Was bleibt von uns?

Der Inhalt dieses Textes schwirrt mir seit längerem im Kopf herum. Er lässt sich nicht unbedingt in eine lineare Erzählform bringen, weil es so viele Facetten sind, die das Thema ausmachen. So versuche ich wenigstens vorne anzufangen, beim Auslöser meiner Gedankenkette. Ich hatte unterwegs ein Radiointerview mit einem Medienwissenschaftler gehört. Darin ging es um das digitale Erbe eines jeden unserer Generation, das größer sein wird, als bisher. Wo früher alte Liebesbriefe in vergilbten Schuhschachteln auf Dachböden gefunden wurden, sind es heute facebook- und twitter-accounts, um die sich jemand kümmern muss – oder auch nicht. Und es sind Blogs wie dieses. Es wird, sollte sich das Internet nicht auflösen, bestehen bleiben, auch wenn es mich morgen nicht mehr geben sollte. Bevor irgendjemand zu grübeln beginnt – es geht uns allen gut und ich hoffe sehr, dass ich auch morgen wieder mit Augenringen Begeisterung aufstehe. Aber führe ich morgen vorn Baum – das Blog hier wäre davon unbeeindruckt noch da und der eine oder andere würde sich vermutlich über mein plötzliches Verschwinden wundern. “Was bleibt von uns?” weiterlesen

Für den einen sind es 25 Cent …

Heute morgen beim Einkaufen. Ich schlendere in den Supermarkt und mein Blick fällt gerade noch rechtzeitig auf die leere Dose, die in meinem Korb hin und her kullert. Bei einem Geburtstagsgeschenk war eine Dose San Pellegrino Aranciata dabei gewesen, sonst haben wir eigentlich nie Dosen im Haus. Ich steckte sie in den Pfandautomaten und lauschte andächtig dem Häckselgeräusch. Als das Gerät meine Dose gefressen hatte, spuckte es ordnungsgemäß einen Pfandbon aus – 25 Cent. “Ganz schön viel, für so ne popelige Dose”, dachte ich mir. Und ging einkaufen. “Für den einen sind es 25 Cent …” weiterlesen

Der Wurm ist drin. Und der Tag kann weg.

Es hätte alles so schön sein können. So produktiv. So entspannt. Der Plan war auch gut: Einkaufen wollte ich, Blogposts fertig machen, an einer Bastelvorlage feilen, kochen, bloggen und möglichst entspannt sein dabei.

Und dann war da der Wurm. Drin. “Der Wurm ist drin. Und der Tag kann weg.” weiterlesen

Klappe auf – Klappe zu

Klappe auf

Man steht schon ganz schön blöd auf dem Supermarktparkplatz rum, wenn der Taster am Kombikofferraum plötzlich und ohne Vorwarnung den Dienst quittiert. Zum Glück hat wenigstens die Fernbedienung am Schlüssel die Heckklappe zum Sesam-öffne-Dich bewegen können. Seit ein paar Tagen fahre ich aber jetzt schon mit zickigem Kofferraumdeckel herum und heute morgen fuhr ich, einer spontanen Eingebung folgend, direkt vom Kindergarten aus in die Werkstatt. Eine gute Entscheidung. “Klappe auf – Klappe zu” weiterlesen

Erkenntnisse …

… des heutigen Tages (nachdem ich gestern ANGEBLICH therapeutisches Frustbloggen betrieben habe 😉 ):

a … morgens um sechs Uhr aufzustehen ist zwar mühsam, aber es verlängert den Vormittag um gefühlte fünf Stunden. Sogar das Kind war schon vor neun im Kindergarten, womit wir einen Rekord aufgestellt haben, den es jetzt zu brechen gilt. Naja, vielleicht nicht gleich morgen.

b … wenn ich morgens um sechs Uhr aufstehe, weiß mein Teint das noch nicht. Sprich, er bleibt irgendwo im Kissen liegen und schickt mich aschfahl und eher grünstichig vor den Spiegel. Heute hatte sich dazu noch irgendein Fussel in meinem linken Auge nächtlich niedergelassen, den ich vor dem Spiegel energisch herausrubbelte. Ich hatte also nicht nur keinen Teint, sondern auch noch ein feuerrotes Auge. Die besten Voraussetzungen, um sich im stillen Kämmerlein der Hausarbeit zu widmen. “Erkenntnisse …” weiterlesen

Na, wer bin ich?

