Kinderteller – #1: Hirsotto mit Spargel

Hirsotto mit grünem Spargel

“Was koch ich nur heute?” – ich frag mich das öfter mal. “Mama, was gibt’s heute?” fragt mich meist das Kind parallel. Kennt ihr das? Nicht alles, worauf Mama Lust hätte, kommt auf dem Kinderteller genau so gut an. Wobei ich zugeben muss – in letzter Zeit klappt die Planung ganz gut, weil ich mir immer sonntags einen Zettel zur Hand nehme und mir für die kommende Woche Gerichte aussuche und einen Einkaufszettel schreibe. Dabei darf sich Hannah auch was wünschen. (Aber ich habe auch an manchen Tagen so um elf rum sehr ratlos vor meinen Vorräten gehockt und gegrübelt.)

Damit ich – und ihr – in Zukunft eine kleine Ideensammlung habe, wird es hier unter der Rubrik “Vegetarisch für Kinder” in loser Reihenfolge schnelle und einfache Rezepte geben. (Hier gab’s übrigens schon mal was!)

Los geht’s!

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Wickie und Pippi löffeln das aus!

“Ich hab ein Hauuus, ein kunterbuntes Hauuuus, ein Äffchen und ein Pfeeerd, die schauen da zum Feensteeer raus …”

Hin und wieder Eigentlich täglich singen das kleine Fräulein und ich die Pippi-Erkennungsmelodie. Klar ist – die Kleine liebt das rothaarige Mädchen, dem scheinbar alles gelingt und das alles darf. Und neulich, als ich müde im Bett lag und nicht schlafen konnte, begannen meine Gedanken zu kreisen. Um unseren Urlaub in Augsburg, um die Figuren aus der Puppenkiste, die sie so begeistert haben, um Puppentheater allgemein und Figuren wie Pippi, Jim Knopf, Dr. Brumm und Wickie im Besonderen. Ich sinnierte über Handpuppen aus Stoff, überlegte mir Formen und Schnitte und plötzlich … waren da Kochlöffel vor meinem inneren Auge. (Was womöglich daran gelegen haben könnte, dass mein Magen nachts zu knurren beginnt, wenn ich nicht schlafen kann.) „Wickie und Pippi löffeln das aus!“ weiterlesen

Jetzt, später, viel später?

Wenn es um mein Kind geht, bin ich relativ unbeeindruckt von “guten Ratschlägen” von außen. Wir handhaben unseren Alltag so, wie es sich für uns richtig anfühlt. Dinge in unserem Tempo zu tun, Möglichkeiten auch mal auszulassen (kein Pekip, kein Elba, kein Säuglings-Feng-Shui), das fühlt sich für uns einfach richtig an.

Trotzdem begegnen mir nicht nur als bloggende und lesende Mama, sondern auch als Mutter in der Gesellschaft Familien, die Dinge grundlegend anders machen als wir. Ist ja völlig normal. Was bei uns wunderbar funktioniert, funktioniert bei anderen vielleicht überhaupt nicht. Was wir uns gar nicht vorstellen können, ist in anderen Familien das Normalste der Welt. Jeder so, wie er es für richtig hält. „Jetzt, später, viel später?“ weiterlesen

Wenn die Mutter mit der Tochter …

Manchmal hat der Herr des Hauses einfach unverschiebbare Termine. Und manchmal fallen die auch auf einen Sonntag. Das Tochterkind und ich könnten dann natürlich zuhause sitzen und Däumchen drehen und warten, bis der beste Papa und Herzensmann wieder heimkommt. Tun wir aber selten. Denn seit die Kleine im Kindergarten ist und damit den halben Tag nicht da, sind Mutter-Tochter-Ausflüge selten geworden. Wir haben gestern morgen also beschlossen, den Sonntag zu nutzen und sind zu zweit losgezogen. Und zwar in österlicher Mission. „Wenn die Mutter mit der Tochter …“ weiterlesen

“Wir haben derzeit folgende Krankheiten: …”

