Topfgeschichten – Minestrone und Tischmanieren

Draußen war es bis vorhin noch wunderbar sonnig. Jetzt sieht es aus, wie man sich einen klassischen November-Tag vorstellt – der Himmel ist bedeckt und grau, die Sonne scheint irgendwo anders. Die Farben haben keine richtige Leuchtkraft, alles scheint von einem grauen Schleier überschattet zu sein.

Grauer Schleier, keine leuchtenden Farben, bedeckt und grau? Jaaa, draußen vielleicht. In meiner Küche aber ist vorhin ein kleines Farbfeuerwerk explodiert.

Den November haben wir hier ausgiebig mit des Töchterchens Geburtstag begrüßt, jetzt wird der Monat auch kulinarisch willkommen geheißen. Denn was hilft besser gegen grau, trüb und mimimi als eine deftige, heiße Suppe?

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Topfgeschichten – Kürbis mit Spaghetti

Meine Kürbisliebe ist ungebrochen. (Was für ein Wortspiel im Zusammenhang mit Essen…) Aber immer nur Suppe geht ja auch nicht.

Stattdessen gab es den Kürbis diese Woche mal abgewandelt als Spaghetti-Topping.

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„Verzehrfertig“…

…scheint ein Wort zu sein, das großen interpretationsspielraum birgt. Für mich heißt es eigentlich – Gabel in die Hand und los geht’s. Nicht aber für die kulinarische Abteilung des örtlichen Bahnhofs, dort, wo Reisende innehalten und ganz kurz Gepäck gegen Gebäck tauschen. Und nicht nur Frisches aus dem Ofen bieten die Damen hinter Glas feil, es gibt auch frische Salate, Flammkuchen oder Nudelgerichte. Oft zieht es mich mit meinen Kollegen dort hin, genießen wir doch die Bahnhofsatmosphäre ohne selbst in Hektik zu sein, wählen wir uns an der Salattheke durch das bunte Angebot und tun uns an einer Ladung Vitaminen gütlich. Als eine sehr praktische Sache empfinde ich die Möglichkeit, sich Salat auch einpacken lassen zu können. Ich freute mich gestern also auf Thunfisch und Fetakäse, Mais und Karotten auf einem grünen Salatbeet.
Zurück in der Firma bestätigte ein Blick in die Küchenschublade, was ich bereits beim leichtfertigen Verneinen der Frage, ob ich einer Plastikgabel bedürfe, befürchtet hatte Ich hatte ungefähr 22 verschiedene Messer zur Auswahl und nicht weniger Löffel, zudem Kaffeelöffel, Holzkochlöffel und Suppenkellen. Aber keine Gabel. Gabeln, das wissen vermutlich nur meine Kollegen und ich, sind äußerst scheue Besteckteile, die sich in der Agglomeration der Besteckschublade bis in die Zinken fürchten und sich daher auf einzelne Schreibtische im Haus flüchten und dort bleiben, bis sie entweder von einer moosähnlichen Substanz überzogen eins werden mit der Tischplatte, der dem Schreibtisch zugehörige Mitarbeiter oder die Putzfrau einen Aufräumanfall bekommt, der Mitarbeiter kündigt oder ganz dringend eine Gabel sucht.

Ich sp

Mein Leben und ich: Topfgeschichten: Brokkoli-Massaker-Suppe

Der Herbst ist für mich die perfekte Jahreszeit für dicke Gemüsesuppen. Ich bin ohnehin kein Suppenkasper und selbstgemacht ist eh immer am besten. Heute gab’s Brokkolicremesuppe.

Zutaten:

1 ganzen Brokkoli (Kopf? Staude? Bund? Wie nennt man das denn?)
1 Zwiebel
1 Becher Sahne
1 Glas Gemüsefond
Öl, Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Koriander… Was die Küche hergibt zum Abschmecken

Den Brokkoli waschen und in möglichst kleine Röschen zerteilen. Strunk entweder nicht verwenden oder in kleine Würfel schnibbeln. Zwiebeln würfeln und in einem Topf mit Öl glasig dünsten, Brokkoli dazu geben und das ganze unter Rühren ein bisschen brutzeln lassen. Dann Ablöschen mit dem Gemüsefond. Sahne dazugeben und bei halbgeschlossenem Deckel köcheln lassen, hin und wieder rühren. Nach ca. 10 Minuten dem Brokkoli mit dem Stabmixer den Garaus machen, die Suppe mit den Gewürzen abschmecken und nochmal aufkochen lassen.
Dazu passt Weißbrot.

Variation: man kann zu der Gemüsebrühe auch mit einem Schuss Weißwein ablöschen, man kann noch einen Löffel Schmand hinzugeben und andere Gemüsearten wie Karotten oder Zucchini mitverwenden.

Guten

Mein Leben und ich: Topfgeschichten: im 7. Burger-Himmel…

…schwebten wir gestern Abend. Hausgemacht schmecken sie einfach am besten.

Und dabei geht das doch so einfach!

