Suppen der Welt. DER WELT! (Dreimal dürft ihr raten, was ich gekauft habe und Euch demnächst vorstelle… 😉 )

Auf der Heimfahrt sog ich förmlich gute Laune auf. Ich schöpfe Energie aus allem, was mich erfreut – seien es die grünen Wiesen in den Neckar-Auen, die Wildgänse, die mein Auto eine Weile im Flug begleiteten, die Spiegelungen der Sonne auf dem Wasser der Badeseen… meine Akkus laden auf, wenn ich eine Weile für mich sein kann und tun kann, was mir allein Spaß macht. Ich rate das im Übrigen jeder Mama, ob sie ein, zwei oder sieben Kinder hat. Sich Freiräume zu schaffen und die wirklich, WIRKLICH nur für sich und für schöne Dinge zu nutzen ist elementar wichtig. Nur eine Mutter, die mit sich selbst zufrieden ist und auch mal durchatmen kann, kann sich wieder mit vollem Herzen und Elan um ihre Kids kümmern. Man ist nicht nur dann eine gute Mutter, wenn man 24 Stunden am Tag um die eigene Brut kreist. A propos Brut. Gerade steht jemand neben mir und fragt „MAMA, was machst Du da?“ Da muss ich mich jetzt drum kümmern, ich hatte heut ja genug Auszeit. Ihr versteht das sicher.

Neue Bücher!

Wenn es ganz still wird im Hause Venus, kann das dreierlei bedeuten:

1. Das Kind schläft. (Unwahrscheinlich)

2. Das Kind stellt Unsinn an und möchte dabei nicht gehört und gestört werden. (Wahrscheinlich)

3. Das Kind sitzt irgendwo in einer Ecke und guckt Bilderbücher an. (Sehr wahrscheinlich) „Neue Bücher!“ weiterlesen

Überrascht…

…hat mich neulich mein Auto mit der Ansage, mein Dieselpartikelfilter sei voll. Nachdem ich Zeit meines führerscheinbewehrten Lebens bislang Benziner gefahren habe und erstmals mit einem Dieselmotor unterwegs bin, wusste ich mit diesem Hinweis zunächst nicht viel anzufangen. Dass mein Auto mich anwies, die Fahrt fortzusetzen, beruhigte mich aber. Kann ja nix kaputt sein, wenn ich weiter fahren soll. Da mein Digitaldisplay aber partout nichts anderes mehr anzeigen wollte (Zündung aus, Zündung an, nüscht), blätterte ich im Bordbuch. Wenig später fand ich mich auf offener Strecke in einem röhrenden Auto.

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It’s teatime!

Mein Kind war lange Zeit ein absoluter Teeverweigerer. Fencheltee bei Bauchweh? HAHA. Nie werde ich denn empörten Ausdruck in diesem kleinen Gesichtchen vergessen, als ich ihr ein bisschen Fencheltee geben wollte, weil die Hebamme den als Allheilmittel gegen Bauchweh angepriesen hatte. „WILLST DU MICH VERGIFTEN?“ sagte das Kind wortlos. Egal welchen Tee wir probierten, er kam, kaum hatten die Geschmacksknospen überhaupt mitbekommen, dass da etwas anderes als Milch kommt, wieder aus dem Kind raus.

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„Zweijaaahe!“

…sagte mein kleines Fräulein jedem, der sie fragte, wie alt sie denn werde. Und tatsächlich – am Samstag hat das kleine Persönchen sein zweites Lebensjahr vollendet und eine Monsterparty gefeiert, die sich gewaschen hat. Bilder gucken? „„Zweijaaahe!““ weiterlesen

Psst… wir gucken mal…

…durchs Schlüsselloch ins Kinderzimmer!

Ich wollte Euch heute gerne meine Lieblingsplätze im Zimmer des kleinen Fräuleins zeigen.

Ich persönlich stehe ja nicht so unbedingt auf durchgestylte Kinderzimmer, die aussehen, wie aus einem Hipster-Möbelprospekt. Für mich muss ein Kinderzimmer Persönlichkeit haben und Individualität. Deswegen habe ich die Deko einfach selbst gemacht. Einiges davon habe ich früher schon einmal gezeigt, vieles ist nämlich entstanden, als ich noch schwanger war.

Aber jetzt guckt einfach selbst.

Hereinspaziert und willkommen bei…

Da mit meiner Schwangerschaft die letzten Tage unseres Arbeitszimmers gezählt waren, wir die Möbel aber umnutzen wollten, habe ich einfach die langweiligen schlichten Knöpfe ausgetauscht gegen kleine Monster…

Auch an der grünen Wand sind Monster gelandet (dann müssen wir sie schon nicht unterm Bett suchen…) Diese hier sind frei nach Bine Brändle, deren Illustrationen ich sehr liebe. (Als ich schwanger war und von einer entfernten Bekannten gefragt wurde, ob das Kinderzimmer denn schon fertig und ob ich womöglich schon etwas dekoriert habe, erklärte ich ihr, dass ich ein Bild gemalt habe. „Ah, das ist schön“, sagte sie. „Blümchen?“ „Ne, Monster“. Ihr Gesicht wurde frostig, ich bin mir heute sicher, sie dachte, ich wolle sie auf den Arm nehmen. Aber es SIND doch Monster.)

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