So fängt der Zettel an, der an der Kindergartentür klebt. Was dann kommt, ist eine Auflistung allerlei Grausligkeiten, die niemand braucht. Magen-Darm, Mittelohrentzündung, Bindehautentzündung, Fieber und so weiter. Und wir? Wir haben heute eine ganze Woche Kindergarten abgehakt, ganz ohne Ausfälle. Ich will’s ja eigentlich nicht verschreien. Trotzdem – bisher hat sich das Kind tapfer geschlagen. „“Wir haben derzeit folgende Krankheiten: …”“ weiterlesen

Kreativ, sprachbegabt, fantasievoll … meins!

Keine Mama ist objektiv, wenn es um ihr eigenes Kind geht. Wir Mütter sind übereuphorisch wenn etwas gut klappt, überbesorgt wenn den Kurzen etwas fehlt, übervoll mit Liebe … weil halt.

Als Hannah sich so problemlos innerhalb von drei Stunden in den Kindergartenalltag eingefügt hatte und ihr die Eingewöhnung irgendwie leichter gefallen ist, als mir, wurde mir langsam bewusst, dass das Kind gar nicht mehr so klein ist. „Kreativ, sprachbegabt, fantasievoll … meins!“ weiterlesen

Sehr geehrter Herr Rotz,

wir wenden uns heute in einer Angelegenheit an Sie, die uns schon seit längerer Zeit auf den Nägeln brennt. Als Sie uns das erste Mal besucht haben, Anfang des Jahres, hielten wir Ihren Aufenthalt für eine kurzfristige und eher einmalige Sache. Mit Erstaunen haben wir Sie nach nur zwei Wochen wieder in unserem Haus begrüßt. „Sehr geehrter Herr Rotz,“ weiterlesen

Green hair, don’t care. Und: Follower-Power bitte!

Ihr Lieben, ich brauch da heut zweimal Euren Rat.

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Willkommen in Pustelhausen

Es begann mit einem roten Fleck am Hals des kleinen Fräuleins. Als wir Sonntag vor einer Woche mit meinen Eltern gemütlich beim aushäusigen Frühstück saßen, kratzte sich das Kind hingebungsvoll am Hals. Ich zuppelte mütterlich besorgt am Kragen des Pullis und sah, dass die scharfen Fingernägelchen einen roten Fleck gekratzt hatten. Gedanken machte ich mir allerdings keine. Erst, als das Kind nach dem Frühstück immer wieder am Hals und hinter den Ohren, im Nacken und im Gesicht herumfummelte, zog ich ihr den Pulli aus und entdecke weitere kleine rot-weiße Quaddeln. „Willkommen in Pustelhausen“ weiterlesen

Der Kloß in meinem Hals …

rucksack

Ich kann mich nicht an viel erinnern, aber zwei Dinge sind mir von meinem ersten Kindergartenkontakt in Erinnerung geblieben. Ich durfte an der Hand meiner Mama die zwei möglichen Gruppen besuchen und mir eine davon aussuchen. Als mir aus einer Tür eine Nonne in schwarzer Tracht entgegen kam, hat mich das so erschreckt, dass ich mich unbesehen für die andere Gruppe entschieden habe. Meine Kindergartentante hieß also Patricia, trug Jeans und Pulli und ich liebte sie heiß und innig. Allerdings nicht von Anfang an. Denn gleich am nächsten Tag verabschiedete sich meine Mama von mir und versprach, mir eine Badewanne für meine Puppen zu schenken, wenn ich brav da bleiben und nicht weinen würde. Sie trug einen ockergelben Übergangsmantel mit riesigen Schulterpolstern (Jaja, die Achtziger), als sie über den Hof des Kindergartens durch den Regen zum Auto huschte. Ich sah ihr nach von der breiten Fensterbank aus, die ich den restlichen Vormittag nicht verlassen würde. Und natürlich heulte ich Rotz und Wasser. Aber die Badewanne bekam ich trotzdem. „Der Kloß in meinem Hals …“ weiterlesen