Ich halte mich eigentlich für einen recht selbstreflektierten Menschen. Ich analysiere gerne die Charaktereigenschaften anderer Leute, weiß aber auch um meine persönlichen Schwächen und Stärken ganz gut Bescheid. Aaaaber: Andere Leute wissen das natürlich besser. Vornehmlich die, die mich gar nicht kennen. Das wird kein rant, keine Sorge, ich amüsiere mich viel mehr.

Gestern zum Beispiel. Das Wetter war usselig as can be und der beste Papa der Tochter war den ganzen Tag auf Terminen unterwegs. Ja am Sonntag. Kommt vor. Weil uns bei seiner Veranstaltung Kuchen in Aussicht gestellt worden war, war mein Körper auf süß getrimmt und jaulte empört auf, als der gute Gatte schrieb, die Veranstaltung wäre komplett überlaufen, es gebe wirklich keinen freien Stuhl mehr. “Na, wer bin ich?” weiterlesen

Wir wären dann soweit.

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt’s zur Zeit nichts zu sehen. Jedenfalls nichts, was einen eigenen Blogbeitrag wert wäre. Ihr wollt die Krümel trotzdem lesen? Also schön.

Weihnachten?

Mal sehen: Adventskalender, zweimal: Check. Adventsgesteck: Check. (Danke, Mama) Weihnachtsgeschenke: Check. Verpackung: Check. Weihnachtspost. Check. Weihnachtsplätzchen: Check. (Eine Sorte. Kokosmakonen. Mjam.) “Wir wären dann soweit.” weiterlesen

Zwischen Terror und Teigmaschine – sieben Stunden abgetaucht …

Mein Samstag war vermutlich wie bei vielen von Euch belastet, überschattet, gedämpft von den Ereignissen der Nacht zuvor. Ich bin aufgewacht mit einem Druck auf dem Magen, der mir noch vor dem ersten Augenaufschlag in Erinnerung rief – heute ist es nicht wie sonst. Ich arbeitete morgens am PC und konnte mich nicht beherrschen, bei twitter die neuesten Ermittlungsergebnisse zu lesen und mich zu gruseln. Aber egal, was ich tat, las, erfuhr – nebenher war hier auch Alltag. Auch wenn ich das Gefühl hatte, es hakt und klemmt ein wenig – die Tatsache, dass meine Dreijährige unbekümmert um mich herumwuselte, erdete mich. “Zwischen Terror und Teigmaschine – sieben Stunden abgetaucht …” weiterlesen

Von Ratschlägen, Meinungen und Supermüttern

Ich habe das Thema schon öfter verbloggt und trotzdem scheint nie alles gesagt zu sein. Mütter sind schreckliche, egozentrische, klugscheißerische Alphatiere. Ich schließe mich da nicht aus. Denn jede Mutter hält ihren Erziehungsstil, ihr Konzept und ihr Kind für das Beste der Welt. Der feine Unterschied besteht lediglich darin, dass es Mütter gibt, die ihr Wissen für sich behalten und Mütter, die ihre Meinung ungefiltert und ungefragt hinausposaunen. Takt scheint eine Eigenschaft zu sein, die der liebe Gott nur sparsam verteilt hat.

Erst neulich wurde mir zu der Entscheidung gratuliert, mein Kind “selbst” zu erziehen. Tenor der Unterhaltung – wozu setzen Frauen Kinder in die Welt, wenn sie es mit einem Jahr abschieben in eine Kita. Mich lassen solche Äußerungen erstmal sprachlos zurück. “Von Ratschlägen, Meinungen und Supermüttern” weiterlesen

Die goldene Himbeere für den Montag

Um eins vorneweg zu nehmen: Montage gehören eigentlich zu meinen Lieblingstagen. Sie symbolisieren einen Neuanfang, einen frischen Start in eine neue Woche. Der Alltag beginnt wieder nach einem erholsamen Wochenende und man kann jeden Montag (und jeden Dienstag und jeden Mittwoch und jeden … ihr versteht schon) zum besten Tag seines Lebens machen.

Nur den gestern nicht. Der kam direkt aus der Hölle und wurde versehentlich in meinen Kalender eingefügt. “Die goldene Himbeere für den Montag” weiterlesen