Zutaten:
400g Rinderhack
5 Brötchen (je nach Gusto mit Körnern oder ohne oder Lauge oder oder oder, bei mir waren es normale weiße Brötchen)
Salat (Eisbergsalat zum Beispiel)
2 Tomaten
1 Zwiebel
Käse in Scheiben
Steaksoße (Oder Ketchup oder was Euch sonst so schmeckt)
Salz, Pfeffer, Öl

Das Rinderhack mit Salz und Pfeffer würzen, zu fünf gleich großen Kugeln Formen, platt drücken und in Öl anbraten. Wer die Scheiben dicker macht, braucht mehr Geduld.
Zwiebel in Ringe schneiden und zum Fleisch in die Pfanne geben und mitdünsten.
Nebenbei Brötchen aufschneiden, Steaksoße auf beide Hälften verteilen, Salat drauf legen, darauf die fertigen Fleischfladen, Tomaten und Zwiebeln darauf verteilen und mit einer Käsescheibe zudecken. Ich habe den fertigen Burger bis auf die obere Brötchenhälfte (damit die knusprig bleibt) nochmal in die Mikrowelle gegeben, damit der Käse schön schmilzt. Sobald der Käse nachgibt, Burger rausholen, Deckel druff, reinbeißen, yummie! 🙂

Das Bi

Mein Körper rief…

…und ich folgte brav.
Neulich habe ich in einer Studie gelesen, dass wir alle in irgendeiner Form ein gestörtes Verhältnis zum Essen haben. So generell würde ich das nicht bestätigen, aber manche Fakten aus der Studie kamen mir sehr bekannt vor. Wenn man zum Beispiel drüber nachdenkt, wovon man heute zu wenig oder zuviel gegessen hat, ist das angeblich schon ein Zeichen dafür, dass man zuviel übers Essen nachdenkt. Dem stimme ich nicht ganz zu. Aber andererseits sagten die auch, dass wir verlernt haben, darauf zu achten, worauf wir WIRKLICH Appetit haben. Wir haben fixe Mittagspausen und sind mehr oder weniger gezwungen in diesem Zeitfenster zu essen. Und essen dann etwas, was schnell zu bekommen ist.
Ich muss zugeben, dass das der Realität entspricht. Manchmal weiß ich gar nicht, wonach mir ist, aber ich weiß, dass ich mich in den nächsten 15 Minuten entscheiden muss, weil mir die Zeit davon rennt.
Aber mir Brote zu schmieren – dafür fehlt mir morgens die Zeit und ich habe um halb eins auch keine Lust auf ein trockenes Brot, sondern möchte was Warmes essen.
Nun denn – langer Anlauf, kurze Geschichte – gestern Abend auf dem Heimweg sprach mein Magen plötzlich zu mir. Er sagte „Ey Frau Venus, ich zaubere Dir jetzt mal den Geschmack von Möhren auf die Zunge und das Bild von Zucchini ins Hirn, gehst du dann bitte noch einkaufen und fütterst mich mit Grünzeug?“ Und was tat ich? Ich bog ab und fand mich vor der Gemüseauslage im Supermarkt wieder. Und erstand Gemüsepaprika, Möhren, Zucchini und Champignons. Und kurze Zeit später schmurgelte ein Potpourri davon in Tomaten-Schmand-Soße, kredenzt mit Bärlauchnudeln.
Dass ich m

Das Buffet ist (so gut wie) eröffnet!

So.
Heute habe ich mir – da Schmuddelwetter draußen und mollig drinnen – Gedanken über mein Silvesterbuffet gemacht. (Für alle, die hier mitlesen UND an Silvester kommen: Das ist erst eine Ideensammlung, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist wie immer ohne Gewähr!)
Folgendes ist mir zum Thema „mediterran“ eingefallen:

-Spanische Tortilla mit einer Tomatensauce (wenn die Zeit knapp wird essen wir schnödes Ketchup dazu, wie die Spanier auch)
– Grissini mit Rauchfleisch umwickelt
– Schinken-Melone-Schiffchen
– Tomaten-Mozzarella-Spieße
– Oliven-Paprika-Spieße
– mit Käse gefüllte Pepperoni
– Gemüse-Salat (oder gegrilltes Gemüse)
– Salat Nicoise
– Griechischer Salat
– Spaghetti mit Pesto und mit Tomatensauce

– Crema Catalàn
– Tiramisu

Jetzt fehlt noch irgendwas Fleischiges. Was essen die Mittelmeerer denn sonst noch so? Saltimbocca vielleicht? Hm…
HILFE!

Die Venus kocht!

Liebes Leben,

ja, ich esse gerne und konsequenterweise koche ich auch gerne. Weil ich – dank des neuen Jobs – mittags nichts Vernünftiges zu essen bekomme, sofern man belegte Brötchen nicht für etwas Vernünftiges hält , habe ich beschlossen, für mein leibliches Wohl wieder selbst zu sorgen. Darauf gebracht hat mich ein leckeres, scharfes Gulasch bei meiner Mama neulich und mein Ausruf: „Oh, warmes Essen!“…
Gestern also fuhr ich nach Feierabend noch eine knappe Stunde durch zwei Landkreise, um die entsprechenden Zutaten zu besorgen. Das Kochen war fast ein bisschen meditativ und hat richtig Spaß gemacht. Dass es erst nach acht „zu Tisch bitte“ hieß, war mir auch egal. Hauptsache gekocht und lecker. Derart inspiriert habe ich heute wieder eine gute Stunde am Herd gestanden. Dafür dampft jetzt vor mir: Gratinierter Kartoffelauflauf mit Steinpilzen und Schwarzwälder-Schinken-Würfeln. Aber nicht mehr lange…