An apple a day…

…keeps the doctor away.

Was tut man mit einem Kind, wenn es draußen in einer Tour schüttet? Kekse backen. Hannah war schwer beeindruckt, weil sie mithelfen durfte. Ich musste mehr als einmal bewusst weggucken. Wenn sie Teigbrösel auf den Boden gekrümelt hat, zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn sie rohen Mürbteig angewidert wieder von der Zunge gepopelt hat. Wenn sie mit beiden Händen Mehl vom Tisch gefegt hat. Aber hey. Als die Bleche im Ofen waren, wurde sie kurzerhand zu Oma ausquartiert und ich konnte zähneknirschend in aller Ruhe die Küche generalreinigen.

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Weil ich nicht immer zum Herbst…

…gehen kann, hol ich mir den Herbst halt nach Hause. Heute morgen, als ich mit dem nimmermüden Tochterkind durch die Felder spazierte und Kühe, Hunde, Steine, einen Gabelstapler, einen Holzstoß, matschige Birnen, heruntergefallene Zwetschgen, Pferdeäpfel, Schnecken, Ameisen… wo war ich? Ach so. Als ich all das mit ihr ausgiebig bewundert und teilweise aufgehoben und in die Hosentasche gesteckt hatte (STEINE! NUR DIE! Keine Kühe oder so.), leuchteten uns plötzlich riesige Hagebutten entgegen.

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Ich bin dann mal off.

Sonntag.

Ich stand dichtgedrängt zwischen zwei älteren Damen, versuchte aus dem Regengeprassel auf meinem Schirm hindurch die Stimme der Stadtführerin herauszufiltern und war gleichzeitig darauf bedacht, meine Kamera dicht an mich zu pressen, um sie vor den kleinen Sturzbächen zu schützen, die von den Schirmen um mich herum rannen. Das Display meines Handys leuchtete auf und ich war kurz abgelenkt von den Ausführungen der Expertin für Lokalgeschichte. „Hier geht die Welt unter“, las ich in der SMS von meinem Mann. Ach was, dachte ich mir und fragte mich gerade, warum er mir SMS schickte, wo wir doch meistens über einen internet-basierten Nachrichtendienst kommunizierten, da las ich weiter: „… das Internet ist auch grad tot.“

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Raus mit Euch!

Gestern vormittag war ich bei der Recherche für eine Reportage in einem inklusiven Kindergarten zu Besuch. Es war wuselig und laut und die rund 75 Kinder hatten da sichtlich Spaß. Wir haben verschiedene Räume besichtigt, unter anderem auch Therapieräume für die körperbehinderten Kinder.

Bei einem Bewegungsraum ist mir eine Decke auf dem Boden aufgefallen, unter der verschiedene Materialien versteckt waren. Die Kinder übten darauf, wie es sich anfühlt, auf unebenen Flächen zu gehen. Ich guckte wohl verdutzt, denn die Kindergartenleiterin holte tief Luft und erklärte mir, dass viele Kinder heute nicht wüssten, wie es sich anfühlt, über eine Wiese zu laufen, wie es ist, wenn da Maulwurfshügel sind oder wie viel Schwung man drauf kriegt, wenn es bergab geht. Mich hat diese Aussage einigermaßen beschäftigt. Denn unser Kind ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und stapft mit Freude durch Pfützen, klettert Böschungen hinauf und spielt draußen. Es ist für mich auch völlig selbstverständlich, dass es das tut.

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Fünf Gründe, warum ich den Herbst liebe!

„Wir hatten gar keinen richtigen Sommer, nie war es warm, alles viel zu kurz, immer nur kalt und Regen“… Mimimimimiiii…. Jetzt hört aber uff! Dieses Genöle übers Wetter will doch keiner hören! Wir hatten einen heftig heißen Juni, die gesamte Vegetation war vier Wochen früher dran als gewöhnlich. Da wundert es doch keinen, dass auch der Herbst ein bisschen eher loslegt. Und wisst ihr, was? Der Herbst ist so so so toll!

Glaubt ihr nicht? Doch!

Hier fünf gute Gründe, warum der Herbst

DIE SCHÖNSTE JAHRESZEIT EVER IST.

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Lesestoff, Neuzugänge

 

Manchmal gehe ich mit einem Plan in die Buchhandlung. Ich lasse mich gerne von Freunden oder auch von Lieblingsblogs inspirieren, wenn es um Neues für meine Leseliste geht. Aber manchmal steht mir der Sinn auch einfach nach BÜCHERBÜCHERBÜCHER. Dann greife ich auf gut platzierten Verkaufstischen zu, lasse mich von Klappentexten überzeugen oder suche mir was von der Bestsellerliste aus. Und manchmal greife ich zu einem Autor, den ich bereits kenne. 

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Dafanki???

Wie angekündigt, hier eine meiner Lieblingsgeschichten aus dem alten Blog. Sie ist vom Februar 2012.

 

Beim Einkaufen gibt es zwei unumstößliche Grundregeln, die so sicher sind, wie die Erdanziehung.
Erstens: Meine Schlange ist die Langsamste, völlig wurscht, wie lang sie ist. Zweitens: Irgendwas ist immer. Wahlweise hat einer vergessen, seine Gurke zu wiegen, die alte Dame mit dem kecken Hütchen und den festzementierten Dauerwellen, stellt zehn PFENNING vor Erreichen der geforderten Summe fest, dass das Kleingeldfach doch schon leer ist und frickelt mit zittrigen Händen die vielen winzigen Münzen wieder ins Portemonnaie zurück, das Kassenfräulein muss „Frau Westermeier, Storno bitte Kasse drei, Frau Westermeier bitte“ in ihr schwarzes Mikrophon nuscheln oder die Kassenbonpapierrolle endet mit einem rosa Streifen und leisem Rattern just vor mir und will ausgetauscht werden.

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Da isses also.

Das neue Blog-Zuhause. Hier stehen noch virtuelle Umzugskisten herum. Die Klamotten sind noch nicht im Schrank, die Möbel noch nicht am richtigen Platz, aber so ist das nun mal, wenn man umzieht. Auch wenn es nur ein Blog ist.

Damit der Anfang nicht ganz so nüchtern daher kommt (und weil keiner Brot und Salz bringen wird…), ein paar (meiner Meinung nach) lesenswerte Geschichten aus meinem früheren Blogleben. Ich kennzeichne sie mit „Storys“.

Ich freue mich aufs Bloggen!

Seid herzlich willkommen, los geht’s.

Die Juchu-Frei-Was-mach-ich-bloß-mitderListe

Liebes Leben,

Freizeit ist was Tolles. Nur leider dreht immer dann jemand an der Uhr, wenn ich ein paar Tage davon habe. Ich habe mir vorgenommen, alle Viertelstunde auf die Uhr zu gucken, tief einzuatmen und zu denken: Ich! habe! frei! Vielleicht genieße ich die Zeit dann bewusster.
Heute habe ich erstmal ausgeschlafen, bis ich von alleine aufgewacht bin. Das ist ganz zuverlässig um neun. Um eins nach neun habe ich auch heute morgen auf den Wecker geschielt.
Ich habe eine Stunde lang gefrühstückt, Zeitung gelesen und mich gefreut, dass die Sonne scheint. Dabei habe ich mir einen kleinen Plan zurecht gelegt, wie ich meine drei freien Tage verbringen werde. Ich ahne jetzt schon, dass ich zur Erfüllung all meiner Wünsche mindestens 30 Tage bräuchte. Aber egal. Erstmal zählt ja der Wille. Und wenn es nach dem geht, werde ich in den nächsten drei Tagen:
– den Adventskalender für Schatzi bestücken
– das Weihnachtsgeschenk für Mami stricken (hoffentlich liest sie hier nicht heimlich mit…)
– das Geburtstagsgeschenk für Mami einpacken
– den Bastelladen stürmen und leerkaufen
– mich mal vorsichtig über Kontaktlinsen informieren (wollte ich mal testen)
– Bügeln (einen riesigen Korb voll…)
– Mein Kinderbuchprojekt weiter vorantreiben
– Basteln (aus vorweihnachtlichen Gründen kann ich nicht näher drauf eingehen… )
– Bummeln gehen – Klamotten oder Schuhe oder beides…
– Bücher bestellen
– meiner Tätigkeit als freie Mitarbeiterin meines ehemaligen Arbeitgebers nachgehen
– Backen und Kochen
– …

Also: Ich muss los. Bevor meine freie Zeit abgelaufen ist…